Safari in Tansania: Alles, was du über den Northern Circuit wissen musst

Wenn Du nur Platz für ein einziges Reiseziel auf deiner Bucket List hast, dann sollte dort eine Safari im Norden von Tansania stehen. In der weiteren Umgebung von Arusha bilden vier Nationalparks den sogenannten „Northern Circuit“. Hier erzähle ich, was du wo erleben kannst.

Die vier Nationalparks des Northern Circuits unterscheiden sich landschaftlich stark, doch in einem sind sie sich gleich: Sie alle sind voll mit exotischen Tieren. Löwen, Elefanten, Zebras und Giraffen wirst du mit Sicherheit sehen. Vermutlich aber auch die etwas selteneren Geparde oder Flusspferde, mit etwas Glück sogar ein Nashorn.

Meistens bleibt es nicht bei den Sichtungen. Oft kannst du die Tiere beim Jagen beobachten. Wir sahen beispielsweise mehrere Löwen, die bei ihrer Jagd einen Büffel von seiner Gruppe isolierten und ihn dann doch überraschend entwischen liessen. Wir beobachteten, wie sich Hyänen und Geier um einen zerfleischten Schädel stritten.

Eine Safari im Norden von Tansania ist ein absolut einmaliges Erlebnis – einmalig aber leider auch deswegen, weil du es dir vermutlich nur einmal im Leben leisten kannst oder willst. Denn an der Einzigartigkeit hängt ein ziemlich heftiges Preisschild.

In diesem Artikel erkläre ich dir, wie du dir auch ohne Lottogewinn eine Safari leisten kannst, welche Nationalparks was zu bieten haben – falls du nicht alle besuchen willst. Am Ende gibt es wie immer ein paar praktische Tipps, damit deine Safari auch wirklich das Erlebnis wird, das du dir erhoffst.

 

Die Serengeti: Heimat vom König der Löwen

Nichts hat das Bild der Serengeti so sehr geprägt wie der Disney-Film „König der Löwen“. Er erzählt die Geschichte vom vertriebenen Löwenjungen Simba (der Name ist übrigens schlicht das Suaheli-Wort für „Löwe“), der im Erwachsenenalter in sein Reich zurückkehrt, um eine Diktatur zu stürzen.

Dass die Geschichte ausgerechnet in der Serengeti spielt, hat seinen Grund:  In der endlosen Ebene des 1929 gegründeten Nationalparks leben heute etwa 3000 Löwen. Das ist grob ein Zehntel aller in der Wildnis lebenden Löwen.

Und so ist es kein Wunder, dass wir auf unserer Safari immer wieder auf die majestätischen Tiere stossen. Meistens liegen sie irgendwo im Gras und machen ein Nickerchen. Manchmal stehen sie kurz auf und gähnen uns unbeeindruckt an. „Löwen schlafen täglich zwischen 15 bis 20 Stunden“, erklärt unser Fahrer und Guide.

„König der Löwen“ ist eine fiktive Geschichte. Trotzdem existieren einige der Filmschauplätze tatsächlich. Am bekanntesten ist die Olduvai-Schlucht, in der Simbas Vater von einer in Panik geratenen Gnu-Herde zu Tode getrampelt wird. Hier befindet sich ein kleines Museum, in dem Funde der ersten Menschen ausgestellt sind. Etwa 1,8 Millionen Jahre sollen sie alt sein, was die Serengeti zur Wiege der Menschheit macht.

Wieso die Serengeti? Weil alleine der Name Musik ist. Kaum ein anderer Nationalpark weckt so sehr die Sehnsüchte nach Afrika. In der vollkommen flachen und spärlich bewachsenen Savanne wirst du sehr viele Tiere sehen, vor allem auch Löwen.

Tierische Begegnungen in der Serengeti.
Ein Leopard ruht sich auf einem Ast aus.
Elefanten in der Serengeti.

 

Ngorongoron-Krater: Mehr Tiere als im Zoo

Als wir mit unserem Safari-Jeep auf der steilen Strasse in den Krater fuhren, hatte ich keine grosse Lust, überhaupt Tiere zu sehen. Ich hatte eine sehr schlechte Nacht hinter mir, weil ein heftiger Sturm über unsere Zelte hinweggefegt war und ich bis auf die Knochen fror.

Doch als wir dann in die grüne Caldera eintauchten, war die Kälte plötzlich vergessen. Egal, wo ich hinsah, war etwas zu entdecken: Da waren ein paar Hyänen, die einen Kadaver ausweideten. Etwas weiter stiessen wir auf eine gewaltige Zebraherde.

Und plötzlich erkannten wir am Horizont eine lange Kolonne von Safari-Jeeps. Stau in der Wildnis? Als wir näher kamen, sah ich, wie alle Teleobjektive in eine Richtung zielten. In etwa 500 Meter Entfernung war ein schwarzer Punkt zu erkennen: Zwei Nashörner. Das war enormes Glück, denn im Park leben heute nur noch 17 dieser bedrohten Riesen.

Etwas weiter stossen wir auf ein Löwenrudel. Zwei Weibchen schleichen sich an ein paar weidende Büffel an und springen in grossen Sätzen auf die Tiere zu. Diese erkennen die Gefahr rechtzeitig und machen sich auf die Flucht. Der Abstand vergrössert sich. „Büffel sind etwas schneller als Löwen“, erklärt uns der Guide. Deswegen sei der Überraschungseffekt für den Jagderfolg entscheidend. Während unser Guide das erzählt, stolziert das Löwenmännchen in Armlänge zwischen den Safari-Jeeps durch.

Wieso der Ngorongoron-Krater? Weil der teuerste Nationalpark der Welt für viele das absolute Highlight ihrer Safari ist. Er hat die höchste Raubtierdichte ganz Afrikas.

Zebras überqueren im Innern der Caldera die Strasse.
Löwenmännchen hält Ausschau nach Beutetieren.
Geier und Hyänen fressen die Reste eines Büffelkopfes.

 

Der Lake Manyara: Erkundungen im Grabenbruch

Der Grosse Afrikanische Grabenbruch, der bei Eritrea beginnt und sich bis nach Mosambik zieht, teilt auch Tansania in zwei Teile: Während der Westen des Landes auf der afrikanischen Platte liegt, befindet sich der Osten auf der somalischen Platte, die sich langsam vom Festland entfernt. In einigen Millionen Jahren wird Ostafrika einen eigenen Kontinent bilden.

Während unser Fahrer die Tickets kauft, führt uns ein Freiwilliger auf einem kleinen Parcours in die aussergewöhnliche Fauna rund um den sauren See ein. Er reist ein Blatt ab, aus dem weisser Saft quillt. „Die Substanz kennt ihr: Daraus wird Chinin hergestellt, der Hauptbestandteil von Tonic Water“, erzählt er. Chinin war lange das einzige wirksame Mittel gegen Malaria und ist noch heute die Grundlage des synthetisch herstellten Chloroquins.

Kaum sind wir wieder in unserem Jeep kommen wir an einer Familie von Meerkatzen vorbei. Die Menschenaffen sitzen direkt neben dem Feldweg und blicken mir neugierig in die Augen. Ein paar Meter weiter müssen wir anhalten, weil ein Elefant uns den Weg versperrt. Wir sehen ihm nach, bis er wieder im Dickicht verschwindet.

Auch wenn der Nationalpark den Namen des Sees trägt, kommen wir nur selten direkt am Gewässer vorbei, das vor allem für seine Flamingo-Population bekannt ist. Auch wenn wir nur wenige der rosa Vögel sehen, ist der See trotzdem atemberaubend schön. Ernest Hemingway hat ihn einmal als „hübschesten See Afrikas“ bezeichnet. Dem ist nicht viel zuzufügen.

Wieso der Manyara-Nationalpark? Das Schutzgebiet an der Nordseite des Sees hat angeblich die grösste Biomasse-Dichte (Gewicht pro Fläche) an Säugetieren weltweit. Verantwortlich sind hierfür vor allem die vielen Elefanten im  Gebiet. Allerdings hast du wegen der üppigen Vegetation selten eine gute Sicht.

Mit seinen vielen Wäldern ist der Lake Manyara Nationalpark ein hervorragender Ort zum Beobachten von Affen.
Meereskatze am Strassenrand.
Giraffen sind in allen vier Nationalparks zu sehen.

 

Tarangire: Affenbrotbäume am Flusslauf

Die grosse Überraschung auf dem vierten Stopp meiner Safari war, wie sehr sich der Tarangire-Nationalpark von den anderen Orten unterschied: Keine trockene Savanne, kein grüner Vulkankrater und auch kein undurchdringbares Dickicht, sondern eine spärlich bewachsene Ebene mit wunderschönen Affenbrotbäumen.

Ich bitte unseren Fahrer immer wieder anzuhalten, damit ich Bilder von den verknorrten Bäumen machen kann, an denen oft zahlreiche Vogelnester hängen. Auf dem Rückweg hält unserer Fahrer an und kauft uns eine Frucht vom Affenbrotbaum. Unter einer holzigen Schale befinden sich die Samen, die von einer süsssauren Schicht umgeben sind. Lecker.

Namensgeber des Parks ist der Tarangire-Fluss, der das ganze Jahr über Wasser führt, auch wenn er bei unserem Besuch in der Trockenzeit zu einem schmalen Rinnsal verkümmert ist. Teilweise mehrmals am Tag kommen die Tiere zum Trinken zum Fluss. Am Wasser stossen wir auf eine Herde von Elefanten. Auch mehrere Kleintiere sind dabei, die süss rumtrollen.

Kurz vor dem Mittagessen sichten wir zwei Geparde, die sich an ein Zebra anschleichen. Langsam kommen sie dem nichts ahnenden Streifentier näher, verschwinden immer wieder im hohen Gras. Wir erwarten, dass das schnellste Säugetier der Welt jeden Moment auf sein Opfer zurast. Doch nach einer Viertelstunde drehen die beiden Brüder um und legen sich unter einem Baum in den Schatten. Fehlalarm.

Wieso der Tarangire-Nationalpark? Das Schutzgebiet ist von Arusha aus gut zu erreichen und ist deswegen für alle diejenigen das optimale Ziel, denen eine eintägige Safari reicht. Ausserdem bedient die Landschaft mit ihren vielen Affenbrotbäumen unsere Afrika-Vorstellungen.

Elefantenherde in der Nähe des Tarangire-Flusses.
Gepard auf der Pirsch.
Der namengebende Tarangire-Fluss ist in der Trockenzeit nur ein Rinnsal.

Beste Reisezeit für eine Safari in Tansania:

Safaris sind in Tansania das ganze Jahr über möglich. Eine beste Reisezeit gibt es nicht. Je nach deinen Bedürfnissen solltest du jedoch einen der folgenden Monate wählen:

  • Das beste Wetter: Die Trockenzeit zwischen Juni bis Oktober gilt als beste Safari-Zeit. Du hast relativ viel Sonnenschein (viel Licht ist vor allem bei der Nutzung starker Tele-Objektive wichtig) und im relativ tiefen Gras kannst du Tiere besonders gut beobachten. Ebenfalls gutes Wetter kannst du in der sommerlichen Trockenzeit zwischen Dezember und Februar erwarten.
  • Die meisten Tiere: Jeweils zwei Mal im Jahr kannst du die „Grosse Migration“ beobachten. Dann ziehen Millionen von Gnus und in ihren Fussstapfen jede Menge andere Tiere durch die Serengeti. Die Gnu-Wanderungen finden zum Ende der Sommertrockenzeit im Februar und zu Beginn der winterlichen Trockenperiode im Juni/Juli statt. Rechne in dieser Zeit mit besonders hohen Preisen.
  • Die besten Preise: Viele Safari-Anbieter geben in der Regenzeit Preisnachlässe. Allerdings sind dann wegen Überflutungen immer mal wieder Teil der Parks nicht befahrbar.
Auch in der Trockenzeit ist der Himmel nicht immer strahlend blau.

 

Wie du den richtigen Safarianbieter findest

Es ist zwar möglich, die Nationalparks als Selbstfahrer auf eigene Faust zu besuchen. Das ist jedoch wegen der teuren Preise für Mietwagen und den nicht gerade bescheidenen Gebühren, die pro Fahrzeug anfallen, in der Regel deutlich teurer als eine geführte Safari.

Wichtiger ist jedoch, dass die Guides auf die Sichtung der Tiere geschult sind und sich über Funk mit anderen Fahrern austauschen. Wäre ich selber gefahren, hätte ich nur einen Bruchteil der Tiere gesehen, die mir vor die Linse kamen. Besonders die Wildkatzen sind oft nur schwer zu finden.

Bei der Wahl einer geführten Safari solltest du dir zunächst über deinen Komfortlevel Gedanken machen. Auf den preiswerteren Touren wirst du die Nächte im Zelt verbringen, was natürlich Einschränkungen mit sich bringt. Bei den Lodges findest du alles von Mittelklasse bis absoluter Luxus.

Ich empfehle dir, die Safari direkt vor Ort zu buchen. Das ist nicht nur günstiger, sondern erlaubt dir auch einen grösseren Einfluss auf das Programm zu nehmen – insbesondere dann, wenn du dich für eine private Tour entscheiden solltest.

Zu meiner Tour bin ich von Suricata Safari* eingeladen worden. Das relativ junge deutsch-tansanische Unternehmen hat bei Tripadvisor* hervorragende Bewertungen und auch ich war von der Tour restlos begeistert, was sicherlich auch an dem liebenswerten Guide und den grandiosen Künsten des Kochs lag, die uns auf der Tour begleiteten.

Der Anbieter wurde mir übrigens von meiner Unterkunft in Arusha, dem Nyumbani Hostel*, empfohlen. Das kleine Haus bietet preiswerte und saubere Zimmer und Dormbetten in ruhiger Lage. Das gemeinsame Abendessen, das im Preis inbegriffen ist, hilft zudem Reisebekanntschaften zu schliessen.

Gute Safari-Anbieter wissen, wo die Tiere sind (und fahren nicht wie dieser Konkurrent off road..)

Welche Impfungen für eine Safari in Tansania

Wenn du direkt aus Europa kommst, sind keine Impfungen vorgeschrieben. Grundsätzlich empfehle ich aber, den Impfschutz generell aktuell zu halten. Gedanken machen solltest du dir vor allem über Gelbfieber und Malaria.

Gelbfieber: Eine Impfung wird vorgeschrieben, wenn du aus einem Land mit Gelbfieber einreist oder dort einen längeren Zwischenhalt eingelegt hast. Das sind hauptsächlich die afrikanischen Nachbarländer.

Laut Informationen meines Tropenarztes wird die Gelbfieberimpfung jedoch bei der Einreise auch immer mal wieder verlangt, wenn sie laut den Richtlinien eigentlich nicht vorgeschrieben wäre. Um eine Zwangsimpfung zu vermeiden, habe ich mich deswegen vor der Reise impfen lassen. Bei der Einreise wurde jedoch kein Nachweis verlangt.

Malaria: Tansania gilt als Malaria-Hochrisikogebiet. Jedes Jahr sterben etwa 60.000 Menschen an der tückischen Krankheit. Besonders gefährdet gilt die Region rund um den Viktoriasee, eher unproblematisch sind Höhen über 2000 Meter (Ngrorongoro Nationalpark).

Den besten Schutz hast du, wenn du dich gar nicht erst stechen lässt. Mein Tropenmediziner empfahl mir NoBite* aufzutragen sowie meine Kleider mit einem Insektizid zu besprühen. Moskitonetze sind ebenfalls Pflicht. Mit diesen Vorsichtsmassnahmen wurde ich den zehn Tagen nur etwa drei Mal gestochen. Siehe hier auch meinen Vergleich von Mückenschutzmitteln.

Zusätzlich ist eine Malaria-Prophylaxe zu empfehlen. Lass dich am besten von einem Tropenarzt beraten. Mit etwas Umsicht kannst du das Risiko einer Erkrankung sehr klein halten.

Zelt auf unserer Safari.

 

Packliste: Was du auf die Safari mitnehmen solltest

Der Stauraum der Safari-Jeeps ist beschränkt. Du solltest dich deswegen etwas einschränken. Ich habe einen kleinen Tagesrucksack für meine Elektronik und Knabbereien dabei, sowie einen etwas grösseren Rucksack mit den Kleidern. Vermeide unbedingt Hartschalenkoffer, da sich diese oft kaum verstauen lassen.

  • Kleidung: Trage das, womit du dich auf langen Autofahrten wohlfühlst. Bedenke, dass es nachts auf dem Kraterrand unangenehm kalt werden kann. Ich war um meine leichte Daunenjacke sehr dankbar.
  • Schuhe: Nimm leichte und bequeme Schuhe mit. Wanderschuhe sind absolut unnötig, da du das Fahrzeug ohnehin nur an wenigen ausgewiesenen Stellen verlassen darfst.
  • Schlafsack: Bei meiner nächsten Safari würde ich meinen eigenen Schlafsack mitbringen. Bei der Tour wurde mir zwar ein Schlafsack zur Verfügung gestellt. Allerdings war der nicht ganz so warm, wie ich mir gewünscht hätte. Ausserdem fühle ich mich generell im eigenen Schlafsack wohler.
  • Kamera: Bei einer Safari ist das Teleobjektiv dein Ein und Alles. Für einmal gilt: Mehr ist mehr. Auf dieser Tour konnte ich das erste Mal die Brennweite von 2000mm meiner Nikon P900 voll ausnutzen. Mit dem Handy brauchst du es gar nicht erst zu versuchen.
  • Fernglas: Immer wieder befinden sich Tiere in so grosser Entfernung, dass es schwer ist, sie mit blossen Auge zu beobachten. Bei uns im Fahrzeug gab es zwar einen Feldstecher. Aber den mussten wir uns zu sechst teilen. Wenn du nichts verpassen willst, solltest du deswegen deinen eigenen mitbringen. Gute Erfahrungen habe ich mit dem preiswerten Olympus 10×50* gemacht.
  • Powerbank: Die Stromversorgung auf einer Camping-Safari ist nur eingeschränkt gewährleistet. Wenn du sicher sein willst, dass sich deine elektronischen Geräte nicht im besten Augenblick verabschieden, empfehle ich dir, eine starke Powerbank mitzubringen. Ich selber verwende eine Powerbank mit 20.000 mhA*. Das ist die stärkste Powerbank, die du problemlos mit Flugzeugen transportieren kannst.
  • Reiseführer: Wenn du ausschliesslich auf eine geführte Safari gehst, brauchst du eigentlich keinen gedruckten Reiseführer. Falls du aber doch einen willst, gibt es beim Reise Knowhow-Verlag einen aktuellen Band mit Fokus auf die Nationalparks*. Ich selber hatte einen Lonely Planet Tansania* dabei, der extrem aktuell ist (deutsche Übersetzung erscheint erst in ein paar Wochen).
Eine Kamera mit gutem Objektiv ist auf einer Safari in Tansania das A und O.

Fazit

Für mich gehörte diese fünftägige Safari im Northern Circuit zu den schönsten Erlebnissen meiner Reisekarriere. Besonders die Serengeti und der Ngorongoro-Krater haben mir sehr gut gefallen. Allerdings liess ab dem dritten Tag die Begeisterung für immer weitere Highlights etwas nach.

Wenn du also nicht extrem safaribegeistert bist, finde ich, dass eine dreitägige Tour auch reicht. Zumal man den Jeep nur selten verlassen kann und sich entsprechend wenig bewegen kann. Allenfalls würde ich mir aber überlegen, die Safari in zwei Teile aufzugliedern.

Disclaimer: Die Reise wurde unterstützt vom Nyumbani Hostel in Arusha und Suricata Safari, einem lokalen Reiseanbieter. Bei dem mit Sternchen * gekennzeichneten Link handelt es sich um einen Werbe-Affiliatelink. Das heisst, ich bekomme eine Provision für deine Bestellung. Du bezahlst aber nicht mehr. Das hat keinen Einfluss auf die gefällte Auswahl.

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Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

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10 Kommentare

  1. hi,
    Vielen Dank für den super Bericht. 🙂 Deine Instagram Bilder habe ich schon aufmerksam verfolgt.

    Ich überlege schon länger an einer Safari in Afrika teilzunehmen. Tanzania und Botswana sind wohl die teuersten Ziele für eine Safari. Die Safaris für Tanzania die ich finden konnte beginnen so ab 250€ am Tag.
    Wie touristisch ist es denn eigentlich? Im Tv sehe ich immer wieder Berichte von zu vielen Touristen auf Safaris. Zb. stehen dann dort 10 Land Rover nebeneinander an einem Wasserloch. Wenn ich dann bedenke so viel Geld dafür zu zahlen…

    Ich überlege anstatt dessen nach Südafrika zu fliegen und ein oder zwei Walking Safaris zu machen. Auch Rwanda und Uganda mit den Gorillas klingen interessant. Dort kostet eine Permit aber auch schon 600 bzw. 1500 Dollar. 🙁
    Ich denke Asien, z.b. Borneo im Bezug auf Tiere und Natur, bietet da echt das deutlich bessere Pl Verhältnis.

    1. Hi Pasquale,

      die Preispolitik der Safari-Anbieter ist etwas undurchsichtig, finde ich. Die meisten geben auf ihren Websiten keine konkreten Preise an, deswegen weiss ich auch nicht, wie stark der Preis je nach Jahreszeit variiert. Aber die hier beschriebene Safari kostet weniger als 200 Euro pro Tag.

      Bei den hohen Preisen solltest du bedenken, dass die Anbieter nicht viel Spielraum haben. Zum Beispiel die Einfahrt in der Ngorongoro-Krater kostet pro Fahrzeug 300 Dollar. Dazu kommt noch ein personenabhängiger Eintrittspreis von 60 Dollar sowie hohe Gebühren für die Zeltplätze in den Nationalparks. Da sind also schon einmal die Fixkosten sehr hoch.

      Klar, ist eine Safari touristisch und du bist nicht alleine in der Wildnis. Als wir die beiden Nashörner sichteten waren zum Beispiel 25 Safari-Jeeps irgendwo in der Nähe. Aber das war eine Ausnahme, weil sich die Fahrer bei einem der wenigen Nashörnern natürlich gegenseitig per Funk herbeiriefen.

      Der überwiegende Teil der Safari waren wir alleine und nur gelegentlich sahen wir andere Fahrzeuge den Weg kreuzen. Auch abends auf den Campingplätzen war es nicht überfüllt. Serengeti und Ngrongoro-Kraterrand hatten vielleicht 20 Zelte aufgebaut. Auf dem Zeltplatz in der Nähe des Manyara-Nationalparks war neben unserer Gruppe nur noch ein weiteres Paar.

      Safaris sind in Asien sicherlich günstiger, aber Schnäppchen sind sie auch nicht. Und nach allem, was meine Mitreisenden gesagt haben, die schon mehrere Safaris an unterschiedlichen Orten unternommen haben, sind Safaris in Afrika sehr viel eindrücklicher als solche in Borneo oder Indien, weil du eben mehr Tierarten sieht. Insofern finde ich das mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis schwer zu beurteilen.

      Übrigens: Ich habe irgendwo gelesen, dass einige Nationalparks in Tansania ebenfalls Walking Safaris erlauben. Ich erinnere mich aber gerade nicht mehr, welche das sind.

      Gruss,
      Oli

  2. Hi,
    vielen Dank für deine Antwort.:)
    Ich mache da ja den Veranstaltern keinen Vorwurf. Ich Frage mich nur was die Länder wie Tanzania und Kenia mit den hohen Gebühren machen. Wenn es dem Tierschutz und den Menschen vor Ort zu gute kommt dann ist es ja okay. Es scheint aber eher in die Taschen von korrupten Politikern zu wandern.
    Was die Anzahl der Touristen angeht lag ich wohl falsch. Im TV erschien mir das deutlich mehr zu sein.
    Afrika steht schon lange auf meiner Liste aber es gibt ist eben nicht so Backpacker freundlich wie Asien usw.

    Planst du weitere Länder in Afrika zu besuchen?

    1. Was genau mit den hohen Gebühren passiert und ob Korruption ein grosses Problem ist, kann ich überhaupt nicht beurteilen. Aber zumindest habe ich nirgendwo ein Klagen gehört. Hast du denn einen konkreten Grund für die Annahme, dass die Gebühren irgendwo in den Taschen von Politikern verschwinden?

      Ich bin selber alles andere als ein Afrikakenner. Tansania ist erst mein drittes Land auf dem Kontinent. Aber es gibt schon ein paar Destinationen, die sich für klassisches Backpacking eignen. Äthiopien ist da so ein Kandidat, aber ich habe auch viel Positives über Madagaskar gehört, was ich mir einmal lose für nächstes Jahr vorgenommen habe. Zu den preiswerten Destinationen gehört auch Malawi, was sich übrigens recht gut mit Tansania verbinden lässt. Und auch Marokko ist eigentlich recht gut für Backpacker, wenngleich etwas anstrengend mit den Leuten.

      Mein Vorsatz ist, bis zum meinem 70 Geburtstag alle Länder der Erde besucht zu haben. Wenn ich tatsächlich daran festhalte, werde ich wohl in den nächsten Jahren noch ein paar Mal nach Afrika müssen…

      Gruss,
      Oli

  3. Hi,

    ich denke Korruption ist nicht nur in Tansania ein Problem sondern generell besonders in Afrika ( und auch in anderen Ländern). Das beschreibt ja auch Willi Dolder den du interviewt hast. Die Eintrittspreise in die Parks sind ja schon ziemlich krass. Da kommt das sog. Over Tourism ins Spiel. Klar jeder will dort hin und daher kann man es nehmen. Ich habe auch von Mosambik von Problemen mit korrupten Polizeibeamten gelesen. Ich verfolge auch Nachrichten, wenn auch nur noch selten, aus Afrika und der Welt. Dort scheinen die Menschen in vielen Ländern nur an heute zu denken. Viele Ländern versinken im Chaos. Ich frage mich ernsthaft wie die Welt dieses Problem lösen kann. Die Bevölkerung dort wächst auch rasant und somit werden die Krisen noch schlimmer. Es wundert mich das gerade die Länder in Afrika mit vielen Rohstoffen oder Naturschätzen wie Tanzania und Kenia oder DRC, Nigeria nicht auf die Füße kommen. Aber gut dass hat ja mit deinem Artikel nichts zu tun.

    Madagaskar ist eine gute Idee, habe gleich einen Reiseführer bestellt. 🙂 Von Mosambik habe ich auch gutes gelesen, vor allem über die freundlichen Menschen. In Südafrika sollen die Safaris grundsätzlich günstiger sein.

    1. Den Madagaskar-Reiseführer hast du aber hoffentlich über einen meiner Links bestellt! 🙂

      Ja, das mit den Polizeibeamten habe ich auch gesehen. Wir wurden auch alle 15 Minuten von einer Kontrolle angehalten. Allerdings habe ich nie gesehen, dass irgendwelche Bestechungsgelder bezahlt wurden. Aber das eine ganz andere Thematik.

  4. Ich versuche alle Reiseführer über deine Links zu bestellen. 🙂 Da steht ja Bücher, bekommst du nur Provision wenn ich dort Bücher bestelle oder auch bei anderen Sachen? Den Madagaskar Reiseführer habe ich leider hier vor Ort bestellt weil er günstiger war. Amazon selbst hatte den nicht im Angebot. Es müsste aber ein Vietnam Reiseführer bei dir auftauchen.
    Evtl. fliege ich mit meiner Tante und oder Eltern 2020 nach Tansania evtl in Verbindung mit Uganda und den Gorillas.
    Südafrika hatte ich geplant aber mit ÖPNV kommt man da nicht weiter vor allem nicht in den Nationalparks.

    PS: Ich wollte die Menschen in Afrika nicht grundsätzlich schlecht darstellen aber z.B. auch im Madagaskar ist viel über Misswirtschaft und Korruption zu lesen. Aber als Tourist wird man das nicht ändern können.

    1. Vielen Dank für deine Unterstützung… 🙂 Ich bekomme bei allem eine Provision, was du auf Amazon bestellst.Je nach Produktekategorie mal mehr oder weniger. Koffer sind lukrativer als Elektronik und Bücher irgendwo dazwischen.

  5. Wow. Eine Safari in Tansania. Ein Traum!
    Jetzt würde ich am liebsten ins nächste Flugzeug steigen und sofort nach Tansania. Für nächstes Jahr habe ich meine Reisepläne noch nicht entschieden, aber war schon am überlegen nach Tansania zu gehen…

    Ich habe allerdings auch schon gehört, dass die Preise sehr hoch sein sollen. Andererseits denke ich mir, durch die höheren Preise machen es dann nur diejenigen, denen so eine Safari wirklich wert ist so viel zu zahlen.

    Wirklich ein sehr hilfreicher Tipp, dass man bessser vor Ort eine Tour bucht.

    Sehr schöner Beitrag. Habe ich sehr gerne gelesen.
    Viele Grüße, Tanja

    1. Ja, die Preise sind schon sehr hoch. Allerdings ist das nicht nur in Tansania so: In den meisten Ländern sind Safaris eine kostspielige Sache. Ausserdem sind die Preise ein Komplettpaket mit Eintritten, Essen, Übernachtungen und Guide. Ausser den Trinkgeldern kommt dann nichts mehr dazu.

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