Freitag, 15. Dezember 2017
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Botschaft und Visa: Erster Kontakt mit Reiseland

Es lohnt sich, wenn man sich vor einer Reise Gedanken zu seiner Route macht und die entsprechenden Sichtvermerke in seinem Pass bereits vor der Abreise hat. Dies spart Zeit und Ärger unterwegs.

Man kann natürlich einfach losfahren und sich seine Visa unterwegs besorgen. Trotzdem sollte man sich lieber schon der Abreise die Einreisebestimmungen der jeweiligen Länder ansehen. Diese stehen etwa auf der Webseite der Aussenministerien (siehe rechts) oder den Botschschaftsseiten. Auch Reiseführer haben solche Informationen, können aber in der Zeit seit ihrer Drucklegung veraltet sein. Auch ist zu beachten, dass für westeuropäische Staatsangehörige eine Einreise oft viel leichter ist, als etwa für eine Freundin aus Kamerun.

Vor der Recherche sollte man sich überlegen, wie lange man in einem Land bleiben will. So bietet zum Beispiel Thailand eine Visumsfreie Einreise für einen Monat an. Wer aber länger bleiben will, muss den Gang auf die Botschaft unter die Füsse nehmen. Während es meinst keine Probleme bei der Einreise gibt in Ländern, in die man ohne Visum einreisen kann, gilt es bei der Einreise mit Visum einiges zu beachten:

  • Kann ich das Visum an der Grenze organisieren?
  • Kann ich das Visum auf der Reise organisieren?
  • Muss ich das Visum in meinem Heimatland organisieren?

Auch wenn die Botschaften immer wieder beteuern, dass man die Sichtvermerke in seinem Heimatland einholen soll, ist es in den meisten Fällen auch kein Problem, diese noch unterwegs zu kriegen. Allerdings ist hier zu beachten, dass es nicht in allen Ländern Botschaften gibt und manche von ihnen keine Visa erstellen. So war es beispielsweise in der Vergangenheit immer schwierig, in den zentralasiatischen Ländern ein Visa für China zu bekommen. Aktuelle Informationen dazu findet man auch in Reiseforen .

Die Aufenthaltsdauern sind nach Land unterschiedlich und bei Touristenvisas oft stark eingeschränkt (in der Regel zwischen einem und drei Monaten, manchmal verlängerbar bis zu einem halben Jahr). Wer länger bleiben will, kann das Visum meistens verlängern, was allerdings mit viel Bürokratie verbunden ist. (Jedoch auch einen Einblick ins Land gewährt.) Oft ist es einfacher, das Land kurz zu verlassen und wieder einzureisen. Eine weitere Möglichkeit ist es, mit einem nichttouristischen Visum einzureisen. Viele Länder bieten Businessvisa an, die zu mehreren Einreisen und einer längeren Aufenthaltsdauer berechtigen. Diese zweckentfremdeten Visa brauchen allerdings in der Regel eine Sponsorenfirma, die man bezahlen muss. Da dies teuer und moralisch etwas fraglich ist, sollte man diesen Weg allerdings vermeiden.

Für die Beantragung der Visa benötigt man in den meisten Fällen die folgenden Unterlagen:

  • Reisepass, der mindestens sechs Monate länger als der Zeitpunkt der Ausreise gültig ist
  • Visumantrag (kann man in der Regel auf der Webseite der Botschaft herunterladen)
  • Passfoto
  • Gebühr
  • Rückreiseticket
  • In manchen Ländern muss man auch eine Auslandskrankenversicherung nachweisen

Die Visa kann man problemlos selber organisieren. Vielfach reicht es, die Papiere einfach an die entsprechende Botschaften zu schicken. In manchen Fällen mussen man seine Unterlagen persönlich auf der Botschaft vorbei bringen. Wer dazu keine Zeit oder Lust hat, kann ein Reisebüro oder einen Visadienst beauftragen.