Freitag, 15. Dezember 2017
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Taiwan: Highlights und Tipps für den Süden der Insel

Einer der beiden Chihkan-Türme im Zentrum von Tainan. Fotos: O. Zwahlen
Einer der beiden Chihkan-Türme im Zentrum von Tainan. Fotos: O. Zwahlen

Der Süden Taiwans ist feucht-heiss, ländlich und legt ein gemächlicheres Tempo an den Tag als der Norden. In diesem Beitrag verrate ich dir, was du am abgelegeneren Ende der Insel alles tun kannst und wieso es mir in Taiwan wider Erwarten nicht besonders gut gefallen hat.

Zwei Wochen lang war ich in diesem Mai in Taiwan unterwegs. Die erste Woche verbrachte ich im Süden der Insel, die zweite hauptsächlich in der Hauptstadt Taipei. Wie ich in einem anderen Beitrag noch etwas genauer ausführen werde, hat mir Taiwan insgesamt nicht so gut gefallen, wie ich erwartet hatte.

Zum einen lag das an mir selber: ich hatte einen leichten Reisekoller und deswegen wenig Lust, mir möglichst viel anzusehen. Zum anderen gab es aber tatsächlich nur wenig, was mich wirklich umgehauen hätte. Die Städte sind sowohl im Süden wie auch im Norden ziemlich hässlich. Schöner wäre die Natur gewesen, doch im Dauerregen, der mich auf meiner Rundreise begleitete, hat auch sie ziemlich viel von ihrem Reiz eingebüsst.

In diesem Artikel will ich dir ein paar Orte vorstellen, die mir trotzdem recht gut gefallen haben. Alle Ziele, die ich in hier vorstelle, befinden sich im Süden der Insel.

Der Wushanding-Schlammvulkan

Seit ich im vergangenen Herbst in Aserbaidschan war und den Bus zu einem der weltgrössten Schlammvulkane knapp verpasst hatte, war mir klar: Dieses Naturwunder muss ich eben anderswo so schnell wie möglich sehen. Als ich bei den Vorbereitungen für die Ostasienreise entdeckte, dass es in der Nähe von Kaohsiung einen Schlammvulkan gibt, war ich gleich Feuer und Flamme und setzte den Wushanding ganz oben auf meine Liste. So kam es auch, dass dieser kleine Schlamm speiende Hügel mein persönliches Highlight im Süden Taiwans wurde.

Bis zum Kraterrand des Vulkans sind es nur ein paar Schritte.
Bis zum Kraterrand des Vulkans sind es nur ein paar Schritte.

Im kleinsten Nationalpark Taiwans befinden sich zwei aktive Schlammvulkane sowie ein erloschener. Während der grössere der beiden Vulkane vielleicht gerade einmal drei Meter in die Höhe ragte, war der zweite kaum grösser als ein Maulwurfhügel. In beiden Vulkanen befindet sich im Krater ein winziger Schlammsee, der lustig vor sich hinblubbert. Auf meinem Instagram-Account siehst du das Blubbern hier in einem kurzen Video. Der Schlamm war wider Erwarten kühl. Das austretende Gas ist brennbar, weswegen du hier besser die Rauchverbote beachtest.

Der Baisha-Strand in Kenting

Hast du den Film Life of Pi gesehen? Wenn ja, dann bist du bestimmt einverstanden, dass er nicht nur mit einer tollen Story besticht, sondern dass sein Reiz auch die grandiosen Landschaften ausmachen, in denen er spielt. Einige Szenen des Films sind ganz im Süden von Taiwan am Baisha-Strand entstanden. Zugegeben: das Original sieht überhaupt nicht so aus wie im Film. Der offensichtlichste Unterschied ist wohl, dass er im Film leer ist, während sich in Echt Liegestühle und Sonnenschirme aneinanderreihen. Trotzdem: Von allen Stränden, die ich hier im Süden sah, gefiel mir dieser am besten.

Kurz vor dem Sturm: Der letzte Tag mit Sonnenschein bevor etwa acht Tage durchgehend regnete.
Kurz vor dem Sturm: Der letzte Tag mit Sonnenschein bevor etwa acht Tage durchgehend regnete.

Bei meinem Besuch bliess leider ein sehr starker Wind, der das Meer aufwühlte und hohe Wellen verursachte. Das sah zwar abenteuerlich aus, hat aber dazu geführt, dass der Strand für Swimmer gesperrt wurde. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Strände in der Region allerdings wegen den starken Strömungen ohnehin keine idealen Badestrände und mal sollte sich nicht weiter ins Wasser begeben, als man noch stehen kann.

Die Metrostation Formosa Blvd in Kaohsiung

Du kennst doch bestimmt diese Artikel im Stil von „die zehn schönsten irgendwas der Welt“. Kurz vor der Reise stiess ich auf einen Text, in dem die schönsten U-Bahnhöfe der Welt portraitiert wurden. Darunter war auch eine Station in der Grossstadt Kaohsiung – eine Stadt, die ohnehin auf meiner Route lag. Da ich Untergrundbahnen und Tunnels allgemein faszinierend finde (siehe dazu auch wieso mir Guanajuato in Mexiko so gut gefiel) war für mich klar: Hier muss ich stoppen.

Der berühmte Dome of Light des italienischen Künstlers Narcissus Quagliata in der Metrostation Formosa Boulevard.
Der berühmte Dome of Light des italienischen Künstlers Narcissus Quagliata in der Metrostation Formosa Boulevard.

Die gewaltige und farbenfrohe Glaskuppel hat mich dann auch nicht enttäuscht. Etwas schade fand ich jedoch, dass der „Licht-Dom“ etwas abseits von der eigentlichen Station liegt und nicht so recht in die Architektur integriert wurde. Interessant fand ich auch, hier die Metro zu verlassen und zu versuchen, die Glaskuppel von oben zu betrachten. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass sich über der Station lediglich eine vielbefahrene Kreuzung befindet.

Der Lotusteich bei Kaohsiung

Wenn du ohnehin bereits in Kaohsiung bist, solltest du den Lotusteich zu besuchen, der in einem Vorort liegt. Seine Besonderheit sind die zahlreichen Tempel, welche sich am Ufer des kleinen Sees aneinanderreihen. Erwarte hier jedoch nichts Historisches. Die Tempel sind allesamt relativ neu – das sieht man zum Beispiel daran, dass sich unter einem von ihnen sogar seine Tiefgarage befindet. Das Besondere hier sind die entspannte Stimmung und die bizarren Schlangen und Drachen, welche sich vor den Tempeln befinden.

Der Zugang zum Tempel im Hintergrund führt durch den Mund dieses Drachens.
Der Zugang zur Pagode im Hintergrund führt durch den Mund dieses Drachens.

Hast du dich je gefragt, wie es ist, wenn man von einem Drachen verschluckt wird? Ich weiss: Die Wahrscheinlichkeit, dass dies je einem meiner Leser widerfahren wird, ist ausgesprochen gering. Falls du die Erfahrung aber trotzdem machen willst, darfst du den Lotusteich auf keinen Fall auslassen. Denn näher an das Gefühl des Verschlungenwerdens kommst du nirgendwo sonst. Bei mehreren Tempeln führt der Zugang nämlich durch den Mund eines Drachens und dessen gewundenen Magen. Das Innere des Fabeltiers ist mit allerhand religiösen Motiven bemalt, bei denen ich mich nicht recht entscheiden konnte, ob ich sie schön oder kitschig fand. Aussergewöhnlich fand ich es aber auf jeden Fall.

Die Tempel von Tainan

Wenn dir nun der Sinn nach älteren Tempeln steht, dann solltest du etwas mehr Zeit in Tainan einplanen. In der ehemaligen Hauptstadt gibt es jede Menge sakrale Gebäude, die du besuchen kannst. Am bekanntesten sind der sehenswerte Konfuzius-Tempel und die eleganten Chihkan-Türme. Nach dem Besuch der beiden Türme, solltest du unbedingt auch den Matsu-Tempel auf der anderen Strassenseite besuchen. Die Innenausstattung dieses heiligen Hauses unterscheidet sich doch stark von den meisten anderen Tempeln, die ich bisher gesehen habe.

Eine Wand des Matsu-Tempels ist voll mit kleinen, beleuchteten Buddhafiguren.
Eine Wand des Matsu-Tempels ist voll mit kleinen, beleuchteten Buddhafiguren.

So waren beispielsweise in mehreren Räumen die Wände mit beleuchteten Schaukästen bedeckt, in denen sich kleine Buddhafiguren befinden. Vielleicht ist es etwas respektlos, das so zu schreiben. Aber mich haben sie an die Schlussszene im Vorspann zur Muppetshow erinnert. In einem anderen Raum kann man dafür beten, bald einen Freund oder eine Freundin zu finden. Anschliessend schreibt man den Wunsch auf und wirft ihn in den tempeleigenen Briefkasten mit direktem Zugang zu den Göttern der Liebe. Hier hat man die Wahl zwischen normal und express.

Nachtmärkte in Tainan

Tainan gilt in Taiwan als das ultimative Schlemmerparadies. In Taipei erzählt mir später jemand, dass er alle paar Wochen über das Wochenende nach Tainan fahre, nur um dort gut essen zu können. Das scheint mir etwas übertrieben. Wie im Rest von Taiwan hatte ich auch hier Schwierigkeiten, überhaupt Essen zu finden. Sehr gut gefallen haben mir aber die zahlreichen Nachtmärkte, wo das Essen nicht nur lecker ist, sondern auch sehr erschwinglich.

Stinktofu: Trotz des beissenden Geruchs bei der Zubereitung unheimlich lecker.
Stinktofu: Trotz des beissenden Geruchs bei der Zubereitung unheimlich lecker.

Wie ich bereits in meinem Artikel über die zu Unrecht verschmähten chinesischen Speisen geschrieben habe, bin ich ein grosser Fan von Stinktofu, der in Taiwan anders zubereitet wird als auf dem Festland, aber mindestens genau so lecker ist. Die Nationalspeise in Taiwan ist das Austernomelett (Kézǎijiān), das du dir ebenfalls auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Sehr beliebt ist in Taiwan auch der Bubbletea: Gesüsster Schwarztee mit Milch und kleinen Kugeln aus Maniokstärke. Nicht gesund, aber nirgendwo so lecker wie im Land, wo der Tee erfunden wurde.

Praktische Tipps für den Süden Taiwans

Anreise: In den meisten Fällen wirst du in Taipei ankommen und von dort aus mit dem Zug die hier erwähnten Ziele erreichen. Die Bahn ist zwar etwas langsam und holperig, aber grundsätzlich sehr zuverlässig und günstig. Alternativ gibt es die viel teuren Hochgeschwindigkeitszüge, mit denen du jedoch auf den relativ kurzen Strecken (Taiwan ist klein!) nur wenig Zeit sparst. Wenn du aus anderen ostasiatischen Ländern anreisen willst, kannst du auch nach direkten Verbindungen nach Kaohsiung suchen. Für die Recherche nach günstigen Flügen solltest du dir diese Tipps anschauen.

Reisezeit: Der Süden von Taiwan ist feucht und heiss. Im Sommer steigen die Temperaturen in Kenting an der Südspitze von Taiwan auf fast 40 Grad. Im Mai und Juni herrscht Regenzeit. Bei meinem Besuch hatte ich zunächst ein paar heisse sonnige Tage und danach genau eine Woche Dauerregen. Am besten eigenen sich der späte Herbst und der frühe Frühling.

Sprache: Ich hatte erwartet, dass mich in Taiwan keiner versteht. Umso überraschender war, dass ich mich mit Englisch einigermassen gut verständigen konnte. Selbst mit den Busfahrern und am Fahrkartenschalter der Eisenbahn klappte die Kommunikation ohne weitere Probleme – was sicherlich auch daran liegt, dass die Menschen generell sehr hilfsbereit sind. Kurz: Selbst wenig erfahrene Reisende können den Süden von Taiwan problemlos auf die eigene Faust entdecken. Falls du dich unsicher fühlst, solltest du meine Tipps zur Kommunikation in fremden Ländern lesen.

Das Wow Hostel in Tainan: Die Fenster sind nur aufgemalt.
Das Wow Hostel in Tainan: Die Fenster sind nur aufgemalt.

Unterkünfte: Es hat mich etwas überrascht, dass Übernachtungen auch auf dem Land so teuer sind. Für ein günstiges Doppelzimmer musst du mit etwa 40 bis 50 Euro rechnen. Für Alleinreisende gibt es in den wichtigsten Destinationen auch Massenschlafsäle, wo du ab etwa 10 bis 15 Euro ein Bett finden kannst. Die Hostels, die ich besucht habe, waren liebevoll geführte Unterkünfte. Auf Einladung von Hostelclub wohnte ich an folgenden zwei Orten, die ich hier gerne empfehle:

  • Wow Tainan International Hostel: Dieses tolle Hostel hat ein kleines Café, wo man sich mit anderen Reisenden trifft und sich austauschen kann. Die Privatzimmer haben jeweils ein sehr unterschiedliches Design. Meines hatte beispielsweise keine Fenster (beziehungsweise nur aufgemalte), was mich aber wegen der guten Klimaanlage nicht weiter störte. Auf dem Dach gibt es eine Waschmaschine. Sehr positiv sind mir die motivierten Angestellten aufgefallen.
  • With Inn Hostel, Kaohsiung: Dieses sehr zentral gelegene Hostel befindet sich in einem Gebäude, das zumindest Innen wie ein historisches Kulturerbe aussieht und mir sehr gut gefallen hat. Es verfügt über eine hübsche Dachterrasse für Raucher und einen netten Aufenthaltsraum im Erdgeschoss, wo man andere Leute kennenlernt. Ich war in einem gemischten Schlafsaal mit sechs Betten, welche jeweils über einen Vorhang verfügten, der etwas Privatsphäre erlaubt. Einziges Manko: Die Männerdusche befindet sich auf dem Balkon.

Reiseführer: Ich kaufe mir normalerweise den Lonely Planet, was ich auch für Taiwan getan habe. Ich war mit der Wahl sehr zufrieden, zumal der Reiseführer einigermassen aktuell war. In Taipei habe ich mir zusätzlich den deutlich dickeren Taiwanführer von Reiseknowhow (November 2013) angeschaut, der auf seinen fast 800 Seiten vor allem für diejenigen ideal ist, die länger im Land bleiben und echte Geheimtipps suchen.

Zum ersten Mal hier? Dann lese hier, worum es in diesem Blog geht. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann solltest du dich unbedingt beim monatlichen Newsletter einschreiben, damit du künftig nichts mehr verpasst.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

11 Kommentare

  1. Ich fand den Artikel gerade richtig super. Es ist nunmal einfach unmöglich, dass uns auf Reisen immer alles gefällt und wir ständig in Begeisterung versetzt werden. Da freue ich mich umso mehr, wenn ich mal einen ehrlichen Erfahrungsbericht lese. LG Franzi

    • Oliver Zwahlen

      Vielen Dank, Franzi. Ich weiss halt nicht, inwiefern ich Taiwan damit unrecht tue. Gut möglich, dass mit alles begeistert hätte, wenn ich zwei Wochen früher unterwegs gewesen wäre und jeden Tag die Sonne geschiehen hätte.

  2. Tut mir leid, dass es dir nicht so sehr gefallen hat. Denn mein Erlebnis im September 2013 war genau das Gegenteil. Ich war mit zwei Freunden 3 Wochen unterwegs, fast 2 davon mit einem Einheimischen, den einer von un kannte. Wir hatten bestes Wetter, na eigentlich gegen Ende dann etwas zu heiß in Kenting aber was beschwerte ich mich.
    Wir haben mit einem Mietwagen ein Trip über die gesamte Insel gemacht, Taipei, über den Nordosten nach Hualien, durch die Taroko Schlucht über die Berge, Sunmoon Lake, Tainan, Kaohsiung, Kenting.
    Eigentlich alles dabei, Stadt, Land, Natur, Strand, Berge fast 4000m), warm und kalt. Ich würde sofort wieder gehen 🙂

    In Tainan waren wir auch auf den besten Nachtmärkten. Allerdings hatten wir zu keiner Zeit Probleme etwas zu Essen zu finden. Unsere Hostel waren aber auch alle sehr gut geführt und wir sind gut im Landbzurecht gekommen

    Wenn du Taiwain nochmal in Erwägung ziehst, sieh dir das „Herz“ an, fahr am besten einmal quer über die Insel und schau dir die Nationalparks Taroko und Alishan an.

    • Oliver Zwahlen

      Hallo Martin,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Reise in einem Mietwagen toller ist. Ich hab das auch erwogen, aber die Preise für Mietwagen sind auf Taiwan relativ hoch. Ich hab nichts unter 60 Euro pro Tag gefunden, was mein Budget jedoch deutlich gesprengt hätte. Ich war ja alleine unterwegs. Falls ich noch einmal nach Taiwan gehe, würde ich mir aber überlegen, im Camper rumzufahren. Ich hab vom Zug aus viele hübsche Ecken gesehen, zum Beispiel an der Ostküste. Aber da sind wir dann halt immer dran vorbeigefahren.

      Die Nachtmärkte sind toll und tatsächlich voller grandioser Leckereien. Das habe ich ja auch so geschrieben. Aber ich möchte auch mal an einem etwas gemütlicheren Ort essen als auf Plastikstühlen am Strassenrand. Und da gibts in Taiwan schon ein ziemliches Defizit. Sagen übrigens auch Einheimische.

      Gruss,
      Oli

  3. Hi Oli,
    danke für den Artikel; hab jetzt ein etwas konkreteres Bild von Taiwan. Bin immer mal am überlegen, ob wir das mit auf unserer Weltreise einplanen. Bis jetzt hat mich aber noch nichts davon überzeugt, dass wir unbedingt in Taiwan gewesen sein müssten.

    Die Zimmerpreise haben mich etwas geschockt. Sind die Preise generell so hoch?

    In meiner Vorstellung ist Taiwan ein moderneres und teureres China. Kann man das so sagen oder tut man dem Land damit unrecht?
    Sonnige Grüße,
    Francis

    • Oliver Zwahlen

      Hallo Francis,

      ich habe so ein bisschen ein gemischtes Gefühl zu Taiwan. Mir hat es nicht so gut gefallen, aber ich habe irgendwie auch das Gefühl, dass ich Taiwan mit meiner Einschätzung unrecht tue. Vielleicht gebe ich der Insel ja irgendwann noch einmal eine zweite Chance.

      Ich finde nicht, dass man Taiwan als ein modernes und teures China bezeichnen kann. Denn erstens habe ich den Eindruck, dass zumindest die Grossstädte in China moderner sind als in Taiwan. Die Städte in Taiwan empfand ich oft als etwas vergammelt. Viele Häuser haben diese hässlichen Kacheln, die oft stark verfärbt waren. Ich vermute aber, dass es bei dem feuchten Blima nicht leicht ist, Immobilien schön zu halten. Zweitens bezahlst du ja auch in China locker mal 40 bis 50 Euro für ein Zimmer. In der Gesamtrechnung war bei mir Taiwan sogar günstiger als China. Das hängt damit zusammen, dass man wegen den kurzen Distanzen nicht so viel für den Transport ausgibt und die Eintritte sehr preiswert sind.

      Gruss,
      Oli

  4. Danke für den Artikel. Ich überlege ja noch ob ich nach Taiwan fliegen soll.
    Scheint ohne Mietwagen ja nicht das beste Reiseziel zu sein.
    Zur Sprache: Ich dachte du hast Chinesisch gelernt oder hast du dich in den 6 Jahren in China überwiegend in Englisch unterhalten?

    • Oliver Zwahlen

      Ich bin kein Sinologe und hab nur recht kurz eine Sprachschule besucht. Das meiste habe ich im Alltag gelernt. Daher kann ich nicht gut Lesen und Schreiben – kenn etwa 200 bis 300 Zeichen. Aber die mündliche Verständigung klappt ganz okay.

  5. Chinesisch ist sicher auch einer der kompliziertesten Sprachen der Welt. Umso besser wenn man sich in Taiwan mit Englisch durchschlagen kann. Habe heute für 430€ einen Flug (hin und Rückflug) mit Air China nach Hongkong gebucht. Mal sehen ob ich das mit Taiwan verbinde.

  6. Günstige Mietwagen in Taiwan gibt es bei cheapcartaiwan.com

    • Oliver Zwahlen

      Hi Sabine,
      vielen Dank für den Link. Ich finde nun 30 Euro für einen uralt-Toyoto bzw. 250 Euro für einen Porsche 911 nicht gerade eine ein Schnäppchen. Aber Taiwan scheint bei der Miete von Autos ein eher teureres Pflaster zu sein.
      Gruss,
      Oli

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