Freitag, 15. Dezember 2017
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Welche Versicherungen braucht man für eine Weltreise?

Damit ein Reisender nicht umsonst Versicherungsgebühren bezahlt, haben wir hier ein paar praktische Tipps zusammengestellt. Leider können wir keine Vergleiche anbieten, sondern nur generelle Hinweise geben.

Es gibt einen Monty Python Sketch, in dem ein Versicherungsvertreter eine so genannte Nullversicherung verkaufen will: Sie sei zwar wahnsinnig günstig, aber es sei überhaupt nichts damit gedeckt. Das ist zwar trockener britischer Humor, aber der Ruf der Versicherungen, dass sie nicht zahlen wollen, wenn es draufankommt, kommt nicht von nirgendwo. Damit ein Reisender nicht umsonst Versicherungsgebühren bezahlt, hier ein paar praktische Tipps:

Krankenkasse. In der Schweiz müssen alle Bürger und Langzeitaufenthalter eine Krankenkasse unterzeichnen. Diese gilt allerdings nur in Europa. Wer eine längere Überseereise plant, braucht also einen zusätzlichen Schutz, den man am besten bei seiner Krankenkasse gleich dazunimmt. Notfallbehandlungen sind über eine Unfallversicherung in der Regel bis zum doppelten Behandlungspreis des Heimatlandes inbegriffen. Für teure Länder wie USA oder Japan ist eine Zusatzversicherung deswegen zu prüfen. Wer sich in der Schweiz abmeldet, kann sich bei einer internationalen Krankenkasse anmelden. Die sind oft billiger, allerdings stehen nicht alle im Ruf, eine gute Dienstleistung zu bieten.

Annulationsschutz-Versicherung: Diese dient dazu, dass unter gewissen Bedingungen der Verlust bezahlt wird, der dadurch entsteht, dass man eine Flugreise nicht antritt. Reisebüros empfehlen diesen Schutz in der Regel. Vielleicht, weil es daran verdient. Wir empfehlen diese Versicherung nicht: Die Gründe, bei denen man absagen kann, sind sehr restriktiv (Tod naher Verwandten, schwere Krankheit usw.). Sinnvoller ist es beim Ticket darauf zu achten, dass man einen Flug nimmt, den man preiswert zurückerstatt bekommen kann. Hier gibt es massive Unterschiede bei den Bedingungen. Für Reisende, die relativ frei über ihre Zeit verfügen können, lohnt es sich zu prüfen, wie teuer es wäre, einfach den Zeitpunkt des Abflugs zu verschieben.

SOS-Schutz und Gepäckversicherung. Für die meisten Langzeittraveller lohnt sich eine Gepäckversicherung kaum. Gebühren sind teuer und die Ausrüstung zu wenig wert. Prüfenswert ist der SOS-Schutz. Doch diesen haben viele bereits in anderen Versicherungen eingeschlossen. Auch hier lohnt es sich, seine alten Policen noch einmal genau durchzuschauen. Guter SOS-Schutz bietet Rega.