Techtipp: Was Hörbücher für Reisende so attraktiv macht

Plus fünf coole Anspieltipps

Werbung. Du bist irgendwo in der Pampa unterwegs und hättest eigentlich jede Menge Zeit zum Lesen. Doch leider sind Bücher ausgerechnet auf Reisen alles andere als praktisch. Erfahre hier, wieso Hörbücher eine hervorragende Alternative zum Selberlesen sind.

Ich mag das Gefühl von Papier an den Fingerspitzen und seinen Geruch in meiner Nase. Ich mag es, wenn ich zusehen kann, wie mein Buchzeichen jeden Tag etwas weiter nach hinten rückt. Und ich mag es auch, wenn ich den Blick über mein überfülltes Bücherregal gleiten lasse und mich an all die Dinge erinnere, die ich den verschiedlichen Texten entnommen habe.

Trotzdem lese ich heute kaum noch gedruckte Bücher. Das hat einen einfachen Grund: Zeit zum Lesen habe ich hauptsächlich auf Reisen. Zum Beispiel auf endlosen Zug- oder Busfahrten, beim Warten auf den nächsten Flug oder auch ganz einfach abends, wenn ich im Hotelzimmer bin. Doch gerade auf Reisen sind Bücher unglaublich unpraktisch.

 

Wieso Hörbücher wie geschaffen sind für Reisen

Elektronische Bücher sind die perfekten Reisebegleiter. Generell unterscheide ich dabei zwischen Nachschlagewerken wie Reiseführern, die ich am liebsten als E-Book aufs Handy lade, und Unterhaltungsliteratur wie Romane oder Reiseberichte, die ich vorzugsweise als Audio-Files in meinem MP3-Spieler speichere und von deren Vorteile ich heute erzählten will.

Der offensichtlichste Grund für digitale Bücher ist das Gewicht. Digitale Bücher kann ich ohne zusätzliches Gewicht auf dem Computer, dem Handy oder dem MP3-Spieler speichern – lauter Dinge, die ich sowieso dabei habe. Ich finde es absurd, viel Geld für leichtes Reiseequipement auszugeben und dann schwere Bücher einzupacken.

Der wahre Grund, wieso sich Hörbücher perfekt fürs Reisen eignen, ist ein anderer: Während ich der Stimme des Erzählers lausche, kann ich problemlos die vorbeiziehenden Berge, Felder und Ortschaften betrachten – mit einem auf ein Buch gesenkten Blick würde ich das alles verpassen. Und egal, wie kurvig die Strecke oder wie holperig die Strasse ist, mir wird beim Lesen nicht übel.

Ich kann einer Geschichte aber auch dann folgen, wenn ich selber am Steuer sitze oder wenn der Schaffner im Abteil des Schlafwagens das Licht ausknippst. Und mit guten In-Ear-Kopfhörern (oder  Kopfhörern mit Noise Cancelation) kann ich mich auch bei Lärm noch einigermassen gut auf das Geschehen konzentrieren, währnend mir das mit einem Papierbuch nicht gut gelingen würde.

Und vor allem: Audio-Books sind unkaputtbar. Die Seiten bekommen weder Flecken noch fallen sie heraus. Und selbst wenn du dein Handy verlierst: Die Bücher kannst du jederzeit wieder runterladen.

 

Hörbuch kostenlos testen

Wenn auch du keine Lust hast, weiterhin schwere Bücher im Gepäck mit dir rumzuschleppen, gibt es eine gute Möglichkeit, gratis zu testen, ob dir Hörbücher überhaupt zusagen: Das Probe-Abo bei Audible.

Im ersten Monat ist das Audible-Abonnement vollkommen kostenlos und beinhaltet den Download eines Hörbuchs. (Ausserdem gab es bei mir noch überraschend ein paar Geschenke…) Solltest du innerhalb der ersten 30 Tage feststellen, dass dir doch Papierbücher besser liegen, kündigst du das Abo einfach und die Sache ist erledigt.

Wenn du das nicht tust, kostet das Abo anschliessend 9,95 Euro pro Monat und du kannst dir jeweils ein Hörbuch deiner Wahl herunterladen. Brauchst du mehr als ein Buch pro Monat, zahlst du zusätzliche 9,95 Euro. Da viele Hörbücher im Einzelverkauf deutlich teurer sind, ist das in der Regel ein ziemlich guter Deal.

Was für Reisende wichtig ist: Nach dem Kauf kannst du dein neues Hörbuch entweder auf den Computer, das Tablet oder dein Handy runterladen. Das heisst, du brauchst zum Hören keine aktive Internetverbindung und kein Roaming. Auch nach Kündigung des Audible-Abos kannst du dir die erworbenen Bücher noch anhören.

Überzeugt? Dann kannst du hier dein kostenloses Probe-Abo bestellen

 

Meine 5 persönlichen Anspieltipps

 

Sieben Jahre in Tibet: Mein Leben am Hofe des Dalai Lama

Kein Buch hat in mir mehr Fernweh ausgelöst, wie die spannende Geschichte von Heinrich Harrer. Auf seiner Flucht aus der Kriegsgefangenschaft in Indien landet er im verschlossenen Tibet und beginnt dort als Privatlehrer des Dalai Lama zu arbeiten. Auch interessant für alle, die bereits den Film gesehen haben. >> hier bestellen

 

635 Tage im Eis: Die Shackleton-Expedition

Die Zeit der grossen Abenteuerreisen ist längt vorbei. Wer wissen will, wie Reisen noch vor etwa hundert Jahren ausgesehen hat, sollte sich dieses Buch anhören. Es folgt den Spuren einer missglückten Expedition zum Südpol und schildert den Kampf der Männer ums Überleben. Seit der Lektüre habe ich mich nie mehr über schlechte Strassen beklagt. >> hier bestellen

 

Das große Los: Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr

Der Traum jedes Reisenden ist für Meike Winnemuth wahr geworden: Die Journalistin hat bei einer Quiz-Sendung abgestaubt und das Geld in eine Weltreise investiert. Jeden Monat in einer anderen Stadt. Das Buch ist gespickt mit Lebensweisheit. Die vielleicht Wichtigste: Sie hätte das Geld gar nicht gebraucht, um aufzubrechen. >> hier bestellen

 

Couchsurfing im Iran – meine Reise hinter verschlossene Türen

Ich habe noch kein Land besucht, in dem die erlebte Realität so stark von meinen Vorstellungen abwich. Der Iran hat mich mit seinen unglaublich gastfreundlichen und aufgeschlossenen Menschen total fasziniert. Das widerfuhr auch Stephan Orth, der zwei Monate lang als Couchsurfer durch den Iran reiste und aus seinen Begegnungen ein sehr hörenswertes Buch entstehen liess. >> hier bestellen

Frühstück mit Elefanten

Zum Schluss ein Buch, das auf meiner Liste ganz weit oben steht, weil ich in ein paar Wochen selber das erste Mal auf Safari gehe. Der Inhalt:  Der Fernsehredakteurin Gesa Neitzel fällt in Berlin der Himmel auf den Kopf und sie beschliesst, sich um Krüger Nationalpark zu einer Safari-Rangerin ausbilden zu lassen. In ihrem Buch erzählt sie von ihrer Ausbildung. >> hier bestellen

 

Hinweis: Dieser Artikel enthält Werbung für audible.de, dem führenden Vertreiber von Hörbüchern.

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Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

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2 Kommentare

  1. Noch ein Tipp wenn man zu viel Zeit auf Reisen hat. Reiseblogs lesen und kommentieren. Hoffentlich hältst du mich jetzt nicht für einen Stalker weil ich hier so viel kommentiere. Nur bin ich noch nicht so fit fürs Akkord Sightseeing und gute Museen gehen mir auch langsam aus.
    Die Idee mit den Hörbüchern ist nicht schlecht. Ich bevorzuge allerdings kostenlose Podcasts. Der Vorteil von Papierbüchern ist natürlich das man sie gebraucht sehr günstig bekommt. Verstehe ich es richtig das man nur ein Hörbuch pro Monat für 10€ bekommt?
    Ps: Das ist doch das Taipeh 101 oder?

    1. Hi Pasquale,

      nein, überhaupt nicht. Ich freue mich über deine Kommentare und ich wünsche mir, dass es mehr Leser gibt, mit denen ich so regelmässig ins Gespräch komme wie mir dir. Es ist doch eigentlich das Tolle an Blogs, dass die Kommunikation keine Einbahnstrasse ist.

      Wenn du gerne Englisch liest, findest du natürlich überall gebrauchte Papierbücher. Auf Deutsch ist die Auswahl aber meist eher bescheiden. Und die anderen Nachteile wie Gewicht, Reiseübelkeit usw. hast du dann natürlich trotzdem noch.

      Genau. Wenn du so ein Abo abschliesst, zahlst du monatlich rund 10 Euro und kannst dir dafür jeweils ein Hörbuch deiner Wahl runterladen. Teilweise gibt es auch Bücher, die du für einen halben Gutschein bekommst. Wenn du bedenkst, dass ein gedrucktes Buch oft um die 20 Euro kostet, sind die 10 Euro meiner Meinung nach keine Unmenge. Aber klar: Gegen eine Leihbücherei kommt das natürlich preislich nicht an.

      PS: Gut erkannt! Im Hintergrund siehst du tatsächlich Taipei…

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