Montag, 18. Dezember 2017
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Spaziergang durch den Central Park: Strawberry Fields forever

Das Strawberry Field Denkaml im Central Park von New York! In der Nähe wurde John Lennon erschossen. Foto: Christine Schmidt  / pixelio.de
Das Strawberry Field Denkmal im Central Park von New York! In der Nähe wurde John Lennon erschossen. Foto: Christine Schmidt / pixelio.de

Am 9. Oktober wäre John Lennon 73 Jahre alt geworden. Nicht nur zum Andenken an einen großen Künstler lohnt sich ein Abstecher zu einem der schönsten und ruhigsten Plätze in New York. Kleine Fleckchen wie das „Strawberry Fields“ im Central Park laden zum Entspannen ein.

Dass New York riesig ist und laut, und seine Bewohner meist ziemlich hektisch, habe ich bei einer Metropole mit über acht Millionen Einwohnern nicht anders erwartet. Es ist gleichermaßen schön und anstrengend, in die Menschenmassen des Big Apple einzutauchen. Die gelben, hupenden Taxis zu hören, die schnellen Schritte der Geschäftsleute an der Wall Street hinter sich zu spüren. Ganz zu schweigen von den Touristenmassen, die sich am Times Square tummeln, und sich gegenseitig vor den riesigen, leuchtenden Werbebannern fotografieren. Das alles ist New York, keine Frage. Doch es gibt auch sehr ruhige Plätzchen in der quirligen Metropole.

Auf der Höhe der West 72nd Street und der Eighth Avenue am Central Park West zum Beispiel. Hier ist ein kleiner Bereich des insgesamt knapp 350 Hektar großen Parks John Lennon gewidmet. Die „Strawberry Fields“ erinnern an einen der größten Beatles Songs. John Lennon hat mit seiner Frau Yoko Ono ganz in der Nähe des Central Parks gewohnt, in den „Dakota Apartments“. Am 8. Dezember 1980 wurde er auf seinem Nachhauseweg erschossen. Fünf Jahre später wurde ihm zu Ehren „Strawberry Fields“ eröffnet. Hier befindet sich ein von Yoko Ono gestaltetes, kreisrundes Mosaik aus schwarzen und weißen Steinchen, in denen in Erinnerung an John Lennons berühmtes Lied der Schriftzug „Imagine“ zu lesen ist.

Jedes Jahr zieht der kleine Distrikt vor allem an John Lennons Geburts- und Todestag zahlreiche Fans aus aller Welt an, die ihrem Idol gedenken wollen. An allen anderen Tagen im Jahr geht es in diesem Bereich des Parks aber eher beschaulich zu, und man findet oft ein ruhiges Plätzchen auf einer Bank. Für einen New York Besuch mit Kindern ist der riesige Central Park auch generell zu empfehlen.

Pilgerstätte für Beatles-Fans

Hier kann nämlich besonders gut gespielt und auch gut gepicknickt werden. A propos Essen: Wer vor dem Parkbesuch etwas zum picknicken mitnehmen möchte, dem sei ein Besuch in den nahegelegenen „Delis“ rundherum zu empfehlen. In der  Houston Street (205 East Houston zwischen Avenue und Norfolk Street, hier empfiehlt es sich allerdings aufgrund der Entfernung doch lieber die Subway bis zur Houston Street zu nehmen) befindet sich das „Katz‘s Deli“, immer noch ein sehr gefragtes, wenn auch an manchen Tagen etwas zu volles, Imbiss Lokal. Seine Berühmtheit hat das das „Katz‘s Deli“ mit der Orgasmus-Szene des Films „Harry und Sally“ erlangt. Heutzutage geht es in der kleinen Imbiss-Bude eher um einen kulinarischen Höhepunkt, den man unter anderem erreichen kann, wenn man eines der ausgezeichneten Pastrami-Sandwiches bestellt. Nicht gerade günstig (mindestens 16 Dollar), aber ihr Geld wert. Man sollte im Übrigen Bargeld dabeihaben, im „Katz‘s Deli“ geht es eben immer noch etwas nostalgisch zu.

Die "grüne Lunge" von Manhatten: Der Central Park erlaubt einen guten Blick auf die New Yorker Skyline. Foto: Andrea Damm  / pixelio.de
Die „grüne Lunge“ von Manhatten: Der Central Park erlaubt einen guten Blick auf die New Yorker Skyline. Foto: Andrea Damm / pixelio.de

In Laufdistanz zum Central Park befindet sich das „Café Sabarsky“. Es liegt in der Fifth Avenue und 86th Street in der „Neuen Galerie“, einem Museum für Deutsche und Österreichische Kunst. Hier bekommt man ab 14 Dollar leckere, europäische angehauchte Sandwiches.

Wer vorab oder nach seinem Besuch im Central Park nochmal einen wunderschönen Ausblick auf die riesige Grünfläche genießen will, dem sei ein Besuch im „Robert Restaurant“ empfohlen. Es liegt im neunten Stock des „Museum of Arts and Design“ im Columbus Circle. Am Wochenende gibt es zum leckeren, aber schon etwas teureren Essen (Hauptgerichte kosten zwischen 30 und 40 Dollar) eine Jazz-Live-Band dazu. Der Blick auf den Park ist dafür umso schöner.

Fahrradtouren durch Manhatten

Der Central Park ist es in jedem Fall wert, einen ganzen Nachmittag oder auch einen ganzen Tag zu verbringen. Man kann der Hektik der Großstadt für einen Moment entfliehen, und das, obwohl man immer noch mitten drin ist, schließlich nimmt der Park circa vier Prozent der Bodenfläche Manhattans ein. Außerdem kann man hier auch mal ganz in Ruhe die New Yorker selber beobachten, wie sie ihre Hunde und Katzen (!) ausführen, Rendezvous haben oder einfach nur spazieren gehen. Wem das nicht reicht, der sollte sich einer der zahlreichen angebotenen Touren anschließen. Besonders schön ist es zum Beispiel, den Central Park per Fahrrad zu erkunden. Es gibt geführte Touren mit verschiedenen Themenbereichen, zum Beispiel eine „Arts and Architechture Tour“ oder eine „Movie and TV Sites Tour“. Schließlich ist der Park seit jeher Schauplatz für zahlreiche Filme und Serien gewesen (darunter Friends, Sex and the City etc.)

Die New Yorker jedenfalls lieben ihre grüne Oase, und das zu Recht wie ich finde. Und nach ein paar Stunden dort fühlt man sich entspannt genug, um sich wieder in den Trubel der Großstadt zu stürzen.

Praktische Tipps

Reisezeit: Ein Besuch von New York lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Doch ist das Wetter im Sommer feuchtheiss, und die Winter können unangenehm kalt werden. Nicht nur für Fans von John Lennon ist der Spätherbst eine der besten Reisezeiten.

Anreise: Kaum eine Stadt ausserhalb Europas ist so gut verbunden wie New York. Es lohnt sich, die Preise zu vergleichen und früh zu buchen. Denn nach New York gibt es immer mal wieder Schnäppchen.

Unterkunft: Zwischen Jugendherbergen und Fünf-Sterne-Hotels ist jede Art von Unterkünften vertreten – kosten jedoch alle relativ viel Geld. Gerade für Familien kann es sich bei einem längeren Aufenthalt in New York lohnen, eine Wohnung anzumieten.

Nahverkehr: New York verfügt über ein hervorragendes U-Bahnnetz. Wer viel unterwegs ist, fährt mit der Metro Card Fun Pass (Tageskarte) für 7 Dollar vermutlich günstiger. Auch Taxis sind relativ preiswert: 25 Blocks kosten ungefähr 9 Dollar plus ein Trinkgeld  von 15 Prozent.

Über Kerstin Britta Henning

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