Günstige Mietwagen finden: 6 wichtige Tipps für die Suche

Mietwagenreisen müssen nicht unbedingt teuer sein. Deswegen sind sie auch für Back- und Flashpacker eine oft unterschätzte Option. In diesem Beitrag verrate ich dir, wie du die günstigsten Angebote findest und worauf du bei der Miete achten musst.

Viele Jahre setzte ich bei meinen Reisen ausschliesslich auf öffentliche Verkehrsmittel. Ohne weiter nachzudenken ging ich davon aus, dass es schlicht zu teuer wäre, ein Auto zu mieten. Das ist grundsätzlich nicht falsch. Zumindest nicht für Alleinreisende. Doch sobald du die Mietkosten mit jemandem teilst, kommst du in den Bereich, wo du unter Umständen als Selbstfahrer günstiger wegkommst.

Das Sparpotential hast du nämlich nicht nur beim Transport, sondern auch bei den Folgekosten. So ist es kein Zufall, dass Sarah in ihrem Gastartikel über günstiges Backpacken in Island den Mietwagen an erste Stelle setze. Er ermöglicht beispielsweise, dass du hin und wieder (wild) campierst – was mit Bussen und Zügen nur sehr schwer geht. Doch auch wenn du mit einem grösseres Budget unterwegs bist, wirst du in der Pampa günstigere Unterkünfte als in den Stadtzentren finden.

Vor einiger Zeit habe ich in einem Beitrag 13 Tipps gegeben, wie du günstige Flüge findest. Da dieser Text nach wie vor sehr oft gelesen wird, möchte ich dir heute in einem ähnlichen Artikel zeigen, wie du günstige Mietwagen finden kannst und wie du die wichtigsten Kostenfallen umschiffst.

Tipp 1: Nutze Dienste zum Preisvergleich

Genauso wie bei der Recherche nach günstigen Flügen, solltest du auch bei der Suche nach einem günstigen Mietwagen sogenannte Metasuchmaschinen verwenden. Der Trick dabei ist, dass deren Crawler Angebote von verschiedenen Firmen vergleichen und dir die Angebote nach dem günstigsten Preis sortiert ausgeben.

Alleine mit diesem Tipp wirst du in der Regel viel Geld sparen können. Dies ist deswegen der Fall, weil die Suchmaschinen nicht nur die bekannten internationalen Anbieter wie Hertz und Avis abfragen, sondern auch viele kleinere, lokale Unternehmen, auf die du sonst nie stossen würdest. Ich landete so beispielsweise bei Drive on Holiday, als ich vor einem Jahr auf einer Mietwagenreise durch Portugal unterwegs war.

Ich selber verwende für die Suche nach Mietwagen ganz gerne CarDelMar, weil ich dort in der Vergangenheit für mich passende Angebote gefunden habe. Viele Bekannte schwören jedoch auf billiger-mietwagen.de. Im Endeffekt schenken sich diese (und andere) Anbieter nicht viel. Schau einfach, welcher die besten Angebote für deine Region hat.

Tipp 2: Buche frühzeitig und sei flexibel

Zwar ist mir bisher noch nie aufgefallen, dass es bei Mietwagen massive Frühbucherrabatte gibt, trotzdem halte ich es für sinnvoll, das Auto so früh wie möglich zu reservieren. Nur so kannst du sicherstellen, dass die von dir gewünschte Wagenklasse auch wirklich verfügbar ist. Insbesondere während der Hauptreisezeit kann es zu Engpässen kommen und im schlimmsten Fall stehst du sogar ohne Fahrzeug da.

Günstige Reiseform: Für diesen Ford Fieste bezahlte ich in Portugal nur 5 Euro pro Tag und Person.
Günstige Reiseform: Für diesen Ford Fiesta bezahlte ich in Portugal nur 5 Euro pro Tag und Person.

Generell findest du dort die günstigsten Angebote, wo die Konkurrenz am grössten ist. Das ist in der Regel in den Hauptstädten und bei den wichtigsten Flughäfen der Fall. Allerdings profitieren kleinere Unternehmen im Hinterland bisweilen von günstigeren Büromieten und tieferen Löhnen. Ein Blick auf die Angebote an alternativen Standorten schadet in keinem Fall. Spiele mit den Daten, da manche Anbieter Wochenend-Specials oder andere Aktionen anbieten.

Tipp 3: Achte auf versteckte Zusatzgebühren

Alle Anbieter von Mietwagen kochen mit Wasser. Das will heissen, sie haben grundsätzlich vergleichbare Kostenstrukturen, so dass die Preise nicht wahnsinnig variieren können. Bei den besonders günstigen Anbietern solltest du deswegen auf versteckte Zusatzkosten achten. Die häufigsten Tricks sind die folgenden:

  • Tankfüllung: Je nach Anbieter hast du unterschiedliche Tankregelungen. Am günstigsten fährst du, wenn du einen vollen Tank übernimmst und einen vollen Tank abgibst. Manche Firmen bewerben ihre „voll-leer“-Regelung als besonders kundenfreundlich, da so die Fahrt zur Tankstelle entfällt. Allerdings schaffen es die wenigsten Mieter, das Auto wirklich leer abzugeben. Du wirst also mit grosser Wahrscheinlichkeit ein paar Liter Benzin verschenken.
  • Doppelte Versicherung: Wenn du dein Auto über ein Vergleichsportal buchst, wirst du dort unter Umständen ein Angebot mit einer Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbehalt wählen. Das ist zwar die teuerste Option, bewahrt dich aber wirksam vor bösen Überraschungen und ist meiner Meinung nach empfehlenswert. Trotzdem kommt es vor, dass dir die Vermieter vor Ort eine weitere Versicherung andrehen wollen. Diese sind unnötig. Nimm also am besten das Kleingedruckte mit, damit du nachsehen kannst, wofür du bereits versichert bist.
  • Zusätzlicher Fahrer: Zusätzliche Kosten drohen, wenn du und deine Reisebegleitung abwechselnd fahren wollen. Ein Zweitfahrer kostet nämlich bei vielen Vermietern extra. Unabhängig davon, ob ein zweiter Fahrer kostenpflichtig ist oder nicht, sollest du diesen unbedingt angeben. Zwar verstösst es nicht gegen die Strassenverkehrsordnung, wenn sich dein Mitfahrer hinters Steuer setzt. Doch besteht eine grosse Gefahr, dass sich die Versicherung weigert, allfällige Schadensfälle zu übernehmen.
  • Einwegmiete: Die meisten Verleiher bieten Einwegmieten an. Das heisst, du bringst das Auto an einem anderen Ort zurück als du es entgegengenommen hast. Was attraktiv für die Reiseplanung aussieht, lassen sich die Verleiher gerne teuer bezahlen. Wichtig: Da die Einwegmiete beim lokalen Anbieter zu begleichen ist, werden die Zusatzkosten bei den oben genannten Vergleichsseiten meistens nicht angezeigt. Planst du also eine Einwegmiete, solltest du einen Blick auf die Mietdetails des lokalen Partners werfen.
  • Unbeschränkte Kilometer: Einige Mietwagenverleiher schreiben vor, wie viele Kilometer du höchstens fahren darfst. Wenn du dieses Maximum überschreitest, fallen zusätzliche Gebühren an. Hier sind Angebote mit unbeschränkter Kilometerzahl auf alle Fälle zu bevorzugen und zum Glück schon fast ein Standard.
  • Wagenzustand: Im Internet liest man bisweilen Berichte über Anbieter, die ihren Kunden bereits bestehende Schäden an einem Fahrzeug unterjubeln wollen. Auch wenn der überwiegende Teil der Firmen seriös und ehrlich arbeitet, solltest du gegen diese Art von Betrug vorbeugen. Am besten bist du mit einer Vollkasko ohne Selbstbehalt abgesichert. Auf alle Fälle solltest du das Fahrzeug bei der Übernahme genau kontrollieren und allfällige Schäden und Kratzer in den Rapport eintragen. Achte insbesondere auch auf Steinschläge in der Windschutzscheibe. Gebe den Wagen nach Möglichkeit während der Öffnungszeiten zurück und lasse dir die Schadensfreiheit quittieren.

Tipp 4: Wähle die passende Versicherung

Bei der Automiete solltest du nicht am falschen Ende sparen: der Versicherung. Meiner Meinung nach unerlässlich ist eine gute Haftpflichtversicherung, die Schäden von bis zu einer Millionen Euro abdeckt – nicht überall obligatorisch. Dies ist insbesondere in Ländern mit einem mangelhaften Rechtssystem wichtig, wo „reiche Ausländer“ aus Prinzip schuldig sind.

Ebenfalls empfehle ich das Auto gegen Diebstahl und Schäden zu versichern, einschliesslich Reifen und Glasschäden. Wenn du deinen Wagen über eine Vergleichswebsite anmietest, buchst du die Versicherung am besten gleich mit, da die Online-Seiten fast immer bessere Konditionen anbieten als die Vermieter vor Ort. Zudem ist es im Falle eines Rechtsstreits einfacher, wenn sich die Versicherung im gleichen Land befindet wie du.

Schlechte Strassen: Ein Steinschlag in der Windschutzscheibe kann teuer kommen.
Schlechte Strassen: Ein Steinschlag in der Windschutzscheibe kann teuer kommen.

Wenn du vorhast, über einen längeren Zeitraum oder mehrmals pro Jahr Fahrzeuge zu mieten, kannst du auch eine Versicherung in Erwägung ziehen, welche den Selbstbehalt für dich übernimmt. Hier habe ich einen Anbieter gefunden, der diesen Schutz für rund 100 Euro weltweit anbietet. Ob sich das für dich lohnt, musst du selber ausrechnen. Da sich das bei meiner Nutzung noch nie gelohnt hat, habe ich keine eigenen Erfahrungen. Über Kommentare von Nutzern würde ich mich daher freuen.

Tipp 5: Gibt das Auto pünktlich ab

In der Regel mietest du ein Auto für 24 Stunden. Wenn das Fahrzeug innerhalb dieser Zeitspanne nicht zurückkommt, fallen weitere Gebühren an. Wenn du Glück hast, wird per Stunde abgerechnet. Manchmal musst du aber auch gleich einen ganzen Tag nachzahlen. Wie das dein Vermieter regelt, hängt von seiner Kulanz ab.

Zur Sicherheit solltest du bei der Entgegennahme fragen, was im Falle einer verspäteten Rückgabe passiert. Vor allem aber solltest du bei der Rückfahrt auch Staus einplanen oder die Möglichkeit, dass du dich auf dem Weg zum Vermieter verfährst. Kurz: Sei sicher, dass du auch pünktlich bist.

Tipp 6: Vermeide teures Zubehör

Besonders lukrativ für Autovermieter ist Zubehör wie Kindersitze, Dachgepäck, Skiträger und GPS. Prüfe ob du dieses Zubehör wirklich brauchst (Skis und Snowboards kannst du überall problemlos mieten) oder ob du das Zubehör allenfalls von Hause mitbringen kannst.

Insbesondere die Miete eines externen GPS ist selten sinnvoll, da mittlerweile jedes Smartphone mit dieser Funktion ausgerüstet ist. Ich empfehle Software zu verwenden, bei denen du die Karten im Vorfeld herunterlädst, da du so Datenvolumen sparen kannst (siehe auch meine Tipps, um die Roamingfalle auf Reisen zu vermeiden). Ich selber verwende die App maps.me. Eine weitere gute App für Offline-Karten ist CityMaps2Go.

Fazit

Ich habe inzwischen auf mehreren Reisen punktuell ein Auto gemietet und werde dies wohl auch künftig tun. Wenn du über Vergleichsseiten auf dem Internet buchst und bei Zeit und Ort etwas flexibel bist, hast du gute Chancen, ein echtes Schnäppchen zu finden. Obwohl ich bisher nie Probleme hatte, gibt es insbesondere bei den kleineren Anbietern auch schwarze Schafe. Mit normaler Vorsicht, solltest du hier aber keine Probleme bekommen.

Zum ersten Mal hier? Dann lese hier, worum es in diesem Blog geht. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann solltest du dich unbedingt beim monatlichen Newsletter einschreiben, damit du künftig nichts mehr verpasst.

Kennst du weitere Spartipps? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Hinterlasse einen Kommentar, damit ich diesen Beitrag vervollständigen kann.
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Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

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13 Kommentare

  1. Hallo Oliver,
    eine wirklich gute Zusammenfassung. Ein Punkt ist mir auf Anhieb eingefallen.
    Achte darauf, ob das Befahren von Schotterstraßen erlaubt ist. Bei meiner Reise nach Alaska ist bei der Suche nach einem passenden Autoverleiher aufgefallen, daß die meisten dies nicht erlauben, auch nicht bei 4x-Fahrzeugen. Und in Alaska kann man es fast nicht vermeiden, auf Schotterstraßen zu fahren. Solange nichts passier, ist ja alles gut, aber wenn doch kann es teuer werden. Und auch im Westen der USA bin ich schon viele schöne Straßen gefahren, die nicht geteert waren.
    Ich hoffe, daß ist noch ein guter Punkt für deine Auflistung.
    Viele Grüße
    Ina

    1. Hi Ina,

      du hast Recht. Das ist wirklich ein wichtiger Punkt. Ich erinnere mich schwach an eine Pressereise, die ich vor vielen Jahren in Australien hatte. Ich glaube dort war es so, dass man gewisse Strassen nur im 4×4 passieren durfte und dass die Versicherung in einem Schadensfall nicht aufkommt – egal, ob der Schaden nun mit der Strasse zu tun hat oder nicht.

      Ich sammle nun erst einmal weitere Tipps und werde das dann etwas später gebündelt erweitern. Aber schon jetzt vielen Dank für deinen Kommentar.

      Gruss,
      Oli

  2. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass immer nur nach dem günstigsten Preis geschaut wird. Ich vermittle Mietwagen in Diani Beach Kenia, und da gibt es Autos für 20 € am Tag, allerdings muessen evtl. Schäden dann selbst bezahlt werden, das kann echt teuer werden, anstatt für 30 € und alles ist versichert.

    1. Hallo Michael,

      vielen Dank für den Tipp. Ich sehe das genauso wie du. Lieber ein bisschen mehr bezahlen und dafür sicher sein, dass man keine Probleme bekommt.

      Zudem finde ich 20 und auch 30 Euro recht günstig für ein Land in Afrika. In anderen afrikanischen Staaten sind die Mietwagen ja oft sehr viel teurer.

      Gruss,
      Oli

  3. Lieber Oliver,
    Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung. Wir mieten Autos grundsätzlich nur ohne Selbstbehalt. Meist sind es ja kleinere Schäden, die entstehen. Uns ist es tatsächlich schon öfter passiert, dass wir ein Auto, unverschuldet, mit Schäden abgeben mussten. Da erspart die Zusatzversicherung eine Menge Ärger und auch Geld. Grundsätzlich haben wir schon mehrfach sehr negative Erfahrungen mit Autovermietungen gemacht. Aber das würde einen ganzen Blogpost füllen. Fakt ist, dass wir sehr vorsichtig in der Auswahl geworden sind.
    Lieber Gruss,
    Ellen

    1. Hallo Ellen,

      vielen Dank für den Kommentar. Den Hinweis auf die unverschuldeten Schäden finde ich ganz wichtig. Ich bin zwar selber in der Lage, ein Auto ein paar Woche durch die Gegend zu manövrieren, ohne dass etwas kaputt geht. Aber vor ein paar Jahren hatte ich den Fall (beim eigenen Auto) dass mir jemand mit einem Messer das Verdeck ausschlitzte.

      Schreib doch einen Blogpost mit deinen Erfahrungen. Worst of: Autovermietungen. Und dann schlilderst du deine Geschichten. Das kann ich dann auch gerne im Text verlinken, da das ja sicherlich auch für die Leser dieses Beitrags interessant ist.

      Gruss,
      Oli

      1. Lieber Oli
        Das wäre vielleicht mal etwas in ruhigeren Zeiten.. Im Moment bin ich voll mit meinen Reisebrichten beschäftigt. Aber das Thema wäre wirklich Blogpostfüllend. Sollte es soweit sein, gebe ich gerne nochmal Bescheid.
        Lieber Gruss,
        Ellen

  4. Toller Artikel und schon einige tolle Hinweise.

    Ich würde hier noch ergänzen:

    Achte darauf, wo genau die Autos stehen.
    Manche günstigen Anbieter sitzen nicht direkt an einem „HotSpot“ wie Bahnhof und Co, sondern fahren Ihre Kunden mit einem Shuttleservice zu einem abgelegenen Ort, an dem dann die Fahrzeuge abgeholt und hingebracht werden müssen.
    Dies kostet manchmal unnötig Zeit und nerven. Man hat auch keinerlei „Hilfen“ wie Übersetzer o. ä. an solchen Orten, wenn es mal Schwierigkeiten gibt.

    Kontaktdaten
    Unbedingt den genauen Ort der Rückgabe festhalten oder im Navi markieren.
    Servicenummer der Station besorgen, um bei einem Unfall oder Schaden Hilfe zu bekommen. Die Servicenummer des Vermittlers z.B. aus Deutschland sollte man auch dabei haben.

    zur Tankfüllung:
    Zur Voll-leer Regelung:
    die Preise des Treibstoffs bei Wiederauffüllung durch den Vermieter können immens von den gängigen Tankstellenpreisen abweichen. Selbst Überprüfen wie viel Benzin im Tank tatsächlich noch drin war ist auch unmöglich, es ist nicht die beste Regelung für den Mieter.

    Kreditkarten:
    Ohne Kreditkarte ist es schon fast unmöglich ein Mietwagen zu leihen, da die Unternehmen darüber ihre Kaution absichern können. Teilweise braucht man aber auch 2 Kreditkarten von unterschiedlichen Anbietern, vorher genau lesen.

  5. Hallo Oliver. Danke für den Artikel, der viele wichtige Punkte aufgreift.
    Ich habe schon oft nach einer Möglichkeit gesucht, grössere Gebiete oder Länder navh Angeboten zu durchsuchen. Wie Mike schreibt, gibt es z.T. günstige Angebote an abgelegenen Orten – die sind mühsam, wenn man nur ein paar Tage unterwegs ist und schnell wieder am Flughafen sein will. Wenn man aber länger unterwegs ist, kann es interessant sein, ein Auto „irgendwo“ abzuholen, wenn es dafür günstig ist. Leider kann man auch auf den Vergleichsseiten nur einzelne Orte abfragen, sodass es umständlich oder reine Glückssache ist, ob man ein solches Schnäppchen findet.
    Kennt jemand einen Trick? Gibt es eine geheime Liste günstiger Anmietorte?
    Gruss. Julius

    1. Hi Julius,

      ich glaube, das mit dem „abgelegenen Orten“ hast du falsch verstanden. Das sind nicht irgendwelche abgelegenen kleinen Bergdörfer irgendwo im Nirgendwo, sondern einfach Firmen, die nicht direkt am teuren Flughafen (oder seltener auch Stadtzentrum) einen Stand haben, sondern dich erst mit einem Shuttle-Bus zu einer kostengünstigeren Aussenstation fahren. Das sind aber in der Regel nur wenige Kilometer, die dir einen Zeitverlust von vielleicht einer halben Stunde bescheren.

      Hinsichtlich der regionalen Preisverteilung habe ich grob etwa folgende Erfahrung gemacht: Fahrzeuge sind dort am günstigsten, wo es eine hohe Nachfrage gibt, die einerseits eine grosse Fahrzeugflotte ermöglicht (dann lassen sich viele Fixkosten auf mehr Fahrzeuge/Kunden verteilen) und anderseits dafür sorgt, dass ein Grossteil der Flotte ständig draussen ist. Ebenfalls sehr interessant können Orte sein, mit einer jahreszeitlich stark schwankenden Nachfrage wie etwa der portugiesischen Algarve. Dort findest du in der Nebensaison Fahrzeuge bereits ab etwa 2 Euro pro Tag.

      Daher denke ich, dass der Trick ist, einfach einmal die 5 wichtigsten Anmietorte zu vergleichen. Oft zeigt sich dann aber, dass der Hauptstadtflughafen gar keine so schlechte Wahl ist.

      Gruss,
      Oli

  6. Wir sind häufig auf unseren Reisen mit dem Mietwagen unterwegs. Meist buchen wir über billiger-mietwagen.de .
    Allein seit Mitte 2017 (weiter kann ich das nicht zurückverfolgen) 12 Mal. Immer sollte man bedenken, dass die auch
    n u r Autos vermitteln. Bei Reklamationen sollte man unbedingt Beweismaterial besitzen wie Fotos, Reparaturrechnungen und auf jeden Fall die letzte Tankquittung. So haben wir über CardelMar am 12.5.19 für 13 Tage am Flughafen Amman einen Kleinwagen gemietet. Vermieter war dann dollar. Wir bekamen einen Mittelklasse yaris, 156 000km, übersät mit Schrammen, Kratzen, Dellen und Beulen und alles nicht mehr so richtig fest.Einen Mietwagen, der von Anfang an einen so schlechten Eindruck machte, hatten wir noch nie, im Gegenteil, in letzter Zeit waren unsere Mietwagen ziemlich neu (im März für die Basilikata hatte der Fiat Panda gerade mal 400km über Alamo). Egal, nach unserem Motto – wir schaffen das – sind wir mit dem Untersatz 1600km gefahren. Einen Nagel im Reifen hat man Mann am 2. Tag bemerkt. Der Reifen wurde geflickt, einen Tag später noch mal. Am 3. Tag bewegte sich das Beifahrerfenster nicht mehr, zum Glück war es geschlossen. Manchmal goggeln wir
    mit rent a car und dem entsprechenden Flughafen, sonst meist über billiger-mietwagen.de . Kleiner Ärger kann passieren, nie mehr werden wir über CardelMar buchen. Mit denen hatten wir nie gute Erfahrungen und am schlimmsten 2 Mal auf Mallorca.
    LG margarete

    1. Deine Kritik an Cardelmar kann ich nicht so recht nachvollziehen. Erstens weil Cardelmar selber nur ein Vermittler ist. Ich habe gerade vor ein paar Tagen über Cardelmar in Schottland einen Kleinwagen von Budget/Avis gemietet. Zweitens vermittelt billiger-mietwagen selber Autos, die Cardelmar listet. Das heisst, auch wenn du über billiger-mietwagen buchst, kannst du unter Umständen bei Cardelmar landen. Und drittens taugen Einzelfälle nicht wirklich, um ein Unternehmen zu beurteilen. Schau dir zum Beispiel mal bei Trust Pilot die Bewertungen von Autovermietern an. Es ist eigentlich egal, welche Firma das ist: Alle haben schlechte Bewertungen. Und wenn man das dann genauer anschaut, sind da so Vorwürfe wie der mit dem Nagel im Reifen, wofür der Vermittler ganz bestimmt nichts kann.

  7. Ich wusste gar nicht, dass es Vorteile gibt, wenn man den Wagen schon vor dem Urlaub von zu Hause aus reserviert. Es wird unsere erste Reise mit dem Mietwagen durch Spanien sein, daher möchten wir uns darauf gründlich vorbereiten. Vielen Dank für die interessanten und hilfreichen Tipps!

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