Testbericht Vasco M3: Über 70 Sprachen in der Hosentasche

(Werbung) Ärgert es dich bisweilen, wenn du unterwegs auf eine kaum zu überwindende Sprachbarriere stösst? Dann solltest du dir vielleicht den Vasco Translator M3 anschauen. Der kompakte Sprachcomputer bietet alles, was du dir auf Reisen wünschen kannst.

Wenn du gerne abseits der Trampelpfade unterwegs bist, kennst du vermutlich die Situation: Du hast auf einem Markt etwas Schönes entdeckt und möchtest dich beim Verkäufer erkundigen, aus welchem Material es gefertigt wurde oder ob es eine Handarbeit ist. Doch dann macht sich schnell Ernüchterung breit: Ihr findet keine Sprache, auf der ihr euch gemeinsam verständigen könnt.

Für solche sprachlichen Herausforderungen hatte ich lange einen Notizblock in der Tasche. So konnte ich im Notfall auf Gesten und auf Zeichnungen zurückgreifen. Inzwischen nutze ich aber einen elektronischen Übersetzer. Damit funktioniert die Kommunikation noch einmal um Längen einfacher: Ich spreche einfach etwas auf Deutsch ein und lasse es anschliessend in einer beliebigen Sprache ausgeben.

Vor kurzem hat mich nun der Hersteller meines Geräts gebeten, den Nachfolger zu testen. Der taufrische Sprachcomputer heisst Vasco Translator M3 und beherrscht – um das gleich vorwegzunehmen – ziemlich vieles ziemlich gut. Was dir das Gerät möglicherweise bringt, wo die Grenzen der Technik liegen und ob sich die Anschaffung für dich lohnt, verrate ich in diesem Testbericht.

 

Spracheingabe per Mikrofon

Ob ein Übersetzungsgerät im Reisealltag wirklich etwas taugt, hängt stark davon ab, wie umständlich die Spracheingabe ist. Der Translator M3 bietet hierfür gleich zwei Möglichkeiten: Entweder sprichst du den Text ein oder du fotografierst ihn. Ein mühsames Eintippen ist weder nötig noch möglich. Doch wie gut funktioniert das?

Beginnen wir unseren Test mit der Idealsituation: Ich spreche in einem ruhigen Raum zunächst 20 einfache Fragen ein wie „Entschuldigung, wie komme ich am besten zum Bahnhof?“ oder „Enthält dieses Gericht Fleisch?“ Wie ich das vom Vorgängermodell kenne, haut die Spracherkennung in solchen Situationen kein einziges Mal daneben. Auch leichtes Nuscheln und Lispeln sind kein Problem.

Um die Toleranz bei einer fehlerhaften  Aussprache zu testen, rufe ich einen Studienfreund in Bangkok an. Ich bitte ihn, mir einfache Sätze in Thai vorzusprechen, damit ich sie in den Übersetzer diktieren kann. Da ich keinerlei Thai-Sprachkenntnisse habe, erwarte ich, dass ich mit diesem Versuch grandios scheitere. Das Ergebnis überrascht mich: Immerhin fünf von zehn Sätzen sind einigermassen korrekt übersetzt worden.

Als nächstes möchte ich die Grenzen in einem lärmigen Raum auslotsen. Da mir wegen Corona keine vollen Kneipen zur Verfügung stehen, muss ich den lärmigen Hintergrund in den eigenen vier Wänden simulieren. Ich lege also Hells Bells von AC/DC auf und drehe immer mehr auf. Bis Brian Johnson und Angus Young die Spracheingabe merklich stören, muss die Musik unangenehm laut werden. Gemäss Hersteller werden spezielle Filter genutzt, die Hintergrundlärm von der Sprechstimme unterscheiden können.

Auch eher exotische Sprachen wie Bengalisch sind vorhanden.

 

Scannen von Texten

Ein Feature, das ich bei meinem alten Modell nicht kannte, ist die eingebaute Kamera, mit der man Texte scannen kannst. Auch hier führe ich ein paar Tests durch, um die Grenzen der Technik zu testen. Grundsätzlich kann ich sagen: Auch das Einlesen von Texten funktioniert gut und zuverlässig, hängt allerdings von der Klarheit des Schriftbilds ab.

Konkret: Normale Texte in Druckschrift funktionieren absolut problemlos. Auch mit Büchern in alter Frakturschrift kommt das Gerät gut zurecht. Schliesslich hole ich The Wall von Pink Floyd aus meinem CD-Ständer und lasse das Gerät auf das Booklet los. Wer die Platte kennt, der weiss: Die Handschrift von Roger Waters ist alles andere als leicht zu entziffern. Zu meiner Überraschung funktioniert die Texterkennung trotzdem recht gut.

Dennoch fällt mir das erste Mal etwas auf, das mir nicht so recht gefällt: Mit einer Bildschirmdiagonale von gerade einmal fünf Zentimetern sind längere Texte auf dem Gerät mühsam zu lesen. Auf Reisen ist das allerdings weniger tragisch als es klingt. Schliesslich will man meist nur kurz entziffern, wo der Bus hinfährt oder ob man gerade dabei ist, im Restaurant Hundefleisch zu bestellen. Für solche Anwendungen reicht das Display allemal.

Per Knopfdruck kann der Vasco Translator M3 eine Übersetzungen auch vorlesen.

 

Die Übersetzungsqualität

Mit dem Vasco M3 kannst du gegenwärtig auf etwa 70 Sprachen (Liste der verfügbaren Sprachen)  zurückgreifen und zwischen ihnen nach Belieben hin- und herübersetzen. Mit jedem Update kommen weitere hinzu. Mit den bereits vorhandenen Sprachen soll laut Hersteller eine Kommunikation mit 90 Prozent der Weltbevölkerung möglich sein.

Wie bereits erwähnt, ist die Bedienung denkbar einfach: Den beiden grossen Tasten kannst du jeweils eine Sprache zuordnen. Je nach dem, ob du oder dein Gesprächspartner gerade reden, hältst du die eine oder die andere gedrückt. Die Übersetzung erscheint nach weniger als einer Sekunde auf dem Bildschirm. Klickst du den Satz auf dem Touchscreen an, wird er flüssig und weitgehend natürlich ausgesprochen.

Und die Qualität der Übersetzung? Da fünf verschiedenen Übersetzungstechnologien benutzt werden, haben die Übersetzungen eine Genauigkeit von 96 Prozent. Allerdings darf man keine Wunder erwarten: Die normale Umgangssprache funktioniert sehr zuverlässig, aber kompliziertere Sätze und vor allem Wortspiele bringen das Gerät immer mal wieder an seine Grenzen.

Kleiner Tipp: Die Genauigkeit der Übersetzungen kannst du deutlich erhöhen, indem du die Satzzeichen mitdiktierst. Also vor allem „Komma“ und „Punkt“. Besonders langsames und überdeutliches Sprechen bringt keine Vorteile.

Selbst schwierige Handschriften werden einigermassen akurat übersetzt.

 

Fazit

Der Vasco Translator 3 hat alles, was ein treuer Reisebegleiter braucht: Du kannst sowohl gesprochene, wie auch geschriebene Texte mit einer relativ hohen Treffsicherheit übersetzen. Dadurch ist eine flüssige Kommunikation auch dort möglich, wo man mit Händen und Füssen nicht mehr weiterkommt.

Besonders gut gefällt mir, dass der Sprachcomputer, der wie alle hochwertigen Übersetzer auf eine Internetverbindung angewiesen ist, mit einer eingebauten SIM-Karte geliefert wird, die in fast jedem Land der Erde funktioniert und mit einer unbeschränkten Datenmenge geladen ist. So hast du auch später keine ärgerlichen Folgekosten.

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2 Kommentare

  1. Klingt spannend! Wie steht es um die Akku-Laufzeit (vor allem in der Praxis)? Muss man das Ding regelmässig laden? Und wie schnell ist es eingeschaltet/einsatzbereit? Ist ein schnelles Ein- und Ausschalten, ähnlich wie bei einer Digitalkamera, möglich?

    1. Hallo Patrick,
      im Standby-Modus ist das Gerät sofort einsatzbereit: Lediglich Taste drücken und über den Bildschirm wischen, schon kann man den Text einsprechen. Allerdings hält die Batterie so nur etwa zwei Tage. Komplett hochfahren dauert mit gut 25 Sekunden etwas länger als ich mir das wünschen würde. Mein Tipp ist daher, das Gerät nur nachts komplett auszuschalten.
      Gruss,
      Oli

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