Mittwoch, 25. Januar 2017
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Upside Down Museum Penang: Wo die Welt kopfsteht…

Im Upside Down Museum bekommt jeder einen Handstand hin.
Im Upside Down Museum bekommst auch du einen gestreckten Handstand hin.

Planst du auf deiner Reise durch Malaysia auch einen Aufenthalt auf der Insel Penang und möchtest dort etwas Aussergewöhnliches besuchen? Dann empfehle ich dir eine Besichtigung des Upside Down Museums. Dort steht die Welt nämlich kopf.

Georgetown auf der malaysischen Insel Penang leidet nicht gerade an einem Mangel an interessanten Museen. Du findest zum Beispiel ein spannendes Haus, in dem du alles Mögliche über Gold erfährst. Oder du kannst dir in einer anderen Ecke der Stadt historische Kameras oder Geister anschauen.

Doch nirgendwo hatte ich so viel Spass wie während den 45 Minuten, die ich im Upside Down verbrachte. Das Spezielle an dem im August 2015 eröffneten Museum: Hier steht alles auf dem Kopf.

Du gehst durch die unterschiedlichen Räume und machst Selfies oder lässt dich von jemandem fotografieren. Wenn du die Bilder am Ende umkehrst, wirkt es so, als würdest du an der Decke kleben. Ideal also, um ein paar gelungene Schnappschüsse fürs Fotoalbum und deine Timeline auf Facebook zu schiessen.

Kopfüber im Wohnzimmer

Auf das Upside Down stiess ich zufällig beim Spazieren durch die Altstadt von Georgetown. Das Museum befand sich nur einige hundert Meter von meinem Hostel entfernt. Die Bilder, die aussen angebracht waren, zogen mich in den Bann. Ich kaufte sofort mein Ticket und gelangte über eine enge Tür in einen Gang.

Das erste was ich dort fand, war ein gedeckter Frühstückstisch, der kopfüber von der Decke hängt Im Hintergrund steht ein altes Grammophone und die Schale auf dem Tisch ist mit Früchten gefüllt, die offenbar der Schwerkraft trotzen. Alles wirkt auf seltsame Weise real und gleichzeitig bizarr.

In der Ecke steht ein Mitarbeiter des Museums. Er fragt, ob er beim Fotografieren helfen soll. Dann gibt es Tipps, wie ich am besten posieren soll. „Halte den Fuss hierher“, erklärt er beispielsweise. „Das sieht dann aus, als würdest du ein Salto machen.“

Gegenüber befindet sich eine kleine Küche. Ich öffne den Kühlschrank und lächle vor den Cola-Flaschen. Das Bild wird nichts. „Mach doch mal auf dem Boden ein paar Liegestützen und versuch danach wie ein Buddha hinzusitzen“, rät mir der Mann, der hier bei den Bildern hilft. Ich mühe mich an der Küchendecke ab, aber nach der grossen Erleuchtung sieht das Video trotzdem nicht aus. Ich wusste eigentlich, dass ich in der Küche nicht viel tauge.

abhängen
Gemütlich am Kamin abhängen
Schwungvoll ins Bett...
Schwungvoll ins Bett…
Kopfstand im Kinderzimmer...
Kopfstand im Kinderzimmer…

Die 3D-Malereien

In jedem Raum werde ich etwas verwegener und versuche neue Posen zu erfinden. Ein paar liegen auf der Hand wie etwa der Sprung von der Decke in die offene Toilettenschüssel. Andere funktionieren nicht so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Jeder neue Raum überrascht mich erneut mit seiner Liebe zu den Details.

Nach einer Küche, die nur um 90 Grad verschoben ist, führt eine Treppe in die zweite Etage hoch. Dort ist alles etwas anders eingerichtet. Oben befindet sich zum Beispiel ein schräges Zimmer mit Billardtisch, auf dem die Kugeln auf wundersame Weise umkehren. Mit etwas Kreativität lassen sich hier witzige Videos drehen.

Als nächstes kann ich an einer nachgebildeten Aussenwand entlang hangeln. Dabei filmt mich ein Mitarbeiter. Während ich mich auf dem wenige Zentimeter breiten Sims vorarbeite, fühle ich mich ein bisschen wie in einem Hollywoodfilm.

Der grössere Teil der zweiten Etage besteht aus 3D-Gemälden an der Wand. Nach der Detailverliebtheit im ersten Teil des Museums fand ich die gemalten Bilder allerdings nicht mehr sonderlich beindruckend.

Der Sprung in die Schüssel.
Der Sprung in die Schüssel.
Fast so wie in einem Hollywood-Blockbuster...
Fast wie in einem Hollywood-Blockbuster…

Fazit

Obwohl das Upside Down Museum Penang relativ klein ist, verfügt es über etwa 20 unterschiedliche Räume oder Ecken, wo sich jede Menge witzige Bilder schiessen lassen. Da ich noch nie in einem derartigen Museum war, machte mir das alles unglaublich viel Spass. Ein zweites Mal würde ich es aber nicht besuchen.

Praktische Tipps

  • Bei einem grossen Besucherandrang kann es im kleinen Museum eng werden. Ausserdem musst du unter Umständen eine Weile warten, bis du reingelassen wirst. Es lohnt sich daher, den Besuch auf die frühen Morgenstunden zu legen, wenn noch nicht so viel los ist.
  • Ohne Posen vor der Kamera macht das Museum nur halb so viel Spass. Nimm also unbedingt deine Knippse mit. In jedem Raum befindet sich ein Angestellter, der dir beim Fotografieren hilft. Zu zweit macht der Besuch sicherlich mehr Spass und bringt auch bessere Bilder hervor.
  • Denke bei der Wahl deiner Kleidung daran, dass du später auf den Bildern auf dem Kopf stehst. Lockere Röcke sehen deswegen etwas seltsam aus. Nimm lieber etwas Enganliegendes. Noch mehr kannst du rausholen, wenn du dir die Haare mit Haarspray hochstellst.
  • Penang hat eine Unzahl an grossartigen Museen zu bieten. Einen schönen Überblick findest du bei meinen Blogger-Kollegen von my-road.de.
  • Wenn du nicht weisst, ob dich Malaysia als Reiseland grundsätzlich reizt, findest du hier acht Gründe, wieso sich Malaysia für Backpackanfänger eignet.
  • Das Museum kostete zum Zeitpunkt meines Besuchs etwa 6 Euro. Für Studenten und Einheimische gibt es einen Preisnachlass.
  • Das Upside Down Museum befindet sich in der Kimberley Street 45 in Georgetown. Das Museum ist jeden Tag ab 8,45 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass um 17.30 (bzw. 18.30 am Wochenende).

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Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

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