Rajasthan Rundreise: Diese 10 Orte solltest du nicht verpassen

Rajasthan Rundreisen sind bei Indieneinsteigern beliebt. Zu Recht: Keine andere Region kommt näher an unser Indienbild als die Wüstenprovinz mit ihren Palästen, Schlangenbeschwörern und Turban tragenden Kameltreibern. In diesem Artikel nenne ich dir zehn Orte, die du nicht verpassen solltest.

Wenn du das erste Mal nach Indien reist, ist Rajasthan die ideale Gegend, um dich mit Land und Leuten ein bisschen vertraut zu machen. Und dies gleich aus mehreren Gründen: Rajasthan liegt quasi vor den Toren Delhis und ist damit so gut zu erreichen, wie fast kein anderer indischer Bundesstaat.

Da Rajasthan schon seit vielen Jahren einen prominenten Platz auf der touristischen Landkarte einnimmt, ist die Infrastruktur für indische Verhältnisse hervorragend: Du findest überall Unterkünfte in allen Preis- und Qualitätsklassen, die Sehenswürdigkeiten sind bestens auf ausländische Besucher eingerichtet und auf den gut ausgebauten Strassen kommst du zügig voran. Dass Rajasthan auch eine ausgesprochen hohe Dichte an Sehenswürdigkeiten aufweist, macht die Region noch einmal attraktiver.

In diesem Artikel nenne ich dir zehn Orte, von denen ich finde, dass sie bei einer Rajasthan-Rundreise unbedingt aufs Programm gehören. Ich habe sie nach meiner persönlichen Begeisterung gewichtet. Falls du diese Liste für deine Reiseplanung nutzen willst, solltest du beachten, dass ich Highlights ausgelassen habe, die in anderen Provinzen liegen (wie etwa das Taj Mahal) oder die ich auf meinen beiden Reisen von je drei Wochen noch nicht besuchen konnte (zum Beispiel Jaisalmer).

 

Platz 1: Udaipur

Das malerisch zwischen mehreren Seen liegende Udaipur wird häufig als die schönste Stadt Rajasthans bezeichnet. Eine Beschreibung, der ich mich grundsätzlich anschliessen kann – zumindest solange man diese Schönheit weit abseits der durch die Gassen rasenden Motorräder und Tuktuks geniesst, zum Beispiel in einem der zahlreichen Dachterrassen-Restaurants.

Das touristische Herzstück der Stadt ist der gewaltige Stadtpalast, in dem du locker einen halben Tag verbringst. Am besten hängst du dem Rundgang durch den Palast eine Bootsfahrt auf dem Pichhola-See bei Sonnenuntergang an. Nirgendwo kannst du die Grösse des Palasts besser erleben als auf dem Wasser.

Doch auch sonst ist Udaipur voller kleiner Juwelen: Zu meinen persönlichen Highlights zählen die königlichen Zenotaphen etwas ausserhalb der Stadt sowie der malerische Garten Sahelion ki Bari, dessen entspannte Atmosphäre dir hilft, etwas Distanz zum indischen Gewusel zu finden.

Meine allerliebste Ecke ist allerdings die Aussichtsplattform vor dem Hindutempel Shri Manshapurna Karni Mata, von wo aus du eine wunderschöne Aussicht über die ganze Stadt hast. Die kleine Anhöhe erreichst du locker zu Fuss, du kannst aber auch mit einer etwas überteuerten Seilbahn hochfahren. Mach dich in dem Fall auf lange Wartezeiten gefasst.

Hoteltipp: Schöne und stilvolle Zimmer sowie eine tolle Dachterrasse findest du im Hotel Madri Haveli*. Nicht ganz so edel, dafür aber mit den herzlichsten Besitzern, die ich je in Indien je getroffen habe, ist das Hari Niwas*.

Udapur Rajasthan Rundreise
Anblick auf die vermutlich schönste Stadt Rajasthan.
Kleine Pavillons säumen die Uferpromenade.
Die beste Art, Udaipur zu erleben: Die zahlreichen Dachterrassen.

 

Platz 2: Die Bishnoi-Dörfer bei Jodhpur

Auch wenn das Mehrangarh-Fort, das kühn auf einem Fels über der mittlerweile gar nicht mehr so blauen Stadt Jodhpur thront, sicherlich einen Abstecher wert ist: Das weitaus interessantere Reiseziel liegt ein paar Kilometer südlich in den Bishnoi-Dörfern.

Die Bishnoi sind eine Glaubensgemeinschaft, die die hinduistischen Regeln besonders streng auslegt. Dazu gehört, dass Tiere nicht nur weder getötet noch gegessen werden dürfen, es ist auch Pflicht, sie vor einer Schlachtung zu schützen. Ausserdem dürfen Bishnoi keine Bäume fällen und müssen eine achtungsvolle Beziehung zwischen den Geschlechtern pflegen.

Dass sich die lokale Bevölkerung seit hunderten Jahren für den Umweltschutz einsetzt, hat sich ausgezahlt: In der Umgebung der Dörfer gibt es eine grosse Population der gefährdeten Hirschziegenantilope. Du kannst sie im Rahmen von Jeep-Safaris sehen. Zur Kultur der Bishnoi gehören auch interessante Opiumzeremonien. Wer mag, darf mittrinken. (Ja, das Opium wird dort getrunken.)

Wenige Kilometer in Richtung Pali und Udaipur findest du einen der bizarrsten Tempel Indiens. Im Om Banna wird nämlich ein Motorrad verehrt. Der Legende nach war es 1991 in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt und soll anschliessend mehrmals alleine von der Polizeistation zur Unglücksstelle zurückgefahren sein. Egal, ob du die Geschichte glaubst: Es schadet definitiv nicht, für eine sichere Fahrt auf Indiens Strassen zu beten.

Hoteltipp: Mit seinen im traditionellen Stil errichteten Lehmhütten und dem gemeinschaftlichen Essen ist das Chhotaram Prajapats Homestay* ein Erlebnis für sich. Der freundliche Familienbetrieb organisiert auch Rundgänge durch die Dörfer und Safaris. Achtung: Ohne Fahrer schwer zu erreichen.

Jodhpur lässt sich gut als Tagesausflug aus den Boshnoi-Dörfern organisieren.
Highlight ist hier die Gebräuche der Bishnoi. Im Bild: Traditionelle Opiumzeremonie.
Lehmhütten als Unterkunft: Das Chhotaram Prajapats Homestay.

 

Platz 3: Die Shekhawati-Region

Die im Norden von Rajasthan gelegene Region Shekhawati hat noch immer ziemlichen Geheimtipp-Charakter. Da hier die grossen Paläste fehlen, die sonst so typisch für Rajasthan sind, wird die Gegend häufig links liegen gelassen. Das ist schade, denn die kleinen Städtchen sind wegen der vielen Havelis ein wahres Paradies für Architekturliebhaber.

Falls dir der Begriff nichts sagt: Havelis sind die Häuser der damaligen Fernhändler. Viele von ihnen waren sehr reich und sparten keinen Aufwand, um ihre Gebäude mit reichhaltigen Malereien zu schmücken. Da viele Havelis zwischen 1830 und 1930 entstanden, lassen sich auf den Bildern teilweise auch moderne Einflüsse erkennen wie Autos oder Eisenbahnen. Bekannt ist auch ein Zigaretten rauchender Jesus.

Mit dem Zusammenbruch des Osmanischen Reichs und der Verlagerung des Fernhandels von Karawanen auf Schiffe verlor die Region an Bedeutung und viele Besitzer zogen in die Küstenstädte. Deswegen stehen heute die meisten dieser alten Häuser leer und sind teilweise in einem schlechten Zustand. Gegen ein paar Rupien sind die Wachleute oft bereit, dich durch die Häuser zu führen.

Die meisten Besucher landen in Mandawa, weil die Kleinstadt eine einigermassen gute touristische Infrastruktur hat mit verschiedenen Hotels und Restaurants. Mir hat jedoch Churu besser gefallen: Die Gebäude sind eindrücklicher und alles wirkt noch viel weniger touristisch. Ebenfalls viele schöne Havelis findest du im quirligen Fatehpur und dem extrem verschlafenen Ramgarh.

Hoteltipp: Egal, für welchen Ort du dich entscheidest: Es lohnt sich in dieser Region, in ein besseres Hotel zu investieren und in einem der renovierten Gebäude zu übernachten. Ganz toll ist das Malji Ka Kamra* in Churu, aber auch das Radhika Haveli* in Mandawa verfügt über wundervolle Zimmer im alten Stil.

Im Norden von Rajasthan bauten die damals wohlhabenden Fernhändler regelrecht Paläste…
Jede freie Fläche mit Malereien zu überdecken, gehörte damals einfach zum guten Ton.
Viele Havelis stehen heute leer und können gegen ein kleines Entgeld besichtigt werden.

 

Platz 4: Bundi

Das in Ost-Rajasthan liegende Bundi lag lange Zeit vollkommen vergessen abseits der touristischen Ströme und wird erst jetzt langsam bekannt. Doch noch immer ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass du die Sehenswürdigkeiten der Stadt für dich alleine hast.

Die bekannteste ist das Taragarh-Fort, das auf einer Anhöhe über der Stadt liegt. Anders als viele Paläste in Rajasthan ist dieser bis heute nicht renoviert worden. Mehrere Teile sind wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt. Doch genau das macht einen Teil des Reizes aus, denn hier ist Sightseeing noch ein kleines Abenteuer. Das merkst du schon am Eingang, wo dir beim Kauf des Tickets gleich noch ein Stock angeboten wird, mit dem du dich vor aggressiven Affen schützen kannst.

Doch auch Bundi selber ist ziemlich ansehnlich. Hier ist ein perfekter Ort, um über die Märkte zu schlendern und ein paar Souvenirs zu kaufen (es gibt tolle Vorhängeschlösser). In der Nähe des Marktes findest du einen 46 Meter tiefen Stufenbrunnen, der zumindest bei meinem Besuch vor  zehn Jahren noch zugänglich war.

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Das wunderschöne Taragarh-Fort ist leider in einem recht schlechten Zustand.
In Bundi gibt es auch einige der schönsten Brunnen, die ich je gesehen habe.

 

Platz 5: Bikaner

Bikaner gilt als Startpunkt von Kamelsafaris und eignet sich für alle, die Ausflüge in einen weniger stark kommerzialisierten Teil der Thar-Wüste unternehmen wollen. Je nach deinen Wünschen sind kurze Tagesausflüge, Trips mit einer Übernachtung wie auch mehrtägige Kamelreisen möglich.

Weniger bekannt ist, dass Bikaner über eine der ältesten und schönsten Festungen ganz Rajasthans verfügt. Im Junagarh Fort findest du opulent geschmückte Räume und einige interessante Ausstellungsstücke wie beispielsweise ein abgeschossenes (und wieder zusammengesetztes) Militärflugzeug. Mit etwas Glück öffnen dir die Wächter zudem Geheimtüren in der Wand und/oder führen dich aufs Dach.

Ein weiteres Highlight befindet sich etwa 30 Kilometer ausserhalb der Stadt im Karni Mata Tempel. In dem von aussen eher unscheinbar wirkenden Gebäude leben schätzungsweise 20.000 Ratten. Hier kannst du den Nagern zusehen, wie sie aus den bereitgestellten Schalen Milch trinken und dich vor den Tieren etwas gruseln. Keine Angst: Du musst im Tempel zwar barfuss sein, aber die Anlage ist überraschend sauber und die Wahrscheinlichkeit, dass dir tatsächlich eine Ratte über die Füsse stolziert, ist eher gering.

Die aussergewöhnlichste Sehenswürdigkeit ist ein Tempel etwas ausserhalb von Bikaner.
In seinem Innern leben etwa 20.000 Ratten.

Keine Lust, deine Reise selber zu organisieren?

Keine Lust, deine Rundreise durch Rajasthan auf eigene Faust zu organisieren? India Someday nimmt dir das ab. Das deutschsprachige Unternehmen aus Indien stellt dir gerne eine Route zusammen, die auf deine persönlichen Bedürfnisse angepasst ist. Ausserdem reserviert es für dich Hotels, Bahntickets und/oder Fahrer. Vorteil: WRF-Leser erhalten mit dem Code „weltreiseforum05“ einen Preisnachlass von 5%.

Hinweis: Diese Infobox enthält Werbung für India Someday.

 

Platz 6: Pushkar

In der staubigen Kleinstadt findet jeweils im November einer der weltweit grössten Kamelmärkte statt. Bis zu hunderttausend Menschen sollen dann in den Ort strömen, um mit den Tieren zu handeln oder auch einfach nur, um bei den begleitenden Veranstaltungen dabei zu sein – etwa wenn das ansehnlichste Kamel bei einem Schönheitswettbewerb ausgezeichnet wird.

Doch auch ohne die bunt geschmückten Wüstenschiffe ist die rund um den heiligen Pushkarsee gebaute Kleinstadt mit all ihren Ghats und Tempeln sehr stimmungsvoll. Bei meinem Besuch am Ende der Trockenzeit war allerdings statt eines Sees leider nur eine grosse Staubfläche zu sehen. Gefallen hat es mir trotzdem.

Kleine Warnung: Am See werden dir vermutlich Priester Blumen geben, die du in das Gewässer werfen sollst, und sie werden für dich beten wollen. Beides solltest du unbedingt klar und deutlich abweisen, wenn du anschliessend nicht mit horrenden Forderungen konfrontiert werden willst.

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Bei meinem Besuch vor zehn Jahren war der Pushkarsee fast ausgetrocknet.
Pushkar ist bekannt für seine Kamele.

 

Platz 7: Chittorgarh

Rajasthan ist das Land der Paläste – und keiner davon ist schöner als der von Chittorgarh. Wie so oft liegt auch das Fort von Chittorgarh auf einem Plateau hoch über der Stadt. Das Besondere hier ist jedoch die Weitläufigkeit der Anlage – und auch wie abwechslungsreich sie ist.

Da findest du zum Beispiel den Rani Padmini Palast mit seinem hübschen Pavillion, der mitten in einem Wasserbecken steht. Der Rana Kumbha Palast hingegen ist eine weitläufige Ruine, von der du immer wieder einen grandiosen Ausblick auf die Neustadt in der Ebene hast. Die meiner Meinung nach schönste Ecke ist jedoch das Gaumukh Reservoir.

Um dir alles anzuschauen, brauchst du den ganzen Tag. Da es aber ausser dem Fort sonst wenig zu sehen gibt, eignet sich Chittorgarh auch als Tagesausflug von Udaipur. Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden.

Das Gaumukh Reservoir ist meine liebste Ecke des Forts von Chittorgarh.
Einer der Ausgänge des Forts.

 

Platz 8: Deogarh

Es ist immer wieder faszinierend, abseits der touristischen Trampelpfade aufs Land zu gehen und einen Blick ins Leben der gewöhnlichen Menschen zu werfen. Ein guter Ort, um dies zu tun, ist das hübsche kleine Städtchen Deogarh, das noch heute in weiten Teilen von einer Stadtmauer umgeben ist.

Hier kannst du durch die engen Gassen schlendern und dir auf dem Markt das eine oder andere Souvenir kaufen. Oder du fährst mit einer Jeeptour ins Umland und schaust dir die zahlreichen Tempel und Stufenbrunnen in den noch kleineren Dörfern an.

Die vielleicht wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Deogarh Mahal, ein auf einem Hügel gelegene Palast aus dem 17. Jahrhundert, der vor wenigen Jahren liebevoll in ein Boutique-Hotel verwandelt wurde. Das Besondere: Die ehemalige Herrscherfamilie lebt noch immer im Palast und man kann sie mit etwas Glück sogar auf dem Gelände antreffen.

Hoteltipp: Das Deogarh Mahal* ist in diesem Ort die logische Wahl.

Palast und Luxushotel zugleich: Das Deogarh Mahal im Zentrum des abgelegenen Städtchens.
Rund um Deogarh ist es möglich, schöne Jeep-Safaris zu unternehmen.

 

Platz 9: Jaipur

Jaipur ist die Hauptstadt von Rajasthan und wartet mit einigen berühmten und auch einigermassen sehenswerten Attraktionen auf wie etwa dem (massiv überteuerten) Stadtpalast, einer mässig interessanten astronomischen Anlage und dem bekannten Palast der Winde, der eigentlich nur von aussen gut ausschaut.

Dass Jaipur hier eher schlecht abschneidet, hängt aber auch damit zusammen, dass die Stadt in den letzten Jahren stark restauriert wurde und nun etwa die Ausstrahlung einer McDonalds-Filiale hat. Zudem gibt es in der vom Tourismus verwöhnten Stadt besonders viele Leute, die versuchen Ausländer zu übervorteilen.

Trotzdem solltest du Jaipur bei einer Rajasthan Rundreise nicht ganz von der Liste streichen. Insbesondere das schöne Amber-Fort und der ans Dschungelbuch erinnerte Affentempel sind ein Besuch wert.

Hoteltipp: Gut, günstig und mit einer tollen Küche ist das Arya Niwas* sicherlich nicht die schlechteste Wahl in Jaipur. Leider ist es von hier bis ins Stadtzentrum eine etwa 30-minütiger Fussmarsch.

Blick auf das bekannte Amber-Fort in der Nähe von Jaipur.
Im Affentempel kommt Dschungelbuch-Feeling auf.

 

Platz 10: Jain-Tempel Ranakpur

Der vielleicht schönste Tempel, den du in ganz Rajasthan besuchen kannst, ist der Ranakpur-Tempel, der sich irgendwo im Nirgendwo befindet, etwa zwei Autostunden nördlich von Udaipur. Es ist nicht übertrieben, den reichhaltig verzierten Marmorbau als Augenschmaus zu bezeichnen.

Leider gibt es ansonsten in der Gegend wenig zu sehen, so dass das Verhältnis von Anreise und Besichtigungszeit eher ungünstig ausfällt. Irritiert hat mich auch, dass eine Religionsgemeinschaft, die sich die Gewaltfreiheit auf die Fahne geschrieben hat, eher aggressiv „Spenden“ fordert. Das radikale Religionsverständnis (Wasserflaschen müssen draussen bleiben, weil man beim Trinken Kleinstwesen verschlucken könnte) machte alles auch nicht gerade sympathischer.

Der Ranakpur-Tempel von Aussen…
…lässt die schönen Dekorationen im Innern noch nicht erahnen.

 

Private Fahrer für Rajasthan Rundreise

Rajasthan kannst du zwar problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen. Bequemer und vor allem effizienter geht es jedoch mit einem privaten Fahrer. Das in Jaipur ansässige Unternehmen Janu Private Tours vermittelt Fahrer sowohl für Tagesausflüge wie auch für Rajasthan Rundreisen, die mehrere Wochen dauern. Wir waren übrigens mit dem Fahrer Nurrudin unterwegs.

Hinweis: Diese Infobox enthält Werbung für Janu Private Tours

 

Praktische Tipps:

Beste Reisezeit für Rajasthan Rundreise: Der europäische Winter gilt als die beste Jahreszeit für Rajasthan. Zwischen Dezember und März fällt kaum Regen und die Temperaturen sind tagsüber sehr angenehm. Du solltest allerdings etwas Wärmeres für den Abend mitnehmen. Bessere Hotels verfügen über Heizungen.

Wie lange in Rajasthan bleiben: Um alles zu sehen, was ich hier aufgezählt habe, empfehle ich etwa drei Wochen. Wenn du einen Monat Zeit hast, kannst du auch noch die Orte sehen, die ich bisher verpasst habe.

Anreise nach Rajasthan: Aus dem deutschsprachigen Raum erreichst du Rajasthan am besten mit dem Flugzeug (siehe auch: Meine 13 Tipps, um günstige Flüge zu finden). Idealer Ausgangspunkt ist die Hauptstadt Delhi, von wo aus du mit Zügen, Bussen oder einem eigenen Fahrer die Wüstenprovinz erkunden kannst.

Rajasthan Hotels und Unterkünfte: Keine Region in Indien verfügt über so eine grosse Auswahl an Unterkünften, die – anders als im Rest des Landes – oft sehr schön und stilvoll sind. Selbst wenn du mit einem kleinen Budget unterwegs bist, empfehle ich, hin und wieder etwas mehr für eines der luxuriösen Hotels auszugeben. Meine Übernachtungstipps habe ich immer gleich am Ende angefügt. In allen erwähnten Unterkünfte habe ich übernachtet.

Das Hotel Malji Ka Kamra (Punkt 3) in eine der schönsten Unterkünfte, die ich je besucht habe.

Herumkommen: Rajasthan ist verhältnismässig gut erschlossen mit verschiedenen Eisenbahnlinien und Busverbindungen, die wegen der überdurchschnittlich guten Strassen sehr angenehm sind. Allerdings ist der Kauf von Bahnfahrkarten oft ein kleineres Abenteuer für sich. Vielerorts kannst du auch preiswert private Fahrer anheuern. Mehr dazu hier.

Reiseführer für Rajasthan: Sollte sich deine Indienreise ausschliesslich auf Rajasthan beschränken, empfehle ich dir den übersichtlichen Rajasthan-Reiseführer vom Trescher-Verlag* (2018), der trotz des schmalen Formats viele Informationen vermittelt. Für eine längere Indienreise ist der soeben erschienene Indienführer von Baedeker* mit seinen fast 200 Seiten Hintergrundinformationen und den vielen praktischen Tipps eine sichere Wahl. Die alphabetische Anordnung ist etwas gewöhnungsbedürftig, erweist sich aber nach einer Weile als durchaus praktisch.

Disclaimer: Die Reise wurde von India Someday und Janu Private Tours unterstützt. Bei dem mit Sternchen * gekennzeichneten Link handelt es sich um einen Werbe-Affiliatelink. Das heisst, ich bekomme eine Provision für deine Bestellung. Du bezahlst aber nicht mehr. Dies hat keinen Einfluss auf die gefällte Auswahl.

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Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

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6 Kommentare

  1. Sehr schöne Fotos. Vielen Dank für die Informationen. Nach Indien möchte ich auch irgendwann. Aber bisher habe ich noch viel Respekt vor diesem Land und es gibt noch so viele andere Reiseziele, die ich gerne entdecken möchte. 🙂

    1. Vielen Dank Breena,

      ich kann dich nur ermutigen Indien eine Chance zu geben. In den letzten Jahren hat sich Vieles zum Besseren verändert, finde ich, und das Land ist bei weitem nicht mehr so anstrengend wie noch vor einigen Jahren.

      Wie das aus Sicht von Frauen ist, kann ich natürlich nicht so recht beurteilen. Aber ich glaube, dass die durch die Medien transportierten Vorstellungen sehr viel schlimmer sind als die Realtität vor Ort.

      Mehrere weitgereiste Frauen haben mir gesagt, dass Indien auch nicht ärger sei als zum Beispiel Nordafrika oder Lateinamerika.

      Gruss,
      Oli

  2. Tolle Bilder und sehr lesenswerte Tipps über die Region. In Jaipur und Udaipur war ich auch, die anderen Orte, über die du schreibst, kenne ich nicht. Meine Indien-Reisen sind schon einige Jahre her und ich fand das Land zwischendurch auch immer wieder anstrengend, wie du oben schreibst. Aber es ist eines der faszinierendsten Länder, die ich bisher bereist habe. Da wird’s mich definitiv irgendwann wieder hinverschlagen. 😉

    LG Heiko

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