Dienstag, 26. September 2017
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Fünf Dinge, die mich an Taiwan genervt haben

"I love taiwan" hat ein Gast auf das Fenster meines Hostels geschrieben. Fotos: O. Zwahlen
„I love Taiwan“ hat ein Gast auf das Fenster meines Hostels geschrieben. Fotos: O. Zwahlen

Du möchtest nach Taiwan? Super! Lass dich nicht davon abhalten. Ich habe bisher noch keinen getroffen, der nicht begeistert  zurückkam. Keinen, ausser mir. In diesem Beitrag will ich schildern, wieso mir Taiwan nicht besonders gefiel und was ich das nächste Mal besser machen würde.

Von Reisebloggern wird erwartet, dass sie den Lesern die abgefahrensten Geheimtipps verraten, dass sie stets bestens gelaunt sind und dass sie den Mund halten, wenn sie keines von beidem zu tun bereit sind. Nörgler will keiner lesen. Auch mir ergeht es so: wenn ich lese, wie schlecht es irgendwo war, dann denke ich oft insgeheim: „Da hat dieser Blödmann was falsch gemacht!“

Gut, ich nehme heute böse Kommentare in Kauf und oute mich als Blödmann. Aber die zwei Wochen, die ich im Mai in Taiwan verbrachte, habe ich tatsächlich nicht sonderlich genossen. Mehr noch: Für mich war Formosa die vermutlich grösste Enttäuschung des Jahres. Das lag zum Teil an der Destination, zum Teil aber auch an mir. (Falls dich interessiert, wo ich in Taiwan war, kannst du das hier nachlesen.)

In diesem Beitrag will ich fünf Gründe nennen, wieso ich mit der kleinen Insel nicht so recht warm geworden bin und gebe Tipps, wie du es besser machen kannst. Vergiss bei der Lektüre nicht, dass dieser Text vollkommen subjektiv ist. Viele Taiwan-Reisende kommen begeistert zurück, vollkommen ohne zu nörgeln.

Grund 1: Es regnete ohne Unterbruch

Taipei sei die Hauptstadt des Regens, hat ein Englischlehrer gesagt, den ich in meinem Hostel getroffen habe. In keiner Hauptstadt der Welt würde es mehr regnen als in Taipei, behauptete er. Das stimmt zwar statistisch nicht. Mit 2.134 Millimeter Regenfall pro Jahr liegt die taiwanesische Hauptstadt etwa auf dem Level von Kuala Lumpur und leicht über Bangkok. Aber die Regenmenge ist etwa doppelt so hoch wie in Basel und mindestens vier Mal so hoch wie in Peking – die beiden Orte, wo ich bisher am längsten gelebt habe.

Treue Begleiter in Taiwan: Regen, Pfützen und nasse Füsse.
Treue Begleiter in Taiwan: Regen, Pfützen und nasse Füsse.

Gefühlt stimmte die Aussage des Englischlehrers aber trotzdem. In der Woche, die ich in Taipei verbrachte, hat es nur ganz selten mal für wenige Minuten zu schütten aufgehört. Und auch die paar Tage zuvor hatte ich immer wieder Regen, so dass ich den Ausflug in die Toroko-Schlucht ausliess und auch nicht einen Tag lang mit dem Fahrrad der Ostküste entlang fuhr, wie ich mir das ursprünglich vorgenommen hatte.

Was würde ich besser machen: Ich wusste, dass ich während der Regenzeit in Taiwan sein würde. Aber da es mir terminlich Ende Mai am besten passte, liess ich mich davon nicht abhalten. Aus anderen tropischen Ländern, die ich während der Regenzeit besucht hatte, war ich mir gewohnt, dass es ein paar heftige Schauer gibt und es danach wieder schön ist. Nicht so in Taiwan. Regen, Regen, Regen.

Grund 2: Taiwans Städte sind unglaublich hässlich

Lonely Planet bezeichnet Taipei als das „hässliche Entlein“ Asiens.  Tatsächlich ist die Architektur in Taiwan generell alles andere als schön. Die Wohnhäuser sind fast immer lieblos hingepflanzte Blöcke, deren Aussenwände zum Schutz vor der Feuchtigkeit häufig mit Kacheln bedeckt sind. Trotzdem fordert die hohe Luftfeuchtigkeit ihren Tribut und viele Häuser sind von Moder überzogen. Von der Eisenbahn aus sah ich auch immer wieder halb eingestürzte Gebäude.

Blick auf das Zentrum von Taipei in der Nähe des Hauptbahnhofs.
Blick auf das Zentrum von Taipei in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Historische Städte und alte Dörfer konnte ich keine finden. Tainan, das früher einmal Hauptstadt war, bietet ein paar schöne Tempel und einige wenige interessante Gebäude aus der jüngeren Vergangenheit wie ein japanische Kaufhaus aus der Zeit der Besatzung oder das Feuerwehrmagazin. Doch sobald ich mich von den wenigen Ausnahmen wegbewegte, stand ich wieder zwischen vergammelten Fassaden.

Was ich besser machen würde: Taiwan hat ein paar sehr schöne Ecken, aber Städte und Dörfer gehören generell nicht dazu. Sollte ich noch einmal nach Taiwan gehen, würde ich mich hauptsächlich ausserhalb der Ortschaften in der Natur aufhalten. Taiwan hat offenbar ganz tolle Wanderwegs und Berge – aber dazu muss das Wetter stimmen. Ebenfalls sehr schön fand ich die abgelegenen Strände an der Ostküste, die ich vom Zug aus sah, aber die ich nicht erreichen konnte.

Grund 3: Die tollen Orte sind nur schwer zu erreichen

In Taipei und Kaohsiung befinden sich die beiden besten Metrosysteme, die ich je gesehen habe. Sie sind unglaublich effizient, mit einer klugen Linienführung und einem schönen Design. Darüber hinaus gibt es noch einen relativ guten, aber teuren Expresszug, der an der Westküste entlangfährt. Doch dann hat sich’s schon ziemlich bald mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Bummelzug an der Ostküste.
Bummelzug an der Ostküste.

Die Zuglinie, die einmal rund um die Insel führt, ist langsam und ruckelig. Die Züge fahren relativ selten, sind ziemlich voll (ich musste zwei Mal fast zwei Stunden am Bahnhof auf den übernächsten Zug warten, weil der nächste ausgebucht war) und noch dazu häufig verspätet. Was aber fast noch Wichtiger ist: Viele Orte werden vom Zug gar nicht angesteuert. Du musst also noch langsamere und noch ruckeligere Busse nehmen, die ebenfalls verhältnismässig selten fahren. Vieles ist auch gar nicht erreichbar. Von der Busstation bis zum Schlammvulkan von Wushanding musste ich etwa 45 Minuten lang in der prallen Sonne laufen (einer der wenigen Tage ohne Regen!).

Was ich besser machen würde: Um Taiwan zu entdecken, ist ein eigenes Verkehrsmittel keine schlechte Idee. Beliebt sind Fahrrad-Touren, da Taiwan viele Fahrradwege hat und auf den Überlandstrassen wenig Verkehr  herrscht. Der Nachteil: Die Wege sind oft sehr hügelig, weswegen ich wohl eher ein Motorrad mieten würde. Leider hatte ich meinen internationalen Führerschein nicht dabei und bekam deswegen keinen Roller. Valeria und Adi vom Blog LittleCity.ch haben einen Camper gemietet, was meiner Meinung nach für Taiwan ideal ist und was ich wohl das nächste Mal auch tun würde.

Grund 4: Ich konnte kaum gutes Essen finden

In Taiwan war ich zwei Mal im MacDonalds, habe mich etwa fünf Mal mit Sandwiches aus dem Seven Eleven ernährt und liess eine Reihe von Mahlzeiten zu Gunsten von Keksen aus. Das tat ich nicht etwa, weil ich das so gewollt habe, sondern weil ich Schwierigkeiten hatte, Essbares zu finden. Da ich zuvor immer wieder gehört habe, dass es in Taiwan so grandioses Essen gibt, hat mich das etwas verwundert. Wieso also hatte ich Probleme?

Mangels Alternative: Mein Mittagsmenü in Taipei.
Mangels Alternative: Mein Mittagsmenü in Taipei.

Grandios sind in Taiwan die Nachtmärkte. Sobald es eindunkelt, kann man dort relativ günstig jede Menge Leckereien finden. Nur: Wenn es ununterbrochen regnet, sind die Strassenstände im Freien keine besonders tolle Option. Klassische Restaurants im Innern eines Gebäudes sind hingegen überraschend schwer zu finden und dann meistens sehr teuer.

Erschwerend kam hinzu, dass die Restaurants spät aufgehen, früh schliessen und am Nachmittag kein Essen servieren. Wenn du also erst gegen 14 Uhr in einer neuen Stadt ankommst, musst du entweder bis zum Abend ausharren oder dich mit Junkfood eindecken. Noch schwieriger wird es, wenn du spät abends ankommst. Nach 22 Uhr noch etwas Essbares suchen? Vergiss es!

Was ich besser machen würde: Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Sicherlich im Vorfeld mehr recherchieren und meine Zug- und Busfahrten in die Randstunden legen (oder wie oben erwähnt direkt mit einem Camper unterwegs sein). Und ich würde versuchen, mehr Einheimische um Tipps zu bitten.

Grund 5: Das öffentliche Wifi ist eine Katastrophe

Als Blogger werde ich ohne Internet schnell mal kribbelig. Dass mich das Internet in Taiwan enttäuschte, hing auch mit meinen Erwartungen zusammen. Als ich in China war, lobten immer alle das gute (wohl eher unzensierte) Internet und auf der Berliner Tourismusmesse ITB nannten mir die PR-Verantwortliche für Taiwan eine immens hohe Zahl an kostenlosen öffentlichen Hotspots. Als ich dann aber in Taiwan war, kam die grosse Ernüchterung.

Faktisch nicht zu gebrauchen: Die Gratis-Hotspots in Taiwan.
Faktisch nicht zu gebrauchen: Die Gratis-Hotspots in Taiwan.

In 14 Tagen fand ich keinen einzigen offenen Hotspot. Auch in keinem Bus oder Zug hatte es Wifi. Beim propagierten iTaiwan konnte man sich nur einloggen, wenn man sich zuvor mit dem Reisepass registrierte. Dass in Taiwan meine Internettätigkeiten lückenloser dokumentiert werden können als auf dem chinesischen Festland, war das erste, was mich enttäuschte.

Dass die offenen Hotspots in der Regel nicht funktionierten, war dann die zweite grosse Enttäuschung. Mit dem Handy konnte ich mich meistens einloggen, aber mit dem Computer klappte es so gut wie nie. Dabei lag ich offenbar im Durchschnitt, denn meine nicht repräsentativen Umfrage unter anderen Reisenden ergab, dass ungefähr jedes zweite Gerät mit dem System nicht kompatibel ist.

Was ich besser machen würde: Ich habe mir relativ rasch in einem Handyshop eine lokale SIM-Karte gekauft (auch hier übrigens nur gegen Vorlage des Reisepasses) und das würde ich auch das nächste Mal tun. Die Registrierung dauerte etwa zehn Minuten und die Karte einschliesslich eines Gigabytes Datenvolumen kostet gerade einmal 10 Euro.

Wieso ich Taiwan eine zweite Chance geben würde

Ich weiss, ich weiss. Das klingt alles nicht sehr überzeugend. Es gab jedoch zwei Punkte, die mir an Taiwan sehr gut gefielen:

Erstens empfand ich die Menschen als sehr angenehm. Ich kam mit vielen Einheimischen ins Gespräch und die Leute waren generell sehr freundlich und zuvorkommend. Ausser beim Nationalen Palastmuseum hatte ich auch nirgendwo das Gefühl, dass ich übers Ohr gehauen wurde. Für mich als jemand, der lange auf dem chinesischen Festland lebte, war es spannend zu sehen, dass Teile der Mentalität gleich waren, andere wiederum überhaupt nicht.

Zweitens gibt es in Taiwan und insbesondere auch in Taipei einige super gute Hostels – nur Portugal und Malaysia konnten mich bisher mehr überzeugen. Auf Einladung von Hostelsclub verbrachte ich unter anderem ein paar Tage im Homey Hostel in Taipei, wo ich aus meinem Zimmer eine tolle Aussicht auf die (leider nicht so schöne) Stadt hatte und im grossartigen Gemeinschaftsraum spannende Gespräche mit andern Reisenden führen konnte.

Ich kann mir vorstellen, noch einmal nach Taiwan zu fahren. Am besten mit einem Camper ausserhalb der Regenzeit. Und ich kann mir vorstellen, dass mir jene Reise dann auch besser gefallen würde.

Hier gehts weiter mit dem grossen Ländervergleich zwischen Japan, Korea und Taiwan!

Zum ersten Mal hier? Dann lese hier, worum es in diesem Blog geht. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann solltest du dich unbedingt beim monatlichen Newsletter einschreiben, damit du künftig nichts mehr verpasst.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

22 Kommentare

  1. Hallo,
    sehr interessant und aufschlussreich. Auch negative Artikel können interessant sein und finde es auch gut Sachen anzusprechen, die einem nicht gefallen haben (ich werde das übrigens bei meiner Indonesien-Reise bei den Gili Inseln machen, die so hochgejubelt werden).
    Taiwan steht auch noch auf der Reiseliste. Werde das als „Ausflug“ von China dann machen. Was ich bisher weiss, ist dass es mit der Natur punkten kann.
    Lg Thomas

    • Oliver Zwahlen

      Hallo Thomas,

      ich finde ja, dass dieser Artikel letztlich gar nicht besonders negativ ist. Immerhin nehme ich ja einen Teil dar „Schuld“ auf mich. 🙂

      Bin mal gespannt, wie dir Taiwan gefallen wird. Die meisten mögen die Insel. Und ich bin natürlich auch darauf gespannt, wie du die Gilis zur Schnecke machst. Ich fands dort ehrlich gesagt ziemlich schrecklich und verstehe nicht, wie jemand die Gilis toll finden kann und sich im gleichen Satz über den Ballermann beschweren kann. Aber das ist anderes Thema… 🙂

  2. Ich verstehe dich recht gut, ist mir manchmal ähnlich gegangen. Trotzdem scheints mir fast, dass du hier etwas krampfhaft nach negativen Punkten suchst. Regenzeit ist nicht toll in der Gegend, das hast du ja schon vorher gewusst. Im vergleich zu China ist es in Taiwan kinderleicht, eine Sim-Karte zu erhalten. Den Reisepass dazu brauchst du in praktisch jedem Land. Das mit dem „guten“ Essen habe ich mich auch schon gefragt, das taiwanesische Essen in China war aber ganz lecker!
    Landschaftlich hat Taiwan sehr viel zu bieten und es kann ja auch von Vorteil sein, dass die besten Orte etwas abgelegener sind. Und ja, die Städte in Taiwan sind nicht schön. Aber in Taipei gibt es zahlreiche Orte wo es ganz nett ist, wenn es nicht gerade regnet 😉

    • Oliver Zwahlen

      Hallo Gabriel,

      naja, das Thema dieses Artikel ist halt: „was mich genervt hat“. Ich hätte natürlich auch das Positive ins Zentrum stellen können oder ich hätte auch einfach ein Pro und Contra schreiben können. Da ich Taiwan aber insgesamt nicht so wahnsinnig toll fand, habe ich mich für diesen Ansatz entschieden. Ich fand das auf diese Weise am ehrlichsten.

      Das mit der Regenzeit habe ich in diesem Ausmass nicht erwartet. Ich dachte, dass es vielleicht einmal einen Tag lang regnen würde. Dass der Regen nicht mehr aufhört, das habe ich nicht erwartet. Vielleicht hatte ich ja auch einfach das Jahrhundertpech beim Wetter.

      Das stimmt, die SIM-Karte war sehr leicht zu bekommen und tatsächlich auch deutlich einfacher als auf dem Festland (Ist dort aber auch erst seit einem Jahr total mühsam geworden. Meine vorletzte chinesische SIM-Karte kaufe ich am Kiosk und hab nix registriert). Trotzdem habe ich in China und den meisten anderen Ländern immer mal wieder Möglichkeiten gefunden, mich ohne eine Registrierung ins Internet einzuloggen. In Taiwan nicht. Dort empfand ich die Überwachung als lückenlos.

      Nette Ecken gibts in Taipei sicherlich. Mir gefiel zum Beispiel die Atmosphäre beim Westtor (Ximen) oder auch etwas weiter im Norden bei Beitou. Aber ich fand, dass man die ziemlich suchen musste.

      Liebe Grüsse,
      Oli

  3. Hoi Oliver
    Finde ich gut, dass auch mal die negativen Erlebnisse geschildert werden. Und wie du sagst, es ist alles sehr subjektiv und ich mag an deinem Artikel, dass du gleich Verbesserungsvorschläge aufzeigst. Ich denke fast jeden Orzt der Welt kann man je nach Erlebnissen, Wetter etc. als top oder flop empfinden….Wie du ja schon weist, bin ich komplett anderer Meinung. Ich habe Taiwan geliebt und bereue heute noch, dass wir nur 10 Tage da waren. Aber mir wurde gerade auch wieder bewusst, wie unglaublich Glück wir scheinbar gehabt haben mit dem Wetter, denn ausser in Taipei hat es nie geregnet (war mir nicht bewusst, als wir dort waren ;)).
    Das Essen fand ich v.a. in Taipei und Tainan hervorragend und das WiFi hab ich hoch gelobt, wobei wir das öffentliche nicht genutzt haben, da wir auch gleich eine Simkarte kauften. Aber endlich konnte ich wieder Fotos in die Cloud uploaden! 😉
    Aber nach 1 Monat Philippinen waren WiFi und Essen in Taiwan für uns sovieso wie Himmel auf Erden.

    Liebe Grüsse aus Locarno,
    Valeria

    • Oliver Zwahlen

      Hallo Valeria,
      du spricht einen wichtigen Punkt an: Es kommt drauf an, wo man vorher war und womit man vergleicht. Dass Essen und Internet nach den Philippinen wahnsinnig gut rüberkommen, kann ich gut verstehen. Ich war zuvor in Südkorea, dem ultimativen Wifi-Paradies und einer kulinarischen Hochburg. Mit dem Internet über die SIM-Karte war ich übrigens ganz zufrieden, einfach das öffentliche Internet ist – obwohl es scheinbar stark promotet wird – eine Katastrophe.
      Gruss,
      Oli

  4. Oli, Oli
    Warst du wirklich in Taiwan? Wohl nicht im selben wie ich. Ich kann mich nur an einmal Regen erinnern =) dabei war ich sicher fünf mal dort.
    Leckeres Essen? Zumindest das Frühstück ist um Welten besser in Kaosiung als in Beijing. Ich vermisse es immer noch. Aber auch am Mittag und Abends habe ich immer vorzüglich gegessen. Hässliche Städte? Das könntest du genau so über China schreiben… Mit den Verkehrsmittel hatte ich auch nie Probleme und es hatte immer genug Platz im Zug.
    Mein Vorteil ist wohl, dass ich meist mit Taiwanesen unterwegs war =)

    Cheers

    • Oliver Zwahlen

      Hi Simon,

      bei mir fällt der Vergleich zwischen China und Taiwan naturgemäss nicht ganz fair aus, da ich das Festland sehr viel besser kenne. Aber ich finde Peking und Shanghai um Welten schöner als Taipei. In beiden Städten hast du eine atemberaubende moderne Architektur und jeweils eine spannende Altstadt. Beides fehlt mit wenigen Ausnahmen in Taipei. Auch bei kleineren Orten gewinnt China deutlich, finde ich. Schau dir mal die viel gelobte Altstadt von Tainan an: Sie lässt sich nun mal überhaupt nicht mit sowas wie Pingyao vergleichen.

      Du weisst, ich bin kein so wahnsinniger Frühstücksmensch, daher kann ich das nicht so gut vergleichen. Aber bei der Essenauswahl bist du meiner Meinung nach in Peking oder Shanghai sehr viel besser bedient. In China findest du an jeder zweiten Ecke ein vernünftiges Restaurant, wo du auch zu aussergewöhnlichen Zeiten noch was futtern kannst. In Taiwan fand ich fast nur Strassenmärkte, vergammelte Freiluftrestaurants, Fastfood und überteuerte Luxusrestaurants.

      Aber was Einfaches zum Essen wie zum Beispiel ein Gongbao-Huhn oder was anderes in dieser Klasse zu finden, das war nicht ohne Weiteres Möglich – und ich war ebenfalls mit Einheimischen unterwegs, die Mühe hatten, etwas Passendes zum Essen zu finden. Einmal war ich mit einer Bewohnerin von Taipei, die nun in Kenting arbeitet, ins Gespräch gekommen. Sie sagte mir wörtlich: „Die Strände sind hier in Kenting schon schön, aber ich will trotzdem hier wegziehen, weil man nicht gut essen kann.“ Das ist also nicht nur auf meinem Mist gewachsen…

      Gruss,
      Oli

  5. Hallo,

    einen Punkt kann ich Dir voll und ganz zustimmen. Und zwar das Problem mit dem finden von gutes Essen. Ich war selbst für 2 Wochen in Taiwan und wusste nie wirklich, was ich dort essen sollte. Mir hat die Küche von denen leider gar nicht gefallen. Was das Probieren von Neuigkeiten angeht, bin ich zwar nicht abgeneigt, aber einiges war mir dann auch wiederum zu viel. Danke an dieser Stelle für diesen sehr informativen Beitrag!

  6. Taiwan klingt an sich sehr interessant für mich. Nur leider habe ich keinen Führerschein und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Taiwan wohl leider nicht so der Hit. Schade 🙁

    • Oliver Zwahlen

      Wenn du nicht ganz so unsportlich bist wie ich und dir das Auf und Ab nichts ausmacht, dann ist das Fahrrad vielleicht eine gute Option. E-Bikes brauchen auch keinen Führerschein.

  7. Also ich fahre täglich 20km mit dem Rad, allerdings ist es hier recht eben. Aber danke für den Tipp, da werde ich mich mal informieren.

  8. Vielen Dank für den ehrlichen Artikel! Ich hatte auch überlegt, mal nach Taiwan zu reisen und freue mich immer, wenn jemand mal direkt sagt, was Sache ist. Liebe Grüße, Franzi

  9. Hi Oliver,

    Bin auf deinen Artikel gestossen, da ich gerade einen Umzug nach Taipei plane. Ich war schon mehrfach dort, habe Freunde vor Ort und drum das Land bisher wohl auch anders erlebt als dies ein „regulärer Touri“ tut 🙂
    Dennoch stimme auch in einigen deiner Punkte zu. Die Städte sind nicht sonderlich schön, obwohl gerade in Taipei und Taichung diesbezüglich viel passiert…Die hässlichen und vor sich hin modernden Gebäude verschwinden langsam Richtung Stadtrand…
    Betreffend Wetter: Da scheinst du wirklich Pech ghabt zu haben…wobei…wenn Du mal im Juli warst (38 Grad und 85% Luftfeuchtigkeit) wünschst Du dir mal etwas Regen….

    Zum Essen: In Taiwan finden sich sehr viele sehr gute und auch günstige Restaurants in den Städten in Malls… die sehen für uns auf den ersten Blick zwar nicht allzu ansprechend aus, sind tatsächlich jedoch super. Das mit den Nightmarkets ist bei Regen tatsächlich nicht so toll..aber auch sonst, hatte ich bisher auch wenn ich alleine auf Tour war, nie Probleme ein gutes Restaurant zu finden. Auch hier gilt…sieht vielleicht nicht ansprechend aus, das Essen ist jedoch i.d.R super…Wenn, dann scheitert es höchstens an Verständigungsproblemen…

    Insofern.. Für deinen nächsten Taiwan-besuch, sollte es so einen geben…würde ich eher Sept/Okt/Nov ins Auge fassen…

    • Hallo Heinz,
      ich kann mir gut vorstellen, Taiwan wieder einmal zu besuchen. Es gab ja auch durchaus auch positive Punkte – insbesondere die super liebenswerten Menschen. Dann würde ich tatsächlich mehr aufs Wetter achten und den Spätherbst wählen. Und vielleicht auch eher mit einem Camper reisen, um die abgelegenen Regionen besser zu erkunden.
      Zum Essen: Ich sage ja nicht, dass mir das Essen nicht geschmeckt hätte. Aber ich fand, dass das Segment zwischen Streetfood (und dazu zähle ich auch die zahlreichen fest installierten Essstände ohne Scheiben) und den eher luxuriösen Restaurants etwas unterrepräsentiert war. Anders gesagt: Wenn es heiss und drückend ist, freue ich mich auch mal über eine Klimaanlage, ohne dabei eine Bank ausrauben zu müssen… 🙂
      Gruss,
      Oli

      PS: Verständigung ist kein Problem. Ich habe viele Jahre in Peking gelebt.

  10. Hey Oliver,

    ich bin mit 19 Jahren nach Taiwan gezogen und lebe hier seit mittlerweile mehr als 6 Jahren. Neben einer Hochschul- und Sprachausbildung in Kaohsiung habe ich ebenfalls ein halbes Jahr in Taipei gearbeitet. Jetzt bin ich in einem taiwanesischen Reisebuero in Kaohsiung taetig.

    Ich find es gut, dass du ehrlich und sehr sachlich das schilderst, was dir hier nicht so gut gefallen hat und ich kann das groesstenteils auch nachvollziehen. Da ich aber ein totaler Taiwan Fan bin, werde ich mal versuchen einzeln auf deine Kritikpunkte einzugehen und dich besser auf deine naechste Taiwan Reise (falls es diese geben wird) vorzubereiten.

    Zum Regen in Taiwan: Da ich selber ein halbes Jahr lang in Taipei gelebt habe, kann ich nur bestaetigen, dass es dort fast immer regnet. Das Wetter ist wirklich deprimierend in Taipei und ich empfehle dir dich nicht laenger als 1-2 Tage dort aufzuhalten. Ich mag die Stadt persoenlich auch nicht so sehr, weil sie von der westlichen Kultur immer staerker gepraegt wird und das verloren geht, was mir an Taiwan so sehr gefaellt. Die freundlichen Menschen und die taiwanesische Kultur.
    Trotzdem weiss Taipei auch zu beeindrucken: Die gigantische Chiang Kai-shek Gedaechnishalle, das lebhafte Einkaufsviertel Ximending oder der Bamboo-foermige Wolkenkratzer Taipei 101 bringen mich auch heute noch zum Staunen. Ich kann auch empfehlen eine kleine Wanderung auf den nahe gelegenen Elephant Mountain zu unternehmen, von wo aus man einen super Blick auf die Stadt und Taipei 101 hat (besonders zu empfehlen wenn es dunkel ist). Die Regenzeit ist ca. von Mai bis September, wobei die Chance auf gutes Wetter im Sueden deutlich hoeher ist als im Norden. In dieser Zeitperiode kann es aber gut und gerne mal 2 Wochen durchregnen und von Juli-August erlebt man auch den einen oder anderen Typhoon. Falls moeglich, versuch nicht in diesen Monaten nach Taiwan kommen (da das Wetter auch sehr schwuel-warm und unangenehm ist) oder verbring die meiste Zeit im Sueden, wo das Wetter besser sein sollte.

    Zu deinem 2. Kritikpunkt muss ich zugeben, dass die Gebaeude in den Staedten schon sehr heruntergekommen und nicht sehr schoen aussehen und ich frage mich haeufig, woran das liegt. Man muss bedenken, dass Taiwan eines der Laender ist, welches am haeufigsten von Naturkatastrophen wie Typhoonen oder Erdbeben betroffen ist… Vielleicht ist es deswegen fuer viele taiwanesische Buerger nicht sehr sinnvoll, viel in das Aussehen ihrer Wohnungen zu investieren.
    Dagegen sehen Staedte, wie Taipei oder Kaohsiung, nachts, dank toller Beleuchtung, wirklich sehr schoen aus. Tagsueber muss man akzeptieren, dass die Verhaeltnisse anders sind und der Entwicklungsstand Taiwan’s noch nicht auf dem Niveau ist, wie wir das aus Deutschland gewohnt sind.

    3. (die tollen Orte sind nur schwer zu erreichen)
    Wenn man sich nicht gerade in den Grossstaedten (Taipei, Kaohsiung, Taichung) aufhaelt, ist es wirklich nicht einfach nur mit oeffentlichen Verkehrsmitteln zu den Orten zu gelangen, wo man auf jeden Fall hin sollte. Ich habe mittlerweile schon 3 Mal eine Taiwan Rundreise gemacht, davon einmal mit oeffentlichen Verkehrsmitteln. Auf der Reise ohne Auto hat mich das unglaublich eingeschraenkt und ich kann nur waermstens empfehlen sich ein Auto zu mieten!!! Vor allem die Nordostkueste, die Ostkueste und das Zentralgebirge (in welches man von Yilan oder von Hualien aus hineinfahren und sogar bis auf 3000 Meter hochfahren kann) sind unglaublich schoen und beeindruckend. In Kenting kann man sich einen Scooter fuer 500 NTD/Tag mieten und die wunderschoene Kuestenstrasse entlangfahren. Zu dem Eluanbi Nationalpark (suedlichste Punkt Taiwan’s), dem White Sand Bay (nur mit Auto oder Scooter zu erreichen) und dem National Museum of Marine Biology and Aquarium sollte man auf jeden Fall hin.
    Ich koennte jetzt noch mehrere Seiten hier von Taiwan berichten, aber ich geh lieber wieder auf deine Kritikpunkte ein.

    Ich kann gut verstehen, dass du Schwierigkeiten hattest, leckeres Essen zu finden, so ging es mir am Anfang naemlich auch. Und obwohl ich deutsches Essen manchmal vermisse, kann ich mir mittlerweile einige taiwanesischen Speisen nicht mehr wegdenken… Mala Hotpot, Dumplings, Fried Rice, Beef Noodles z.B., mag eigentlich jeder Europaer.
    Doch was kann man machen, wenn man nicht weiss was man essen soll. Sich nicht vom Aussehen der Restaurants abschrecken lassen und ausprobieren ist eine Moeglichkeit. Eine andere vielleicht bessere Moeglichkeit ist, wenn man Leute kennt oder kennenlernt, die sich in der jeweiligen Stadt auskennen und mit einem gemeinsam Essen gehen. Mich haben mittlerweile schon mehrere Verwandte aus Deutschland hier besucht und es hat wirklich allen gut geschmeckt. Ansonsten kann man (falls man Chinesisch lesen kann) sich Speisen heraussuchen und dann selber nach Restaurants, die diese anbieten, Ausschau halten.
    Das Essen in Taiwan ist auf jeden Fall super gut, aber fuer Taiwan Neulinge kann es durchaus schwierig werden die leckeren Speisen zu finden.

    Mit dem oeffentlichen Wifi hab ich nicht so viel Erfahrung, da ich mir am Anfang direkt eine taiwanesische Handykarte geholt habe. In manchen Laeden, wie Starbucks, oder zum Beispiel der Metro in Kaohsiung findet man dann doch mal oeffentliches Wifi…

    Ich koennte gut und gerne mehrere Stunden von den schoenen Plaetzen in Taiwan berichten… Falls du ein paar Tipps bei deiner Reise brauchst, kannst du mich gerne anschreiben. Ich hoffe, ich konnte ein bisschen weiterhelfen und dich deiner naechsten Taiwan Reise naeher bringen.

    Schoene Gruesse, Nils

    PS: Nach 6 Jahren in Taiwan ist mein Deutsch ziemlich schlecht geworden… Ich hoffe das stoert nicht so sehr.

    • Hallo Nils,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, der meine Beobachtungen im grossen und ganzen bestätigt und in Relation zu deinen langjährigen Erfahrungen setzt.

      Es ist ja nicht so, dass ich Taiwan total scheisse finde und nie wieder hingegehen würde. Ich war einfach insgesamt enttäuscht, weil ich viel zu hohe Erwartungen hatte.

      Das Ziel dieses Artikels ist daher auch nicht, Taiwan schlechtzuschreiben oder von einer Reise abzuraten, sondern die Leser auch auf die weniger tollen Punkte vorzubereiten.

      Gruss,
      Oliver

      • Hallo,

        die meisten kritischen Punkte kann ich trotz unserer Begeisterung für Taiwan nachvollziehen, lassen sich aber vielleicht vermeiden:
        – Verkehrsmitteln abseits der Großstädte
        Wir hatten angedacht zumindest teilweise (Westküste) den Zug nehmen, uns aber letztlich ein Auto für 3 Wochen gemietet. Trotz taiwanesischer Unterstützung hatten wir mit der Planung Schwierigkeiten und wollten einen straffen Reiseplan „durchziehen“. Auch wenn es eine relativ teuere Lösung war, erreicht man die wirklich schönen Orte und interessanteren Pensionen nur schwer ohne Auto. Bei diesen war nicht nur das Preis-Leistungsverhältnis besser, wir haben auch gute Restauranttipps erhalten.

        – Essen: Tipps von Taiwanesen ist das eine, Bestellen das andere. Wir waren regelmäßig in Restaurants in denen niemand Englisch konnte und die Speisekarte nur aus Schriftzeichen bestand (ohne Bilder). Diskret durch Lokal gehen und sich Anregungen von den anderen Tischen holen hat fast immer funktioniert. Grundsätzlich haben wir den Hygienestandard auch aus professioneller Sicht in sehr guter Erinnerung. Mit reinen Strassenständen waren wir eher zurückhaltend

        – Kommunikation: Handykarte für wenig Geld (12€ für 3GB + Flatrate) besorgen; wir haben als Freiberufler unsere Arbeit mitgenommen. Abgesehen von sehr abgelegenen Ecken in Alishan hat Handy und mobiles Internet auch nach dem Jahrhundert Taifun in Taitung hervorragend funktioniert. Wir waren von der Netzabdeckung einfach nur platt.

        – Wetter: wir waren im Juli/August und hatten sicher Glück und fast nur Sonne; die hat unsere Begeisterung aber etwas getrübt. Zumindest an der Küste war es praktisch den ganzen Tag sehr heiß/schwül. Nun ja, man kann nicht alles haben.

        – ärztliche Versorgung: wir hatten zum erstenmal die Ehre zwei Kinder (10 und 15) im Ausland über Nacht in zwei verschiedenen Krankenhäusern behandeln zu lassen. Wünscht man sich eigentlich nicht, insbesondere wenn man die Sprache nicht spricht. Wir haben selten so aufmerksames nettes Personal erlebt. Natürlich erfährt man als Europäer einen Aufmerksamkeitsbonus; die Effiktivität und Geschwindigkeit wie in einem öffentlichen Krankenhaus eine relativ große Patientenanzahl behandelt wurde war beeindruckend.

        – Gebäude/ Sehenswürdigkeiten:
        stimme ich zu; ich habe selbst eine Schwäche für alles was alt und irgendwie kultur-historisch von Bedeutung ist. Dafür ist die Geschichte von Taiwan (abgesehen von Überbleibseln der Ureinwohner im Südosten) zu jung. ich habe einfach schnell aufgehört etwas zu suchen was nicht da sein kann. Fast alle Denkmäler sind halt relativ jung.

        Gruss
        Thomas

        • Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, Thomas. Bei den Krankenhäusern habe ich zum Glück keine eigenen Erfahrungen, kann mir das aber gut vorstellen. Was mir am Ende an Taiwan am besten gefallen hat, waren die vielen tollen Begegnungen mit den Menschen.

          Schön fand ich übrigens deinen Satz, dass du schnell aufgehört hast zu suchen, was es nicht gibt. Nach all den positiven Berichten, die ich vor der Reise im Internet gelesen hatte, waren wohl einfach meine Erwartungen zu hoch. Deswegen soll dieser Artikel auch nicht als Taiwan-Bashing missverstanden werden, sondern dabei helfen, nicht mit falschen Erwartungen ins Land zu reisen.

  11. Hallo Oliver, danke für die Tips insbesondere bezüglich des Essens. Dennoch haben wir von vornherein geplant uns selbst versorgen zu können. Wir reisen immer mit Gaskocher und leichtem Reisekochgeschirr. Gemüse, Reis oder Nudeln gibt es eigentlich überall. Wer ein wenig kochen kann, hält sich so auch super über Wasser.

    Zum Camper; kann ich nicht empfehlen, preislich sehr hoch und versicherungstechnisch keine volle Abdeckung. Wir haben uns für ein Auto über Avis entschieden. Um das preislich wieder reinzuholen reisen wir mit Zelt.

    Der erwähnte Regen; natürlich gibt es in Zeiten des Klimawandels keine absolute Sicherheit, aber unser Credo war schon immer, „when to be where“ wie auf unserer Seite zu sehen.

    Weiterhin viel Freude beim Reisen,

    Micha

  12. ernsthaft…?! nachdem ich deinen kommentar nun schon zum 5 mal jemandem gezeigt habe weil er mich so dermassen aufregt muss ich dir einfach schreiben und dir sagen, dass deine negativen eindrücke wohl auf jeden ort dieser welt passen könnten und du, wie mir scheint, gar nicht so weltoffen und neugierig bist…

    wenn man’s fern der heimat am liebsten so hätte wie zu hause, dann soll man doch auch gleich dort bleiben… da gehst du doch offensichtlich während der regenzeit da hin und hast dich nicht mal so ausgerüstet, dass du auch bei dauerregen das leben auf der strasse geniessen kannst… schon mal was von regenponcho gehört?

    und die städte seien hässlich… mal ehrlich, welche asiatische grosstadt ist schon wirklich schön? als europäer sind wir was das angeht schon sehr verwöhnt mit unseren schönen alten städten – aber geniess doch stattdessen die natur und alles andere was so eine ferne kultur zu bieten hat statt dich über das graue einerlei einer grossstadt zu ärgern… du bist genau der typ reisende der sich dann aufregt weil er in einem tropischen land eine kakerlake im badezimmer findet – iiighhhh – natur!!!!

    und public wifi ist nicht zu gebrauchen?! OMG… ich glaub ich kann mir den kommentar hier gänzlich sparen…

    jeder macht seine eigenen erfahrungen und ich freue mich auf jeden fall riesig, die nächsten 3 wochen dort zu verbringen und herzhaft über deine „negativen“ seiten zu lachen, denn das war echt jammern auf ganz hohem niveau!

    • Hi Caroline,

      inhaltlich kann ich zu deinem Kommentar nicht viel mehr sagen, als dass das Thema offenbar polarisiert. Wenn du die anderen Kommentare anschaust, wirst du feststellen, dass mir viele Leute auch zustimmen.

      Noch was anderes: Mir ist schon oft aufgefallen, dass sich Touristen teilweise stark mit Reisezielen identifizieren und ausgesprochen emotional auf Kritik reagieren. Das zeigt auch deine Antwort. Du widerlegst meine Punkte ja nicht mit Fakten („da kann ich mir den Kommentar sparen“), sondern versuchst auf die Integrität meiner Persönlichkeit abzuzielen (nicht weltoffen/neugierig oder der Kakerlaken-Hieb). Unabhängig davon, ob du mit meinen Beobachtungen einverstanden bist oder nicht, finde ich diese Art von Kommentaren etwas niveaulos. ¨Darüber habe ich vor einiger Zeit hier einmal geschrieben.

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