Montag, 18. Dezember 2017
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London: Zehn Tipps für Sparfüchse

Die Towerbridge von London: Eines der Wahrzeichen der Stadt. Foto: Clearlens Images / Pixelio.de
Die Towerbridge von London: Eines der Wahrzeichen der Stadt. Foto: Clearlens Images / Pixelio.de

Die britische Hauptstadt ist ein teures Pflaster, so heißt es zumindest. Mit ein bisschen Insiderwissen kann man sich jedoch ein vollständiges Tour-Programm zusammenstellen, ohne ein einziges Mal den Geldbeutel vorzukramen. Das Weltreisemagazin erklärt, wie das geht.

1. Besuch von Kunstausstellungen

Das Tate Modern (zeitgenössische Kunst) und das Tate Britain (britische Kunst ab dem 16. Jahrhundert) sind zwar alles andere als Geheimtipps, was jedoch vielen nicht bewusst ist: beide Kunstmuseen sind gratis zugänglich. Das Gleiche gilt übrigens auch für die National Portrait Gallery und die National Gallery am Trafalgar Square. Kunstinteressierte kommen in London leicht auf ihre Kosten.

2. Besuch des Britischen Museums

Angesichts des klassisch schlechten Wetters in der britischen Hauptstadt ist es eine gute Nachricht, dass London mit einer Vielzahl von hervorragenden Museen aufwartet, die allesamt kostenlos sind. Besonders empfehlenswert ist das British Museum, das man auch als das Louvre von London bezeichnen könnte. Im Museum befinden sich etwa sieben Millionen Ausstellungsgegenstände, die bis in die ägyptische Hochkultur zurückreichen. Wer alles sehen will, muss zweifellos mehr als einen Tag einplanen. Das Museum, das 1753 aufging, ist stolz darauf, seit Anbeginn nie Eintritt verlangt zu haben.

3. Wachablösung am Buckingham Palast

Wachablösung am Buckingham Palace. Foto: Marius Pothmann / Pixelio.de
Wachablösung am Buckingham Palace. Foto: Marius Pothmann / Pixelio.de

Eine bizarre britische Tradition findet im Sommer jeden Tag (im Winter jeden zweiten Tag) um genau 11.30 Uhr vor dem Buckingham Palast statt: Die Wachablösung der Schutzgarde der königlichen Familie. Wer sich für das militärische Spektakel interessiert, sollte sich frühzeitig im Vorhof des Palasts einfinden. Anschließend bietet sich noch ein kurzer Rundgang durch die nahe gelegenen Queen Mary’s Rose Gardens im Regent’s Park an. Spannend ist natürlich auch ein Besuch des Buckingham Palace selber, doch mit einem Eintritt von rund 33 Pfund ist er alles andere als günstig.

4. Gottesdienst in der Westminster Abbey

Die geschichtliche Bedeutung der Westminster Abbey lässt sich kaum überschätzen: in dieser Kirche waren in den letzten 1000 Jahren fast alle Könige gekrönt worden. Ebenfalls befinden sich hier die Gräber von zahlreichen Monarchen. Streng genommen ist die Abtei nicht kostenlos, doch werden in der noch immer aktiven Kirche von Gläubigen keine Eintrittsgelder verlangt. Wer sich also die 10 bis 20 Pfund Eintritt sparen will, kann die Kirche im Rahmen eines Gottesdiensts besuchen. Infos zu den Veranstaltungen finden sich hier.

5. Strafprozess im Old Bailey

Das Central Criminal Court ist das wohl berühmteste Gericht in ganz Großbritannien – und einige behaupten sogar, in der ganzen Welt. Hier stand zum Beispiel der Theaterautor Oscar Wilde vor Gericht. Bei öffentlichen Verhandlungen ist die Galerie kostenlos zugänglich. Dies erlaubt einen guten Blick auf das historische Gebäude.

6. London mit dem Fahrrad erkunden

Die Londoner U-Bahn ist zwar zweifellos eine Sehenswürdigkeit für sich. Leider sind die Preise für Einzelfahrten so hoch, dass viele Touristen längere Fußmärsche auf sich nehmen, um von einem Ort zum anderen zu gelangen. Man kann jedoch auch bei Barclays Cycle Hire günstig Fahrräder mieten. Dazu muss man einfach zu einer der zahlreichen Leihstationen gehen und sich für ein Pfund registrieren. Hinzu kommt noch eine zeitabhängige Nutzungsgebühr, wobei die erste halbe Stunde kostenlos ist. Es kann sich also preislich auszahlen, von Leihstation zu Leihstation zu radeln.

Das Fahrrad ist die perfekte Art, um die britische Hauptstadt zu erkunden. Foto: Gabi Eder / Pixelio.de
Das Fahrrad ist die perfekte Art, um die britische Hauptstadt zu erkunden. Foto: Gabi Eder / Pixelio.de

7. Fotos vom Fußgängerstreifen in der Abbey Road

Beatles-Fan wissen in der Regel genau, wie die Abbey Road vor rund 45 Jahren aussah, als die Fab Four vor dem Studio über die Straße gingen und daraus das Album eines der größten musikalischen Meisterwerke des 20. Jahrhunderts wurde. Der besagte Fußgängerstreifen existiert noch immer und wer will, kann dort in guter Beatles-Manier für ein schönes Erinnerungsfoto posieren. Die Studios lassen sich leider nicht besuchen.

8. Bootsfahrt auf der Themse

Wer möchte, kann mit einem Ausflugsboot die  Themse befahren und die eindrücklichen Fassaden von London bei einem Abendessen vom Wasser aus sehen. Ein Bruchteil davon kostet eine Fahrt auf dem Thames Clipper. Das ist eine gewöhnliche Fähre, welche die Einheimischen auf dem Weg zur Arbeit nehmen. Die Route der Fähre führt an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei wie der Tower Bridge, dem London Eye, dem Big Ben und dem Parlament.

Bootsfahrten auf der Themse sind mit dem Thames Clipper besonders günstig. Foto: Heike / Pixelio.de
Bootsfahrten auf der Themse sind mit dem Thames Clipper besonders günstig. Foto: Heike / Pixelio.de

9. Günstig in Privatwohnungen unterkommen

Hotels sind in der britischen Hauptstadt kein Schnäppchen. Wer alleine unterwegs ist, findet ab etwa 20 Euro einen Massenschlafsaal. Für Paare oder größere Gruppen ist es zweifellos eine angenehmere Option, sich eine Ferienwohnung zu mieten. London gehört glücklicherweise zu den Städten, wo GowithOh Qualitätswohnungen zu sehr erschwinglichen Preisen vermittelt. Das Sparpotential wird natürlich noch dadurch multipliziert, dass die Unterkünfte jeweils mit Küchen ausgestattet sind. Das heißt, man muss nicht immer auswärts speisen, sondern kann gelegentlich selber kochen.

10. Anreise mit Low-Cost-Carrier

Die Anreise nach London ist heute dank zahlreichen Low-Cost-Airlines nicht mehr besonders teuer. Wer eine Fluglinie wählt, die den City-Airport ansteuert, kann nicht nur Zeit sparen, sondern auch Transferkosten. Eine weitere günstige Option ist, London als Stopover auf einem Langstreckenflug einzubauen oder den Flug gleich ab London zu buchen und auf diese Weise von den besseren Verbindungen zu profitieren.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

3 Kommentare

  1. Im kommenden Jahr steht auf jeden Fall ein Besuch in London an. Ich muss nur noch schauen wann. Da London ja an sich recht teuer ist, sind die Tipps Gold wert! Vielen Dank. Wird als Favourit gespeichert

  2. Hallo Oliver,

    ich war vor 2 Wochen für 6 Tage in London. War super. Deine Tipps auch übrigens 🙂 In der Westminster Abbey hatten wir das Glück das ein Orgelkonzert stattfand und das war echt interessant. Eintritt kostenlos.

    Was ich noch dazu nehmen würde ist das Natural History Museum in London. Eintritt frei und es ist der Wahnsinn. Das British Museum war aber auch sehr interessant.

    Da ich so beeindruckt war von der Stadt habe ich jetzt angefangen einen Blog darüber zu machen und werde mit Sicherheit noch mehrere Male nach London fliegen 🙂 Es gibt so viel dort und die Zeit reicht nicht aus in nur 6 Tagen.

    Bis dann,
    Alex

  3. Ich besuche mit Schulklassen seit über 20 Jahren das Wachsfigurenmuseum der Mdm Tussaud und möchte unsere günstigen Ticketpreise – die wir
    von der Madame als „loyal client“ bekommen – an Jede/Jeden weitergeben, der das möchte – also andere Schulklassen, Gruppen, Kleingruppen oder auch Individualreisende.
    Nur um Missverständnis zuvorzukommen: Ich bin Lehrer – kein Tickethändler ;-)!

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