Home » Allgemein » Nabelschau: Rückblick auf 2016, Ausblick auf 2017

Nabelschau: Rückblick auf 2016, Ausblick auf 2017

Was war 2016? Was kommt 2017? Ein Rück- und Ausblick.
Was war 2016? Was kommt 2017? Ein Rück- und Ausblick.

Immer zu Beginn des Jahres publiziere ich hier auf weltreiseforum.com meine Nabelschau. In der Rubrik blicke ich auf die vergangenen zwölf Monate zurück und definiere meine Ziele für die Zukunft. Auch heute gibt es viele Zahlen, einige Ankündigungen  und ein bisschen was Persönliches.

Im Sommer wird dieser Blog sein fünfjähriges Bestehen feiern. Seit der Gründung ist eine Menge geschehen: Mit dem Projekt, das ursprünglich dazu dienen sollte, den Forenbereich zu beleben, habe ich viel mehr erreicht, als ich mir zu Beginn je erhoffte. Weltreiseforum.com gehört heute zu den führenden Reiseblogs aus der Schweiz.

Vor ein paar Tagen fragte ein alter Schulfreund, ob ich nicht des vielen Reisens überdrüssig werde. Die „Wow-Momente“ sind im Verlaufe der Zeit tatsächlich seltener geworden. Reisen hat sich zu einem wichtigen, aber irgendwie auch alltäglichen Teil meines Lebens entwickelt. Trotzdem ist die Faszination am Entdecken der Welt bis heute (erstaunlicherweise) nicht auf der Strecke geblieben und es gibt nichts, was ich lieber täte.

Was mich antreibt, sind zwei Dinge: Die grossartigen Begegnungen mit spannenden Menschen aus aller Welt und die kleinen Erfolge, die mich darin bestätigen, mit dem Bloggen den richtigen Weg gewählt zu haben.

Fast alle Bloggerziele für 2016 erreicht

In der Nabelschau 2016 hatte ich mir erneut das Ziel gesetzt, den Traffic innerhalb eines Jahres mehr oder weniger zu verdoppeln. Konkret wünschte ich mir bis Ende Jahr monatlich 40.000 Unique Visitors. Diese Vorgabe erreichte ich bereits im August. Die angepeilten Seitenaufrufe verfehlte ich aber, da die Leser pro Besuch immer weniger Seiten lesen. Trotzdem können sich die rund 60.000 Impressionen sehen lassen.

Etwas ambivalent bin ich gegenüber meinen Social Media Kanälen. Ich mag nicht, wie Facebook und Co versuchen, mich zu reisserischen Texten zu drängen. Ich habe deswegen Facebook eine paar Monate weitgehend aus dem Blog verbannt. Aber so ganz ohne Social Media war ich dann auch nicht glücklich. Die angepeilten 7000 „Fans“ erreichte ich so natürlich nicht. Aber da ich mir ab Mitte Jahr keine Mühe mehr gab, ist mir das egal.

Bei den Reisen gab es auf Grund eines Krankheitsfalls in der Familie eine Verlagerung des Fokus von Fernreisen auf Ziele in Europa. Nachdem ich den Frühling in Malaysia, Thailand und Kambodscha verbracht hatte, ging es in der zweiten Jahreshälfte vor allem nach Österreich, Portugal und Island. Sprich: Ziele in der Nähe. Nur kurz vor Weihnachten verliess ich den Kontinent, um zwei Wochen lang einen Englischkurs in New York zu besuchen. Vielen Dank ans ESL Sprachschulen für die Einladung.

Seit ich diesen Blog betreibe, war ich vermutlich noch nie so wenig unterwegs. Aber nachdem es mir in den letzten Jahren teilweise doch eher etwas zu viel war, war die Zwangspause auf eine Weise auch ganz angenehm.

Die wohl beste Aussicht von 2017: Eine Wanderun im Douro-Tal in Portugal.
Die wohl beste Aussicht von 2016: Eine Wanderung im Douro-Tal in Portugal.

Spannend finde ich immer, welche fünf Texte im Laufe des Jahres am häufigsten gelesen wurden:

  1. Günstige Flüge finden: 13 fantastische Tricks für die Suche (27 156 Aufrufe),
  2. Südkorea: Zehn Fragen, die du dir vor der Reise stellst (25.564)
  3. Mein Portugal: 8 Blogger verraten ihre Highlights (24 979 Aufrufe),
  4. Mexiko: Acht Fragen, die du dir vor der ersten Reise stellst (22.347)
  5. Italien: So kannst du dir die Cinque Terre vorstellen (21,277)

Alle Zahlen gemessen mit Google Analytics.

Meine persönlichen Highlights 2016

Wer viel Zeit auf Reisen verbringt, stellt sich früher oder später die Frage: Wieso? Für mich habe ich die Antwort gefunden. Ich möchte Neues lernen. Und so war dann wohl auch der einwöchige Kurs in Thai-Massage in Chiang Mai mein persönliches Jahres-Highlight. Ich bin auf diese Weise nicht nur einem Land näher gekommen, das mich zuvor nur mässig begeisterte. Ich konnte auch viel über den menschlichen Körper lernen.

Ein weiteres Highlight war, dass ich im Herbst gleich in zwei Ländern den Reiz eines Camping-Urlaubs im Van erleben durfte. Das habe ich seit meiner Kindheit nie mehr gemacht. Das wunderschöne Island (hier meine vier Tage auf der Ringstrasse) ist für Outdoor-Aktivitäten ganz einfach perfekt und auch Portugal (hier meine fünf Tage im Douro-Tal) lässt sich hervorragend auf vier Rädern erkunden.

Die wichtigsten Highlights hatten jedoch weniger mit dem Reisen zu tun als mit tollen Gelegenheiten, die sich für mich auf Grund meiner Arbeit als Blogger ergeben haben. Im Herbst wurden zum ersten Mal Bilder von mir in einer Kunstgalerie ausgestellt. Vor den eigenen Bildern zu stehen, von der Presse fotografiert zu werden und mit Interessierten über die Bilder zu reden, ist schon ein eigenartiges Gefühl.

Zum ersten Mal werden meine Fotos in einer Galerie (Soon in Zürich) ausgestellt.
Zum ersten Mal werden meine Fotos in einer Galerie (Soon in Zürich) ausgestellt.

Sehr spannend fand ich auch, im November in Zürich auf einer Podiumsdiskussion des Schweizer Verbands der Reisejournalisten über professionelles Bloggen zu reden. Am gleichen Tag wurde ich übrigens auch zum ersten Mal vom Fernsehen interviewt. Das Gespräch wird voraussichtlich in ein paar Tagen ausgestrahlt. Ich versuche das Video dann hier zu verlinken.

Sehr gefreut hat mich, dass ich meine Vorträge weiter ausbauen konnte. Ich sprach im vergangenen Jahr auf drei Gymnasien über das Planen und Durchführen einer Weltreise. In Hamburg führte ich zudem in einer Firma einen Workshop durch, in dem ich Expats auf ihre Entsendung nach China vorbereitete. Eine Leserin meines Chinablogs sinograph.ch hatte mich dem Unternehmen empfohlen.

Was für 2017 geplant ist

2017 wird voraussichtlich eher ruhig beginnen. Bis auf den Besuch der Tourismusmesse ITB in Berlin ist nichts fest eingeplant. Die ersten beiden Monate werde ich wohl in der Schweiz bleiben. Dem Blog wird das guttun: Ich habe noch viel Stoff, über den ich schon lange schreiben wollte. Auch wenn digitale Nomaden gerne was anderes sagen: Reisen und Arbeiten lässt sich nur schwer verbinden.

Ein paar Pläne habe ich trotzdem. In der wärmeren Jahreszeit will ich jeweils ein paar Wochen in Südkorea und in der Ukraine verbringen. Korea ist ein kaum entdecktes Juwel in Ostasien und ein wahrer Goldschatz für Autoren. Hier liegen viele Geschichten brach, über die noch kein einziger deutschsprachiger Blogger je geschrieben hat.

Osteuropa will ich schon lange besser kennenlernen. Da ein ehemaliger Arbeitskollege vor kurzem nach Kiew versetzt wurde, ist das ein guter Anlass, die Ukraine etwas ausführlicher zu erkunden.

Brookyln Bridge: Zwei Wochen waren für NYC defintiv zu wenig.
Brooklyn Bridge: Zwei Wochen waren für NYC definitiv zu wenig.

Gut vorstellen könnte ich mir im Herbst einen Roadtrip im Camper-Van durch Irland. Aus irgendeinem dummen Grund habe ich mir in den Kopf gesetzt, die beiden ähnlich klingenden Reiseziele „Irland“ und „Island“ miteinander zu vergleichen. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Parallelen finde ich.

Nachdem mir Madeira im Herbst sehr gut gefallen hat, hätte ich auch mächtig Lust, weitere portugiesische Inseln zu erkunden. Die Azoren klingen besonders verlockend. Und zwei Wochen waren für New York City definitiv zu wenig. Allerdings würde ich das nächste Mal nicht mehr in der Vorweihnachtszeit gehen.

Pläne für den Blog

Und die Ziele für den Blog? Natürlich will ich noch einmal bei den Zahlen kräftig zulegen. Bis Ende 2017 hoffe ich, dass ich jeden Monat rund 60.000 Besucher habe, die insgesamt 90.000 Seitenimpressionen pro Monat erzeugen.

Derzeit bin ich daran, eine neue Social Media Strategie zu entwickeln. Früher habe ich Facebook vor allem genutzt, um die mittlerweile rund 6000 Follower über neue Artikel zu informieren. Doch Facebook hat aus wirtschaftlichen Gründen kein Interesse daran, dass Leser die Plattform verlassen, um bei mir einen Artikel zu lesen. Ergo, werden Blogartikel stark zensiert. Zahle ich nicht, werden meine Artikel  kaum noch Lesern angezeigt.

Deswegen spiele ich nun mit dem Gedanken, meine Facebook-Seite nur noch als eine Art deutschsprachiges Instagram zu verwenden. Seit einem Monat publiziere ich hauptsächlich Bilder und das scheint gut zu laufen. Wer über neue Texte informiert werden will, muss künftig wohl den Newsletter abonnieren, den ich nun nach einer längeren Pause wieder monatlich verschicken will.

Chinesisch Neujahr feierte ich in Malayisa. Hier ein Tempel auf Penang.
Chinesisch Neujahr feierte ich in Malaysia. Hier ein Tempel auf Penang.

Eigentlich wollte ich schon im letzten Jahr, dass die Texte regelmässiger erscheinen. Die Idee war, dass ich jeweils einen Artikel pro Woche publiziere. Streckenweise klappte das sehr gut. Manchmal aber auch gar nicht. Hier will ich etwas mehr Disziplin entwickeln und idealerweise auch endlich mal Texte vorschreiben.

Vor allem aber möchte ich meine Vorträge weiter ausbauen. Das macht mir nicht nur Spass, es bringt auch – anders als das Bloggen – etwas Geld ein. Verschiedene Projekte sind schon angedacht. Aber falls unter den Lesern jemand einen Referenten rund um die Themen Reisen, Bloggen und China braucht, freue ich mich über eine Anfrage.

Und zum Schluss?

Jeder Blog lebt von seinen Lesern. Ich freue mich auch noch nach bald fünf Jahren über jeden Kommentar, den ihr mir unter meinen Artikeln hinterlässt. (Ausser natürlich den 712,923 Spams, die mein Filterprogram bis heute ausgesiebt hat.) Ich freue mich über jedes Like, Share und Retweet. Und ich freue mich auch, wenn ihr mir eine kurze Nachricht hinterlässt, falls ihr gerade zufällig in der gleichen Ecke seid.

Zum ersten Mal hier? Dann lese hier, worum es in diesem Blog geht. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann solltest du dich unbedingt beim monatlichen Newsletter einschreiben, damit du künftig nichts mehr verpasst.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

5 Kommentare

  1. Respekt. Tolle Leistung. Ich lese ja schon lange bei Dir mit und kenne „Deine Entwicklung“. Insbesondere Deine Bilder sind immer besser geworden und haben mir sehr zugesagt – vor allem Portugal und Island. Vielleciht sehen wir uns diese Jahr in Berlin?! Grüße Eva

    • Oliver Zwahlen

      Hallo Eva,

      vielen Dank fürs Lob. Mit den Bildern hast du recht. Als ich mit dem Bloggen begann, fand ich das Fotografieren eher lästig. Inzwischen beginnt es mir immer mehr Spass zu machen. Trotzdem bin ich mit meinen Fähigkeiten noch lange nicht zufrieden und überlege schon lange, wie ich mich da weiterentwickeln kann.

      Es wäre schön, wenn wir uns in Berlin sehen könnten. Lass uns das mal im Auge behalten.

      Dir noch ein gutes Neues!
      Oli

  2. Moin Oliver,
    ein sehr interessanter Rück- und Ausblick und beeindruckende Zahlen. Glückwunsch! 😉
    Social Media sehe ich gerade – mit stark zunehmender Tendenz – ebenfalls kritisch, aus ganz unterschiedlichen Gründen … aber damit müssen wir wohl leben, denn ganz ohne geht´s ja auch nicht.
    Alles Gute für 2017, spannende Erlebnisse & viel Erfolg beim Umsetzen ambitionierter Ziele!
    Wolfgang

  3. 亲爱的Oliver:
    祝你新年快乐!愿你的博客能被更多的人知道,被更多的人喜欢。
    愿新的一年你能继续去到更多的地方,发现更多的美景,认识更多有趣的人。

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *