Home » Allgemein » Spartipp: Wieso ich mich für den New York CityPASS entschied

Spartipp: Wieso ich mich für den New York CityPASS entschied

Mit dem CityPASS vergünstig auf das Empire State Building. Fotos: OZ
Mit dem CityPASS vergünstig auf das Empire State Building. Fotos: OZ

Wohl keine zweite Stadt ist so vollgestopft mit weltbekannten Sehenswürdigkeiten wie New York. Doch leider sind viele davon unglaublich teuer. Mit einem passenden Coupon-Büchlein kannst du eine Menge sparen. Hier verrate ich, wie es geht und wann sich ein Pass lohnt.

In der Vorweihnachtszeit verbrachte ich etwas mehr als zwei Wochen in einer ESL-Sprachschule in Manhattan (Bericht folgt). Dabei hatte ich jeweils abwechselnd am Vor- und Nachmittag vier Stunden Unterricht. Da ich zum ersten Mal in New York war, wollte ich jeweils den Rest des Tages nutzen, um mir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt anzuschauen.

Es brauchte keine lange Recherche, um herausfinden, dass gerade diejenigen Attraktionen besonders teuer sind, die Erstbesucher sehen wollen: Bei mir waren das vor allem die Freiheitsstatue, das Empire State Building und die Aussichtsplattform vom Rockefeller Center.

Es gibt verschiedene Anbieter von Discountbüchlein. Mit allen lässt sich Geld sparen – sofern man den richtigen erwischt. Ich habe mich für den New York CityPASS entschieden. Das für mich wichtigste Kriterium war, dass er mich nicht zwang, durch die Stadt zu hetzen.

Was kostet der New York CityPASS?

Den New York CityPASS gibt es zu zwei unterschiedlichen Preisen: Für Kinder zwischen 6 und 17 Jahren, sowie für Erwachsene. Falls du mit jüngeren Kindern unterwegs bist, braucht du dir keine Sorgen zu machen: Kinder unter dem Mindestalter kosten ohnehin bei den meisten Sehenswürdigkeiten einen vergünstigten Preis oder erhalten sogar einen Gratis-Eintritt.

  • Erwachsene 116 US-Dollar
  • Jugendliche 92 US-Dollar

Am einfachsten und vermutlich auch praktischsten ist, den New York CityPASS direkt am Ticketschalter zu kaufen, wenn du die erste Sehenswürdigkeit besuchst. Alternativ bekommst du ihn bei der Touristeninformation oder du kannst ihn im Vorfeld über einen Anbieter bestellen. Von letzterem würde ich aber eher abraten, da das keine echten Vorteile bringt, dafür aber Portokosten anfallen.

Post from RICOH THETA. – Spherical Image – RICOH THETA

 

Lohnt sich der New York CityPASS?

Der New York CityPASS ist ein Coupon-Büchlein mit insgesamt sechs Gutscheinen. In drei Fällen musst du dich zwischen zwei Sehenswürdigkeiten entscheiden. Hinzu kommen weitere Rabatte für Restaurants und Touren, die allerdings kaum ins Gewicht fallen.

Ob sich der Pass lohnt? Um diese Frage zu beantworten, musst du das ganze einmal für dich durchrechnen. Die folgenden Sehenswürdigkeiten sind inbegriffen. Der Preis in der Klammer bezeichnet den Preis, den du als Erwachsener an der Kasse ohne Pass bezahlen würdest. Die Preise für Kinder findest du hier.

  • Das Empire State Building (47$)
  • Das Naturhistorische Museum (27$)
  • Das Städtische Kunstmuseum (25$)
  • Top of the Rocks (34$) oder Guggenheim Museum (25$)
  • Freiheitsstatue (18,50$) oder Circle Line (37$)
  • 9/11-Memorial (26$) oder Intrepid Museum (26$)

Wenn du jeweils das Teuerste wählst, haben die Attraktionen zusammen einen Wert von 196 Dollar. Das heisst, dass du mit dem Pass stattliche 80 Dollar sparen kannst.

Etwas schwieriger wird es allerdings, wenn dich nicht alle Sehenswürdigkeiten interessieren. Mein Vorschlag: Rechne in diesem Fall alles zusammen, was du unbedingt sehen willst. Die Orte, die dich nur mässig interessieren, zählst du zur Hälfte. So gerechnet lag mein persönliches Sparpotential bei 35 Dollar, was immerhin bereits einem guten Abendessen entspricht.

Anfahrt auf die vermutlich bekannteste Statue der Welt.
Anfahrt auf die vermutlich bekannteste Statue der Welt.

Was du beachten solltest

Beachte, dass der Pass nach seiner Aktivierung (sprich: dem ersten Besuch einer Sehenswürdigkeit) neun Tage gültig ist. Das gibt dir jede Menge Zeit, die Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe zu besuchen – und glaub mir: für die grossen Museen brauchst du locker einen ganzen Tag.

Auf dem Büchlein findest du eine Stelle, wo du das Datum der Aktivierung eintragen kannst. Das dient vor allem zu deiner eigenen Übersicht. Auf die Gültigkeit des Passes hat es keinen Einfluss, da diese zentral im Computer-System gespeichert wird.

Was ebenfalls wichtig zu erwähnen ist: Wenn du einen Gutschein aus dem Büchlein reisst, verliert er seine Gültigkeit – selbst wenn du dies vor den Augen der Person an der Eintrittskontrolle tust. Gibt ihr einfach jeweils das ganze Büchlein.

Das Intrepid Museum lässt das Herz jedes Flugzeugnarren höher schlagen.
Das Intrepid Museum lässt das Herz jedes Flugzeugnarren höher schlagen.

Pro und Contra CityPASS

Schlangen überspringen: Der New York CityPASS wirbt damit, dass du nicht so lange anstehen musst. Tatsächlich sparst du als Besitzer des Büchleins etwas Zeit. Aber eine zweite (oft längere) Schlage befindet sich jeweils vor dem Security Check – und da musst du trotzdem durch. Fazit: Ein Pluspunkt.

Spareffekt: Der New York CityPASS hilft dir in der Regel, Geld zu sparen. Oder er animiert dich zumindest dazu, Top-Attraktionen zu besuchen, die du sonst wegen der hohen Kosten ausgelassen hättest. Ein Pluspunkt.

Wahlhilfe: Wenn du bei der schieren Anzahl von Möglichkeiten in Big Apple Probleme hast, dich für eine Sehenswürdigkeit zu entscheiden, bist du vielleicht um die Vorselektion dankbar. Gleichzeitig schränkt dich der Pass aber auch ein und gibt deinem Aufenthalt möglichweise das Gefühl eine To-Do-Liste abzuhaken. Ein möglicher Pluspunkt.

Verlust an Spontanität: Wenn du bereits eine Menge für den Pass bezahlt hast, wirst du eher nicht bereit sein, spontan eine Sehenswürdigkeit auszulassen. Dadurch entsteht die Gefahr, dass du möglicherweise andere tolle Dinge verpasst. Dieses Problem sehe ich vor allem dann, wenn du nur kurz in der Stadt bleibst und wenig Ausweichsdaten hast. Ein möglicher Minuspunkt.

Fazit

Obwohl ich bei Aktionspässen generell eher skeptisch bin, hat sich der New York CityPASS für mich gelohnt. Er ist perfekt auf Besucher zugeschnitten, die die Stadt zum ersten Mal besuchen und denen es wichtig ist, an jedem Ort genügend Zeit zu haben.

Transparenzhinweis: Auf Anfrage erhielt ich den New York CityPASS kostenlos zur Verfügung gestellt.

Zum ersten Mal hier? Dann lese hier, worum es in diesem Blog geht. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann solltest du dich unbedingt beim monatlichen Newsletter einschreiben, damit du künftig nichts mehr verpasst.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.