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Melbourne: 7 Tipps, um die Stadt günstig zu erkunden

Blick von St. Kilda auf die Innenstadt von Melbourne. Foto: Christine Pierk
Blick von St. Kilda auf die Innenstadt von Melbourne. Foto: Christine Pierk

Du planst eine Australien-Reise und möchtest dabei auch einen Stopp in Melbourne einlegen? Dann solltest du unbedingt weiterlesen. Denn ich zeige dir, wie du von der lebenswertesten Stadt der Welt einen guten Eindruck bekommst, ohne dabei viel auszugeben.

Gastbeitrag von Christine Pierk

Melbourne ist 2014 zum vierten Mal hintereinander zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt worden. Ein guter Grund, sich die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria mal genauer anzuschauen. Zwar hat Melbourne keine bekannten Sehenswürdigkeiten wie das Opera House oder die Harbour Bridge in Sydney, aber die Viermillionenstadt besticht durch ihr breitgefächertes und abwechslungsreiches Kultur-, Sport- und Freizeitangebot. Auch kulinarisch ist einiges geboten, so kann man sich in den über 3000 Restaurants, Bars und Cafés der Stadt „einmal um die Welt“ essen.

Bekannt ist die zweitgrößte Stadt Australiens aber nicht nur wegen der Australian Open oder des Australian Grand Prix der Formel 1, sondern auch wegen der Street Art, die zum besonderen Charme der Stadt beiträgt. Um die lebenswerteste Stadt der Welt zu erkunden, musst du zum Glück nicht unbedingt tief in deinen Geldbeutel greifen. Mit diesen 7 Tipps verbringst du auch bei kleinem Budget eine tolle Zeit in Melbourne.

1) Kostenlose Stadtführung

Start- und Endpunkt einer Walking Tour: Die Flinders Station. Foto: Yi Chen / Flickr
Start- und Endpunkt einer Walking Tour: Die Flinders Station. Foto: Yi Chen / Flickr

Obwohl Melbourne eine Millionenstadt ist, kann man die Innenstadt bequem zu Fuß erlaufen. Wer einen guten Überblick über die Stadtgeschichte, Sehenswürdigkeiten, Kultur und Veranstaltungen bekommen möchte, sollte an der kostenlosen Stadtführung Melbourne Sights Free Walking Tour“ teilnehmen. Diese startet zweimal am Tag – um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr – vor der State Libary und dauert etwa 3 Stunden. Praktisch ist, dass man nicht vorher buchen muss und sich somit spontan dafür entscheiden kann. Die Tourguides führen die Touristen quer durch die Innenstadt und geben dabei auch gute Einkaufs- oder Restauranttipps. Am Ende bitten sie um ein Trinkgeld, das wir für die kompetente und freundliche Stadtführung gerne gegeben haben.

2) Hop on und Hop off mit der Tram

Tram
Die etwas bequemere Variante in der Tram. Foto: Christine Pierk

Wer nicht ganz so gut zu Fuß ist oder Melbourne auf bequemere Art entdecken möchte, für den ist die kostenlose „City Circle Tram genau das Richtige. Die acht burgunderrot und gelb gestrichenen Straßenbahnen mit der Nummer 35 fahren um die Innenstadt herum und passieren dabei wichtige Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das Parlament. Hauptsächlich Touristen nutzen diese Art der Fortbewegung, bei der man an den Haltestellen nach „Hop on-/Hop off-Art ein- und wieder aussteigen sowie während der Fahrt den aufgezeichneten Kommentaren zu den Sehenswürdigkeiten lauschen kann. Zwischen 10 Uhr und 18 Uhr kommt die Tram im Zwölfminutentakt – Donnerstag bis Samstag sogar bis 21 Uhr.

3) Toller Blick über die Stadt

Nur für Schwindelfreie: Die Plattform auf dem Eureka Tower. Foto: Andrea Lai / Flick
Nur für Schwindelfreie: Die Plattform auf dem Eureka Tower. Foto: Andrea Lai / Flick

Einen guten Überblick über die Stadt erhälst du vom „Eureka Skydeck (Southbank, Riverside Quay). Der Eureka Tower ist mit 297 Meter das höchste Gebäude in Melbourne, das zweithöchste Wohngebäude Australiens und der zweithöchste Wolkenkratzer der Südhalbkugel. Von der Aussichtsplattform im 88. Stock hat man einen fantastischen Blick über die Stadt. Zwar ist der Eintritt mit 19,50 Dollar für Erwachsene nicht gerade billig, das Eureka Skydeck ist aber ein Muss eines jeden Melbourne-Besuchs. Dabei bietet es sich an, die Stadt von oben erst im Hellen und dann im Dunkeln bzw. beleuchtet zu betrachten. Dafür ist das „Sun & Stars“-Ticket gedacht, für das man 5,50 Dollar extra zahlt und das an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gilt. Dieses zusätzliche Geld kannst du dir aber sparen, wenn du kurz vor Sonnenuntergang hochfährst. Dann kannst du für den regulären Eintritt dabei zuschauen, wie nach und nach die Lichter in den Straßen und den Gebäuden angehen und sich die Millionenstadt nochmal von einer ganz anderen Seite zeigt.

4) Bummeln über den Queen Victoria Market

Wer gerne einkauft, wird den Victoriamarkt lieben. Foto:  arndbergmann / Flickr
Wer gerne einkauft, wird den Queen Victoria Market lieben. Foto:
arndbergmann / Flickr

Du hast Hunger oder möchtest den Daheimgebliebenen mit einem Souvenir eine Freude machen? Auf zum Queen Victoria Market“  – dem größten und ältesten Markt der südlichen Hemisphäre – dort kannst du das ein oder andere Schnäppchen machen. Ein bisschen Zeit solltest du für den Bummel zwischen den Ständen einplanen, denn dort findet man wirklich alles – von Obst und Gemüse über Fleisch und Fisch bis hin zu Souvenirs, Kleidung und Möbeln. Empfehlen kann ich auch den „Queen Victoria Night Market“, der im Sommer und Winter immer mittwochabends mit kostenloser Live-Musik und vielen verschiedenen Essensständen aus aller Welt Touristen wie Einheimische anlockt. Der Queen Victoria Market hat an fünf Tagen in der Woche geöffnet – Montag, Mittwoch und an Feiertagen ist er geschlossen.

5) Kultur für wenig Geld

Melbourne verfügt über zahlreichen hervorragende Museen; Foto: Travls / Flickr
Melbourne verfügt über zahlreichen hervorragende Museen; Foto: Travls / Flickr

Kulturinteressierte kommen in Melbourne auch für wenig Geld auf ihre Kosten. Einige Museen verlangen keinen Eintritt oder man muss nur für Sonderausstellungen zahlen. Dazu zählt zum Beispiel die National Gallery of Victoria und das Australian Centre for the Moving Image. Auch das Immigration Museum (Eintritt 12 Dollar, Studenten und Kinder bis 16 Jahre frei) kann ich sehr empfehlen. Die Besucher lernen viel über die Geschichte der Immigration in Australien und die verschiedenen Stufen der Einwanderungspolitik, wobei die Deutschen als eine der größten Gruppen oft erwähnt werden. Das Museum zeichnet sich durch seine Interaktivität aus, so kann man zum Beispiel anhand von Videos entscheiden, ob man bestimmten Antragsstellern die Einwanderung erlaubt hätte. Wenn du dich dafür oder dagegen ausgesprochen hast, erfährt du, ob die eigene Entscheidung mit der der australischen Regierung übereinstimmt.

6) Relaxen am Strand in St. Kilda

Gemütliche Atmosphäre am Strand von Saint Kilda. Foto: Alpha / Flickr
Gemütliche Atmosphäre am Strand von Saint Kilda. Foto: Alpha / Flickr

Erholung vom Großstadtdschungel bietet der am Strand gelegene Stadtteil St. Kilda. Schnapp dir ein Leihfahrrad von einer der zahlreichen „Bike Share“-Stationen – die erste halbe Stunde ist nach der Registrierung sogar kostenlos – und radle von der Innenstadt zu dem hippen Viertel südöstlich der Innenstadt. Helme liegen auf den Fahrrädern, denn in Australien herrscht Helmpflicht. In St. Kilda findest du schöne Boutiquen, viele Cafés mit leckeren Kuchen und den Luna Park mit der ältesten Achterbahn Australiens. Regelmäßig wird dort auch ein Künstlermarkt veranstaltet. Am Strand relaxen, am Meer entlang laufen, den Kitesurfern zuschauen oder mit dem Fahrrad weiter zu den berühmten Brighton Beach Houses fahren – hier ist der Trubel der Innenstadt weit weg. Wer etwas Glück und Geduld hat, der kann Zeuge eines besonderen Schauspiels werden: Nach Sonnenuntergang kehren kleine Pinguine – die ihre Höhlen am Pier haben – vom Meer in ihren Unterschlupf zurück.

7) Beeindruckende Street-Art

Streetart
Streetart: Kunstwerke in den Seitengassen. Foto: Christine Pierk

Melbourne wird als eine der Hauptstädte der Street Art gefeiert. Es gibt etwa 190 Laneways – also kleine Seitenstraßen oder Gassen, die ursprünglich zur Anlieferung von Waren gedacht waren. Die Straßenkünstler haben diese Orte für sich entdeckt, weil sie dort ihrer jeweiligen Kunstform weitgehend versteckt und erstmal unbemerkt nachgehen konnten. Insgesamt wurde die Street Art-Szene in Melbourne in den 1980er Jahren stark von der in New York beeinflusst. Es gibt einige kostenpflichtige „Laneway Art Tours“, du kannst die Kunstwerke in den Gassen bei einem Spaziergang durch die Innenstadt aber auch selbst entdecken. Siehe hier. Nicht selten kannst du dort sogar Künstlern bei der Arbeit zusehen und mit ihnen ins Gespräch kommen.

// Hinweise zu Bilder: Alle Fotos von Christine Pierk ausser:Stadtführung, Eureka Tower, Victoria Markt, Museum Saint Kilda. Vielen Dank an euch, dass ihr die Nutzungsrechte zur Verfügung gestellt habt. //

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Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

Ein Kommentar

  1. Hey Oli bzw. Christine,
    coole Übersicht! Hilft mir weiter, da Australien oder besser Melbourne auch auf unserer Reise-Route liegen 😉
    Von der kostenlosen Stadtführung hatte ich bisher noch nichts gehört und werd die gleich mit einplanen.
    Hat Christine auch ne Webseite bzw. Blog? Hatte ich irgendwie nicht gefunden.
    Grüsse aus Kenia
    Patrick

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