Dienstag, 26. September 2017
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Backpacking Kambodscha: Was du vor der Reise wissen musst

Der Hintereingang zur bekanntesten Sehenswürdigkeit von Kambodscha: Angkor Wat. Fotos: OZ
Der Hintereingang zur bekanntesten Sehenswürdigkeit von Kambodscha: Angkor Wat. Fotos: OZ

Spielst du mit dem Gedanken nach Kambodscha zu reisen, weisst aber nicht so recht, was dich dort erwartet? Dann solltest du hier weiterlesen. In diesem Artikel versuche ich, alle Fragen zu beantworten, die du vor deiner ersten Kambodscha-Reise haben könntest.

Vor 15 Jahren hatte ich am Ende meiner ersten Südostasienreise fünf Tage übrig und entschloss mich, die restliche Zeit in Siem Reap zu verbringen. Danach hatte ich ein durchzogenes Verhältnis zu Kambodscha: es hatte mich sehr belastet, die vielen verstümmelten Bettler in Folge des Vietnamkriegs und der Schreckensherrschaft der Roten Khmer zu sehen. Auf den nächsten Reisen hatte ich immer Laos vorgezogen.

Im Frühling dieses Jahres besuchte ist Kambodscha zum zweiten Mal und war überrascht, wie sehr sich alles verändert hatte. Das Land hat einen gewaltigen Entwicklungsschub erlebt und auch wenn die schreckliche Geschichte noch immer deutlich sichtbar ist, überschattet sie doch nicht mehr das ganze Reiseerlebnis. Für mich fühlte es sich einfach besser an.

In den folgenden Zeilen beantworte ich alle Fragen, die ich vor meiner ersten Reise nach Kambodscha gehabt habe. Nun sind meine Fragen nicht zwingend deine Fragen. Willst du also noch etwas wissen, dann fühle dich frei, einen Kommentar zu schreiben. Ich versuche, so schnell wie möglich zu antworten und deine Frage anschliessend in den Text einzuarbeiten.

1. Was kann ich in Kambodscha sehen?

Die bekannteste Sehenswürdigkeit Kambodschas ist Angkor Wat. Der gewaltige Tempelkomplex ist das Aushängeschild des Landes und die vermutlich am häufigsten besuchte Stätte. Trotzdem ist Angkor nicht ganz so überlaufen, wie man annehmen könnte. Das hängt zum einen mit den gewaltigen Ausmassen der Anlage zusammen, zum anderen aber auch damit, dass Kambodscha noch immer ein relativer „Geheimtipp“ ist.

Bei deinem Besuch solltest du dich mit der blutigen Geschichte des Landes auseinandersetzen. Die Herrschaft der Roten Khmer, während der rund ein Viertel der Bevölkerung ermordet wurde, gehört zweifellos zu den schlimmsten und den am schwersten zu verstehenden Ereignissen der Weltgeschichte. Besonders möchte ich dir den Besuch des Gefängnisses S21 in Phnom Penh ans Herz legen. Mach dich auf etwas gefasst, mir wurde übel. Besuch auch ein Killing Fields.

Sonnenunterang am Otres-Beach bei Sihanoukville.
Sonnenuntergang am Otres-Beach bei Sihanoukville.

Viele Reisende fahren mit dem Boot über den Tonle Sap. Während die Fahrt über den See zweifellos sehr schön ist, finde ich es schade, die ländliche Gegend zwischen Siem Reap und Phnom Penh einfach auszulassen. Besonders gut gefielen mir die entspannenden Mekong-Städte Kampong Cham und Kratie, von wo aus interessante Village-Stays und das Beobachten von Süsswasserdelfinen möglich sind. Eine schöne Basis im Süden soll Kampot sein.

Was viele nicht wissen: Kambodscha hat wunderschöne Strände, die den Vergleich zu Thailand nicht scheuen. Am leichtesten zugänglich ist Sihanoukville. Während die Stadt selbst recht hässlich ist, fand ich den nahe gelegenen Otres-Beach sehr entspannt. Bei Backpackern beliebt ist auch die Insel Koh Rong, wo du nachts im Leuchtplankton schwimmen kannst. Es gibt aber auch zahlreiche kaum entwickelte Inseln. Rabbit Island hätte mich sehr gereizt.

2. Wie sicher ist Kambodscha?

Kambodscha gehört zu den ärmsten Ländern Asiens und leidet unter einem gewaltigen Wohlstandsgefälle. Trotzdem habe ich mich im Land insgesamt sehr sicher gefühlt. Die Menschen begegneten mir fast ausnahmslos sehr freundlich und zuvorkommend. Wie an vielen anderen Orten, fällt es mir auch hier schwer zu glauben, dass überhaupt irgendwelche Probleme entstehen können.

Einzig in der Hauptstadt Phnom Penh und in Sihanoukville scheinen Entreissdiebstähle mit Motorrädern häufig vorzukommen. Trage also am besten die Wertsachen direkt auf dir und lass den Rucksack nicht lose am Rücken hängen. Ansonsten sollten die üblichen Vorsichtsmassnahmen und ein gesunder Menschenverstand ausreichen. Touristen werden übrigens gerne in privaten Glücksspielrunden abgezockt. Lass dich auf so was nicht ein.

Kambodscha gehört noch immer zu den am stärksten verminten Ländern der Welt. Insbesondere die Grenzgebiete zu Thailand sind stark betroffen – auch die weitere Umgebung von Siem Reap. Im Osten des Landes liegen noch nicht explodierte Bomben aus dem Vietnamkrieg. Solange du dich aber auf den markierten Wegen befindest, geht hiervon keine nennenswerte Gefahr aus.

Verkehr
Der Verkehr ist die grösste Gefahr: Bambusbrücke von Kampong Cham.

Am gefährlichsten ist vermutlich ohnehin der chaotische Verkehr. Die zunehmend gut ausgebauten Überlandstrassen lassen hohe Geschwindigkeiten zu, so dass es leicht zu Zusammenstössen mit Menschen und Tieren kommt, die ebenfalls die Strassen benutzen. Bei meinen Fahrten wählten die meisten Chauffeure einen den Verhältnissen angemessenen Fahrstil.

Beachte auch, dass die medizinische Versorgung ausserhalb der Hauptstadt unzureichend ist und Apotheken häufig nur schlecht ausgerüstet sind. Ich empfehle, bei einer Kambodscha-Reise die wichtigsten Medikamente von zu Hause mitzubringen.

3. Was kostet eine Reise nach Kambodscha?

Kambodscha ist ein günstiges Reiseland und bewegt sich im Rahmen dessen, was auch das Nachbarland Thailand kostet. Als Budget-Backpacker kommst du mit 25 Euro pro Tag locker durch. Wenn du das Geld etwas zusammenhältst und dir von den Provisionshaien auf der Strasse nichts andrehen lässt, ist sogar weniger möglich. Wenn du etwas mehr Luxus willst, musst du mit mehr rechnen.

Ein einfaches Doppelzimmer findest du praktisch im ganzen Land schon ab etwa 10 Euro pro Nacht. Rechne zusätzliche fünf Euro, wenn du eine Klimaanlage willst. Selbst Luxushotels sind einigermassen erschwinglich. Lese hier, in welche drei coolen Luxus-Schuppen ich in Siem Reap eingeladen wurde.

Selbst Luxushotels sind einigermassen bezahlbar: Sala Lodges in Siem Reap.
Selbst Luxushotels sind einigermassen bezahlbar: Sala Lodges in Siem Reap.

Für eine Mahlzeit wirst du selten mehr als 5 Euro ausgeben – Luxus-Restaurants und teure internationale Gerichte findest du ausserhalb der touristischen Zentren ohnehin so gut wie nirgends. Auf dem Land wirst du schon mit 1 bis 2 Euro satt.

Da es in Kambodscha (noch) keine Eisenbahn gibt und der inländische Flugverkehr überraschend schlecht ausgebaut ist, wirst du dich zum grössten Teil auf den Strassen bewegen. Busse sind in der Regel günstiger als die etwas schnelleren Minibusse. Obwohl der Qualitätsstandard der Minibusse stark variiert, sind die Preise der unterschiedlichen Unternehmen meist ähnlich. Vergleich also lieber die Qualität der Busse als ihren Preis. Rechne etwa einen Dollar für eine Stunde Fahrt und beachtete, dass die Fahrten meistens deutlich länger dauern als die Ticketverkäufer behaupten.

Überraschend preiswert fand ich die Eintrittspreise zu den Sehenswürdigkeiten. Ein Tagespass für Angkor Wat kostet gerade einmal 20 US-Dollar – vergleichbare Orte in anderen Ländern sind oft viel teurer. Der Eintritt in den Königspalast in Phnom Penh liegt bei 6 US-Dollar, viele kleinere Tempel und Sehenswürdigkeiten sind noch günstiger.

4. Wie finde ich einen günstigen Flug nach Kambodscha?

Am meisten kostet natürlich der Flug von Europa nach Kambodscha. Direktflüge aus dem deutschsprachigen Sprachraum gibt es keine. Am besten fliegst du daher von Europa zuerst nach Bangkok oder Kuala Lumpur, was du mit regelrechten Schnäppchen schon ab etwa 450 Euro erreichen kannst. Von beiden Metropolen fliegen Low Cost Carrier schon ab etwa 20 Dollar ins Nachbarland.

Wenn du einen dieser günstigen Tarife ergattern willst, solltest du möglichst flexibel sein und frühzeitig buchen. Normalerweise erreichen die Preise zwei Monate vor Abflug ihren Tiefpunkt. Wenn du nicht weisst, wie du am besten ein Schnäppchen suchst, solltest du einen Blick auf meine 13 Tipps für die Suche nach günstigen Flügen werfen.

Landeanflug auf Phnom Penh.
Landeanflug auf Phnom Penh.

5. Wann ist die beste Reisezeit für Kambodscha?

Im Prinzip kannst du Kambodscha das ganze Jahr besuchen. Doch bei meinem Besuch im April stiegen die Temperaturen im Inland jeden Nachmittag auf fast 40 Grad. In der Nähe des Meeres lagen die Höchsttemperaturen bei etwa 35 Grad. Wer hitzeempfindlich ist, sollte die heissteste Jahreszeit zwischen Anfang März bis Ende Mai besser meiden.

Etwas angenehmer ist die Regenzeit, die zwischen Mai und Oktober herrscht und während der ich Kambodscha auf meiner ersten Reise besuchte. Der Vorteil: die Landschaft ist deutlich grüner und die Sehenswürdigkeiten sind leerer. Im Normalfall schränkt dich der Regen kaum ein, da die Niederschläge zwar heftig, aber meist kurz sind. Inzwischen ist die Infrastruktur gut genug, um auch bei stärkerem Regen nicht zusammenzubrechen.

Als beste Reisezeit für Kambodscha gilt die Zeit zwischen November und Februar mit relativ trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen. Allerdings sind dann auch die meisten Besucher unterwegs.

Brütende HItze im April: Die Mekongbrücke bei Kampong Cham.
Brütende Hitze im April: Die Mekongbrücke bei Kampong Cham.

6. Wie komme ich in Kambodscha ins Internet?

Kostenloses WLAN ist mittlerweile auch in den günstigen Hotels Standard, allerdings sind die Verbindungsgeschwindigkeiten nicht durchgängig gut. In Sihanoukville gab es zudem regelmässig Stromausfälle, was auch eine Unterbrechung der Internetverbindung des Hotels zu Folge hat.

Wer auf ein funktionierendes Netzwerk angewiesen ist, sollte auf alle Fälle den Kauf einer lokalen SIM-Card erwägen. Ich erwarb meine im Flughafen von Phnom Penh für 3 US-Dollar. Im Preis inbegriffen war ein Datenvolumen von 2 Gigabyte. Die Geschwindigkeit war fast überall hoch und während meiner Reise erlebte ich keine grösseren Löcher bei der Abdeckung. Ausserdem verwendete ich mein GlocalMe.

7. Brauche ich für Kambodscha einen Reiseführer?

Zwingend nötig ist er nicht. Weder einen menschlichen noch einen in Buchform. Wenn du dich aber abseits der ausgetretenen Pfade bewegen willst, findest du im Internet eher wenig Informationen. Wenn du dich also entscheidest, auf einen gedruckten Führer zu verzichten, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass du einiges verpasst. Siehe dazu auch mein Beitrag über die gängigen Vorurteile gegenüber Reiseführer.

Ich selber war mit dem Lonely Planet Cambodia unterwegs, da ich mich in den Jahren an die Optik des Verlags gewöhnt habe und er zu meiner Art des Reisens passt. In wenigen Wochen wird eine neue Ausgabe erscheinen. Kenner von Südostasien schwören auch häufig auf den deutschsprachigen Führer von Stefan Loose, der einen Band zu Kambodscha aus dem Jahr 2015 anbietet.

Falls du auf einer längeren Südostasienreise bist, ist vielleicht South East Asia on a Shoe String für dich interessant. In diesem Buch findest du kompakt die wichtigsten Infos zu allen Länder Südostasiens.

Ohne Reiseführer schwer zu finden: Das schräge Hängemattenresort von Kampi.
Ohne Reiseführer schwer zu finden: Das schräge Hängemattenresort von Kampi.

8. Kann ich mich in Kambodscha auf Englisch verständigen?

Nach einem Monat in Thailand war ich überrascht, wie viele Leute in Kambodscha einigermassen verständliches Englisch sprachen. Dabei spielte es keine Rolle, ob ich mich in Touristenhochburgen wie Siem Reap befand, oder an weniger häufig besuchten Zielen wie dem Village Stay-Programm in der Nähe von Kampong Chom. Sehr verbreitet ist ausserdem Chinesisch.

Wo es mit Englisch nicht klappt, konnte ich mich immer mit Händen und Füssen verständigen. Falls du dich unsicher fühlst, empfehle ich einen Blick auf meine Tipps zu werfen, wie du dich ohne Sprachkenntnisse verständigen kannst.

9. Wie kann ich in Kambodscha Geld wechseln/abheben?

Die offizielle Währung in Kambodscha ist der Riel. Zumindest auf dem Papier. Die tatsächliche Währung ist der Dollar. Die Preise für Hotels, Taxis, Restaurants und Eintritte sind jeweils in Dollar angeben. Willst du in Riel zahlen, wird in der Regel der genannte Dollarpreis zu einem schlechten Kurs in Riel umgerechnet. Du fährst also fast immer besser, wenn du gleich mit Dollar bezahlst.

hauptstadt
Bankomaten gibt es fast nur ein der Hauptstadt Phnom Penh.

Das Bezahlen mit US-Dollar bietet sich zusätzlich an, weil sämtliche Bankomaten im Land statt der lokalen Währung Dollar ausspucken. Mach bitte nicht den gleichen Fehler wie ich: Ich habe nach meiner Ankunft in Phnom Penh sofort 100 Dollar gewechselt und das später bereut.

Beachte, dass es nur in grösseren Städten Bankomaten gibt. Wenn du also aufs Land willst, solltest du vorher einen grösseren Betrag abheben. Das ist auch deswegen empfehlenswert, weil die meisten Banken beim Abheben eine Servicegebühr von 5 Dollar erheben. Die derzeit einzige Bank mit einer Gratis-Kreditkarte, welche diese Fremdgebühren zurückerstattet, ist meines Wissen die Santander Bank mit ihrer Visa-Karte. Beachte hierzu auch meinen Kreditkarten-Vergleich.

Zur Sicherheit solltest du eine genügende Menge an Bargeld mitbringen.

10. Was kann ich in Kambodscha essen?

Wenn du im Internet nach kambodschanischen Gerichten suchst, wirst du vermutlich auf sehr gewöhnungsbedürftige Snacks stossen wie frittierte Taranteln oder Skorpione. Wenn du dich überwinden kannst, empfehle ich, möglichst viel zu versuchen. Manches ist bedeutend leckerer als man es sich vorstellt – und der Rest gibt eine gute Anekdote.

In Kratie versuchte ich Rindfleisch mit roten Ameisen. Der Trick: die Ameisensäure gibt dem Fleisch eine prickelnde Note und sorgt dafür, dass das Fleisch besonders zart wird. Das Gericht hat mir super geschmeckt.

Rindfleisch mit roten Ameisen: Überraschend lecker.
Rindfleisch mit roten Ameisen: Überraschend lecker.

Am häufigsten wirst du wohl auf das Nationalgericht Fisch-Amok stossen – eine Art Fisch-Curry, das du unbedingt versuchen solltest. Daneben gibt es zahlreiche andere Curry-Arten. Fleischfreunden dürfte Lok Lak munden. Das ist ein traditionelles Gericht, bei dem gewürfeltes Rindfleisch in einer speziellen Sauce gebraten und mit Reis und Salat serviert wird.

Allgegenwärtig sind ausserdem Baguettes, die mit einer leckeren Fleischpaste beschmiert werden und einen hervorragender Snack auf längeren Busreisen darstellen. Anders als in Thailand gibt es in Kambodscha eher wenige klimatisierte Convenient-Stores (meist nur an Tankstellen). Entsprechend schwer ist es, Schokolade und andere Süssigkeiten zu finden.

11. Brauche ich für Kambodscha ein Visum?

Schweizer, Deutsche und Österreicher brauchten zum Zeitpunkt der Recherche ein Visum, um nach Kambodscha einzureisen. Du hast die Wahl: Entweder beantragst du den Sichtvermerk im Vorfeld auf der Botschaft, stellst dir ein eVisum aus oder wählst ein Visa on Arrival, das an fast allen Grenzübergängen erhältlich ist.

Bei der Einreise mit dem Flugzeug empfehle ich das günstigere Visa On Arrival. Die Prozedur am Flughafen von Phnom Penh ist sehr effizient und kostete mich gerade einmal fünf zusätzliche Minuten. Bei den Landübergängen habe ich bei meinen Recherchen immer wieder Bericht von Touristen gefunden, die von den Grenzbeamten abgezockt wurden. Falls du also mit dem Bus von Thailand nach Kambodscha willst, würde ich den elektronischen Sichtvermerk oder ein Botschaftsvisum erwägen.

Effizient und günstig: Visa on Arrival in Phnom Penh.
Effizient und günstig: Visa on Arrival in Phnom Penh.

Schlussbemerkung

Kambodscha hat mir sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich dem Land nach dem durchzogenen ersten Eindruck vor 15 Jahren eine zweite Chance gegeben habe. Leider hatte ich nicht die Zeit, den Nordosten des Landes zu besuchen, was ich zu einem späteren Zeitpunkt nachholen möchte.

Kambodscha hat mehr oder weniger alles, was ein Backpacker sucht: Grossartige Menschen, atemberaubende Landschaften und eine faszinierende Kultur. Und das Beste: All dies ist zu einem Sparpreis erhältlich. Es gibt keinen Grund, das Land auszulassen.

Hinweis: Der Artikel beinhaltet Affliate-Links.

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Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

13 Kommentare

  1. Super Beitrag. Danke!! Wir waren bis jetzt selbst noch nicht, aber bei der nächsten Asienreise gehört Kambodscha zu den Ländern ganz oben auf der Liste. Ich werd an das Ameisen-Gericht denken … 😀

  2. Hi Oli.

    Danke für den Bericht. Angkor Wat klingt sehr interessant. Vor allem wenn man es günstig von Bangkok aus anfliegen kann.
    Wusste gar nicht dass Kambodscha noch ein Geheimtipp ist.
    Gibt es gar keine Eisenbahn mehr? Hatte einen Bericht gesehen da gab es noch ein paar Gleise auf denen selbst gebaute „Züge“ fuhren. Allerdings auf einer Spur.

    Wie sieht es dort eigentlich mit Moskitos aus?

    • Oliver Zwahlen

      Hi Pasquale,

      Kambodscha ist wohl am ehesten als „Geheimtipp mit Anführungszeichen“ zu bezeichnen. Angkor Wat, Sihanoukville und Phonm Penh sind schon recht voll. Aber abseits dieser bekannten Orte habe ich recht wenige andere Traveller getroffen.

      Die Eisenbahn in Kambodscha wurde 2009 stillgelegt. Es fahren noch so genannte Bamboo Trains (siehe dazu auch hier: http://www.zugreiseblog.de/bamboo-train-battambang/). Allerdings wird derzeit einiges wieder aufgebaut und erste Strecken müssten bald wieder aufgehen.

      Moskitostiche hatte ich nur ein paar. War insgesamt nicht so schlimm. Aber das hängt wohl auch von der Jahreszeit ab.

      Gruss,
      Oli

  3. Hi,

    wo findesr du Flüge von Thailand nach Kambodscha für 20 Dollar?

    Ich finde hin und Rückflug von Bangkok oder Phuket nicht für unter 100€. Hast du da einen Tipp?

    • Mit AirAsia von Bangkok nach Siem Reap. Vielleicht war das ein saisonaler Preis, der inzwischen nicht mehr gilt. Ich schaue mir das nochmal genauer an.
      Gruss,
      Oli

  4. Hallöchen, es wird leider Zeit die Ticketpreise zu aktualisieren.
    Seid dem 1.2. 17 kostet ein Tagesticket für Angkor nämlich schon 37 Dollar, 3 Tage 62 Dollar und ein Ticket für den Königspalast in Phnom Penh bereits 10 Dollar pro Person. Es ist leider längst nicht mehr so billig wie früher. Dasselbe gilt natürlich für Hotels und Essen. Deutlich teurer als Vietnam.
    Liebe Grüße!

    • Hi Stephanie,

      vielen Dank für den Hinweis. Ich werde das im Artikel überarbeiten. Schade, dass die Preise nun grad so stark erhöht wurden. Dass nach so vielen Jahren Preisanpassungen nötig wurden, das kann ich gut verstehen. Aber beinahe eine Verdopplung ist schon krass.

      Was meinst du mit „Hotels und Essen“? Meine Erfahrungen beruhen auf meiner Reise im April 2016, sind also nicht sehr alt. Hat es da seither auch heftige Preissteigerungen gegeben?

      Gruss,
      Oli

  5. Hi Oliver,

    kannst du irgendetwas bezüglich Krankheiten / Vorsorge in kambodscha sagen? Mein Arzt hat mir deutlich die Malaria Prophylaxe empfohlen und sagt dass u.a. eine tollwut impfung definitiv notwendig ist… was hattest du denn so?
    Danke für deine Antwort und die guten Infos im blog!
    LG Michelle

    • Oliver Zwahlen

      Hi Michelle,

      für diese Frage verweise ich immer ganz gerne auf diesen tollen Artikel, bei meiner Blogger-Kollegin Jenny von Weltwunderer.

      Demnach sind zwischen 2003 und 2008 in Kambodscha 6 Deutsche an Maleria erkrankt. Siem Reap und Phnom Penh gelten als malariafrei. Der Rest des Landes hat ein geringes bis mittleres Malariarisiko.

      Eine Prophylaxe ist deswegen aus meiner Sicht auf keinen Fall gerechtfertigt. Streitbar ist die Frage, ob du ein Standby-Medikament mitnehmen solltest. Das würde ich von der Art deines Reisens abhängig machen. Wie schnell kannst du im Notfall zu einem Arzt? Ebenfalls eine Rolle spielen Route und Jahreszeit.

      Dabei ist aber zu bedenken, dass du im Fall einer Erkrankung ohnehin zum Arzt gehen solltest, um dein Blut auf Malariaerreger zu testen. Denn Denguefieber hat ähnliche Symptome. Und du willst dir ja nicht eine heftige Malariamedikation einwerfen, wenn du an einer anderen Krankheit leidest. Ich selber hatte kein Notfallmedikament dabei. Malaria ist in Kambodscha ja nicht unbekannt und die dortigen Krankenhäuser haben die Medikamente auch.

      Unabhängig davon, ob du eine Tollwutimpfung für Kambodscha brauchst oder nicht, würde ich dir zu einer raten. Tollwut verläuft fast immer tödlich und die Impfung hält das Leben lang. Das ist also auch eine gute Investition für zukünftige Reisen. Ich selbst bin auf Tollwut geimpft.

      Gruss,
      Oli

  6. Eduard manfred Klein

    Ich meine ohne ausreichene Impfung in Sachen Tetanus usw. dh ohne internationalen Impfpass ,wird es mit der einreise schwierig .Einfach mal in Hamburg im Troppeninstitut anfragen, die senden infomaterial.

    • Kambodscha schreibt keine Impfungen vor für Reisende, die aus Europa oder den Nachbarländern kommen. Ich wurde auch nie nach einem Impfausweis gefragt und kenne auch sonst niemand, der das Dokument zeigen musste. Einzige Ausnahme ist Gelbfieber, wenn du dich in letzter Zeit in einem Gelbfieberland aufgehalten hast. Das heisst aber nicht, dass gewisse Impfungen nicht sinnvoll wären.

  7. Klasse Einführung! Ich war vor meiner ersten Reise auch unsicher was mich erwartet und tatsächlich sind es viele deiner Punkte, die mir nicht bekannt waren. Ich fand es Essens technisch besonders auf dem Zentralmarkt in Phnom Penh interessant, die unterschiedlichsten Sachen zu probieren.

    Was mich allerdings sehr überraschte war, der Sonnenaufgang an in Angkor Wat, wovon ich schon Jahre geträumt hatte. War dann doch irgendwie anders als gedacht: http://synke-unterwegs.de/geheimnis-sonnenaufgang-in-angkor-wat/

    Genau wie du würde ich nächstes Mal dann andere weniger bekannte Ecken erkunden wollen. Angkor Wat, Phnom Penh und der Süden waren für mich aber ein guter Anfang.

    LG Synke

    • Hi Synke,

      cooler Artikel zu Angkor. Bei mir waren es nicht ganz so viele Leute wie bei deinem Besuch, aber die unentdeckte Schönheit um Dschungel war es nicht. Allerdings habe ich den Eindruck, dass – wie im Tourismusmus so oft – alle genau das gleiche sehen wollen. Wenn man ein bisschen von den Hauptpfaden abkommt, ist Angkor Wat aber erstaunlich leer.

      Ich würde das nächste Mal entweder verstärkt die unbekannten Inseln erkunden oder mir mehr Zeit im Nordosten lassen. Ich glaube, da gibt es noch sehr viel zu entdecken.

      Liebe Grüsse,
      Oli

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