Freitag, 15. Dezember 2017
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Reisekasse: Wie du dein Geld am besten auf eine Weltreise mitnimmst

Kreditkarten und Bares: Eine ausgewogene Reisekasse schützt vor Risiken.

Um sich voll auf das Abenteuer Reise einzulassen und dieses ungetrübt genießen zu können, bedarf es nicht nur einer ausführlichen Reiseplanung, sondern auch einer entsprechenden finanziellen Planung. Hier zeigen wir dir, worauf du achten musst, damit du nicht plötzlich ohne finanzielle Versorgung dastehst.

Die Zahlungsmittel – Plastik oder Papier?

Grundsätzlich sollte man sich bei der Zusammenstellung der Reisekasse an den finanziellen Gegebenheiten des Reiselandes orientieren. Hierbei sind zwei wichtige Prinzipien zu beachten: Zum einen lässt sich durch einen abwechslungsreichen Mix der Zahlungsmittel das Risiko finanzieller Schwierigkeiten im Urlaub reduzieren, zum anderen hilft eine vorherige Recherche über das Urlaubsland.

Das Motto „Andere Länder, andere Sitten“ kann dabei auch auf das Thema Geld übertragen werden. Insgesamt sollte man bei der Ausstattung der Reisekasse deshalb folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Akzeptanz der Zahlungsmittel im Reiseland
  • Kosten und Gebühren (für Bargeldabhebungen, bargeldlose Zahlungen etc.)
  • Sicherheit der Zahlungsmittel (bei Bargeldabhebungen am Geldautomaten o.ä.)

Wichtigstes und nach wie vor beliebtestes Zahlungsmittel ist Bargeld, da es in nahezu jedem Urlaubsland akzeptiert wird. Bei einer Reise außerhalb der EU müssen zwar immer auch Wechselkosten für den Umtausch von Euro in die jeweilige Landeswährung einkalkuliert werden, setzt man hierbei jedoch auf Banken oder seriöse Wechselstuben im Reiseland, fallen meist lediglich geringe Gebühren an. Alternativ lässt sich Bargeld bereits vor Abreise bei der hiesigen Hausbank umtauschen.

Trotz der hohen Akzeptanz als Zahlungsmittel und der einfachen Handhabung, weist Bargeld allerdings leider auch einen entscheidenden Nachteil auf: Wer mit viel Bargeld unterwegs ist, kann leicht Opfer von Taschendieben werden, die meist mit sehr raffinierten Tricks vorgehen, so dass der Diebstahl oft erst viel später bemerkt wird. Der Ausspruch „Nur Bares ist Wahres“ gilt daher nixht immer und überall.

Die Vor- und Nachteile von Bargeld als Zahlungsmittel:

  • Hohe Akzeptanz (+)
  • Einfache Handhabung (+)
  • Wechselkosten für Umtausch von Euro in Landeswährung (-)
  • Hohes Verlustrisiko (-)
Bargeld und der Reisepass sollten unterwegs am besten unter der Kleidung getragen werden. Foto: © UbjsP - Fotolia.com

Eine mittlerweile immer verbreitetere Alternative zum Bargeld stellt die Kreditkarte dar. Gerade in Ländern wie den USA gilt die Kreditkarte schon länger als das Zahlungsmittel Nummer 1, aber auch in vielen anderen Ländern nimmt die Akzeptanz des Plastikgelds unaufhörlich zu.

Ein Grund dafür: Die Kreditkarte besitzt den unschätzbaren Vorteil, dass sich mit vielen Kartenmodellen weltweit kostenfrei Bargeld in der jeweiligen Landeswährung abheben lässt. Unternehmen der Hotel- und Tourismusbranche verfügen zudem in fast allen Ländern über Kartenterminals und bieten die Möglichkeit bargeldloser Zahlungen mittels Kreditkarte. Je nach Kartenmodell können hierfür zwar Auslandsnutzungsgebühren anfallen, diese bewegen sich jedoch in einem recht kleinen Rahmen und lassen sich durch geschickte Auswahl des Kartenmodells gering halten.

Weiterer Vorteil: Im Falle eines Diebstahls kann die Karte schnell und unkompliziert gesperrt werden, so dass Betrüger kaum Schaden anrichten. Zudem leisten viele Kartenanbieter in der Regel zeitnah Ersatz für die gestohlene Karte. Der große Nachteil liegt darin, dass die Sicherheit mitunter kleine Mängel aufweist. Gerade in Ländern ohne EMV-Chip Nutzung wie den USA haben es Kartenbetrüger an Geldautomaten immer noch recht leicht. Dies soll sich jedoch bald ändern, denn auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und anderen großen Staaten außerhalb Europas werden die EMV-Chips voraussichtlich bald eingeführt. Bis dahin ist bei Bargeldabhebungen entsprechende Vorsicht geboten. Unter dem Strich stellt die Kreditkarte in jedem Fall eine gute Alternative für die Reisekasse dar.

Die Vor- und Nachteile der Kreditkarte als Zahlungsmittel:

  • Weltweit hohe Akzeptanz (+)
  • Je nach Modell kostenloser Bargeldbezug in der Landeswährung (+)
  • Schnelle Sperrung bei Verlust/Diebstahl (+)
  • Bargeldlose Zahlungen gegen geringe Gebühr (-)
  • Leichte Sicherheitsmängel (EMV-Chip) (-)

Die EC-Karte oder Girocard ist, anders als die Kreditkarte, gerade außerhalb Europas nicht weit verbreitet. Ferner werden häufig deutlich höhere Gebühren für Barabhebungen vom eigenen Konto berechnet als bei der Kreditkarte. Trotzdem kann das Zahlungsmittel als Back-up mitgeführt werden, falls es zu unvorhersehbaren Problemen kommt. Schließlich gilt: Vorsicht ist hier immer besser als Nachsicht.

Traveller-Checks waren in der Vergangenheit ein wirklich gutes Instrument, um sich im Urlaub mit Bargeld einzudecken oder wichtige Einkäufe zu tätigen. Aktuell kann dieses Zahlungsmittel mehr und mehr zum „alten Eisen“ gezählt werden. Zwar lassen sich auch Traveller Checks bei Verlust schadlos und schnell ersetzen, die Akzeptanz nimmt jedoch zunehmend ab. Damit gelten die Reisechecks ebenfalls nur noch als Back-up für andere Zahlungsmittel.

Die Reisekasse – Der Mix macht‘s

Wie also sollte die Reisekasse ganz konkret zusammengestellt werden? Betrachtet man es genauer, hat die Ausstattung der Reisekasse für eine Auslandsreise etwas von einem Aktieninvestment: Wer nur auf einen Titel setzt, riskiert im schlimmsten Fall Verluste. Genau dies kann auch im Urlaub passieren.

Man stelle sich nur vor, man setzt allein auf eine große Menge Bargeld und würde dann Opfer eines Diebstahls. Plötzlich stünde man ohne Geld da und bekäme den Verlust im Normalfall auch nicht ersetzt. Genauso könnte es uns jedoch auch bei einer Kreditkarte ergehen. Sollte in einer wichtigen Situation der Geldautomat nicht funktionieren oder die Karte verloren gehen, steht ebenfalls kein weiteres Zahlungsmittel zur Verfügung. Wer hierbei auf Nummer sicher gehen möchte, sollte deshalb einen vielfältigen Mix an Zahlungsmitteln wählen.

Die beiden wichtigsten Zahlungsmittel stellen dabei das Bargeld und die Kreditkarte dar. Aufgrund der Diebstahlgefahr sollte die Bargeldreserve jedoch grundsätzlich nicht zu groß ausfallen. Da viele Kreditkarten die Möglichkeit kostenfreier Bargeldabhebungen in der jeweiligen Landeswährung bieten, erübrigt sich die Mitnahme großer Bargeldmengen ohnehin. Ein zusätzliches Back-up stellen EC-Karte und Traveller Checks dar.

Tipps zur Zusammenstellung der Reisekasse im Überblick:

  • Mix verschiedener/mehrerer Zahlungsmittel
  • Kreditkarten & Bargeld als Hauptzahlungsmittel
  • Bargeldreserve aufgrund von Diebstahlgefahr gering halten
  • Modalitäten der Kreditkarte zu Barabhebungen prüfen
  • EC-Karte & Traveller-Checks als zusätzliches Back-up

Sicherheit und Diebstahlschutz – Mein Geld soll mein Geld bleiben

Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts – dieses alte Sprichwort mag wahr sein oder nicht, aber es zieht gerade in touristisch erschlossenen Gebieten Diebe und Kreditkartenbetrüger an. Touristen suchen Erholung und nehmen den Schutz ihres persönlichen Hab und Guts dabei leider allzu oft auf die leichte Schulter. Nicht umsonst lassen sich daher in touristischen Regionen besonders viele Taschendiebstähle und Kreditkarten- und EC-Karten-Betrugsfälle verzeichnen.

Um sich selbst vor solchen Risiken zu schützen, sollte folgende Maßnahmen getroffen werden:

  • Geldbeutel & Portemonnaies nah am Körper aufbewahren
  • Handtasche & Gepäck stets im Blick behalten
  • Kreditkarte bei bargeldlosen Zahlungen nie unbeaufsichtigt lassen
  • Tastenfeld des Geldautomaten bei PIN-Eingabe verdecken

Tipps zur Zusammenstellung der Reisekasse – Ende gut, alles gut

Jahr für Jahr haben wir den Wunsch, uns im Urlaub zu entspannen oder gar auf einer Langzeitreise dem Alltag zu entfliehen. Dass dabei ab und zu auch ein wenig Abenteuer nicht fehlen darf, bedeutet nicht, Risiken im Hinblick auf die finanzielle Versorgung im Reiseland einzugehen und im Fall der Fälle ohne Geld dazustehen. Daher lassen sich finanzielle Aspekte bei der Reiseplanung leider nicht vollkommen ausblenden. Wer im Hinblick auf die eigene Reisekasse einige Tipps berücksichtigt und auf einen Mix verschiedener Zahlungsmittel setzt, sichert sich gegen einzelne Risiken ab und kann auf eine unbeschwerte Urlaubszeit hoffen.

[stextbox id=“warning“]Redaktioneller Hinweis:
Diese Informationen wurden Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Kreditkarten Portal www.kreditkartenvergleich.net, einem Vergleichsportal der Aslander & Fromeyer Vergleichsportale GmbH, zur Verfügung gestellt.   [/stextbox]

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