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Mal was anderes: Meine Ratschläge für angehende Blogger

So schön kann Bloggen sein: Grandioser Arbeitsplatz im mexikanischen Guanajuato.
So schön kann Bloggen sein: Grandioser Arbeitsplatz im mexikanischen Guanajuato.

Nachdem ich in den vergangenen Tagen wiederholt nach dem „Erfolgsgeheimnis“ meines Blogs gefragt wurde, geht es heute etwas persönlicher zu: Ich schildere meine Erfahrungen als Webseitenbetreiber und gebe angehenden Bloggern fünf wichtige Tipps mit auf den Weg.

Nie habe ich mich als besonders erfolgreichen Blogger verstanden. Mittlerweile habe ich zwar mehr Leser als viele andere Reiseblogs. Doch führe ich das darauf zurück, dass ich schon lange dabei bin. Wer halbwegs vernünftige Sätze aneinanderreihen kann und einigermassen scharfe Bilder aus dem Urlaub mitbringt, wird früher oder später an der gleichen Stelle stehen, an der auch ich mich befinde.

Deswegen hat mich überrascht, dass mich auf der Reisemesse ITB in Berlin gleich zwei Blogger-Kollegen gefragt haben, wie ich es geschafft habe, so erfolgreich zu sein und was denn das Geheimnis meines Erfolgs sei. Ich weiss in solchen Situationen oft nicht so recht, was ich sagen soll. Und das hängt nicht damit zusammen, dass ich mein Rezept für mich behalten will.

Nachdem ich zurückgekommen bin, gärten diese Fragen eine Weile in mir. Wieso funktioniert mein Blog eigentlich? Was habe ich den vergangenen zwei Jahren falsch gemacht, was richtig? So viel gleich vorneweg: Ein Geheimrezept habe ich nicht. Trotzdem möchte ich heute den Bloggerkollegen unter den Lesern die Möglichkeit bieten, mir in die Karten zu schauen und das eine oder andere aus meinen Erfahrungen zu lernen.

1.) Finde einen Grund, um andere Blogs zu verlinken

Vor einigen Wochen identifizierte Vladislaw vom Affenblog „5 fundamentale Fehler, die deutschen Bloggern den Erfolg kosten„. Vom reisserischen Titel mag man halten, was man will. Doch im Kern hat das Oberhaupt der selbsternannten Affenbande Recht: Viele Blogger denken zu sehr an sich selber. Sie teilen nicht die Inhalte von Kollegen, verlinken kaum auf andere Blogs. Der Grund ist wohl eine Mischung aus der Furcht, von Google abgestraft zu werden, und der Angst seine Leser an die vermeintliche Konkurrenz zu verlieren.

Mir ist am Anfang meiner Zeit alles Blogger sicherlich der eine oder andere Fehler unterlaufen, aber einen ganz wichtigen Punkt machte ich von Anfang an richtig: Meine Blogschau. Das ist eine monatliche Rubrik, in der ich jeweils fünf bis sechs Reiseblogs vorstelle, siehe hier. Bis heute gab es 28. Ausgaben, in denen ich insgesamt rund 150 andere Reiseblogs verlinkt habe. Das sind 150 Menschen, denen ich unaufgefordert eine Freude bereitete habe und von denen sich viele im Laufe der Zeit revanchierten.

Im ersten Jahr habe ich den vorgestellten Bloggern jeweils ein kurzes Mail geschrieben, in dem ich sie darauf hinwies, dass sie in den nächsten Blogschau erscheinen und dass ich mich freuen würde, wenn sie mich ebenfalls verlinken, wenn ihnen meine Seite gefällt. Das ist eigentlich selbstverständlich, aber leider kommen ohne Aufforderung nur wenige auf die Idee, sich zu revanchieren. In den ersten Monaten war das eine hervorragende Möglichkeit, um meine Seite bekannt zu machen und Links zu sammeln. Heute informiere ich die verlinkten Blogs in der Regel nicht mehr, da genügend Backlinks von alleine kommen.

Daraus folgen für mich zwei Ratschläge: Erstens, finde einen Grund, um andere Blogs zu verlinken. Möglichkeiten und Vorbilder gibt es genügend. Naheliegend ist zum Beispiel ein regelmässiger Reiseblogger-Rückblick, wie ihn Thomas mit sehr viel Ausdauer jede Woche bietet. Persönlich gefallen mir Sarahs Ansatz mit ihrem nützlichen Amerika-Rückblick ins Netz und Tanjas Reihe mit den monatsspezifischen Reiseempfehlungen (siehe Beispiel März) sehr gut. Originell finde ich auch Ariannes 12Mal12, da diese Rundschau weit über den Tellerrand des eigenen Themas hinausgeht. Je kreativer und nützlicher, desto besser. Klassische Round-Ups mit Reisebloggern finde ich persönlich etwas langweilig, auch wenn sie gut laufen.

Zweitens, wenn du von jemandem verlinkt wurdest oder jemand einen Artikel von dir geteilt hat, dann solltest du dich nach Möglichkeit revanchieren. Die meisten erfolgreicheren Blogger (und auch ich) behaupten zwar, dass Sie Texte nur auf Grund deren Qualität teilen. Und vermutlich sind sogar viele davon überzeugt, dass das wirklich ihr einziges Kriterium ist. Ich bin mir aber sicher, dass Sympathien und Freundschaften eine grosse Rolle spielen. Und wie kannst du bei einem Blogger schneller Sympathien gewinnen, als wenn du ihn unterstützt? Egal, wie klein deine Seite noch ist.

2.) Konstruiere eine gute Mischung bei den Rubriken

Ich habe gleich zu Beginn fünf separate Rubriken ausgewiesen, die ich in eigenen Boxen auf der Startseite gruppierte. Auch wenn ich heute für einen Einpersonenblog nicht mehr ein Theme im Magazinstyle wählen würde (man schreibt sich dumm und dämlich und trotzdem sieht es aus, als erscheinen kaum neue Texte), so hat sich gezeigt, dass die Unterteilung in Rubriken für mich sehr sinnvoll war. Wieso?

Weil jede Rubrik eine wichtige Funktion erfüllt. Die Interviews und Blogschauen sorgten dafür, dass meine Seite bekannter wurde. Die Destinationsartikel ermöglichen mir Kooperationen mit Reiseunternehmen und Destinationen, so dass ich hin und wieder kostenlose Touren erhalte und in Hotels übernachten kann. Bei den praktischen Tipps ist die Stärke, dass hier die Affiliate-Links recht gut laufen. Und die Kommentare und Meinungsartikel sind die Texte, welche mir am meisten Spass bereiten.

Mir geht es nun nicht darum, dass andere dieses Konzept kopieren. Aber ich halte es für sinnvoll, sich Gedanken über die Funktionen der einzelnen Rubriken zu machen und dafür zu sorgen, dass deren unterschiedlichen Funktionen zu einander im Gleichgewicht stehen.

3.) Achte, dass deine Werbung nicht hinten losgeht

Seinen eigenen Blog bekannt zu machen, ist ein Minenfeld. Jeder, der einmal durch Indien reiste und sich dort trotzig entschlossen hat, von keinem Strassenverkäufer je wieder was zu erwerben, weiss wovon ich rede: Natürlich musst du deine Seite anpreisen und Neugierde wecken. Aber dabei darfst du weder nerven, dich lächerlich machen noch sonst irgendwie unangenehm auffallen.

Klingt logisch? Finde ich auch. Trotzdem begegnet mir immer wieder ein Verhalten, das ich als kontraproduktiv einschätze. Am häufigsten sehe ich folgende Fehler:

Spammen: Ich habe immer wieder Nutzer, die auf meiner Facebook-Seite für ihren Blog oder andere Dinge werben. Macht das nicht! Sobald ich das nächste Mal in Facebook bin, lösche ich die Werbung ohnehin. Der Effekt ist bei so einer Aktion lediglich, dass ich dich oder dein Unternehmen als Spammer in Erinnerung behalte. Vielleicht reagiere ich als Forenbetreiber etwas übersensibel auf Versuche, Links zu setzen. Aber ich würde sogar davon abraten, in Kommentaren auf Blogposts Links zur eigenen Seite zu setzen. Es sei denn, der Link ist wirklich relevant.

Beim Schreiben dieses Artikels in einem Restaurant in Peking.
Beim Schreiben dieses Artikels in einem Restaurant in Peking.

Sich lächerlich machen: Gelegentlich begegnen mir frisch gestartete Blogs mit 5000 Facebook-Fans, deren Posts jedoch kaum Likes erhalten. Mir ist im Prinzip egal, wofür jemand sein Geld ausgibt. Aber wenn du unbedingt „Fans“ kaufen musst, dann machs wenigstens nicht in einem Ausmass, dass man das gleich auf den ersten Blick sieht.

Ins gleiche Kapitel gehört für mich auch, prominent auf Werbemöglichkeiten hinzuweisen, wenn man noch nicht einmal 1000 Leser pro Monat hat. Seriöse Werbepartner (nicht Linkkäufer) kommen ohnehin erst ab einer bestimmten Grösse. Mit den (noch) unnötigen Hinweisen zeigst du aber dem Leser, worum es dir wirklich geht. Versteh mich nicht falsch: Es ist in Ordnung mit seiner Arbeit Geld verdienen zu wollen, aber man sollte nicht zu sehr zeigen, dass das die Hauptmotivation ist.

Unangenehm auffallen: Hier muss ich mir an die eigene Nase fassen. Ich schreibe viele Kommentare auf anderen Blogs. Manchmal lobe ich, manchmal kritisiere ich. Ich gebe mir Mühe, dabei sachlich zu sein. Doch gerade Kritik kann auch mal in den falschen Hals geraten. Einmal so heftig, dass eine sehr bekannte Bloggerin die bereits zugesagte Teilnahme an einem Roundup absagte.

4.) Lege dich nicht zu stark fest

Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, las ich immer wieder, dass man eine Nische besetzen soll. Sebastian von Wireless Life empfiehlt unter 6 Learnings sogar eine Nische in der Nische zu finden. Seine Überlegungen leuchten mir ein. Wer über ein klarer umrissenes Thema schreibt, schärft sein Profil und wird eher als Experte wahrgenommen. Und natürlich finden Leser in einer engen Nische mehr Artikel zu ähnliche Themen, die sie ebenfalls interessieren, was sich positiv auf die Verweildauer auswirkt.

Für weltreiseforum.com habe ich einen ganz anderen Ansatz gewählt. Ich schreibe in diesem Blog für alle, die sich für das Thema Reisen interessieren. Ich habe Rentner interviewt, die auf ein abenteuerliches Leben zurückschauen, gebe Tipps für Reiseanfänger, schreibe über Japan und Mexiko. Die Regel ist: Was mich interessiert, das kommt rein. Bei der Themenwahl entscheide ich nach meinem eigenen Interesse und nicht auf Grund von Marketingüberlegungen. Mit meinem Blog verdiene ich so wenig, dass mir das Schreiben wenigstens maximalen Spass machen sollte. Ich neige zur Annahme, dass dies meine Authenzität stärkt.

Natürlich ist es möglich, dass ich heute doppelt so viele Pageviews hätte, wenn ich die Zielgruppe klarer umrissen hätte. Ich glaube das jedoch nicht. Seit einiger Zeit betreibe ich mit meinen zweiten Blog www.sinograph.ch einen klaren Nischenblog für alle, die gerne selbständig nach China reisen wollen. Trotzdem komme ich dort nur sehr langsam vorwärts. Wieso?

Ich erreiche die Leute nur schwer, die sich für China interessieren. Es gibt kaum Facebookgruppen, wenige Foren, andere Blogs verlinken Sinograph eher selten, selbst von Gastbeiträgen zum Reich der Mitte kommen wenige Klicks. Das ist verständlich, denn China ist nur für einen ganz kleinen Teil der Leser eines allgemeinen Reiseblogs relevant.

5.) Lass dich nicht frustrieren

Vor einem halben Jahren haben Simon und Franzi einen tollen Text zu den fünf Dingen geschrieben, die Reiseblogger nerven und keiner zu sagen traut. In dieses Klagelied könnte ich nun ohne weiteres einstimmen, denn fast alles, was die beiden beschreiben, trifft auch auf mich zu. Ihr Tenor ist: Bloggen ist ein gewaltiger Frust.

Ich empfinde es eher als ein Wechselbad der Gefühle. Vor ein paar Tagen hat eine Blogger-Kollegin, mit der ich mich persönlich gut verstehe, eine Liste ihrer liebsten Blogs vorgestellt und ich war nicht darunter. Oder ich schaue mir das Mediakit eines Blogger-Kollegen an, der gleichzeitig wie ich angefangen hat, und muss feststellen, dass seine Seite doppelt so viele Leser anzieht wie meine. Das frustet.

Doch dann sehe ich wiederum, dass innerhalb der letzten zwei Monate rund 500 neue Leute auf Facebook meine Seite folgen. Oder ich kann bei meinem Flug nach Peking am Checkin-Schalter erwähnen, dass ich Reiseblogger bin und erhalte von Turkish Airlines gleich ein Upgrade in die Business Class. Das motiviert.

Mein Tipp daher: Du musst einfach akzeptieren, dass ein Blog nur langsam wächst und es vor allem am Anfang sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen braucht, um überhaupt erst wahrgenommen zu werden. Du solltest aber auch verstehen, dass das eigentlich ganz gut so ist. Denn du brauchst ohnehin eine Weile, bis du deinen eigenen und (hoffentlich) unverwechselbaren Stil gefunden hast.

Fazit

Halte dich an die Regeln, von denen du dir wünschst, dass sich auch alle anderen an sie halten. Das hat der deutsche Philosoph Immanuel Kant vor über 250 Jahren mit etwas anderen Worten gesagt. Das stimmt auch fürs Bloggen: Willst du, dass andere mit dir grosszügig sind, musst du auch mit ihnen grosszügig sein. Eine gute thematische Balance hilft, die unterschiedlichen Funktionen eines Blogs abzudecken. Und bis der grosse Durchbruch kommt, hilft nur eines: Abwarten.

(Etwas, was auch ich noch immer mache…)

Zum ersten Mal hier? Dann lese hier, worum es in diesem Blog geht. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann solltest du dich unbedingt beim monatlichen Newsletter einschreiben, damit du künftig nichts mehr verpasst.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

32 Kommentare

  1. lieber Oliver,
    Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Du hast mir bereits auf der ITB mit Deinen Tipps weitergeholfen und mir viele positive Anregungen gegeben! Danke auch, dass Du Mut machst weiterzumachen. Denn eigentlich haben wir ja alle eines gemeinsam: wir bloggen gerne und wir freuen uns auch über kleine Fortschritte! Und das Bloggen verhilft uns tolle „Gleichgesinnte“ kennenzulernen, was der besten Grund ist, durchzuhalten.

  2. Wunderbar zusammen gefasst, Oliver! Ich stimme Dir in allen Punkten zu. Vor allem sage ich „JA“ zum Geben und Nehmen unter Bloggern. Das ist unglaublich wichtig, wird aber unter deutschsprachigen Bloggern viel zu wenig praktiziert.

    Dass es auch anders gehen kann, habe ich während und nach einer tollen Blogger-Reise nach Italien in diesem Jahr erlebt. Dort waren wir mit italienischen Instagramern unterwegs – und die haben die Beiträge von allen Teilnehmern geteilt, geliked und kommentiert. Bis heute tummeln sich einige von ihnen regelmäßig auf unserem Blog und auf unseren Social Media Kanälen. Genauso aktiv sind amerikanische Reiseblogger, die ich kenne. Dagegen ist die kollegiale Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum eher lahm. Woran’s liegt? Vielleicht Mentalitätssache? Ich weiß es nicht. Aber Unterschiede gibt es auf jeden Fall.

    • Oliver Zwahlen

      Hallo Monika,
      vielen Dank für den Kommentar. Ich kann mir solche Mentalitätsunterschiede gut vorstellen. Ansonsten denke ich, dass die oft geringe Unterstützung unter Bloggern an verschiedenen Gründen liegen kann. 1.) Angst davor, der Konkurenz zu helfen, 2.) Furcht davor, dass man mit falschen Links seine Position bei Google verlieren könnte (ich sehe Blogger, die ausschliesslich nofollowlinks verteilen) 3.) Dass man abwartet, bis der andere den ersten Schritt macht. 4.) Dass man auch einfach oft die passenden Texte bei den anderen nicht kennt. Das geht auch mir so: Ich lese zwar doch recht viele Blogs, aber natürlich übersehe ich vieles, was passen würde.
      Gruss aus Peking,
      Oliver

  3. Danke für diesen Artikel! Das bestärkt mich wieder einmal, meiner Linie treu zu bleiben und mich nicht von diesem ständigen „Nische finden“ verrückt machen zu lassen. Ich backpacke nun mal ebenso gerne wie ich mich in einem gehobenen Hotel verwöhnen lasse, egal ob Asien, Australien oder Europa, ob als „solo female“, mit Familie oder Freunden, und sehe einfach nicht ein, warum ich mich für meinen Blog nur auf einen Teilaspekt meiner (Reise-)Interessen reduzieren sollte.

    Jetzt warte ich gespannt auf deinen Post über Turkish Airlines und das Upgrade – mit Ethihad wollte ich das mal im Voraus klären und bin nach mehreren Anläufen nur auf Desinteresse gestoßen. :/

    • Oliver Zwahlen

      Hi Alissa,

      ich habe nun schon ein paar Mal gehört, dass es bei anderen Bloggern mit den Upgrades nicht geklappt hat – was mir natürlich grad ein weiteres „Hochgefühl“ verleiht… 🙂

      Ich weiss ehrlich gesagt auch nicht so recht, wieso das bei mir funktioniert hat. Allerdings muss ich vielleicht erwähnen, dass ich hier im Artikel den Prozess etwas vereinfacht dargestellt habe. Tatsächlich war es so, dass ich vom Checkin zum Schalter von Turkish Airlines geschickt wurde. Die haben dann mit der Pressestelle telefoniert. Ich musste etwa zehn Minuten warten, bis diese sich den Blog angeschaut hatten und das grüne Licht gaben.

      Du hast übrigens einen schönen Blog. Mach nur weiter so! 🙂

      Gruss,
      Oli

  4. Hi Oliver, danke fürs Posten deines Beitrags in der erfolgreich Bloggen Gruppe und danke für die Erfahrungen! Zu Punkt 4 / China / Zielgruppe muss ich direkt an das Plugin denken, das Sebastian Canaves heute gelauncht hat! Schau es Sir mal an, ich glaube es könnte dir gefallen (es heißt irgendwaß mit lead…).
    Dank & viele Grüße
    Andreas 🙂

  5. Hallo Oliver!

    Danke für diesen schönen Einblick in deine Erfahrungen! Das motiviert, macht Mut und hat mich in vielen Dingen bestätigt…

    Eine Art Blogroll steht auch noch auf meiner Liste – ich würde dich gerne dort aufnehmen, wenn ich darf!

    Liebe Grüße!
    Jolly

    • Oliver Zwahlen

      Hi Jolly,

      verlinken darfst du mich natürlich auf alle Fälle. Das würde mich freuen.

      Kleiner Tipp: Mach keine Blogroll, sondern überlege dir zum Verlinken eine wiederkehrende Rubrik! Wieso? Erstens schaut sich eh heutzutage keiner mehr eine Blogroll an, zweitens kannst du mit einer Rubrik die Links in einem (hoffentlich) wertvollen redaktionellem Umfeld unterbringen und so deinen Lesern eine interessante Dienstleistung bieten, drittens bist du bei der Menge der Verlinkungen nicht eingeschränkt. Stell dir mal vor, ich hätte die 150 Reiseblogs statt in der monatlichen Blogschau in einer Blogroll verlinkt – das hätte wohl jeden gleich erschlagen.

      Gruss,
      Oli

      Gruss,
      Oli

  6. Lieber Oli,

    mal wieder: Chapeau! Ich lese diese „Meta-Posts“ von dir sehr gern und gerade dieses ist sehr lehrreich. Obwohl ich nun seit vier Jahren blogge, sehe ich mich immer noch als Anfänger und ja, ich bin oft frustriert und auch ein bisschen neidisch auf erfolgreiche Blogger, die einfach mal so ein Upgrade kriegen 😉

    Besonders deinen ersten Punkt werde ich mir verstärkt zu Herzen nehmen und mir mehr Gelegenheiten zum Verlinken überlegen. Als durchaus sehr spezieller Nischenblog ist es nicht einfach, passende Blogs und Websites für meine Leser zu finden. Deine Anregungen über die normale Blogschau hinaus helfen mir da schon weiter.

    Danke und weiter so!
    Jenny

    • Oliver Zwahlen

      Hi Jenny,

      naja, so viel besser ist die Business Class auch nicht. Man hat ein Tischtuch und etwas mehr Platz, aber so richtig toll sind Langstrecken auch dort nicht – vor allem nicht, wenns viele Turbulenzen gibt. 🙁

      Das Problem mit dem Verlinken habe ich auch bei meinem Chinablog. Ich habe mir eine Quartalsweise Chinaschau überlegt, in dem ich alle Texte zu China verlinke, die mir gefallen. Ich denke, innerhalb von drei Monaten sollten schon ein paar Texte zusammenkommen. In deinem Fall würde ich mir etwas Ähnliches für Neuseeland überlegen.

      Gruss,
      Oli

  7. Lieber Oliver,

    ein toller Artikel, den ich unglaublich motivierend finde. Schön, dass jemand auch mal sagt: Schreib worüber du gern schreiben willst und nicht ausschließlich: Schreib darüber was die Anderen interresiert.

    In der letzten Zeit habe ich aufgehört ein paar Blogs zu lesen, weil ich sie nicht mehr authentisch fand. Oft sogar total utopisch. Schade. 🙁

    Stattdessen lese ich gern die eher „kleinen“ Blogs, aus denen man die Liebe zum Reisen und Schreiben förmlich herauslesen kann.

    Ich selbst schreibe auch weil ich das Schreiben und das Reisen liebe. Zuerst nur für Freunde und Familie, aufgrund der ersten Fernreise. Als ich dann die ersten Follower hatte, die nicht aus dem eigenen Freundeskreis stammen, war das ein absolutes Hochgefühl.

    Bezüglich der Unterstützung der Blogger untereinander ist mir aufgefallen, dass sich oft immer nur die gleichen unterstützen. Meist die größeren, etablierten Blogs. Das finde ich echt schade.

    Dennoch. Mein Blog ist mein „Baby“ und Entmutigung gilt nicht. 🙂

    Liebe Grüße Janine

    • Oliver Zwahlen

      Naja, ich sage natürlich nicht, dass man sich überhaupt nicht darum kümmern sollte, was die Leser interessiert. Ich denke beim Schreiben schon an meine Leser und versuche die Texte so aufzubereiten, dass sie dem Leser einerseits gefallen und andrerseits auch helfen. Aber ich denke, eine gewisse thematische Vielfalt darf man sich erlauben – das zeigt sich ja auch an den vielen Kommentaren auf diesen Beitrag, der eigentlich überhaupt nicht in einen Reiseblog passt.

      • Nein, nein. So hab ich es auch nicht verstanden. Deswegen hatte ich auch das „nicht ausschließlich“ erwähnt.

        Aber oft liest man, überlege dir was die anderen interessiert. Da finde ich einen gesunden Misch aus Herzblut und Mehrwert am Besten.

        Ich habe anfangs eher für Familie und Freunde geschrieben. Das waren persönliche Berichte aus dem Urlaub. Inzwischen, seit ich auch fremde Follower habe, verweise ich auch mal auf nützliche Webseiten oder gebe Tipps.

        Wie auch immer, denke ich auch, dass die Kontinuität und Langfristigkeit nicht unerheblich ist. Ich wünsche dir weiterhin schöne Reisen und viel Spaß mit dem Blog (das für mich wichtigste! 🙂 )

        Liebe Grüße Janine

  8. Hallo Oli,
    ich denke es gibt viele gute Gründe dafür, dass du ein erfolgreicher Blogger bist und als solcher wahrgenommen wirst. Du bleibst dir selbst treu und schreibst kontinuierlich hilfreiche und sehr authentische Beiträge. Das hört sich gar nicht so schwierig an, schaffen aber die wenigsten.
    Besonders den Satz „Wer halbwegs vernünftige Sätze aneinanderreihen kann und einigermassen scharfe Bilder aus dem Urlaub mitbringt, wird früher oder später an der gleichen Stelle stehen, an der auch ich mich befinde.“ finde ich sehr treffend. Es ist keine große Kunst, Bilder zu schießen und ein paar gute Beiträge zu schreiben. Die Kunst ist es, am Ball zu bleiben und dies über einen langen Zeitraum zu schaffen und hier hast du vielen Bloggerkollegen sicher etwas voraus.
    Weiter so 😉

  9. Hallo Oliver, danke für deine hilfreichen Tipps, Inspirationen und vor allem deine Ehrlichkeit. Ich werde versuchen einige deiner Tipps umzusetzen. Ich fange direkt mal mit Verlinkungen anderer Blogs an! 🙂 Alles Beste Dir, Julia

  10. Lieber Oliver, vielen Dank für Deine offenen Worte 🙂 Bloggen wird für mich immer ein „Spaß & Hobby“ bleiben. Mein Blog ist erst ein halbes Jahr alt und ich kümmere mich bei meiner Schreiberei nicht um H1, H2 H3, keywords und was ich noch so alles an Infos erhalte, um meine Reichweite zu erhöhen. Ich habe nicht das dollste technische Verständnis, aber ich bin stolz darauf, wie ich meinen Blog hinbekommen habe. Und ja, ich persönlich meine, dass Du so schreiben solltest, wie Dir der Mund gewachsen ist! Das macht den Blog authentisch und sympathisch 🙂

    Mein Blog hat überhaupt nichts mit Reisen zu tun. Ich schreibe über Projekte, die auch nicht jeden interessieren würden und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich den Blog je über Werbung etc. finanzieren könnte. Muß auch nicht. Ich erhalte über meinen Blog weitaus mehr. Interessante und erfrischende Kontakte 🙂 Und die sind für mich eine persönliche Bereicherung….

  11. Hello Oli,

    da triffst du mich ins Mark. Ich bin nicht so der Netzwerker und zum anderen durchaus etwas ungeduldig. Ich werde bei beidem an mir arbeiten. Danke für diese Tipps, die mir so noch nicht bewußt waren, so augenscheinlich sie sind.

    Viele Grüße aus Köln
    Patrick

  12. Zu Punkt drei und zum Thema unangenehm auffallen: Ich finde deine kritischen Kommentare super – freue mich jedes Mal, wenn ich einen Kommentar von dir auf der Seite habe 🙂 Weil die einfach ehrlich sind. Du kannst ja völlig anderer Meinung sein als jemand, dessen Artikel du gerade gelesen hast. So lange du dann nicht zum Troll wirst, ist doch alles bestens!

    Was mir tierisch auf den Geist geht ist dieser „ich-gründe-jetzt-mal-schnell-nen-blog-zum-geld-verdienen“-Hype. Leute, die das machen, hinterlassen auf anderen Blogs nämlich auch Kommentare wie „Schöne Fotos“ oder „toller Text“ und glauben, dass sie damit schön Werbung für sich gemacht haben. Wenn man sich aber Gedanken über Affiliate-Links und die Marketing-Strategie macht, bevor man überhaupt seinen eigenen Schreibstil gefunden hat, finde ich das ein bisschen bedenklich.

    Und klar will jeder von uns bekannter sein und mehr Follower haben. Mir ist das in erster Linie wichtig, damit jemand die Artikel liest, in die ich so viel Zeit gesteckt habe :O Geld verdienen wollen ist prinzipiell auch nicht schlimm. Nur wer mit seiner Website in erster Linie schnell reich werden will, sollte sich lieber ne Domain wie perezhilton.com sichern und ne SEO-optimierte Affiliate-Seite aus dem Boden stampfen.

    So. Genug aufgeregt 🙂 War auch ein bisschen vom Thema weg, sorry. Der wichtigste Tipp von allen ist: Sei authentisch und mach das, was dir Spaß macht.

    Liebe Grüße 🙂
    Anna

    • Oliver Zwahlen

      Naja, du schreibst auf deiner Seite ja auch keinen vollkommen unsinnigen und schlecht recherchierten Stuss, Anna. Deswegen sind meine Kommentare bei dir kaum jemals besonders kritisch… 🙂

  13. Oh, da hab ich mich auch schuldig gemacht, denke ich… für mich war das immer so logisch anfangs, dass ich einen passenden Beitrag verlinkt habe, à la: „Ach spannend. Darüber hab ich auch erst letztens was geschrieben“ … nach ein paar Mal fiel mir auf, dass das vll. nicht so gut ankommt. *husthust*

    Allerdings freue ich mich ja immer, wenn jemand einen passenden Beitrag bei mir verlinkt. Ich will ja wissen, ob andere auch schon was dazu geschrieben haben -und wenn ja: was? Hab das jetzt bei mir im Kommentarfeld dazugeschrieben, das verlinkt werden darf. Und halte mich mit Links auf meinen Blog jetzt halt zurück.

    Ich freu mich jedenfalls immer sehr, wenn ich sehe, dass ich treue Follower habe, die meine Sachen wirklich lesen und kommentieren. 🙂 Das ist mir lieber als massig oberflächliche Klicks.

    • Oliver Zwahlen

      Hi Ilona,

      ich denke, dass das mit dem Linksetzen jeder Blogger etwas anders empfindet. Auch mich stört es nicht in jedem Fall, wenn es in einem Kommentar einen Link hat – das habe ich sogar selber schon gemacht. Aber er sollte auf alle Fälle relevant sein und am besten auf Blogs von Autoren, mit denen du schon im Kontakt bist.

      Als Faustregel würde ich es so handhaben: Wenn du den Verweis auch in einem persönlichen Gespräch nennen würdest, ist es unproblematisch. Denn einfach so eine Werbebotschaft rauslassen, würdest du ziemlich sicher nicht, wenn du dabei deinem Gegenüber ins Gesicht schauen musst.

      Zu den Lesern: Ich denke, jeder Blogger hat lieber Leute, welche die Artikel wirklich lesen und kommentieren. Realistischerweise muss man jedoch akzeptieren, dass nur ein verschwindend kleiner Teil jeden Artikel von Vorne bis Hinten durchliest.

      Gruss,
      Oli

      • Das ist klar. Wäre auch utopisch – die Leute haben für gewöhnlich auch was anderes zu tun. Aber gerade deshalb freut es einen ja umso mehr, wenn man sieht, dass jemand wirklich den ganzen Artikel gelesen hat und ihn auch dementsprechend kommentiert 🙂

  14. Hallo Oliver,

    vielen Dank für diesen Beitrag und die interessanten Beiträge, die du verlinkt hast. Ich werde mal versuchen, ein paar Punkte umzusetzen. Gerade der Beitrag vom Affenblog wirft das Licht auf ein Thema, das mir bisher nicht in diesem Ausmaß bewusst.

    Dein letzter und wichtigster Tipp ist leider auch der, der am schwersten in die Tat umzusetzen ist.

    Viele Grüße
    Anika

  15. Hallo Oli,

    super! So einen Artikel, so ehrlich und klar geschrieben habe ich schon lange gesucht. Vielen vielen Dank dafür. Ich mag deinen Blog sehr, weil er so authentisch klingt und gerade NICHT so eingeschränkt ist, wie es manche Blogs sind. Am furchtbarsten finde ich es, wenn es aus jedem Wort nur so herausschreit, dass sich der Autor anbiedert, um einer bestimmten (gewinnbringenden) Zielgruppe gerecht zu werden.
    Für das Sich-Nicht-Anbiedern!
    Lieben Gruß,
    Mareike

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