Sonnenschutz auf Reisen: Was du darüber wissen solltest

(Enthält Werbung) Ein Sonnenbrand kann nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern erhöht auch das Risiko, dass du irgendwann einmal an Hautkrebs erkrankst. Reisende sind da besonders gefährdet. Was du über einen wirksamen Sonnenschutz auf Reisen wissen solltest.

Sonnenschutz ist eine Gradwanderung. Auf der einen Seite braucht unsere Haut Sonnenlicht, um lebenswichtige Vitamine zu bilden. Sonnenstrahlen heben zudem nachweislich unsere Stimmung. Und insgeheim wünschen sich wohl die meisten von uns, dass man uns den Urlaub auch ansieht.

Auf der anderen Seite führt UV-Strahlung dazu, dass unsere Haut schneller altert und hässliche Sommersprossen oder Falten bildet. Und mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko, dass wir irgendwann einmal an Hautkrebs erkranken.

Das macht den Sonnenschutz auf Reisen nicht gerade einfacher. Für meinen bevorstehenden Indientrip habe ich mir nun einmal angeschaut, welche unterschiedlichen Möglichkeiten es gibt, die Haut vor übermässig viel Sonne zu schützen. Und welche Vor- und Nachteile diese Methoden jeweils haben.

 

Wann brauche ich überhaupt einen Sonnenschutz?

Beim Sonnenlicht kommt es auf die gesunde Dosis an. Doch wie sieht die genau aus? Das scheint alles andere als klar zu sein. Während manche Ärzte eine Totalabstinenz empfehlen, halten andere die Gefahren für den Körper wegen eines Mangels an Vitamin D für genauso problematisch wie ein Zuviel an Sonnenlicht.

Einig sind sich aber die meisten in einem Punkt: Wenn wir ausschliesslich auf unser Gefühl hören, dann bekommen wir mit grosser Wahrscheinlichkeit eher zu viel als zu wenig Sonne ab.

Konkrete Empfehlungen sind aber auch deswegen schwer zu geben, weil jede Haut einen anderen Selbstschutz hat. In der Regel unterscheiden Hautärzte vier Hauttypen. Generell gilt: Je heller die Haut, desto weniger lang solltest du dich in der Sonne aufhalten.

Nebst dem Hauttyp spielt jedoch auch die Intensität der UV-Strahlung eine Rolle. Die täglichen Maximalwerte kannst du zum Beispiel auf sunburnmap.com für jeden beliebigen Ort der Welt aktuell nachschlagen. Allerdings werden dabei weder Tageszeit noch Wetter berücksichtigt.

Eine dicke Wolkendecke kann die UV-Strahlung beispielsweise um bis zu 80 Prozent senken. Schnee, Wasser und Sand reflektieren hingegen das Licht und erhöhen die Strahlenbelastung möglicherweise über den vorausgesagten UV-Index.

Genauer sind deswegen eigene Messungen mit kostengünstigen UV-Messgeräten in Form von Armbändern oder Spezialstecker für das Handy. Unabhängig von der Art wie du den UV-Index misst: Bist du Hauttpy I oder II, sollte dein Lichtschutzfaktor mindestens das Fünffache des UVI betragen. Bei Hauttyp III und höher reicht das Dreifache.

Badestrand im Süden von Taiwan. Fotos: OZ

In den Schatten gehen

Es liegt nahe, dass der beste Sonnenschutz darin besteht, sich nicht in der prallen Sonne aufzuhalten. Überraschenderweise wirkt diese Methode jedoch bedeutend weniger gut, als man annehmen würde.

Das hängt damit zusammen, dass die schädlichen UV-Strahlen reflektiert werden. Wenn du dich also an einem Strand in den Schatten eines Sonnenschirms begibst, dann erreichen dich immer noch etwas 50 Prozent des UV-Lichts. Das heisst, ein Sonnenschirm hätte somit ungefähr den LSF 2.

Etwas besser bist du dran, wenn du dich hinter Scheiben begibst. Je nach Beschaffenheit des Glases filtern diese die UV-Strahlung unterschiedlich stark aus. Daher ist es schwer, eine allgemeine Angabe zur Wirksamkeit zu machen.

 

Chemische oder mineralische Sonnencreme

Bei Sonnencreme gibt es zwei mögliche Wirkungsweisen. Du hast die Wahl zwischen chemischen oder mineralischen Sonnencremen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Die klassische Sonnencreme verwendet ein chemisches Verfahren, bei dem Wirkstoffe, die in die äussere Hautschicht aufgenommen werden, das UV-Licht in Wärme verwandeln. Deswegen entfalten sie ihre volle Wirkung erst nach 20 bis 30 Minuten. Welche Stoffe das sind, steht auf der Verpackung.

Manche davon stehen im Verdacht, hormonell zu wirken. Das zeigte sich in Studien bei Zellversuchen im Reagenzglas und bei Tierversuchen, bei denen die Fortpflanzungsfähigkeit beeinflusst wurde. Chemische Sonnenschutzmittel hinterlassen Rückstände in der Umwelt, die Wissenschaftler in Fischen aber auch in Muttermilch nachweisen können.

Ein weiterer Nachteil ist, dass sich der Inhaltstoff von chemischen Sonnencremes nach einigen Monaten zersetzt. Das heisst, dass du dir jedes Jahr neue Sonnenschutzmittel kaufen musst.

Bio-Sonnencreme hingegen verspricht einen UV-Schutz ohne Nebenwirkungen. In der Regel werden hierfür Partikel aus Titaniumoxid oder Zinkoxid verwendet. Anders als chemische Filter setzen die mineralischen Sonnencremes auf eine reflektierende Schicht, die die Sonnenstrahlen wie ein Spiegel zurückwirft.

Wandern am Fischerweg in der Algarve.

Der Vorteil ist, dass sie dich mechanisch schützen. Das heisst, dass die Wirkstoffe nicht in die Haut eindringen. Der Nachteil ist jedoch, dass mineralischer Sonnenschutz selten eine Wirksamkeit von mehr als LSF 30 erreicht.

Abhilfe schaffen sogenannte Nanopartikel. Dabei werden die Wirkstoffe in mikroskopisch kleine Teile gespalten. Der Vorteil neben einem höheren Sonnenschutz liegt in der Optik: Es bildet sich kein Weissfilm mehr auf der Haut.

Allerdings sind Nanopartikel umstritten. Kritiker fürchten, dass sie in die Haut eindringen und unter Umständen Krebs fördern können. Langzeitstudien gibt es bisher nicht. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich die Nanopartikel im Wasser lösen und die Umwelt belasten.

Sonnenschutz von zu Hause mitbringen

Ich empfehle, die Sonnencreme je nach Reiseziel von zu Hause mitzubringen. Erstens haben Einheimische oft weniger empfindliche Hauttypen als wir, so dass vor allem Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor schwer zu finden sein können. Zweitens verlieren chemische Sonnencremes bei langer Lagerung ihre Wirksamkeit.

Ein grosses Angebot an Sonnenschutzmitteln zu günstigen Preisen findest du bei der Shop Apotheke, Deutschlands grösster Versandapotheke.

Strand auf der thailändischen Insel Koh Mak.

Natürlicher Sonnenschutz: Wirkungslose Alternative?

Bei meiner Recherche bin ich über mehrere Artikel gestossen, die natürliche Sonnenschutzmittel empfehlen. Insbesondere der angeblich so hohe Sonnenschutz mit Himbeersamenöl und Karottensamenöl (LSF 30-40 bzw. 20-30) hat mich interessiert.

Allerdings steht die Zahlenbasis auf wackeligen Beinen. Bei der Studie zum Himbeersamenöl etwa ging es um die generelle Frage, wie ein bei der Himbeerproduktion anfallendes Abfallprodukt zu verwenden sei. Sonnenschutz wurde dabei als eine Option genannt. Wie das Öl auf der Haut aber tatsächlich wirkt und ob es überhaupt möglich ist, eine hinreichende Menge Öl aufzutragen, wurde nicht untersucht.

Noch schlechter sieht es beim Karottensamenöl aus. Hier wird offenbar immer wieder auf eine Studie verwiesen, bei der eine indische Sonnencreme untersucht wurde, die unter anderem Karotten (merke: Karotten, kein Öl aus Samen) enthielt.

Etwas verlässlicher sind die Zahlen zu anderen natürlichen Pflanzenölarten. In einer Untersuchung, die in einem US-Journal veröffentlicht wurde, kamen folgende Lichtschutzfaktoren heraus:

Ölarten LSF
Olivenöl  7.5
Kokosöl  7.1
Mandelöl 4.7
Sesamöl 1.8
Teebaumöl 1.7

Das ist zweifellos besser als nichts. Aber wenn du dich ohne vorgebräunte Haut für eine längere Zeit in die tropische Sonne begeben willst, dann ist das definitiv zu wenig. Für einen Herbstspaziergang in unseren Breitengraden reicht es allerdings.

Fazit

Sonnenschutz auf Reisen ist ein Abwägen. Ich habe mich für mineralische Sonnencremes ohne Nano-Partikel entschieden. Diese haben keine gesundheitlichen Nachteile und schaden der Umwelt nach derzeitigem Wissenstand am wenigsten. Da ich eher wenig Zeit an der prallen Sonne verbringe, reicht mit der maximale Sonnenschutzfaktor von etwa 30 aus.

Disclaimer: Dieser Beitrag wurde von shop-apotheke.de unterstützt, Deutschlands grösster Versandapotheke.

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Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

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3 Kommentare

  1. Hey, ich habe das Problem auch. Ich mag keine chemischen hormonell dosierten Sonnenschutz Cremes. Lieber verzichte ich komplett auf den Sonnenschutz, aber leider geht das nicht. Mit deinen Tipps, geht bei mir die Sonne auf 🌞🌞🌞.
    Bei meinem nächsten Urlaub werde ich auf die natürlichen Sonnenschutz Öle zu greifen.
    Thanks!!!

  2. Mein Dankeschön für die Tipps zu dem natürlichen Sonnenschutz! Wir möchten in diesem Sommer eine Reise ans Meer unternehmen. Solcher Schutz für die Kinder wäre ganz praktisch. In dem Keller liegt noch unsere Markise, die wir immer beim Camping mitnehmen.

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