Alternativen zu Facebook: 4 tolle Möglichkeiten, Blogs zu folgen

Hast du mehr als einen Lieblingsblog und bist auf der Suche nach einer guten Möglichkeit, um ihnen allen an einer zentralen Stelle zu folgen? Dann empfehle ich dir, die folgenden vier Dienstleistungen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Alleine im deutschsprachigen Raum gibt es etwa 2000 Reiseblogs. Dazu kommen noch unzählige Tech-, Politik- und Literaturblogs, die dich vielleicht ebenfalls interessieren. Keine spannenden Beiträge zu verpassen oder auch nur einen groben Überblick über die Szene zu behalten, ist ohne Hilfsmittel kaum noch möglich.

Auch wenn ich natürlich nicht jedem Blog folge, stehen trotzdem über 500 Seiten auf meiner persönlichen Leseliste. In diesem Beitrag will ich dir zeigen, wie ich es trotz dieser gewaltigen Informationsflut schaffe, innerhalb von wenigen Minuten die Texte zu finden, die für mich interessant sind.

Dazu verwende ich hauptsächlich Feed-Reader. Sie sind quasi der Follow-Button für Blogs. In diesem Beitrag will ich dir neben den beiden wichtigsten Feed-Readern zwei weitere Apps vorstellen, mit denen du Blogs folgen kannst. Dabei zeige ich jeweils die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Dienstleistungen.

Am Ende erkläre ich noch, wieso sich Facebook ausgesprochen schlecht zum Folgen von Blogs und anderen Medieninhalten eignet und wieso es meiner Meinung nach dringend eine Alternative zu Facebook braucht.

 

Tool 1: Bloglovin

Was es ist: Bloglovin ist ein optisch ansprechender Feed-Reader, bei dem alle von dir abonnierten Quellen auf den Startseite chronologisch aufgeführt werden. Texte, die du später (noch einmal) lesen willst, kannst du unter selbstgewählten Stichworten abspeichern.

Pluspunkt: Die App wirkt aufgeräumt und alle Funktionen sind leicht zu finden. Neue Feeds hast du mit einem einzigen Knopfdruck hinzugefügt.

Minuspunkt: Wenn du Blogs mit stark unterschiedlicher Publikationsfrequenz folgst, überschwemmen die grossen Seiten die kleinen. Das lässt sich bei Bloglovin leider nicht vermeiden.

Kosten: Bloglovin ist kostenlos. Hin und wieder landet ein Werbebeitrag in deinem Feed. Allerdings in einem sehr erträglichen Ausmass.

Wo du es findest: Bloglovin gibt es als App für Android und iOS. Computernutzer loggen sich einfach auf der Website von Bloglovin ein.

Mein Feed: Meinen Bloglovin-Feed findest du hier.

Weitere Tipps: Eine thematisch sortierte Liste mit den Feeds von rund 2000 Reiseblogs findest du bei flocutus.de

 

Tool 2: Feedly

Was es ist: Feedly ist ein etwas komplexerer Feed-Reader, in dem du die abonnierten Quellen unter verschiedenen Stichwörtern speichern kannst. Die Software bewertet ausserdem die Attraktivität der Beiträge und gibt automatisierte Leseempfehlungen.

Pluspunkt: Feedly punktet durch mehr Optionen und Einstellungsmöglichkeiten für die Feed-Abonnenten.

Minuspunkt: Etwas unübersichtlich gestaltet. In der Gratis-Version ist die maximale Zahl der Feeds beschränkt, die du abonnieren kannst.

Kosten: Feedly ist in der Grundversion kostenlos. Wenn du mehr als 100 Quellen abonnieren willst, musst du auf die Pro-Version upgraden, die monatlich rund 5 Euro kostet.

Wo du es findest: Feedly gibt es als App für Android und iOS. Computernutzer loggen sich einfach auf der Website von Feedly ein.

Mein Feed: Meinen Feedly-Feed findest du hier.

Weitere Tipps: Eine thematisch sortierte Liste mit den Feeds von rund 2000 Reiseblogs findest du bei flocutus.de

Tool 3: Flipboard

Was es ist: Flipboard ist streng genommen kein richtiger Feed-Reader, sondern eine personalisierbare Nachrichten-App mit der Möglichkeit, auch Feeds zu abonnieren. Du kannst neben Blogs auch thematischen Gruppen folgen.

Pluspunkt: Flipboard ist optisch sehr ansprechend. Der Algorithmus spielt auch Artikel von Quellen aus, die du nicht abonniert hast. Dadurch kannst du neue Blogs entdecken.

Minuspunkt: Der Feed ist etwas chaotisch, da teilweise auch sehr alte Artikel angezeigt werden. Ausserdem kannst du nur den Blogs folgen, die sich zuvor bei Flipboard registriert haben.

Kosten: Flipboard ist kostenlos. Werbung habe ich bisher noch nicht entdeckt.

Wo du es findest: Flipboard gibt es als App für Android und iOS und ist bei vielen Handy schon vorinstalliert. Computernutzer loggen sich einfach auf der Website von Flipboard ein.

Mein Feed: Meinen Flipboard-Feed findest du hier.

Weitere Tipps: Ausserdem kann ich dir folgende Magazine empfehlen:

 

Tool 4: Pinterest

Was es ist: Pinterest ist eine Mischung zwischen einer bildbasierten Suchmaschine und einem sozialen Netzwerk, in welchem du thematische Gruppen und Personen folgen kannst.

Pluspunkt: Pinterest hat eine gut funktionierende Suchfunktion, die vollkommen andere Ergebnisse als Google ausliefert und somit ein alternatives Werkzeug für die Recherche bietet.

Minuspunkt: Da es ziemlich aufwändig ist, Pins zu gestalten, ist nur ein kleiner Teil der Blogger-Gemeinde auf Pinterest vertreten. Ausserdem erscheinen die Beiträge nicht chronologisch.

Kosten: Pinterest ist kostenlos und werbefrei.

Wo du es findest: Pinterest gibt es als App für Android und iOS. Computernutzer loggen sich einfach auf der Website von Pinterest ein.

Mein Feed: Meinen Pinterest-Feed findest du hier.

Weitere Tipps: Ausserdem gibt es eine Reihe von interessanten Pinterest-Gruppen zum Thema Reisen, die du ebenfalls abonnieren kannst.

 

 

Wieso es eine Alternative zu Facebook braucht

Wenn du bereits bei Facebook bist, wirst du dich vielleicht fragen, wieso du den Blogs nicht einfach über Facebook folgen kannst.

Theoretisch ist das möglich. Allerdings spielt Facebook seit dem letzten Update kaum noch Medieninhalte aus. Die Wahrscheinlichkeit ist also gross, dass du die meisten Beiträge deiner Lieblingsblogs verpasst, weil sie dir gar nicht erst gezeigt werden.

Aber zum gezielten Verfolgen von qualitativ hochwertigen Medieninhalten war Facebook auch zuvor schon denkbar schlecht geeignet. Worin besteht das Problem?

Aus meiner Sicht am Wichtigsten ist, dass die Posts nicht chronologisch ausspielt werden. Das heisst, ich lasse den Algorithmus von Facebook eine Vorauswahl darüber treffen, was mich interessiert und was nicht. Dabei finde ich insbesondere die Art und Weise, wie die Software für mich „relevante“ Posts auswählt, höchst problematisch.

Denn Facebook belohnt nach eigenen Angaben Posts mit viel Interaktion. Die Idee dahinter: Beiträge, die oft gelesen oder kommentiert werden, sind für Leser besonders interessant. Das Problem ist jedoch, dass auf diese Weise vor allem kontroverse Themen oder gar Falschmeldungen in die Timeline gespült werden.

Das stellt auch mich als Blogger vor eine schwere Entscheidung. Wenn ich meine Posts so gestalten will, dass sie vielen Abonnenten ausgespielt werden, muss ich ihnen reisserische und kontroverse Überschriften verpassen.

Aber genau das will ich weder als Leser sehen noch fühle ich mich als Blogger mit solchen Tricks wohl.

 

Weitere Artikel zum Thema Feed-Reader

Falls du nicht so recht weisst, was ein Feed-Reader ist oder wie man ihn genau bedient, habe ich hier eine kleine Liste von lesenswerten Artikeln zusammen gestellt. Weitere Lesehinweise könnt ihr gerne in die Kommentare schreiben.

 

Persönliches Fazit

Persönlich nutze ich Bloglovin um deutschsprachigen Reiseblogs zu folgen und Feedly, um Blogs aus den restlichen Themengebieten zu folgen. Flipboard verwende ich hauptsächlich als Inspirationsquelle bei Langweile (zum Beispiel auf langen Bahnfahrten). Mit Pinterest bin ich nie so recht warm geworden. Facebook dient mir vor allem zur privaten Kontaktpflege.

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Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

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4 Kommentare

  1. Schöner Artikel. Obwohl Bloglovin/Feedly, Flipboard und Pinterest recht unterschiedlich sind, dienen sie doch demselben Zweck und sind dafür alle besser geeignet als Facebook.

    Eine kleine technische Kritik: Mit Flipboard kann man leider nicht jedem x-beliebigem Feed folgen. (Waum eigentlich?) Der entsprechende Blog muss als Publisher bei Flipboard registriert und bestätigt sein.

    1. Hi Florian,

      stimmt, das mit Flipboard habe ich vergessen zu erwähnen. Ich finde es beim Konzept von Flipboard eigentlich gar nicht so verkehrt, dass nur bestätigte Feeds rein dürfen. Da Flipboard ja auch Beiträge aus nicht abonnierten Quellen in die Timeline lässt, wäre die App wohl ein gefundenenes Fressen für alle Spammer. Ich denke, dass das der Grund ist.

      Gruss,
      Oli

  2. Schöner Beitrage, vielleicht schaffen es Feeds ja doch noch irgendwann in den Mainstream.
    Ich nutze Feedly und sortiere immer aus, wenn ich ans Limit komme 🙂
    Mit Pinterest und Flipboard bin ich bis jetzt noch nicht so recht warm geworden, ich brauche da immer etwas länger 🙂

    1. Danke. Ich fände es auch schön, wenn es noch mehr Alternativen gäbe. Ich finde sowohl Feedly wie auch Bloglovin nicht so ganz ideal…

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