Freitag, 15. Dezember 2017
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Mit einem Laptop kann man die Arbeit mitnehmen

Je nach Berufsrichtung ist es möglich, seine gewohnte Arbeit übers Internet weiterhin auszuüben. Hier hilft das Wohlstandsgefälle.

Was man bei einem Kurzurlaub besser vermeiden soll, kann bei einer langen Reise zur Lebensnotwenigkeit werden: Dass man seine Arbeit von zu Hause mitbringt. Bei gewissen Berufen ist dies sehr leicht möglich. Grundsätzlich geht alles relativ leicht, bei dem man über das Internet für eine Firma zu Hause arbeitet und dabei ortsungebunden ist. Dies sind beispielsweise Webdesigner, Suchmaschinenoptimierer und Texter beziehungsweise Contentschreiber. Besonders leicht ist es zudem, sich sein Geld mit Textübersetzungen zu verdienen. Hier kann man sich im Verlaufe der Reise auch zusätzliche Möglichkeiten schaffen, indem man in dem Land versucht, entsprechende Kontakte zu knüpfen. Ausserdem kann man Geld über Werbung auf seiner Webseite verdienen. Unterwegs habe ich auch Leute getroffen, die einen Webshop betrieben haben, für Werbeagenturen als Graphiker gearbeitet haben oder sogar die Buchhaltung für andere geführt haben. Möglich ist also Vieles – oft auch Unerwartetes!

Ebenfalls möglich sind auch Berufe wie Journalist oder Fotograf. Diese beiden Gedanken kommen wohl den meisten Langzeitreisenden, so dass die Konkurrenz hier sehr gross ist. Deswegen gilt in diesem Bereich eine gewisse Vorlaufzeit zu beachten: Wer noch nie einen Artikel veröffentlicht hat, wird es wohl kaum schaffen, bei einer einigermassen namhaften Zeitung unterzukommen. Dafür gibt es zwei Gründe: Die Auslandsberichterstattung wird entweder von den Nachrichtenagenturen übernommen oder von festen Korrespondenten geführt, freie Autoren werden höchstens berücksichtigt, wenn sie bereits einen guten Namen oder Beziehungen haben. Die Reiseseiten in Zeitungen werden zuerst mit den Pflichtübungen der Redaktoren gefüllt, die über ihre Pressereise schreiben müssen. Auf den Rest stürzen sich die Langzeitreisenden. Zudem sind in gewissen Ländern wie China journalistische Tätigkeiten nur mit einem besonderen Visumsstatus erlaubt.

Wer es schafft, hin und wieder einen Auftrag zu bekommen, kann gleich doppelt profitieren: Zum einen muss man so nicht seinen Kontakt zur Arbeitswelt zu hause gänzlich abbrechen, was einen Wiedereinstieg erleichtert. Zum anderen kann man von dem Wohlstandsgefälle profitieren: Während man mehr oder weniger einen europäischen Lohn hat, lebt man zu lokalen Preisen.