Donnerstag, 23. März 2017
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Backpacking Malaysia: Was du vor der Reise wissen solltest

Einsamer Strand im Nordwesten der Insel Penang.
Einsamer Strand im Nordwesten der Insel Penang.

Spielst du mit dem Gedanken nach Malaysia zu reisen, weisst aber nicht so recht, was dich erwartet? Dann solltest du hier weiterlesen. In diesem Artikel versuche ich, alle Fragen zu beantworten, die du vor deiner ersten Malaysia-Reise haben könntest.

Es gibt kein Land, das ich häufiger besucht habe als Malaysia. Zum einen liegt das daran, dass ich mich in der gastfreundlichen Kultur wohl fühle und gerne alte Bekannte treffe. Zum anderen daran, dass Kuala Lumpur dank Air Asia ein idealer Hub für Asienreisende ist.

Immer wieder werde ich gefragt, welches Reiseziel ich Einsteigern empfehle. Meistens nenne ich dann Malaysia. Das Land verfügt über eine hervorragende touristische Infrastruktur, die auf Rücksackreisende und Solo-Traveller zugeschnitten ist. Ein weiteres Plus: Praktisch jeder spricht Englisch, was nicht nur den Reisealltag erleichtert, sondern einen ganz anderen Zugang zur Kultur ermöglicht. Etwas ausführlicher habe ich meine Empfehlung hier begründet.

In den folgenden Zeilen beantworte ich alle Fragen, die ich vor meiner ersten Reise nach Malaysia hatte. Nun sind meine Fragen nicht zwingend deine Fragen. Willst du etwas wissen, dann fühle dich frei, einen Kommentar zu schreiben. Ich versuche, so schnell wie möglich zu antworten und deine Frage anschliessend in den Text einzuarbeiten.

1. Was kann ich in Malaysia sehen?

Die bekannteste Sehenswürdigkeit Malaysias ist die Hauptstadt Kuala Lumpur. Für asiatische Verhältnisse ist die Metropole relativ klein und überschaubar. Unbedingt solltest du dir die Petrona-Türme ansehen und durch Chinatown schlendern. Sehenswert sind auch die Batu-Caves leicht ausserhalb.

Fast schon ein Geheimtipp ist der Regierungsitz Putrajaya etwa 30 Minuten ausserhalb des Zentrums. Er besticht durch einen architektonischen Stil, der klassisch islamische Elemente mit modernem Design verbindet. Interessant ist auch zu sehen, dass die Retortenstadt 20 Jahre nach ihrer Gründung noch immer nicht in die Gänge gekommen ist.

Wenn du nur Zeit für einen einzigen Ort hast, dann würde ich dir die Insel Penang empfehlen. Sie bietet aus kleinstem Raum alles, was das Malaysia ausmacht: historische Städtchen, ein spannender Kulturmix und jede Menge leckeres Essen. Hinzu kommen im Norden und im Westen ein Naturschutzgebiet und einige durchaus akzeptable Strände. Eine gute Übersicht zu Penang findest du hier.

Die wirklich schönen Strände findest du an der Ostküste der Halbinsel oder auf den vorgelagerten Inseln. Bei Backpackern sehr beliebt sind die Perhentian Islands. Mich haben sie nicht begeistert: zu lärmig. Mein persönliches Inselparadies ist das verschlafene Kapas mit seinen einsamen Stränden. Einen guten Kompromiss bildet die Insel Tioman.

Sabah und Sarawak sind die beiden Provinzen, die auf der Borneo liegen und zu Unrecht häufig übersehen werden. Die Region zieht mit dem Mount Kinabalu vor allem Outdoor-Abenteurer an. Vielversprechend ist der Besuch von traditionellen Langhaussiedlungen im Landesinneren – was ich allerdings selber noch nie gemacht habe.

Durch die Baumwipfel: Der Canopy-Walk im Nationalpark Taman Negara.
Durch die Baumwipfel: Der Canopy-Walk im Nationalpark Taman Negara.

2. Wie sicher ist Malaysia?

Einheimische erzählen gerne Schauermärchen über die hohe Kriminalität ihres Landes. Tatsächlich kommt es in den Vororten immer mal wieder zu Entreissdiebstählen und Autoeinbrüchen. Gewaltsame Überfälle sind jedoch auch dort eher selten. Die touristischen Regionen und Innenstädte sind insgesamt sicher. Eine Ausnahme bildet der Osten von Sabah, wo es in der Vergangenheit zu Entführungen kam.

Eher lästig als eine echte Gefahr sind die zahlreichen Trickbetrüger, die es vor allem in Kuala Lumpur auf Frischankömmlinge abgesehen haben. Die meisten Betrugsversuche drehen sich ums Glückspiel. Davon solltest du besser die Finger lassen. Mit einer gesunden Skepsis gehst du den meisten Schwierigkeiten aus dem Weg.

Die Menschen begegneten mir fast ausnahmslos freundlich und zuvorkommend. Wie an vielen anderen Orten, fällt es mir auch hier schwer zu glauben, dass überhaupt irgendwelche Probleme entstehen können. Der Vielvölkerstaat Malaysia ist religiös tolerant. Radikaler Islamismus ist kein nennenswertes Problem. Wieso ich mir über Terrorismus ohnehin kaum Sorgen mache, habe ich hier beschrieben.

In den meisten Ländern geht die grösste Gefahr vom Verkehr aus. Auf Grund der gut ausgebauten Infrastruktur und dem angemessenen Verhalten der meisten Verkehrsteilnehmer brauchst du dir keine Sorgen zu machen – und falls doch einmal etwas geschieht, wird dich freuen, dass die Gesundheitsversorgung im ganzen Land gut ist.

Moschee in Penang: Vor dem Islam muss sich in Malaysia niemand fürchten.
Moschee in Penang: Vor dem Islam muss sich in Malaysia niemand fürchten.

3. Was kostet eine Reise nach Malaysia?

Malaysia ist für europäische Reisende ein günstiges Reiseland, kostet aber etwas mehr als das Nachbarland Thailand. Als Budget-Backpacker würde ich mit einem Minimum von 30 Euro Tag rechnen. Hältst du das Geld etwas zusammen, ist weniger möglich. Wenn du etwas mehr Luxus willst, musst du mit deutlich höheren Ausgaben rechnen.

Vergleichsweise teuer sind in Malaysia die Unterkünfte. Für ein anständiges Doppelzimmer mit Klimaanlage musst du pro Nacht mindestens 30 Euro rechnen. Für Reisende mit kleinem Budget gibt es viele Backpacker-Unterkünfte mit Schlafsälen, wo du ein Bett um die 10 Euro bekommst. Hostels empfehle ich generell Alleinreisenden, da sie fast immer über gut funktionierende Gemeinschaftsräume verfügen, um andere Reisende kennenzulernen. Falls du eine Unterkunft reservieren willst, empfehle ich booking.com oder agoda.com.

Inlandflüge sind dank Air Asia spottbillig. Aber auch Bus und Bahn machen dich nicht arm. Für die rund fünfstündige Busfahrt von Kuala Lumpur nach Penang habe ich umgerechnet etwa 10 Euro bezahlt. Viele Sehenswürdigkeiten sind für einen kleinen Eintrittspreis oder gar kostenlos zugänglich.

Bahnfahrten sind in Malaysia relativ günstig und bequem.
Bahnfahrten sind in Malaysia relativ günstig und bequem.

4. Wie finde ich einen günstigen Flug nach Malaysia?

Am meisten kostet der Flug von Europa nach Malaysia. Aus dem deutschsprachigen Sprachraum musst du mit etwa 450 bis 500 Euro rechnen. Sollten keine guten Preise verfügbar sein, kannst du auch einen Blick auf Flüge nach Singapur oder Bangkok werfen.

Meistens sind die chinesischen Airlines am günstigsten. Beachte, dass du dich in China in vielen Städten bis zu 72 Stunden ohne Visum aufhalten darfst. Auf diese Weise verbindest du deinen Südostasienurlaub relativ günstig mit einem zweiten Reiseziel. Falls das eine Option für dich ist, solltest du dir meinen Chinablog anschauen.

Wenn du einen günstigen Tarif ergattern willst, solltest du möglichst flexibel sein und frühzeitig buchen. Normalerweise erreichen die Preise zwei Monate vor Abflug ihren Tiefpunkt. Wenn du nicht weisst, wie du am besten ein Schnäppchen suchst, lohnt sich die Lektüre meiner 13 Tipps für die Suche nach günstigen Flügen.

Mit Air Asia fliegst du günstig in Malaysias Nachbarländer.
Mit Air Asia fliegst du günstig in Malaysias Nachbarländer.

5. Wann ist die beste Reisezeit für Malaysia?

Im Prinzip kannst du Malaysia immer besuchen. Auf Grund der Nähe zum Äquator schwankt die Temperatur im Verlauf des Jahres kaum. Nachts liegen sie zwischen 20 und 22 Grad, tagsüber zwischen 30 und 34 Grad. Kühler wird es mit zunehmender Höhe in den verschiedenen Hill Stations.

Bei der Reiseplanung solltest du daher in erster Linie die Regenzeiten im Auge behalten. Die gute Nachricht: Da die Wettersituation insgesamt relativ kompliziert ist, findest du immer irgendwo einen trockenen Flecken. Die beste (sprich: trockenste Reisezeit) ja nach Region:

  • Westküste der malaysischen Halbinsel: Dezember bis Februar
  • Ostküste der malaysischen Halbinsel: März bis Oktober
  • Borneo: Generell viel Regen, am besten ist Juli bis August

Beachte, dass es in der Trockenzeit gelegentlich regnet und es auch in der Regenzeit nicht durchgängig schüttet. Zudem sind die Jahreszeiten auf Grund des Klimawandels etwas durcheinander geraten.

Bei Badeferien solltest du unbedingt an die Regenzeiten denken. Im Bild: Kapas.
Bei Badeferien solltest du unbedingt an die Regenzeiten denken. Im Bild: Kapas.

6. Wie komme ich in Malaysia ins Internet?

Kostenloses WLAN mit vernünftigen Geschwindigkeiten ist mittlerweile auch in den günstigen Hotels und in den meisten Cafés und Restaurants Standard.

Alternativ kannst du dir für wenig Geld eine lokale SIM-Card kaufen. Das Prozedere ist einfach und innerhalb von wenigen Minuten abgewickelt. Ich habe meine SIM-Karte in der Arrival Hall des Flughafens gekauft und kann das empfehlen.

Malaysia kennt eine strenge Zensur. Auf dem Index der Pressefreiheit nimmt Malaysia den Rang 146 von 180 Ländern ein. Zwar konzentriert sich die Zensur auf regierungskritische Printmedien und „unanständige“ Filme. Aber auch das Internet ist betroffen. Wenn du auf bestimmte Dienste angewiesen bist, solltest du den Kauf eines VPNs erwägen.

Ich selber verwende übrigens ein GlocalMe. Mit dem Gerät kannst du praktisch in der ganzen Welt kostengünstig eine Datenverbindung aufbauen.

Glocal
Mit dem GlocalMe komme ich weltweit kostengünstig ins Internet.

7. Brauche ich für Malaysia einen Reiseführer?

Zwingend nötig ist ein Reiseführer nicht. Weder einen menschlichen noch einen in Buchform. Da Malaysia ein häufig besuchtes Land ist, findest du auf Reiseblogs und in Reiseforen jede Menge gute Informationen. In Hostels kannst du dich ausserdem mit anderen Backpackern austauschen bzw. einen Reiseführer ausleihen. Ich selber bevorzuge, einen klassischen Reiseführer zu Hand zu haben.

Ich war mit dem Lonely Planet Malaysia (neue Ausgabe: August 2016!)  unterwegs, da ich mich in den Jahren an die Optik des Verlags gewöhnt habe und er zu meiner Art des Reisens passt. Kenner von Südostasien schwören auch häufig auf den deutschsprachigen Führer von Stefan Loose, der einen Band zu Malaysia aus dem Jahr 2015 anbietet.

Falls du auf einer längeren Südostasienreise bist, ist vielleicht South East Asia on a Shoe String (neue Ausgabe: Okt. 2016) für dich interessant. In diesem Buch findest du kompakt die wichtigsten Infos zu allen Ländern Südostasiens.

Historische Städte: Die Chinatown in Penang.
Historische Städte: Die Chinatown in Penang.

8. Kann ich mich in Malaysia auf Englisch verständigen?

In wenigen asiatischen Ländern sprechen so viele Einwohner ähnlich gut Englisch wie in Malaysia – auch wenn es möglicherweise eine Weile braucht, um sich mit dem lokalen Dialekt vertraut zu machen. Die Verständigung ist unproblematisch, egal ob ich mich in den Städten oder eher auf dem Land befinde.

Sollte es wider Erwarten mit Englisch nicht klappen, kannst du dich immer mit Händen und Füssen verständigen. Wenn du dich unsicher fühlst, empfehle ich einen Blick auf meine Tipps zu werfen, wie du dich ohne Sprachkenntnisse verständigen kannst.

9. Wie kann ich in Malaysia Geld wechseln/abheben?

Die offizielle Währung in Malaysia ist der Ringgit. Zum Zeitpunkt der Recherche war ein Euro rund 4,6 Ringgit wert, allerdings gibt die Währung seit längerem nach und es ist gut möglich, dass der Kurs bis zu deiner Abreise noch einmal etwas besser ausfällt.

Bankomaten findest du problemlos in allen Städten – auch in den kleineren. In Zweifel suchst du das lokale Einkaufszentrum. Einzig wenn du auf die kleineren Inseln fährst, solltest du dich mit einer ausreichenden Menge an Bargeld eindecken.

Anders als in Thailand oder Kambodscha sind mir in Malaysia keine Bankomaten begegnet, die für die Nutzung ausländischer Kreditkarten Fremdgebühren verlangt haben. Falls du aber anschliessend weitere Länder in Südostasien besuchst, solltest du erwägen, eine Visa-Karte der Santander Bank zu beantragen , die derzeit einizige Bank, die noch Fremdgebühren rückerstattet. Beachte ausserdem meinem Kreditkarten-Vergleich.

Unter den Petrona-Türmen befindet sich ein riesiges Einkaufszentrum.
Unter den Petrona-Türmen befindet sich ein riesiges Einkaufszentrum.

10. Was kann ich in Malaysia essen?

Das bunte Gemisch der Kulturen hat natürlich Auswirkungen auf die Essgewohnheiten. Neben malaysischen Restaurants und Gerichten findest du auch chinesische, indische und thailändische Küche – die etwas überraschend alle zur einheimischen Kulinarik gehören. In den etwas hochpreisigeren Restaurants gibt es zudem eine sehr kreative und leckere Fusion-Küche.

Die malaysische Küche kommt relativ einfach einher und ähnelt stark der indonesischen. Auf alle Fälle versuchen solltest du die verschiedenen Reisgerichte wie Nasi Lemak. Besonders lecker finde ich das suppenartige Curry Laksa. Einen ausführlichen Artikel mit zahlreichen Probiertipps hat meine Blogger-Kollegin Sarah hier geschrieben.

Sobald es dunkel wird, entstehen im ganzen Land kleine und grosse Nachtmärkte. Das Essen ist lecker und günstig – und eine wertvolle kulturelle Erfahrung, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

Denk daran, dass Malaysia ein islamisches Land ist und dass deswegen einmal im Jahr gefastet wird. Der nächste Ramadan beginnt am 26. Mai 2017. Generell beeinträchtigt dich der Fastenmonat beim Reisen kaum, da es im Land eine grosse nichtmuslimische Minderheit gibt, die ebenfalls nicht fastet. Die stärksten Auswirkungen hast du an der Ostküste zu erwarten.

Schlicht und lecker: Nasi Lemak mit Rendang.
Schlicht und lecker: Nasi Lemak mit Rendang.

11. Brauche ich für Malaysia ein Visum?

Nein, Schweizer, Deutsche und Österreicher bekommen bei der Einreise automatisch eine Einreiseerlaubnis über 90 Tage. Wenn dir das wider Erwarten nicht reicht, kannst du einfach in ein Nachbarland ausreisen. Bei der nächsten Einreise erhältst du erneut 90 Tage.

Eine Besonderheit bilden die beiden Provinzen auf der Insel Borneo. Auch sie kannst du ohne Visum besuchen, allerdings ist dort die maximale Aufenthaltsdauer auf einen Monat beschränkt. Um diese Regel durchzusetzen, erhältst du bei der Einreise einen zusätzlichen Stempel in den Pass.

Die Immigration funktioniert an allen Grenzübergängen schnell und reibungslos. Malaysia gehört zu den Ländern, die allen Einreisenden die Fingerabdrücke nehmen.

Ein kleiner Geheimtipp: Kellie's Castle in Perak.
Ein kleiner Geheimtipp: Kellie’s Castle in Perak.

Schlussbemerkung

Malaysia gefällt mir sehr gut. Da die Leute unglaublich gastfreundlich sind, das Land bestens auf die Bedürfnisse von Selbstreisenden ausgerichtet ist und es zudem viel zu sehen gibt, halte ich Malaysia für ein hervorragendes Einsteigerland.

Ich bin immer wieder Budget-Reisenden begegnet, die Malaysia wegen den etwas höheren Kosten ausgelassen haben. Das finde ich eigentlich schade zumal die Preisunterschiede gar nicht so gewaltig sind. Ich freue mich auf alle Fälle darauf, das Land wieder zu besuchen.

Hinweis: Der Artikel beinhaltet Affiliate-Links.

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Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

9 Kommentare

  1. Batu Caves sind „sehenswert“? Nunja, definitiv Geschmackssache 😉

    Meiner Meinung nach komplett überbewertet, überlaufen (Menschen, Affen, Tauben inkl. Hinterlassenschaften der Tiere) und verdreckt.

    Penang und die Cameron Highlands waren top.

    Als alleinreisende Frau ist defintiv recht konservative Kleidung angesagt.

    • Oliver Zwahlen

      Hm… Überlaufen und verdreckt, ja. Ich fand die Batu Caves trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) interessant. Mich faszinierte, wie stark die indische Kultur in Malaysia durchschlägt. Den Besuch empfehle ich allerdings auf Grund der Nähe zu KL. Müsste man statt 20 Minuten in der S-Bahn vier Stunden im Bus fahren, dann hätte ich es eher nicht erwähnt. Die Cameron Highlands fand hingegen ich etwas langweilig. Aber du hast recht: Ich sollte sie in der Aufzählung erwähnen.

      Konservative Kleidung würde ich von der jeweiligen Region abhängig machen. Wenn du mal schaust, mit wie kurzen Höschen und enganliegenden Shirts die einheimischen Chinesinnen rumlaufen, halte ich konservative Kleidung nicht unbedingt für eine Pflicht. Ich kann aber nachvollziehen, wenn frau sich konservativ gekleidet wohler fühlt.

  2. Vielen Dank für den Bericht. Ich suche für November/Dezember bzw Junuar Februar noch Reiseziele. Malaysia klingt sehr verlockend.
    Einzig die hohen Temperaturen schrecken mich ein wenig ab.

    • Oliver Zwahlen

      Malaysia hat ein tropisches Kliama mit feuchtheissem Wetter. Ich finde das aber nicht so schlimm, weil: a.) In den Städten ist fast alles klimatisiert. Das heisst, auch bei einem Stadtrundgang findest du immer wieder die Gelegenheit, dich etwas abzukühlen. b.) Es gibt eine Reihe von Hillstations, wo das Wetter deutlich kühler ist. Die Cameron Highlands sind mit ihren Teeplantagen recht hübsch. c.) Am Meer kammst du dich im angenehm temperierte Wasser immer mal wieder abkühlen.

  3. HUHU! Wir starten nun bald zu unserem dritten Malaysiaurlaub. Ich spiele mit dem Gedanken, diesmal nach Ostmalaysia zu fliegen und dort Erlebnisse zu sammeln. Ich bin mir allerdings unschlüssig. Warst Du schon mal auf Borneo? Welche Route hast Du genommen? Was darf man auf gar keinen Fall verpassen? Wie organisiere ich mir das am besten vor Ort? Welche Insel oder welchen Strand bzw Stadt auf Bornoe kannst Du für ein paar Strandtage am liebsten in Verbindgung mit der Möglichkeit zu schnorcheln oder tauchen???

    Oder doch lieber auf dem Landweg durch die Cameron Highlands mit öffentlichen Verkehrsmitteln (?) nach Penang und dann Langkawi?

    LG Sandra

    • Oliver Zwahlen

      Hallo Sandra,

      ich war nur einmal in Sabah und Sarawak, insgesamt nur etwa zehn Tage. Ich hab diese kurze Zeit dummerweise auf beide Provinzen aufgeteilt und deswegen am Ende an beiden Orten nichts richtig gesehen, da die Verkehrsinfrastruktur oft nicht so gut war. Ich musste oft Autostopp machen, um überhaupt mit der geplanten Route durchzukommen. Wie viel Zeit habt ihr denn eingeplant?

      Mir gefiel es in Sabah und Sarawak, aber mehr wegen der entspannten Atmosphäre als wegen konkreter Sehenswürdigkeiten. Deswegen mein Tipp: Wenn ihr die Cameron Highlands und Penang noch nicht kennt, würde ich das auf alle Fälle zuerst anschauen. Rund um Ipoh gibt es zudem noch einige kleine Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel eine eindrückliche Höhle und ein altes Kupferbergwerk, das man besuchen kann. Beides in Perak. Als ich im Februar dort war, standen allerdings gerade Renovationsarbeiten an, inzwischen müsste es wieder offen sein.

      Gruss,
      Oli

  4. Dein Bericht macht Lust auf Malaysia jedoch glaube ich dass mich SOA nicht so schnell wieder sieht. Bin noch ein paar Tage in Bangkok. Auch wenn Thailand (das meist gelobte Land in SOA) durchaus schöne Strände und Reste von Natur hat so konnte es mich nicht überzeugen.
    Ich fand nur ca 50% der Leute nett die anderen 50% waren gleichgültig oder versuchten mich übers Ohr zu hauen. Sind die Leute in Malaysia freundlicher?
    Das Klima ist sicher ähnlich. Ist mir zwar zu warm aber man gewöhnt sich etwas dran.
    Ist der Verkehr in Malaysia nicht so krass wie in Thailand? Habe ja schon viel gesehen aber hier finde ich Moped und Autofahrer als noch agressiver als in anderen Ländern. Tuk Tuk Fahrer zocken wirklich nur ab. Hatte nur einen ehrlichen Fahrer erwischt.

    Als Stopover könnte ich mir Kuala Lumpur oder Singapur allerdings vorstellen. Will ja auch nicht alle Länder in der Region über einen Kamm scheren.

    • Hi Pasquale,

      zwischen Thailand und Malaysia gibt es schon gewaltige Unterschiede, finde ich. In Thailand habe auch ich oft das Gefühl, dass die Leute mein Geldbeutel lieber mögen als mich. In Malaysia empfand ich hingegen meist eine sehr grosse und tiefe Gastfreundschaft. Das ist in den Unterkünften zum Beispiel sehr deutlich, wo den Gästen einfach einmal vertraut wird. In mehreren Hostels konnte man sich zum Beispiel einfach am Kühlschrank bedienen und etwas in ein kleines Kässchen werfen. Das hat niemand kontrolliert. Von den Leuten her, mag ich Malaysia viel lieber. Aber touristisch hat vermutlich Thailand doch noch ein bisschen mehr zu bieten.

      Gruss,
      Oli

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