Dienstag, 6. Dezember 2016
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Die Lykische Küste im Mietwagen: Routen, Tipps und Ideen

Zwischenstopp auf dem Roadtrip entlang der Lykischen Küste. Fotos: O. Zwahlen
Zwischenstopp auf dem Roadtrip entlang der Lykischen Küste. Fotos: O. Zwahlen

Wenn du Strände und leuchtend blaues Meer magst, solltest du auf deiner nächsten Türkeireise die Lykische Küste einplanen. Eine Möglichkeit, sie zu erkunden, ist eine Rundreise im Mietwagen. In diesem Beitrag findest du meinen Erfahrungsbericht sowie Tipps, Tricks und einen Routenvorschlag.

Bevor ich mir Ende Oktober im kleinen Dorf Adrasan eine Woche lang im Seminar- und Gästehaus Lykia die volle Dröhnung Yoga und Esoterik gab (über diese Erfahrung schribbe ich hier), war ich fünf Tage lang mit dem Mietwagen an der Lykischen Küste unterwegs.

Für mich hat sich das als die ideale Art herausgestellt, die Gegend zu erkunden: Das Auto gab mir die grösstmögliche Freiheit, das geringe Verkehrsaufkommen machte das Fahren auf den gut ausgebauten Strassen  angenehm und dank den niedrigen Preisen (günstige Miete, billiges Benzin und überall Gratisparkplätze) erwies sich der Roadtrip als ein regelrechtes Schnäppchen.

In diesem Artikel erzähle ich alles, was du wissen musst, wenn du selber eine Mietwagenrundreise in der Gegend planst. Der Text ist ziemlich lang geworden. Über das Inhaltsverzeichnis gelangst du direkt zu den für dich relevanten Stellen.

Inhalt

Vier klassische Arten, die Lykische Küste zu erkunden

Wenn du nicht die ganze Zeit an einem der bekannten Badeorte verbringen willst, wirst du dich mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie du die Lykische Küste am besten erkundest. Im Wesentlichen hast du vier Möglichkeiten:

  • Wanderung auf dem Lykischen Weg: Ein 500 Kilometer langer Weitwanderweg führt von Fethiye nach Antalya. Der Pfad bringt dich durch höhere Lagen und bewegt sich teilweise weit vom Meer weg. Ich bin auf meiner Reise mehrmals auf die gut ausgeschilderten Pfade gestossen und habe grosse Lust bekommen, die Wanderung eines Tages zu unternehmen. Hier findest du einen ausführlichen Bericht von zwei Blogger-Kollegen.
  • Blaue Fahrt auf dem Meer: Wenn dir Wandern zu anstrengend ist, hast du die Möglichkeit mit einem Gulet zu reisen. Die hölzernen Segelschiffe fahren (meist unter Motor) zwischen Fethiye und Olympos sowie zwischen Fethiye und Marmaris. Ursprünglich wollte ich die Lykische Küste im Gulet erkunden, habe das aber verworfen, weil es Ende Oktober nicht mehr ganz so warm ist. Der Vorteil einer Bootsreise: Du erreichst problemlos die wunderschönen Buchten, zu denen sonst nur Wanderwege führen.
  • Backpackertour per Bus: Die meisten Orte an der Lykischen Küste erreichst du auch per Bus. Allerdings sind die Fahrpläne relativ dünn. Wenn du so unterwegs bist, solltest du einen oder zwei Tage mehr einplanen als hier angegeben.
  • Rundreise im Mietwagen: Entlang der Küste führt eine gut ausgebaute Strasse, die alle wichtigen Orte und Sehenswürdigkeiten verbindet und dir auch ermöglicht, in die Berge und abgelegene Hochtäler zu fahren. Für diese Version habe ich mich entschieden – auch weil wenige Tage vor der Abreise ein Einladung vom Mietwagenvermittler CarDelMar reingeflattert ist.

Das Erstaunliche an all diesen Reiseformen: Obwohl die Lykische Küste zu den wichtigeren Urlaubsregionen der Türkei gehört, fand ich es leicht, dem Massentourismus aus dem Weg zu gehen und sogar Strände zu finden, an denen ich weitgehend alleine war.

Alternative zur Autofahrt: Der Lykische Weitwanderweg.
Alternative zum Roadtrip: Der Lykische Weitwanderweg.

Wieso die Lykische Küste

An der Lykischen Küste findest du zahlreiche beeindruckende antike Stätten wie Phaselis oder Olympos, die direkt am Meer liegen. Am Lykischen Wanderweg kannst du alte Gräber aus der lykischen Periode besichtigen. In der Nähe von Fethiye gibt es zudem die moderne Geisterstadt Kayaköy. Und bei Chimaera kannst du über das ewige Feuer staunen.

Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist jedoch das Meer, das in diesem Teil der Türkei besonders schön ist. Nicht ohne Grund wird die Region auch als die „Türkis-Küste“ bezeichnet. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, kannst du immer wieder an kleinen, abgelegenen Stränden halten. Achtung: Die Küste ist zum grössten Teil felsig und viele Strände bestehen aus Kies; dafür ist das Wasser unglaublich sauber.

Start- und Endpunkt deiner Rundreise ist wahrscheinlich die Grossstadt Antalya, die mit ihrem historischen Zentrum selber ein entspanntes Ziel ist – auch wenn sich die vielen deutschen Besucher hier und da etwas auf die Füsse stehen.

Meine Route entlang der Lykischen Küste

Ich hatte mir einen kleinen Hyundai 110 für die fünftägige Tour an der Lykischen Küste ausgesucht. Dieses Modell hat den Vorteil, dass es relativ sparsam ist. Ich nahm das Fahrzeug spät am Abend entgegen und fuhr nach Kemer, wo wir in einer billigen Bleibe übernachteten. Deswegen zähle ich den ersten Tag nicht als Reisetag.

Tag 1: Von Kemer nach Olympos
Kemer ist ein wenig ansehnlicher Badeort, dessen Küstenlinie mit zahlreichen Hotels vollgeklotzt ist. Der Strand besteht aus Kieselsteinen und gefiel mir nicht sonderlich. Wir sind deswegen schnell nach Phaselis weiter gefahren.

Die antike griechische Stadt Phaselis verfügt über mehrere Theater und Bäder, die an einer ehemaligen Hauptstrasse liegen. Zudem gibt es die Überreste eines Aquädukts. Die Ruinen sind beeindruckend, fast schöner ist der feinsandige Badestrand gleich hinter der Anlage. Vergiss deine Badehose nicht.

Nur wenige Kilometer vor Olympos befindet sich das ewige Feuer von Chimaera. Hier tritt seit der Antike Methangas aus dem Felsen und nähert verschiedene Feuer. Ein magischer Ort. Chimera kannst du zu Fuss ab Cirali oder in einer etwas längeren Wanderung auch ab Olympos erreichen.

Dein nächster Stopp sollte Olympos mit seiner Ruinenstadt sein. Bekannt ist Olympos allerdings hauptsächlich wegen seinen Tree Houses. Der Ort spricht vorwiegend Backpacker und Kletterer an. Die Unterkünfte sind günstig und in ihrer Art einzigartig. Angenehme Atmosphäre und zahlreiche Parkplätze. Eine detaillierte Beschreibung des Orts findest du hier.

Antike Hauptstrasse durch Phaselis.
Antike Hauptstrasse durch Phaselis.
Flammen zwischen Überresten der Antike: die ewigen Feuer von Chimaera.
Flammen zwischen Überresten der Antike: die ewigen Feuer von Chimaera.

Tag 2: Von Olympos nach Üçağız
Gerade hinter dem Berg befindet sich der kleine Küstenort Adrasan. Wenn du magst, kannst du hier frühstücken oder mittagessen. An einem Fluss am nördlichen Ende des Strandes gibt es eine Reihe von hübschen Cafés. Nach meinem Roadtrip verbrachte ich in einem Yoga-Retreat in diesem Ort eine ganze Woche.

Fahr gemütlich der Küste entlang. Wenn du noch nicht genug antike Ruinen mit Amphitheatern und Bädern gesehen hast, kannst du einen Abstecher nach Arykanda unternehmen. Wir haben das ausgelassen. Was du aber nicht verpassen solltest: Myra, ebenfalls eine alte Stadt aus der Zeit der Lykier mit eindrücklichen Felsgräbern.

Ein schöner Ort für die nächste Übernachtung ist das kleine Fischerörtchen Üçağız, das mit seinem Jachthafen besticht. Am östlichen Ende des Orts gibt es eine Ruine, von der du bei der Dämmerung schöne Bilder machen kannst. Klettere bitte nicht im Dunkeln auf die Ruinen, da es auf dem Weg mindestens zwei Löcher gibt, durch die du mehrere Meter in die Tiefe stürzen kannst.

Ausblick auf den Strand von Adrasan.
Ausblick auf den Strand von Adrasan.
Abendstimmung über dem kleinen Fischerort Üçağız.
Abendstimmung über dem kleinen Fischerort Üçağız.

Tag 3: Von Üçağız nach Patara
Wenn du Lust hast, kannst du mit dem Boot oder in einer einstündigen Wanderung den Nachbarort Kaleköy erreichen. Noch schöner ist der Bootsausflug, der dich zu einer im Meer versunkenen Stadt bringt. Hier kannst du über den Ruinen schwimmen.

Die heutige Fahrt nahmen wir eher gemütlich mit vielen Stopps am Strassenrand. Einer führte uns hoch in die Berge zum Dorf Bezirgan. Das lohnt sich jedoch nur, wenn du noch nie in der ländlichen Türkei warst. Ansonsten ähnelt der Ort hunderten anderen Dörfern in Anatolien.

Den Nachmittag verbrachten wir mit der Besichtigung der alten Ruinen von Patara und bei einem gemütlichen türkischen Tee am 20 Kilometer langen Strand. Bei unserem Besuch spielte das Wetter nicht mit, weswegen der ansonsten wunderschöne Sandstrand praktisch leer war.

Etwa einen Kilometer landeinwärts befindet sich das Dorf Gelemiş, in dem du jede Menge gute und günstige Familienpensionen und einige leckere Restaurants findest. Einer der schöneren Orte, den du dir für deine Übernachtung aussuchen kannst.

Der Strand von Patara: 20 Kilometer und praktisch leer.
Der Strand von Patara: 20 Kilometer und praktisch leer.
Das restaurierte Theater von Patara wirkt ziemlich neu.
Das restaurierte Theater von Patara wirkt ziemlich neu. Im Hintergrund ein altes.

Tag 4: Von Patara nach Fethiye
Unser erster Stopp war die enge Saklıkent-Schlucht. Der Weg führt zuerst auf Brücken über reissendes Wasser. Weiter oben musst du durch das kalte Nass waten. Im Sommer gibt es hier zahlreiche Wasseraktivitäten wie Tubing. Bei unserem Besuch war der obere Bereich der Schlucht gesperrt.

Nur wenige Kilometer weiter liegt der Badeort Ölüdeniz mit seinem bekannten Lagunen-Beach, den du auf keinen Fall verpassen solltest. Wenn du mutiger bist als ich, versuchst du per Tandem deinen ersten Paragliding-Flug. Hier gibt es einen schönen Erfahrungsbericht.

Da ich weniger Abenteurer als Geschichtsnerd bin, fuhr ich rasch zur Geisterstadt Kayaköy weiter. Bis zum Ersten Weltkrieg befand sich hier eine prosperierende Stadt mit etwa 4000 griechischen Haushalten. Dann kam ein Bevölkerungsaustausch und die Bewohner mussten das Land verlassen. Es ist ein beklemmendes Gefühl durch die Ruinen zu spazieren.

Die ersten hundert Meter der Saklıkent-Schlucht führen über Brücken.
Die ersten hundert Meter der Saklıkent-Schlucht führen über Brücken.
Gespenstiger Anblick: Eine ganze Stadt aus verfallenen Häusern.
Gespenstiger Anblick: Eine ganze Stadt aus verfallenen Häusern.

Tag 5: Von Fethiye nach Antalya
Fethiye ist vor einem halben Jahrhundert bei einem Erdbeben schwer beschädigt worden und heute keine sehr ansehnliche Stadt. Eines der schönsten Gebäude von Fethiye ist das Hamam aus dem 17. Jahrhundert. Besonderheit: Paare können sich in privaten Räumen zusammen einseifen lassen. In den meisten anderen türkischen Bädern gibt es eine Geschlechterunterteilung.

Wenn du dein Fahrzeug möglichst schnell nach Antalya zurückbringen willst, nimmst du am besten die gut ausgebaute Schnellstrasse D350 via Sogütkoy. Die Strecke ist nicht besonders schön, aber dafür erreichst du Antalya in drei Stunden.

Wenn Du einen zusätzlich Tag einbauen willst, kannst du weiter Richtung Westen fahren. Auf dieser Route hätten mich die Thermalquellen von Sutlaniye gereizt, wo du im Schlamm badest. Wir hatten dazu keine Zeit mehr und sind langsam nach Antalya zurückgefahren.

Bei unserer Fahrt haben wir zu einem grossen Teil kaum befahrene Nebenstrassen gewählt, die durch eine reizvolle Berglandschaft führten. An die genaue Route erinnere ich mich nicht mehr. Aber sie spielt auch keine so grosse Rolle, da die abgelegene Landschaft überall schön ist. Am Abend gegen 20 Uhr gaben wir das Auto in Antalya wieder ab.

Ausgetrockneter Fluss trotz des Dauerregens am fünften Tag.
Ausgetrockneter Fluss trotz des Dauerregens am fünften Tag.
Abseits von allem: Auf dem Rückweg durch die Bergwelt.
Abseits von allem: Auf dem Rückweg durch die Bergwelt.

Meine Erfahrungen mit dem Vermieter

Bevor ich meine Erfahrungen mit der Automiete schildere, möchte ich offenlegen, dass ich das Fahrzeug vom Mietwagen-Brooker Cardelmar zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe. Die Beschreibung in diesem Text ist davon aber nicht beeinflusst. Mit dem gleichen Anbieter war ich übrigens schon bei meinem Portugal-Roadtrip unterwegs.

Der erste Schritt bestand darin, auf der Website von Cardelmar ein passendes Fahrzeug zu finden. Die günstigsten Angebote für die Miete in Antalya beginnen ab 8 Euro pro Tag für einen Kleinwagen. Da ich zeitlich nicht flexibel war, musste ich ein Auto für rund 20 Euro pro Tag wählen. Hinzu kam noch eine Kleinigkeit für die Versicherung (ich empfehle auf alle Fälle ein Vollkasko ohne Selbstbehalt). Wenn du häufiger Mietwagen nimmst, lohnt sich vielleicht die externe Lösung von leihwagenversicherung.de.

Was wichtig zu wissen ist: Cardelmar vermietet selber keine Autos, sondern sucht für dich unter zahlreichen Anbietern den günstigsten lokalen Partner aus und vermittelt dich an diesen. In meinem Fall war das „Cirular Car Hire“. Gut möglich, dass du bei einem anderen Vermieter landest und andere Erfahrungen machst als ich. Über einen Kommentar freue ich mich.

Am Tag der Anmiete kam ich mit rund 30 Minuten Verspätung auf dem Flughafen Antalya an. Der Vertreter von Circular Car Hire wartete bereits mit einem Schild mit meinem Namen am Ausgang des Terminals. (Achte darauf, dass du bei der Reservation das richtige Terminal angibst, da deren Ausgänge etwa zwei Kilometer entfernt liegen.)

Die Entgegennahme des Fahrzeugs war sehr effizient. Wir liefen einmal um das Auto rum, um allfällige Kratzer zu entdecken. Da es ein paar Stunden zuvor stark geregnet hatte, war das Auto etwas verschmutzt. Danach kontrollierten wir die Tankfüllung. Nun musste ich nur noch das Rental Agreement unterzeichnen und mit der Kreditkarte eine Kaution hinterlegen. Zwei Minuten später waren wir auf der Strasse.

Die Rückgabe verlief genauso schnell und problemlos. Der Mitarbeiter warf nur einen sehr flüchtigen Blick auf allfällige Schäden und unterzeichnete die Schadensfreiheit. Einzige Schwierigkeit: Wir kamen rund zwei Stunden zu früh an. Da Circular Car Hire auf dem Flughafen kein eigenes Büro hat, mussten wir den Mitarbeiter per Telefon von der früheren Rückkehr informieren. Er war aber nach zehn Minuten dort.

Auf den Strassen triffst du allerhand andere Fahrzeuge.
Auf den Strassen triffst du allerhand andere Fahrzeuge.

Was kostete der Roadtrip an der Lykischen Küste?

Die fünftägige Tour unternahmen wir zu zweit, wodurch die Kosten gegenüber einer Alleinreise deutlich günstiger ausfielen. Hier die Aufzählung der wichtigsten Ausgaben:

  • Fahrzeugmiete: Für unseren Hyundai 110 bezahlten wir pro Tag 20 Euro. Hinzu kamen 5 Euro für eine umfassende Versicherung. Das ergab bei 5 Tagen insgesamt 125 Euro.
  • Treibstoff: Insgesamt 730 Kilometer haben wir in den fünf Tagen zurückgelegt. Dabei mussten wir 1,5 Mal tanken und gaben genau 150 türkische Lira aus (ca. 50 Euro).
  • Unterkünfte: Wir übernachteten in lokalen Familienbetrieben, die jeweils zwischen 70 und 100 Lira kosteten. Insgesamt etwa 140 Euro.
  • Essen: In allen Unterkünften war das Frühstück im Preis inbegriffen, am Mittag ernährten wir uns mit Snacks aus dem Supermarkt. Lediglich am Abend assen wir einem Restaurant, was meist zwischen 20 bis 30 Lira kostete. Total 50 Euro.
  • Eintritte: Die Eintrittspreise waren überall bescheiden und lagen in der Regel unter 10 Lira. Ich schätze, dass wir gesamt etwa 40 Euro für Eintritte ausgaben.
  • Total: Sollte ich in dieser Aufzählung nichts vergessen haben, gaben wir pro Person ziemlich genau 200 Euro aus. Das entspricht etwa 40 Euro pro Tag und liegt nur knapp über dem, was ich bei einer Backpacking-Reise bezahlt hätte.
Das passende Restaurant (in Kemer), um einen Road zu beginnen.
Das passende Restaurant (in Kemer), um einen Roadtrip zu beginnen.

Praktische Tipps zum Roadtrip

  • Führerschein: Auch wenn die Schweizer Botschaft auf ihrer Website des Gegenteil schreibt: Du brauchst als Tourist keinen internationalen Führerschein, um in der Türkei ein Auto zu mieten. Mein Vermieter (und fünf andere, bei denen ich nachfragte) akzeptieren sogar meinen alten Papierausweis ohne mit der Wimper zu zucken.
  • Verkehr: Ich fand es angenehm, in der Türkei hinter dem Steuer zu sitzen. Die anderen Verkehrsteilnehmer verhielten sich generell sehr rücksichtsvoll. Allerdings sah ich häufiger, dass Rotlichter überfahren wurden. Pass vor allem nachts in den Städten gut auf.
  • Besondere Regeln: Vor dem Überholen und vor unübersichtlichen Kurven ist es angeblich vorgeschrieben zu hupen, um den entgegenkommenden Verkehr zu warnen. Ich habe in meiner Autofahrer-Karriere die Hupe noch kein einziges Mal benutzt und habe auch in der Türkei nicht damit angefangen.
  • Automiete: Die Rundreise kannst du entweder in Antalya oder Fethiye (nahe Flughafen Dalaman) beginnen. Bei meiner Recherche waren die Angebote in Antalya günstiger, zudem gibt es nach Antalya mehr Flugverbindungen.  Siehe auch meine Tipps bei der Recherche nach günstigen Flügen.
  • In den kommenden Tagen schreibe ich einen Artikel mit den wichtigsten Fragen vor deiner ersten Türkei-Reise. Schau also später noch einmal rein.

Hinweis: Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von Mietwagen-Vermittler Cardelmar und dem türkischen Fremdenverkehrsamt (finde weitere Inspirationen auf deren Facebook– oder Instagram-Seite).

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Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

3 Kommentare

  1. Hallo Oli!
    Danke für’s Verlinken 🙂 Ich hab zwar damals auf meiner Türkeireise nur Fethiye besucht und bin lediglich den kleinen Abschnitt von Kayaköy nach Ölüdeniz gewandert, aber das allein war so wunderschön, dass ich auf jeden Fall irgendwann man mehr vom Lykischen Weg sehen möchte.
    Mit dem Auto ist das eigentlich keine schlechte Idee, ich hatte den Lykischen Weg hauptsächlich als Fernwanderweg im Kopf.
    LG Steffi

    • Hi Steffi,

      gern geschehen… 🙂 Mit dem Wanderweg ging mir das genauso: Wunderschön, auch wenn ich an verschiedenen Stellen nur jeweils ein paar hundert Meter reinlief. Da ist ein Auto (und eine verregnete Woche) nicht unbedingt förderlich.

      Gruss,
      Oli

  2. Die Wanderung klingt super.
    Bei meiner nächsten Reise, möchte ich wohl einen Teil davon abwandern.

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