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Smart-Phone auf Reisen: Elf Tipps gegen leere Akkus

Mit dem Handy auf Reisen
Junge Frau liest unterwegs ihre Emails. Foto: Joachim Kirchner / Pixelio.de

Wer unterwegs ist, hat nicht immer Gelegenheit, sein Handy regelmäßig zu laden. Umso wichtiger, den Verbrauch so stark wie möglich zu drosseln. In diesem ersten Artikel der Serie über „Handys auf Reisen“ gibt das Weltreisemagazin elf Tipps, um die Laufzeit eines Android-Handys zu verlängern.


1. Verschaffe Dir einen Überblick

Bevor du beginnst, irgendwelche Apps zu installieren oder auch zu deinstallieren, solltest du dir einen Überblick verschaffen, auf welche Weise und womit dein Telefon den „Saft“ verbraucht. Dazu gehst du auf „Einstellungen“ und wählst das Untermenu „Akku“. Hier werden besonders durstige Apps aufgeführt, die du allenfalls deaktivieren kannst. Erfahrungsgemäß sind allerdings das Betriebssystem und vor allem der Bildschirm die größten Stromfresser. Dies führt gleich zum wichtigsten Tipp.

2. Reduziere die Helligkeit des Bildschirms

Die modernen Handys sind dank den hellen und farbigen Displays grossartig zu bedienen. Dass dieser Komfort jede Menge Akku verbraucht, ist nicht weiter verwunderlich. Wer die automatische Helligkeitsregelung aktiviert und sie wenn möglich auf einen niedrigen Wert einstellt, kann die Lebensdauer seines Handyakkus relativ leicht verlängern. Gehe dazu auf „Einstellungen“ und wähle im Untermenü „Anzeige“ den Punkt „Helligkeit“. Teste nun, wie weit du den Bildschirm abdunkeln kannst, ohne Probleme beim Lesen zu bekommen. Dieser Punkt liegt normalerweise irgendwo in der Mitte.

Außerdem solltest du dein Android-Smartphone so einstellen, dass sich das Display nach wenigen Minuten von selbst ausschaltet. Am besten gewöhnst du dir an, den Bildschirm über die Aus-Taste (bei den meisten Android-Geräten rechts oben) vor Hand auszuschalten. Das gleiche gilt für die Tastenbeleuchtungsdauer (im gleichen Untermenü wie die Helligkeit konfigurierbar). Sie regelt, wie lange das Licht der Rücktaste und der Menütaste brennt. Beide sind auch im Dunkeln leicht zu finden, so dass du dieses Hilfslicht problemlos deaktivieren kannst.

3. Gestalte den Bildschirm so schwarz wie möglich

Die neuen AMOLED-Displays brauchen viel mehr Energie, um helle Farben zu erzeugen als dunkele. Zwar bietet Android nur wenige Möglichkeiten, um das Design des Geräts zu verändern. Aber du kannst beispielsweise anstelle eines Wallpapers einfach einen schwarzen Hintergrund wählen. Wenn dir das nicht so hübsch erscheint, dann erinnere dich an Punkt 1: Dort haben wir ja gesehen, dass rund die Hälfte der Batterieleistung in den Bildschirm fließt.

Wer häufig die Suchfunktion nutzt, kann auf Black Google Mobile eine App runterladen, welche alle Google-Suchresultate auf schwarzem Hintergrund ausgibt. Laut den App-Herstellern lässt sich damit der Stromverbrauch auf ein Siebtel reduzieren. Wir haben die Zahl nicht überprüft.

4. Netzwerkverbindungen nur bei Bedarf aktivieren

Smartphones verfügen über eine Vielzahl von Übertragungsstandards. Dass jede dieser Techniken Strom verbraucht, ist kaum erstaunlich. Deswegen solltest du alle Netzwerkfunktionalitäten deaktivieren, welche du gerade nicht benötigst. Das sind insbesondere Bluetooth, WiFi und UMTS. Über „Einstellungen“, „Weitere Einstellungen“, „Mobile Netzwerke“ kannst du deinem Gerät sagen, dass es nur das langsamere, aber sparsamere 2G-Netzwerk verwenden soll. Gerate in Ländern, in denen das Netzwerk noch nicht so gut ausgebaut ist, lohnt sich diese Einstellung

5. Deaktiviere die standortbasierten Dienste

Zugegeben: Die standortbasierten Dienste sind gerade unterwegs sehr nützlich, um den eigenen Standort zu bestimmen. Doch auch sie sind Stromfresser. Vor allem GPS kann man in den meisten Fällen getrost deaktivieren und nur bei Bedarf (Navigation) aktivieren. Auch so kann man wieder wertvolle Minuten an Akkulaufzeit schinden.

6. Entferne unnötige Widgets auf dem Home-Bildschirm

Wenn du viel Zeit gebraucht hast, um deinen Home-Bildschirm optimal einzurichten, solltest du gleich zum nächsten Punkt gehen. Andernfalls kannst du kontrollieren, ob du wirklich immer über Aktienkurs, Wetter und die neuesten Postings deiner Freunde auf Facebook informiert sein musst. All diese Widget verbinden sich regelmäßig mit dem Internet und verursachen nicht nur unter Umständen Roamingkosten, sondern verkürzen auch die wertvolle Laufzeit deiner Batterie.

7. Schalte das Handy aus, wenn du es nicht brauchst

Es mag nach einem etwas plumpen „Trick“ klingen, aber am meisten Strom sparst du, wenn du das Handy ganz einfach ausschaltest. Zum Beispiels nachts, wenn du schläfst. Solltest du das nicht jede Nacht selber machen wollen, kannst du auf Apps wie Tasker zurückgreifen und beispielsweise zwischen Mitternacht und sieben Uhr morgens alle nicht essentiellen Funktionen deaktivieren. Dieser Tipp schont selbstredend nicht nur die Batterien, sondern verhilft auch zu einer besseren Nachtruhe.

8. Deaktiviere die Vibration

Eine weitere, oft unterschätzte Energieverschwendung stellt die Vibration dar. Sie sorgt dafür, dass das Handy bei einem Anruf nicht nur klingelt, sondern eben auch vibriert. Das Gleiche gilt für die schwachen Vibrationen zur Bestätigung, dass du eine Taste berührt hast. Beide Funktionen kannst du getrost deaktivieren.

9. Erwäge eine Stromspar-App

Im Internet kann man Apps finden, welche die meisten der oben erwähnten Schritte automatisch durchführen. Gebe zur Suche im Google Play Store die Schlüsselworte „Power Manager“ ein. Da sich das Angebot ständig ändert, ist es schwierig, konkrete Empfehlungen zu geben. Zum Zeitpunkt der Recherche waren folgende drei Apps führend: Battery Indicator Pro, Green Power und JuiceDefender. Alle Programme verfügen jeweils über eine abgespeckte Gratisversion und unterschiedliche kostenpflichtige Premiumversionen.

10. Nimm ein USB-Ladegerät mit

Das ist zwar genau genommen kein Tipp, um Strom zu sparen. Aber es schadet sicher nicht, ein passendes Ladegerät mitzunehmen. Die meisten Handys werden heute mit einem Netzkabel für die Steckdose und einem USB-Kabel für den Anschluss an den Computer geliefert. Nimm auf alle Fälle das USB-Kabel mit, denn in vielen Flughäfen (und teilweise auch in Bahnhöfen) gibt es kostenlose Ladestellen, die in der Regel nur über einen USB-Anschluss verfügen. Ebenfalls kannst du mit dem UBS-Kabel problemlos in einem Internetcafé deinen kleinen Helfer laden. Solltest du dennoch an einer klassischen Steckdose vorbeikommen, hilft ein klassischer USB-Adapter. Wenn du eine mehrtägige Wanderung durch abgelegene Gegenden unternimmst, kannst du dir auch überlegen, ein Solarlade-Gerät anzuschaffen. Das macht dich von Steckdosen unabhängig.

11. Platziere das Handy am richtigen Ort

Eine schlechte Verbindung braucht viel mehr Strom als eine gute. Vergrabe also dein Handy nicht in der hintersten Ecke deines Hotelzimmers unter einem Haufen von Alufolien, sondern platziere es am besten in der Nähe des Fensters. Denke aber auch an die Temperatur: Batterien arbeiten bei tieferen Temperaturen besser. Schau also, dass das Handy am Fenster nicht in der prallen Sonne liegt.

Sämtliche Tipps wurden mit einem Samsung Galaxy S Duos getestet. Bei anderen Handymodellen und älteren Android-Versionen können sich einzelne Menü-Punkte an anderen Orten befinden als hier beschrieben.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

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