Freitag, 15. Dezember 2017
Home » Allgemein » Diese sechs Dinge haben mich in Indonesien genervt

Diese sechs Dinge haben mich in Indonesien genervt

Besinnlich: Tempel auf Bali. Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de
Besinnlich: Tempel auf Bali. Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Heute ist der letzte Tag meiner sechswöchigen Reise durch Indonesien. Das möchte ich zum Anlass für einen kurzen Rückblick auf meine Zeit im Land nehmen. Vorweg: Ich fand Indonesien grandios. Dennoch gab es sechs Punkte, die mich immer mal wieder ein bisschen genervt haben. Hier die Liste.

Punkt 1: Der öffentliche Verkehr ist eine Katastrophe

Das Problem: Ich war in Indien, Nepal und Laos und weiß, was schlechte Straßen sind. Wenn ich den öffentlichen Verkehr als eine Katastrophe bezeichne, dann meine ich damit nicht, dass die Züge unpünktlich und dass die Straßen voller Schlaglöcher sind.  Nein, was mich nervt: Einen öffentlichen Verkehr gibt es oftmals schlicht überhaupt nicht. Bali war in dieser Hinsicht am Schlimmsten: Weil die Inselbewohner vergleichsweise wohlhabend sind, kann sich praktisch jeder einen eigenen Roller leisten.

Für die Menschen vor Ort mag das gut sein. Doch als ich auf dem Flughafen ankam, hatte ich die Wahl zwischen einem massiv überteuerten Taxi oder einen rund 20-minütigen Fußmarsch zur Schnellstraße in der Nähe des Flughafens, wo einer der beiden (!) Nahverkehrslinien von Denpasar vorbeiführt.  In vielen für Touristen interessanten Gebieten gibt es  gar keine Busse. Wer beispielsweise auf Lombok von Senggigi auf die Gili Inseln will, muss ein Auto chartern.  Das gleiche gilt in Java für den Besuch der bezaubernden Ijen-Hochebene: Auf den letzten zehn Kilometern gibt es keinen Bus.

Was ich dagegen tue: Ein Teil des Problems besteht darin, dass die Alternative Automiete oder Taxifahrt für indonesische Verhältnisse horrend teuer ist.  Für die zehn Kilometer zum Vulkan Ijen wollten die frechen Motorradfahrer 100.000 Rupien, was mehr als das Fünffache von der  viel längeren Anreise war.  Um mich weniger zu ärgern, rechne ich in so einem Fall die Beträge in Schweizer Franken (oder teilweise in chinesische Yuan) um und stelle fest: Wegen zehn Dollar muss ich mir nicht die Urlaubslaune verderben.

Sinnvoller ist es jedoch, das Übel an der Wurzel anzugehen.  Flüge sind in Indonesien unglaublich günstig und für 20 bis 30 Euro kannst du leicht einen Tag im Bus oder auf der Fähre vermeiden. Auf Bali mieten sich die meisten Touris einen eigenen Roller, was für rund fünf Dollar pro Tag nicht nur spottbillig ist, sondern auch die ultimative Flexibilität erlaubt. Ich hab das nicht getan und musste teilweise sehr lange auf Bemos (Kleinbusse) warten.

Im Verlaufe der Zeit habe ich mit etwas Widerwillen festgestellt, dass Touristendeals  und Touren oft sehr viel besser sind, als sie zunächst aussehen. In Yogyakarta werden beispielsweise an allen Ecken Touren angeboten, die über den Bromo- und den Ijen-Vulkan nach Bali führen. Mit so einer Tour büßt du natürlich ein Stück deiner Freiheit ein. Aber letztlich sparst du nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld, wenn du dich einer Gruppe anschließt.

Punkt 2: Nicht überall wo WiFi draufsteht, ist WiFi drin

Stecker gezogen: Das Internet funktioniert oft nur sehr langsam oder gar nicht. Foto: S.Geissler  / pixelio.de
Stecker gezogen: Das Internet funktioniert oft nur sehr langsam oder gar nicht. Foto: S.Geissler / pixelio.de

Das Problem: Auch wenn ich den Begriff nicht so sehr mag,  bin ich doch mindestens teilweise ein digitaler Nomade. Das heißt, ich generiere einen Teil meiner Einkünfte über diesen Blog. Daher ist eine gute Internetverbindung für mein Wohlbefinden wichtig. Zwar werben sehr viele Hostels und Restaurants, die sich auf ausländische Besucher konzentrieren, mit dem WiFi-Zeichen. Doch in den seltensten Fällen funktioniert die Verbindung einwandfrei. Adresskonflikte und fehlende Konnektivität sind an der Tagesordnung. Im Hotel ist es in der Regel möglich, um ein Reboot des Routers zu bitten. In den Restaurants ist es den Angestellten jedoch meist  egal, ob ich meine Mails checken kann oder nicht.

Was ich dagegen tue: Nach einigen Tagen in Indonesien habe ich festgestellt, dass ich sehr viel schneller im Netz bin, wenn ich zum Surfen ganz einfach den Datenplan meines Handys verwende. Bei meinem Samsung Handy heißt das Zauberwort Tethering. Damit kann ich einen eigenen Hotspot einrichten, über den ich meinen Laptop mit dem Internet verbinde.

Dazu brauche ich natürlich eine lokale SIM-Karte. Die lässt sich aber sehr leicht an allen Ecken erwerben und ist spottbillig. Ich hatte eine Karte von Telkomsel für etwa einen Dollar gekauft und war damit eigentlich ganz zufrieden. Sie hatte allerdings kein Guthaben und ich musste sie regelmäßig nachladen. Wer länger im Land ist, erwirbt besser eine etwas teurere Karte. Andere Reisende hatten SIM-Cards für 5 Dollar gekauft und konnten auf ein Datenvolumen von mehr als einem Gigabyte zurückgreifen.

Punkt 3: Es mangelt an Massenschlafsälen

Das Problem: Weil die Unterkünfte in Indonesien insgesamt recht günstig sind, gibt es nur an wenigen Orten Jugendherbergen oder Hostels mit Massenschlafsälen. Nebenbei bemerkt: Das beste Backpacker-Hostel habe ich in Malang entdeckt. Das Besondere war dort, dass es im Massenschlafsaal Doppelbetten für Paare gab. So etwas habe ich sonst noch nirgendwo gesehen.

Günstig und gesellig: In Indonesien gibt es vergleichweise wenig Massenschlafsäle. Foto: O. Zwahlen
Günstig und gesellig: In Indonesien gibt es vergleichweise wenig Massenschlafsäle. Foto: O. Zwahlen

Ob das ein Negativpunkt ist oder nicht, muss jeder für sich selber entscheiden. Doch durch diesen Mangel gibt man als Alleinreisender in Indonesien mehr für die Unterkünfte aus als im ansonsten recht viel teureren Malaysia. Ich bevorzuge Dorms allerdings auch unabhängig vom Spareffekt, da man in den Gemeinschaftszimmern sehr leicht andere Reisende kennenlernt.  Seit iPads und Laptops in fast jedem Rucksack anzutreffen sind, finde ich es zunehmend schwierig, mit anderen Gästen in der Lobby ins Gespräch zu kommen.

Was ich dagegen tue: Nichts, schließlich kann ich keine Hotels aus dem Boden zaubern. Was ich aber festgestellt habe:  Seit einigen Jahren finde ich aus unerklärlichen Gründen in der Backpackerbibel Lonely Planet immer seltener Massenschlafsäle – und dies obwohl es sie geben würde.

Seither frage ich wieder vermehrt andere Reisende nach geselligen Unterkünften und bemühe hin und wieder auf die Hostelvergleichsportale, die ich übrigens hier vor einiger Zeit einmal mit einander verglichen habe.

Punkt 4: Ausländer zahlen in Indonesien häufig das Vielfache

Das Problem: Ausländische Touristen werden in ärmeren Ländern gerne als mobile Bankomaten angesehen, aus denen man nach Lust und Laune Geld saugen kann. Das ist in Indonesien nicht anders als in vielen anderen Weltregionen.  Dennoch: Ich habe den Eindruck, dass der Bule-Preis in Indonesien stärker verbreitet ist als in anderen Ländern. Das führt sogar soweit, dass Einheimische in einzelnen Fällen zusammenhalten, um einen Touristen abzuzocken.

Preisverhandlungen gestalten sich oft etwas mühsam, weil indonesische Verkäufer eine Verhandlung nicht gerne mit einer konkreten Zahl beginnen, sondern fragen, was man zu zahlen bereit ist. Die Absicht ist klar: Auf diese Weise können sie besser abschätzen, ob das Gegenüber eine Ahnung vom angemessenen Preis hat.

Was ich dagegen tue: Nach Möglichkeit kaufe ich in vertrauenswürdigen Läden ein, wo Waren angeschrieben sind wie beispielsweise im Indomaret oder im Alfamarket.  Das garantiert mir zwar nicht immer den besten Deal. Aber ich muss keine Zeit mit mühsamem Feilschen verbringen.

Wenn ich doch etwas kaufen möchte, von dem ich den Preis nicht kenne, nenne ich zunächst einen lächerlich tiefen Betrag und laufe davon. Lässt mich die Verkäufer gehen, lag ich wohl tatsächlich zu tief. Nun ziehe ich das gleiche Spiel beim nächsten Händler mit einem leicht höheren Preis durch. Sobald ich in der Gewinnzone bin, schlägt mein Gegenüber ein und ich habe mit großer Wahrscheinlichkeit einen guten Preis ausgehandelt.

Punkt 5: Nach einem Monat wird das Essen etwas monoton

Das Problem: Eins vorweg: Ich liebe indonesisches Essen. Nasi Goreng und Mi Goreng finde ich super lecker. Aber was bei mir wirklich ganz oben steht, sind die Restaurants, wo man an einem Buffet auswählen kann, was man will. Oft gibt es dort gebratene Hühnerschenkel, scharfen Fisch oder leckeres Rendang.

essen

Dennoch: Nach etwa zwei bis drei Wochen kam in mir das Gefühl auf, dass sich die Gerichte ständig wiederholen.  Dass praktisch jedes Guesthouse Banana Pancakes, ich nicht einmal besonders mag, zum Frühstück anbietet, verstärkt dieses Gefühl nur.

Was ich dagegen tue: Ich habe die Reiseroute so zusammengebastelt, dass sich Bali etwa in der Mitte meines Trips befand.  Denn auf der bekannten Ferieninsel ist man auf internationale Gäste und deren Vorlieben eingestellt. Sei es in Seminyak, Ubud oder auch in kleinen Orten: Es gibt überall eine grandiose internationale Küche, mit der du die Monotonie im Speisealltag zeitweilig unterbrechen kannst.

Punkt 6: Nach 5 Uhr kannst du nicht mehr schlafen

Das Problem: Indonesien ist ein vorwiegend islamisches Land, was ein paar Vor- aber auch ein paar Nachteile mit sich bringt.  Da ich selten Alkohol trinke, stört es mich nicht, dass man Biers und Cocktails nur an ausgewählten Orten findet. Was mich aber nervt: Die frühen Morgengebete, die teilweise eine halbe Stunde oder länger über die Städte schallen.

Während ich dieses akustische Lokal-Kolorit tagsüber schätze, nervt mich der Gesang am Morgen. Ich glaube, es braucht wirklich eine Menge Toleranz oder einen sehr gesunden Schlaf, um sich nicht zu stören. Um das Ganze noch etwas in den Kontext einzubetten, muss ich vielleicht erwähnen, dass ich während des Fastenmonats unterwegs war und die Gebete länger, lauter und insbrünstiger waren.

Was ich dagegen tue: Ich gebe gerne etwas mehr für meine Unterkünfte aus und wähle ein Zimmer mit einer Klimaanlage. Diese haben in der Regel gut verschließbare Fenster, die den Lärm von außen spürbar abdichten. Desweiteren schaue ich beim Hinweg zur Unterkunft die Umgebung etwas genauer an: Befindet sich direkt neben dem Hotel eine Moschee, suche ich mir ein anderes Hotel.

Schlussbemerkung

Ich finde Indonesien ein wirklich grandioses Reiseland und ich weiß bereits jetzt, an meinem letzten Tag hier, dass ich bald wieder in dieses wunderbare Inselreich mit seinen grandios netten Menschen zurückkehren werde. Ich kann Indonesien wirklich nur wärmstens empfehlen. Doch wer weiß, auf was er sich einlässt, kann sich entsprechend auf seinen Trip vorbereiten und wird am Ende ein besseren Reiseerlebnis haben.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

22 Kommentare

  1. Hallo Oliver,

    es ist noch nicht allzu lang her, dass ich aus 3 Wochen Bali zurück gekommen bin und ich musste bei deinem Artikel sehr schmunzeln.
    Ja. Der Verkehr ist chaotisch. Wir hatten uns eines dieser sehr günstigen Mopeds ausgeliehen – sehr spannend war das. Linksverkehr + all die anderen Roller + Autos + Hunde… aber wir haben überlebt. 😉
    Ja. Wifi ist so ne Sache. Das ist in vielen Restaurants bestimmt ein guter Punkt um Touristen in seinen Laden zu locken – aber nur weil’s draußen dran steht, heißt das noch lange nicht, dass man drinnen auch Internet hat.
    Und ja – als Tourist kriegt man manchmal Preise für den Start der Verhandlung angeboten – holla. Da hatten wir Glück, dass wir meistens einen balinesischen Fahrer hatten, der uns vorher schon mal gesagt hat, was ein „normaler“ Preis ist – und vermutlich war auch der noch ein Stück zu hoch. 😉

    Dennoch ist Bali ein faszinierendes Land und eine wunderschöne Insel. Ich würde sofort wieder hin fahren!

    Liebe Grüße,
    Karina

    • Ja, ich fand Bali toll, aber am besten hat es mir auf Sulawesi gefallen. Trotz den genannten etwas nervigen Punkten ist für mich klar, dass das nicht meine letzte Reise nach Indonesien war. Insbesondere Papua und Flores reizen mich noch sehr. Vielleicht nächstes Jahr…

  2. Interessanter Ansatz für einen Artikel. Verringert meinen Neidfaktor ein wenig − dafür Danke! 😉

    Hatte der Ramadan Auswirkungen auf’s Essen? Weniger, abends mehr, kleinere Auswahl?

    Schönen Gruss,

    Dirk

    • Ich weiss natürlich nicht, wie sonst gewesen wäre. Aber wenn ich nicht gewusst hätte, dass Ramadan ist, dann wäre es mir vielleicht gar nicht aufgefallen. Es gab überall auch tagsüber kleine Läden, wo ich was zum Essen kaufen konnte. Nur am ersten Tag in Senggigi auf Lombok war mit Ausnahme von den Restaurants in den Guesthouses alles zu.

  3. Super Artikel! Auch Deine anderen über Indonesien! Half uns sehr für unsere Reisevorbereitungen und Planung… Wir freuen uns vor allem auf Sulawesi und die Togean Islands! 😉
    Liebe Grüsse

    • Da dürft ihr euch auf etwas freuen. Die Togean-Inseln haben mir sehr gut gefallen.

      Habt ihr übrigens gesehen, dass ich im Forum auch was zu den Unterkünften auf Kadidiri geschrieben habe: http://www.traveltalk.weltreiseforum.com/topic14371.html Das könnte für euch evtl. nützlich sein.

      • Kadidiri ist ja doch ein wenig viel los. Wir sind noch ein Stückchen weiter gefahren und zwar Sifa Cottages (4,5 Stunden von Wakai) und auf dem Weg zurück Fadhilah Bungalows (1,5 Stunden von Wakai). Sifa ist sehr einfach aber direkt am Strand wunderschön zum Schnorcheln – da konnte man sich auch nach 1 Stunde noch nicht losreißen. Fadhilah hat mir ausnehmend gut gefallen, nette Unterkünfte, gute Küche mit abwechslungsreichem Essen und engagierte Menschen im Kampf gegen Plastik und Thorny Seastar.
        Togeans werde ich sicher noch mehrmals besuchen. Eventuell bereits in diesem Jahr wieder.

        Deine 6 nervenden Punkte sind schon wahr aber man soll sich nicht nerven lassen. Ein wenig die indonesische Gelassenheit annnehmen und genießen und nicht aufregen. Mir ist die Gelassenheit so in Fleisch und Blut übergegangen, daß mich auch zu Hause nichts mehr aufregen kann. Allerdings bin ich jährlich um die 6 Monate in Indonesien. Das Handeln lernt man mit der Zeit. Ich erkundige mich aber auch immer zuerst bei einheimischen Freunden wie teuer etwas sein darf und dann ziehe ich los und handel. Beim Handeln beobachte ich immer die Augen des Verkäufers, da merkt man am besten, wann der Handel abgeschlossen werden sollte. Wichtig ist, eine private Atmosphäre schaffen – über Familie sprechen usw.

        • Hi Hella,

          vielen Dank für deine Tipps. Ich kann mir gut vorstellen, dass es hinter Kadidiri noch viele andere schöne Ecken gibt. Sollte ich noch einmal auf die Togeans gehen, dann würde ich diese Region sicherlich auch besuchen. Im letzten Jahr blieb ich ne Woche auf Kadidiri hängen und hatte danach nicht mehr genügend Zeit für den Rest.

          Zum Thema viel los: Kadidiri ist sicherlich der Strand mit dem meisten Besuchern, wobei das saisonal schwankt. Bei mir gab es etwa 20 andere Gäste. Ich denke, es kommt drauf an, was man sucht und wie man unterwegs ist. Ich war alleine unterwegs und hatte deswegen nicht das Bedürfnis, ganz alleine auf einer Insel zu hocken. Bei einem romantischen Honeymoontrip hätte ich mir vielleicht einen anderen Strand ausgesucht.

          Inzwischen habe ich übrigens zu Kadidiri einen eigenen Beitrag geschrieben. Siehe hier: http://weltreiseforum.com/blog/kadidiri-wo-selbst-das-nichtstun-zu-viel-ist/

          Gruss,
          Oliver

  4. Saskia & Ilham von Marapulai

    Hallo,

    wir lieben auch Indonesien. Mein Mann ist Indonesier. Momentan sind wir in Deutschland, da ich noch an der Magisterarbeit schreibe. Aber danach wollen wir für eine Weile nach Indonesien. Wir haben auch eine eigene Schuh-Marke mit einer indonesischen Landkarte als Sohle. 🙂 Guckt doch mal rein.

    Aber eigentlich wollte ich nur zum Thema Essen schreiben, dass das leckere Essen „Rendang“ heißt und es zu den verschiedenen Uhrzeiten die verschiedenen Gerichte gibt. Ich weiß nicht, ob dir das so klar war. Aber natürlich ist es während dem Ramadan schon anders. Da gibt es nicht so viel Angebot wie sonst.
    Hast du am späten Nachmittag das leckere Kwetiau (Nudeln aus Reis) oder das süße Martabak probiert?! Gebäck in verschiedenen Variationen… ich liebe Martabak manis mit Schokolade und Nüssen! 😉

    Liebe Grüße
    Saskia

    • Hallo Saskia,

      vielen Dank für den Hinweis auf den Tippfehler. Ja, ich wusste, dass das Essen „Rendang“ und nicht „Redang“ heisst. Aber bei den eigenen Texten übersieht man leider leicht die Fehler. Habs gerade geändert.

      Du hast schon recht: Es gibt natürlich mehr Gerichte, als ich hier aufgeführt habe – oft ja auch lokale Spezialitäten. Reisnudeln habe ich versucht, aber ich mag die nicht so gerne. Martabak fand ich hingegen super lecker. Ebenfalls ganz toll fand ich diesen Avocado-Schokoladen-Shake, den es an ganz vielen Orten gibt. Weisst du den Namen davon?

      Trotzdem hatte ich gegen Ende der Reise so ein bisschen das Gefühl, dass sich die Speisen ständig wiederholen. Ich muss allerdings hinzufügen, dass ich vielleicht etwas befangen bin: zuvor hatte ich mehrere Jahre in China gelebt. Es gibt ja vermutlich kein zweites Land mit einer so grossen kulinarischen Vielfalt wie China.

      Gruss,
      Oli

      PS: Coole Schuhe, aber das mit der Landkarte habe ich nicht verstanden.

  5. Hallo,

    natürlich gibt es Dinge die Nerven. Aber manche Deiner Punkte finde ich schon übertrieben. Wenn man nach Indonesien (gilt auch für viele andere Länder) reist ist es halt so. Was Solls. Ich finde das sind irgendwie Luxusprobleme. Gut, mit den Preisen geb ich Dir schon recht, aber man kennt die ja nach einiger Zeit.

    Seien wir doch froh, dass wir die Möglichkeit haben nach Indonesien zu reisen. Ich finde, je weniger chaotisch, je angenehmer und einfacher so ein Land zu bereisen ist, um so mehr Touris kommen auch dort hin (wollen wir das?) und weniger Abenteuer erleben wir.

    Natürlich gibt es Situationen, in denen der Transport nicht klappt. Wir haben mal in Kalimantan einen Holztransporter angehalten oder sind mit einem Versorgungsschiff für Holzfäller gefahren oder haben in Hütten von Holzarbeitern übernachtet – das war alles umständlich – aber ein Erlebnis, denn welcher Tourist macht so etwas schon?

    Was die Muezzin-Rufe angeht, OK nicht schön – aber dann denke ich mir, dass uns ja niemand zwingt, dorthin zu reisen. Ach, ja in Thailand musste ich mal tagelang Beten, Singen und Trommeln (natürlich mit Lautsprechern) ertragen. Teilweise um 2 – 3 Uhr in der Nacht.

    Nur mal so meine Überlegungen – ja manches nervt, aber das Reiseerlebnis überwiegt.

    Schöne Grüße
    Volker

    PS: Schönes Blog. Gefällt mir. Das WordPress-Theme (Sahifa) habe ich mir auch vor ein paar Tagen zugelegt (stammt aus einem muslimischen Land 🙂 ). Ich werde es demnächst auch für mein Blog nutzen.

    • Hallo Volker,

      besten Dank für deinen Kommentar. Deinem Schlusspunkt „Ja, manches nervt, aber das Reiseerlebnis überwiegt“ kann ich mich voll und ganz anschliessen. Es ist ja nicht so, dass ich ständig voll angepisst durchs Land gegangen wäre. Im Gegenteil: Ich fand Indonesien super und ich werde das Inselreich ganz sicher wieder einmal besuchen.

      Ja, Sahifa finde ich recht cool. Allerdings bin ich am überlegen, mir doch ein anderes Theme zuzulegen. Insbesondere finde ich es inzwischen nicht mehr so toll, die Rubriken in eigenen Blöcken zusammenzufassen. Auch wenn ich bis zu 10 Texte pro Monat schreibe, habe ich trotzdem das Gefühl, als würde auf dem Blog nicht viel laufen. Ausserdem bin ich mit der Bildschärfe im Slider oben nicht so ganz zufrieden. BTW. Aus welchem Land stammt Sahifi eigentlich?

      Gruss,
      Oliver

  6. Bei vielem den meisten Dingen kann ich dir zustimmen, allerdings nerven mich die Muezzin Rufe überhaupt nicht. Ich mag sie sogar und vergleiche sie gerne. Manche sind ja manchmal ein schönes Singsang und wieder andere hören sich dann nicht so schön an.

    Aber ich würde deiner Liste noch einen Punkt hinzufügen, der meiner Erfahrung nach in Indonesien am allermeisten nervt: Fotos. Ich bin es mir gewohnt, dass ab und zu jemand mal ein Foto mit mir will. Als Frau, blond, blaue Augen und weisse Haut ziehe ich in Asien nun mal die Blicke auf mich und mich stört es auch gar nicht, für Fotos zu posieren. Aber noch nie habe ich das so extrem erlebt wie in Indonesien. Es ist richtig krass. Bei Sehenswürdigkeiten wie Tempeln oder auch auf Vulkanen, kann ich kaum Ja zu einem Foto sagen. Denn dann kommen aus allen Ecken Leute angerannt und wollen auch ein Foto. Ich stehe dann eine halbe Stunde da und lächle in die Gegend. Ich habe angefangen Nein zu sagen, obwohl dann manche Leute echt angepisst waren. Aber mit der Zeit wurde es mir einfach zu anstrengend.
    Das mit den Footos nervt für mich in Indonesien am meisten!

  7. Das Problem mit dem feilschen ist wohl die nervigste Sache beim Reisen. Mich stört es sehr, dass Verkäufer nicht von Anfang an sagen was der richtige Preis ist. Besonders in solchen Ländern wo Muslime leben erwarte ich mehr Transparenz was Preise betrifft. Ehrlichkeit ist ein Gebot im Islam.
    Anschließend schießen sie sich selbst ins Knie wenn sie für den Touri nicht Transparent sind. Denn der geht dann einfach in einem Supermarkt einkaufen.

  8. Oh ja … da kommt bei mir auch vieles wieder hoch aus den Erinnerungen! Bali war mir ein bisschen zu laut, aber die Menschen waren toll. Bis auf die Männer, die wollten mich alle heiraten. Ach das war irgendwie nervig. Nur gut, das meine Brüder dabei waren … die hab ich als meine Ehemänner ausgegeben! Dann war das zu ertragen.

  9. Hi,
    “Um mich weniger zu ärgern, rechne ich in so einem Fall die Beträge in Schweizer Franken (oder teilweise in chinesische Yuan) um und stelle fest: Wegen zehn Dollar muss ich mir nicht die Urlaubslaune verderben.”
    Lustiger Satz. Du rechnest in CHF um und kommst dann auf Dollar…

    Ich gebe Dir in einigen Dingen recht, Indonesien kann sehr anstrengend sein (ich selber habe 1,5 Jahre auf Gili Air gelebt). Kurze Info zu den Taxen am Flughafen Bali: es gibt einen offiziellen Taxistand direkt links neben dem Hauptausgang zu halbwegs akzeptablen Festpreisen. Man findet aber immer einen Taxifahrer, der sich auf ein faires Abkommen festlegt. Grundsätzlich gilt: nur mit Bluebird fahren, die haben einen Taxameter.
    Man sollte bei den Taxis aber auch folgendes im Hinterkopf behalten: die Taxifahrer sind alle freie Fahrer, ohne Festgehalt. Jeder muss für das Taxi zahlen, es wird quasi nur täglich gemietet und kostet einfach extrem viel für die Fahrer. Daher gibt es auch sehr viele Fahrer, die 24 Stunden am Tag fahren und nur in den wenigen Stunden in den frühen Morgenstunden zum Schlafen (im Taxi) kommen, viele sehen ihre Familien über Wochen kaum. Sind es ungebundene Fahrer (kein Bluebird), dann kann man mit diesen auch einen Fahrdienst ausmachen, Rundreisen oder Hol- und Bringdienste.
    Wer einen verlässlichen Fahrer sucht, der kann sich an meinen „Stammfahrer“ Wayan wenden:
    wayanbalitransport@gmail.com. Schöne Grüße von Thomas aus Österreich…

  10. 1. Für einen Fahrer zahlt man bei Gott nicht viel. Vielleicht fragt man halt 2 / 3 verschiedene bis der Preis passt.
    2. Land geniessen statt ständig WIFI wollen.
    3. Ok, nachvollziehbar. Sie sitzen jedoch wie Punkt 2 zeigt, auch des Öfteren am Laptop/IPad/Smartphone.
    4. Warum sollten die Indonesier gleich viel zahlen wie Touris (wenn man sich eine Reise leisten kann, hat man mehr Geld als fast alle Einheimische). Oder warum sollten Indonesier kein Geld verdienen an den Touris?
    5. In welchem exotischen Land nicht, wenn man Einheimisch essen möchte?
    6. Ich bin gerade ausserhalb des Fastenmonats hier, länger schlafen als 5 Uhr geht

  11. Ja, das stimmt – und ich würde gerne noch einen Punkt dazusetzten – es wird immer und überall gebaut, auch im letzten Eck im hintersten Stück Wald muss noch ein Resort oder ein Bungalow hin. Es ist schade, aber die Insel wird leider den Touristenmassen nicht mehr lange standhalten können 🙁 Und die Baustelle nervt nicht nur weil die Insel zugepflastert wird, sondern halt auch einfach sehr laut ist. Nix mit gemütlich am Pool liegen wenn nebenan der Presslufthammer schlägt…

    • Mit „die Insel“ beziehst du dich vermutlich auf Bali, oder? Indonesien besteht ja aus etwas mehr als bloss einer einzigen Insel… 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.