Roadtrip Extremadura: Die Highlights in Spaniens wildem Westen

Römische Ruinen, mittelalterliche Städte und eine wunderschöne Landschaft: Das ist die Extremadura. Wenn du auf der Suche nach dem perfekten Ziel für einen Roadtrip bist, solltest du dir die dünn besiedelte Region im Südwesten von Spanien ansehen.

Wer meinem Blog schon eine Weile folgt, der weiss, dass ich ein Faible habe für die vergessenen Ecken dieser Welt. Als mir der Campingbus-Anbieter Indiecampers erneut anbot, eine Woche mit einem seiner coolen Vans zu touren, war schnell klar, dass es diesmal die Extremadura sein soll.

Die Region im Südwesten von Spanien gehört nämlich zu den am wenigsten besuchten Landesteilen. Und fast scheint es so, als könnten selbst die Spanier der Gegend wenig abgewinnen: Europa ist nur an wenigen Orten ähnlich dünn besiedelt wie in der Extremadura.

Dabei ist die Region unglaublich vielfältig, wunderschön und noch dazu das nahezu perfekte Reiseziel für Liebhaber eines Roadtrips. Nach einer herbstlichen Woche im Van war ich jedenfalls total begeistert und kann die Gegend uneingeschränkt empfehlen.

In diesem Artikel erzähle ich, was du in der Extremadura unternehmen kannst, stelle dir meine Reiseroute vor, schildere meinen Erfahrungen mit dem Vermieter und gebe am Ende ein paar praktische Tipps. Über das Inhaltsverzeichnis gelangst du direkt zu den für dich relevanten Stellen.

Inhalt

Die Highlights der Extremadura

Viele stellen sich die Extremadura als eine dürre, steppenartige Gegend mit verlassenen Dörfern vor. Das ist nicht ganz falsch, aber die Extremadura ist gleichzeitig unglaublich vielfältig. Hier die Highlights, die mich in der Region am meisten begeisterten.

 

Highlight 1: Mérida und die römischen Ruinen

Vor fast 2000 Jahren begannen die Römer mit einem gewaltigen Strassenprojekt. Die Ruta de la Plata führte ausgehend von Mérida durch die ganze Extremadura und verband schliesslich die südliche mit der nördlichen Küste.

Entlang der früheren Hauptverkehrsader florierte die Wirtschaft. Es entstanden Städte, Dörfer, Thermen und vieles mehr. Die alten Wege und Siedlungen sind teilweise noch vorhanden. Die „Silberstrasse“ dient heute Pilgern als ruhige Alternative zum überlaufenen Jakobsweg.

Wenn du nur für eine Station Zeit hast, solltest du dafür Mérida wählen. Die Hauptstadt der Extremadura trägt den Übernamen „Rom Spaniens“. Mit zwei römischen Theatern, mehreren alten Wohnhäusern sowie einem dreistöckigen Aquädukt und einer fast 800 Meter lange Brücke passt der Vergleich durchaus.

Mérida hat aber mehr zu bieten als die Übrigbleibsel seiner 2000 Jahre alten Geschichte. Die lebendige Stadt verfügt über eine hübsche Innenstadt mit zahlreichen Läden, netten Cafés und leckeren Restaurants. In der John-Lennon-Strasse (heisst tatsächlich so) gibt es sogar etwas Nightlife.

Das Aquädukt im Stadtpark von Mérida.
Die fast 800 Meter lange Römerbrücke von Mérida.

 

Highlight 2. Das Mittelalterstädtchen Cáceres

Magst du Mantel- und Degenfilme? Dann wird dich vermutlich das Zentrum von Cárceres genauso begeistern wie mich. Umgeben von einer hohen Stadtmauer thront die von der Unesco zum Kulturerbe erklärte Altstadt auf einem kleinen Hügel.

Das Besondere: Hier findest du nicht einfach die fürs Mittelalter typischen kleinen Häuschen, sondern jede Menge üppige Paläste von verschiedenen adeligen Familien, die sich hier dank königlicher Privilegien ansiedelten.

Einige der einstigen Paläste können heute besucht werden. So zeigt zum Beispiel der Palacio de los Golfines de Abajo wie die Adelsfamilien einst lebten. Leider ist das Gebäude nur im Rahmen einer etwas langatmigen (und ausschliesslich spanischsprachigen) Führung zu besichtigen.

Ebenfalls einen Besuch wert ist das Museo de Cáceres. Das Besondere am Regionalmuseum ist ein unterirdischer Wasserspeicher – angeblich die zweitgrösste arabische Zisterne in Europa.

Das Beste ist jedoch, sich in den Gassen der Stadt zu verirren und beim einen oder anderen Palast in die oft sehr reichhaltig dekorierten Patios zu blicken.

Der mittelalterliche Stadtkern befindet sich gleich hinter der hübschen Playa Mayor.
Das historische Zentrum von Cáceres.

 

Highlight 3: Das Museo Vostell und Los Barruescos

Der deutsche Experimentalkünstler Wolf Vostell (1932-1998) hat einige Kilometer ausserhalb von Cáceres eine der bizarrsten Kunstausstellungen geschaffen, die ich je besucht habe.

In einer ehemaligen Wollwäscherei stellte der Systemkritiker beklemmende Kunstwerke aus, wie ein Raum voller verdreckter Röhrenfernseher vor einer Wand aus ausgemusterten Polizei-Motorrädern. Anderswo steht ein verbeulter Cadillac, unter dessen Haube ein Konzertflügel steckt.

Mitten in der atemberaubenden Natur hat Vostell einen weiteren Cadillac in einen Quader einbetoniert – eine Aktion, die zu einer Zeit, als sich im benachbarten Dorf noch niemand ein Auto leisten konnte, auf wenig Verständnis stiess.

Apropos Natur: Das Museum liegt am Rande des Naturparks Los Barruescos. Hier befinden sich mitten in einer kargen Landschaft rund um einen kleinen See wunderliche Granittürme, auf denen Störche nisten. Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich mich hier auf einer Safari in Afrika geglaubt.

Die wilden Landschaften der Extremadura sind ideal um Vögel zu beobachten.
Ein einbetonierter Cadillac in einer atemberaubenfen Landschaft.

Highlight 4: Der Kirchturm von Jerez de los Cabelleros

In ländlichen und konservativen Gegenden wie der Extremadura überrascht es nicht sonderlich, dass selbst die kleinsten Ortschaften schöne Kirchen haben. Aber kein Gotteshaus hat mich so beeindruckt wie die Pfarrkirche San Bartolomé in Jerez de los Cabelleros.

Der Glockenturm und das Westportal sind derart üppig mit barrocken Verzierungen überdeckt, dass ich die Fassade beim ersten Anblick einfach eine Minute mit heruntergeklappter Kinnlade bestaunte.

Leider ist es nicht möglich, den Glockenturm zu besteigen. Falls es dir doch gelingt, ist die Treppe eine in der Region hin und wieder anzutreffende Besonderheit. Sie ist nämlich eine Rampe, über die man in früheren Zeiten das Vieh in Sicherheit bringen konnte.

Das mit rund 10.000 Einwohnern sehr überschaubare Städtchen ist auch sonst ein hübscher Ort, um ein paar Stunden durch die Gassen zu spazieren.

Wenn du in diesem Teil der Extremadura unterwegs bist, lohnt sich auch ein Besuch von Frenegal des la Sierra wegen seiner hübschen weiss getünchten Häusern und der stimmungsvollen Ruine der Jesuitenkirche, sowie ein Stopp bei der Burg von Segura de Léon. Beide Orte liegen auf dem Weg.

 

Der Turm der Bartholomäus-Kirche belohnt für den Umweg.
Auch sonst hat Jerez einigen zu bieten, zum Beispiel den Ausblick von der Alcazaba.

Highlight 5: Das Kloster von Tenduía

Das vermutlich bekannteste und historisch wichtigste Kloster in der Extremadura ist El Real Monesterio de Santa Maria de Guadalupe. Mich hat es allerdings eher enttäuscht mit seiner herzlosen Führung, dem Fotografierverbot und einem Städtchen, das ausser dem Kloster wenig zu bieten hat.

Ganz anders hingegeben das Monesterio de Tendudía. Es liegt auf der Spitze des 1104 Meter hohen Pico de Tendudía und ist schon alleine wegen der atemberaubenden Rundumsicht die kurvenreiche Anfahrt wert.

Das Kloster selbst ist ein bescheidener Bau aus Ziegelsteinen aus dem 15. Jahrhundert, den die seltenen Besucher auf eigene Faust erkunden können. Sehr hübsch ist der Innenhof mit Brunnen, der von einem zweistöckigen Arkadengang umgeben ist.

Die Region eignet sich auch hervorragend für kürzere Wanderungen. Verschiedene Wanderwege führen vom Kloster ins Tal herab.

Ausblick vom Balkon des Klosters.
Die Gegend rund um das Kloster eignet sich zum Wandern und Meditieren.

Reiseroute für 1 Woche Extremadura

Hier ein Vorschlag für eine einwöchige Route mit dem Camper durch die Extremadura:

Tag 1:  Du nimmst den Camper in Madrid in Empfang und fährst in etwa zwei Stunden in den Nationalpark Monfragüe. Hier findest du Felsenzeichnungen aus der Steinzeit und eine Ruine mit wunderbarem Rundumblick.

Tag 2: Besuche die malerische Kleinstadt Trujillo. Ausgangspunkt deines Rundgangs sollte die schöne Plaza Mayor sein, von wo du dich durch die engen Gassen zur Ruine Alcazaba hocharbeiten kannst.

Tag 3:  In Guadalupe befindet sich das bekannteste, grösste und wichtigste Kloster der Extremadura. Das Bauwerk ist ziemlich beeindruckend, was leider von der herzlosen Führung nicht gesagt werden kann. Guadalupe hat ein paar hübsche Ecken und die Anreise führt durch eine schöne Landschaft.

Tag 4: Mérida ist die Hauptstadt der Extremadura und eines der Highlights auf dem Roadtrip. Hier findest du zahlreiche Übrigbleibsel aus der Römerzeit. Aber auch die moderne Stadt mit seinen Fussgängerzonen lädt zum Verbleiben ein.

Tag 5: In der südlichen Extremadura reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste. Am besten startest du mit dem Kloster Tentudía und fährst über Segura de León (eindrückliche Burg), und Frenegal (hübsche Herrschaftshäuser) nach Jerez de los Cabelleros (einzigartige Kirchtürme).

Tag 6: Das mittelalterliche Zentrum von Cáceres macht es dem Besucher leicht, die Stadt zu mögen. Am Nachmittag besuchst du das Museo Vostell und spazizerst durch den nahe gelegenen Naturpark.

Tag 7: Hervás ganz im Norden der Extremadura ist ein hübsches kleines Städtchen mit einer der grössten jüdischen Gemeinschaften der Region. Nur wenige Kilometer entfernt findest du das Römerbad Banos de Montemayor. Von hier bist du in etwa 2,5 Stunden zurück in Madrid.

Das Kloster von Guadalupe ist das grösste in der Extremadura.
Leider ist neben dem Innenhof und einigen Ausstellungshallen kaum etwas öffentlich zugänglich.

Was kostete der Roadtrip?

Spanien ist kein teures Pflaster und die ländliche Extremadura scheint mir sogar noch ein Spürchen günstiger zu sein als der Rest des Landes.  Die einwöchige Tour unternahmen wir zu zweit, wodurch die Kosten gegenüber einer Alleinreise deutlich günstiger ausfielen. Hier die Aufzählung der wichtigsten Ausgaben:

  • Fahrzeugmiete: Unser Sporty von IndieCampers.com kostete in der Nebensaison 55 Euro pro Tag. Dazu kommen eine Buchungspausche und ein umfassender Versicherungsschutz von 15 Euro pro Tag. Bei sieben Reisetagen ergab das ingesamt 540 Euro.
  • Treibstoff und Strassengebühren: In den sieben Tagen legten wir 1550 Kilometer zurück. Für die insgesamt drei Tankfüllungen gaben wir 150 Euro aus. Die Autobahn von Madrid in die Extremadura sowie sämtliche Strassen innerhalb der Extremadura waren gebührenfrei. Gratisparkplätze waren überall leicht zu finden.
  • Unterkünfte: Zwei Mal nahmen wir einen Zeltplatz für ungefähr 10 Euro. Die restliche Zeit campierten wir legal auf den für Wohnmobile ausgewiesene Parkplätze.
  • Essen: Wir kochten hauptsächlich selber und kehrten nur selten in Restaurants ein. Für das Essen fielen insgesamt etwa 120 Euro an.
  • Eintritte: Mit der Ausnahme von Mérida und dem Kloster von Guadalupe fielen nirgendwo nennenswerte Eintrittsgebühren an. Insgesamt kamen wir auf 50 Euro.
  • Total: Sollte ich in dieser Aufzählung nichts vergessen haben, gaben wir pro Person etwa 440 Euro aus. Das entspricht etwa 63 Euro pro Tag.
Auf dem spanischen Land isst man einfach, günstig und lecker.
Der vielleicht süsseste Keks in meinem Leben fand ich Hervás

Praktische Tipps zum Roadtrip

  • Führerschein: Für Spanien genügt dein gewöhnlicher nationaler Führerschein. Da du bei der Miete eine Kaution hinterlegen musst,  brauchst du eine Kreditkarte. Hier meine Tipps zur Wahl der Kreditkarte. Wenn du kurzfristig den Camper reserviert hast, solltest du deinen Kreditrahmen im Auge behalten.
  • Verkehr: Ich fand das Fahren in der Extremadura insgesamt angenehm und entspannt, da vor allem die Überlandstrecken trotz wenig Verkehr sehr gut ausgebaut waren. Dank den Schnellstrassen und Autobahnen war es leicht, längere Distanzen in kurzer Zeit zurückzulegen.
  • Wildes Camping: Wildes Campieren ist in Spanien grundsätzlich verboten. Da es aber viele kostenlose Stellplätze (teilweise sogar im Stadtzentrum) gibt, auf denen du offiziell und legal deinen Camper 24 Stunden lang parken darfst, schränkt dich das Verbot im Reisealltag kaum ein. Stellplätze findest du am besten mit der kostenlosen App Park4night (Offline-Version kostet eine Kleinigkeit).
  • Navigation: Wenn du ein Smartphone hast, brauchst du kein zusätzliches GPS zu mieten. Ich empfehle grundsätzlich die Nutzung von Offline-Karten wie bei maps.me.
  • Reiseführer: Auf meinem Roadtrip hatte ich das Reise-Taschenbuch Extremadura vom Dumont-Verlag (2017) dabei. Das gerade einmal 296 Seiten dicke Buch bietet hervorragend recherchierte Reiseinformationen und jede Menge Hintergrundwissen. Praktisch ist auch die faltbare Karte, die mit dem Buch mitgeliefert wird. Wer ausschliesslich die Extremadura besuchen will, kann mit diesem Reiseführer nichts falsch machen.
  • Strom: Leider funktionieren die gewöhnlichen 220V-Steckdosen im Camper nur, wenn du den Bus an ein externes Stromnetz anschliesst. Das heisst, beim wilden Campen kannst du deinen Laptop nicht laden. Ich empfehle deswegen, einen Spannungswandler für den Zigarettenanzünder zu kaufen. Achte dabei unbedingt auf die maximal zulässige Spannung, wenn du keine Sicherungen auswechseln willst.
  • Heizung: Wenn du im Winter unterwegs bist, musst du dich auf nächtliche Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt einstellen. Mit zwei Decken und einem Wärmepflaster im dicken Pyjama war das aber kein Problem. Alternativ kannst du bei Indiecamper günstig einen elektrischen Heizofen mieten, den du allerdings nur nutzen kannst, wenn du an eine externe Stromquelle angeschlossen bist.
  • Anreise: Wenn du keine endlosen Zug- oder Busfahrten magst, wirst du vermutlich mit dem Flugzeug anreisen. Wähle dazu am besten Madrid als Zielflughafen aus, da es in die Hauptstadt relativ viel günstige Flüge gibt. Siehe auch meine Tipps bei der Recherche nach günstigen Flügen. Zudem befindet sich hier die nächste Abholstation des Campingbus-Anbieters.
Die dünn besiedelte Extremadura hat nur wenig Verkehr.
Zwischenstopp auf dem Weg nach Guadalupe, um die Mails zu checken….

Meine Erfahrungen mit Indie Campers

Nachdem ich bereits im Jahr zuvor eine Woche mit Indie Campers in Portugal unterwegs war, wusste ich in etwa, was mich auf meinem Roadtrip erwarten würde. Hier meine Erfahrungen.

Eine Mitarbeiterin holte mich am Flughafen zur vereinbarten Zeit ab. Gemeinsam fuhren wir zur zehn Minuten entfernten Abholstation. Dort erfolgte eine ausführliche Einweisung in die Nutzung des Fahrzeuges. Dabei war zu sehen, dass der Vermieter aus den Schwachpunkten lernte und die Camper noch etwas benutzerfreundlicher und vor allem optisch ansprechender gestaltete.

Unser Sporty war etwa ein halbes Jahr alt und hatte gerade einmal 20.000 Kilometer auf dem Zähler. Entsprechend war das Fahrzeug sowohl technisch wie auch optisch in einem hervorragenden Zustand.

Der Camper  verfügte über zwei ausziehbare Doppelbetten, wobei das obere Bett wegen der kaum vorhandenen Kopffreiheit eigentlich nur für Kinder geeignet ist. Positiv überrascht hat mich, dass die Fahrzeuge mit Bettzeug ausgestattet sind. Es ist also nicht nötig, einen Schlafsack mitzubringen.

Der Van hat zudem ein simples Waschbecken, eine strombetriebene Kühlbox sowie einen aufklappbaren Campingtisch. Toll fand ich die vielen USB-Anschlüsse, die dafür sorgen, dass dir bei der Elektronik nie die Energie ausgeht. Der Gaskocher ist nicht fest verbaut.

Die Rückgabe verlief schnell und problemlos. Die Angestellte warf nur einen flüchtigen Blick auf allfällige Schäden und den Benzinstand, dann unterzeichnete sie die Schadensfreiheit. Wir wurden anschliessend wahlweise zur nächsten Metrostation oder zum Flughafen gebracht.

Auf einer der wenigen ungeteerten Nebenstrassen.
Der Camper. Das obere Bett ist ziemlich eng und eignet sich fast nur für Kinder.

Fazit

Die Extremadura bietet eine unglaublich grosse Vielfalt. Obwohl die Städtchen und Dörfer durchwegs klein sind, hat doch jeder Ort, den ich besucht habe, ein eigenes Flair. Zudem hat die Region wunderschöne Landschaften, die allerdings ohne Mietwagen oder Camper umständlich zu erreichen sind.

Positiv überrascht hat mich, wie campingfreundlich die Gegend ist. Die meisten Städtchen haben zentrale Gratisparkplätze, wo Camper übernachten dürfen. Duschen findet man auf den preiswerten Zeltplätzen, die es ebenfalls in der Nähe aller wichtigen Reiseziele gibt.

Während sich der frühe November tagsüber als perfekte Reisezeit mit sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen entpuppte, wurde es nachts empfindlich kühl. Der Oktober wäre wohl die bessere Wahl gewesen.

Obwohl ich eine ganze Woche durch die Extremadura gekurvt bin, habe ich nicht alles gesehen, was mich interessiert hätte. Insbesondere die Burgen entlang der Grenze zu Portugal hätte ich gerne besucht.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich früher oder später wieder einmal in diesem Teil von Spanien unterwegs sein werde.

 

Hinweis: Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von Camper-Vermieter IndieCamper und dem spanischen Fremdenverkehrsamt. Ausserdem enthält er vereinzelt Affiliate-Links.

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Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

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10 Kommentare

    1. Weil es sie beim Modell „Sporty“ nicht gibt. Du kannst zwar preiswert einen elektrischen Heizofen mieten, aber der funktioniert nur, wenn du irgendwo am Stromnetz angeschlossen bist. Solange du auf Campingplätze gehst, ist das kein Problem. Aber irgendwo am Waldrand gibt es eher selten Steckdosen. Die Alternative, den Motor die ganze Nacht durchlaufen zu lassen, fand ich dann auch nicht so ansprechend. Aber mit zwei Decken oder in einer etwas wärmeren Jahreszeit geht das gut…

  1. Ein sehr informativer, toll bebildeter Bericht! Ich hab‘ mal ein Jahr in Madrid gelebt und während dieser Zeit sehr viel vom Land gesehen – die Extremadura habe ich aber aus mir unerfindlichen Gründen leider ausgelassen.
    Das muss ich also unbedingt nachholen, und ja, warum nicht, vielleicht auch als Camper.
    Muchas gracias por la inspiración!
    Sandra

    1. Vielen Dank für das Lob Sanda,

      bei den vielen grossartigen Reisezielen, die es in Spanien gibt, ist es verständlich, dass die Extremadura nicht so vielen als erstes in Sinn kommt. Aber wer schon ein paar Ecken kennt, dem kann ich die abgelegene Region durchaus ans Herz legen. Und mit dem Camper erst recht.

      Liebe Grüsse,
      Oli

  2. Das ist ja ein Wahnsinn, Oliver, wie viel Mühe und Aufwand in Deine großartigen Beiträge fließt. Ich habe auch eine Beziehung zu Spanien, in die Region Extremadura habe ich es aber nie geschafft und mir über diesen Landstrich auch immer nur gemerkt, dass dort nüscht wächst und er scheinbar eher lebensunfroh ist. Danke, dass Du meine Vorurteile mit umfangreichen Infos und wundervollen Bildern aus der Welt geräumt hast!

    1. Hi Susanne,

      die Extremadura war – wenn ich das richtig verstanden habe – lange das lebensfeindliche Armenhaus von Spanien, aus der die Menschen in die wohlhabenderen Regionen abgewandert sind. Aber in den letzten Jahren hat sich dort viel zum Besseren gewendet. So wächst die Wirtschaft in der Extremadura vergleichsweise schnell, was wohl auch den Investitionen der EU zu verdanken ist. Ich hatte bei meinem oberflächlichen Besuch den Eindruck, dass es den Leuten einigermassen gutgeht.

      Liebe Grüsse,
      Oli

      PS: Vielen Dank fürs Lob 🙂

  3. Wir sind an einem einzigen Tag durch die Extremadura gebrettert, auf dem Weg von Madrid nach Lissabon. Zum Glück hat es zu einer kleinen Wanderung zwischendurch gereicht, durch ein Naturschutzgebiet mit (halb)wilden Pferden, unheimlich vielen Vögeln und ganz eigentümlicher Landschaft. Leider weiß ich aus dem Kopf nicht mehr, wo genau das war. Wunderschön jedenfalls!
    Danke, dass du mir die tollen Erinnerungen wieder hoch geholt hast! (Wenn ich mich jetzt auch ärgere, dass wir uns nicht mehr Zeit für die Städte genommen haben…)

    Liebe Grüße,
    Lena

    1. Hi Lena,

      das Naturschutzgebiet klingt ein bisschen wie Los Barruescos in der Nähe von Cacares. Das ist auch recht gut erreichbar, wenn man auf der Autobahn durchfährt.

      Egal wie lange eine Reise ist: Ein bisschen etwas verpasst man immer. Aber die Region ist ja von Madrid aus sehr gut zu erreichen und ideal für eine Rundreise von einer bis zwei Wochen. Das kannst du also locker irgendwann noch nachholen.

      Gruss,
      Oli

  4. Toll finde ich, dass es in den Städten Gratisstellplätze gibt. Das hat mich auf unserer Reise durchs Maintal vor zwei Jahren vor allem in den größeren Städten ziemlich gestört, weil man dort das Fahrzeug meistens nur ziemlich weit außerhalb stehen lassen konnte. Das kostete viel Zeit bei den Besichtigungen.

    1. Ja, das mit den Stellplätzen macht die Region tasächlich noch ein Spürchen attraktiver als sie eh schon ist. Die Stellplätze sind ja nicht nur zentrumsnah und kostenlos, sondern verfügen teilweise auch über Pumpen für die Toiletten. In Portugal haben sie übrigens teilweise für Camper auch Steckdosen und Duschen. Das ist dann sogar noch eine Stufe besser.

      Deutschland hingegen ist für Roadtrips eine Katastrophe. Absolut undurchsichtige Regeln für Dieselfahrzeuge, nur teuere Parkplätze in der Nähe des Zentrums von der Misere bei den Stellplätzen gar nicht zu reden. Und nun soll ja auch noch die Ausländer-Maut kommt…

      Deutschland aber auch die Schweiz haben es in den letzten Jahren geschafft, sich für Roadtrips sehr unattraktiv zu machen.

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