Montag, 18. Dezember 2017
Home » Allgemein » Äthiopien: Das Wichtigste zur historischen Rundroute

Äthiopien: Das Wichtigste zur historischen Rundroute

Eines der Schlösser der "Royal Enclosure".
Camelot in Afrika: Eines der zahlreichen Schlösser der „Royal Enclosure“ von Gonder. Fotos: O. Zwahlen

Planst du deine erste Reise nach Äthiopien und fragst dich, welche Orte du auf keinen Fall auslassen darfst? Dann solltest du die „historische Rundroute“ ins Auge fassen. Sie verbindet alle wichtigen Sehenswürdigkeiten im Norden. Hier erfährst du, was du sehen kannst und was du über den „historic circuit“ wissen solltest.

Die historische Rundroute (auch „historic circuit“ genannt) ist eine rund 2000 Kilometer lange Strasse durch den Norden von Äthiopien, die praktisch alle wichtigen historischen Sehenswürdigkeiten des Landes verbindet und durch grossartige Landschaften führt. Ich habe die Route im September 2015 selber bereist und kann dies jedem als Einstieg ins Land empfehlen. Dies hauptsächlich aus zwei Gründen:

1. Äthiopien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Deswegen hatte ich am Anfang Bedenken, ob eine Backpackingtour auf eigene Faust die richtige Art ist, das Land zu erkunden. Obwohl ich im Vorfeld immer wieder hörte, dass Äthiopien ein sehr sicheres Reiseland sei, machte ich mir etwas Sorgen.

Die historische Rundroute führt durch eine besonders sichere Gegend mit ausgesprochen freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Spätestens nach der zweiten oder dritten Begegnung stellst du fest: Hier hast du nichts zu befürchten. Das gilt zwar auch für den Osten des Landes (Harar und Dire Dawa) und den Süden, doch ist das dort bei der etwas aggressiveren Stimmung nicht ganz so offensichtlich.

2. Die historische Rundroute verfügt über eine hervorragende Infrastruktur für Touristen mit günstigen Busverbindungen und preiswerten Hotels. Wenn dir die Busfahrten zu lange sind, kannst du sogar zwischen den wichtigsten touristischen Zentren günstig fliegen. Die historische Rundroute ist also ein idealer Ort, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das Reisen in Äthiopien funktioniert.

Die wichtigsten Fragen, die du vor der ersten Reise nach Äthiopien haben könntest, habe ich übrigens hier zusammengefasst. Für die historische Route solltest du etwa zwei Wochen einplanen.

Einheimische Menschen: Bereichernde Begegnungen hast du im ganzen Land.
Einheimische Menschen: Bereichernde Begegnungen hast du im ganzen Land.

Routenbeschreibung: historische Rundroute

Am besten beginnst du die historische Route mit einer Fahrt oder einem Flug von Addis Abeba nach Bahir Dar. Wir waren in umgekehrter Richtung unterwegs, aber wenn du im Uhrzeigersinn reist, klappt es mit den Busverbindungen besser und du reist so, wie die meisten andern auch. Dieses erste Segment dauert etwa elf Stunden im Bus. Wenn dir das zu lange ist, kannst du die Fahrt in der Mitte in Debre Markos unterbrechen.

Der Tana-See

Bahir Dar hat den Spitznamen „äthiopische Riviera“. Das finde ich etwas übertrieben, aber das Städtchen ist durchaus eine angenehme Basis für ein paar Tage, zumal es hier Hotels in allen Preisklassen gibt. Von Bahir Dar lohnen sich hauptsächlich zwei Ausflüge:

1. Besonders schön ist der Tagestrip zu den Fällen des Blauen Nils. Der Wasserfall selbst ist nicht wahnsinnig hoch, aber die ganze Landschaft drumherum ist sehr schön. Lass dir keine Tour für 300 Birr aufschwatzen, sondern gehe auf eigene Faust. Vom zentralen Busbahnhof fahren täglich mehrere Busse nach Tis Abey (15 Birr), dem Ausgangspunkt eines rund zweistündigen Rundgangs (50 Birr Eintritt).

Der Beginn des Wanderwegs ist nicht ganz leicht zu finden, deswegen kann es sich unter Umständen lohnen, einen Guide für 100 Birr pro Gruppe zu nehmen. Wir sind auf eigene Faust los und haben den Weganfang dank GPS entdeckt. Unterwegs findest du zahlreiche Orte, wo du dich bei Regen unterstellen oder etwas trinken kannst. Einschliesslich An- und Rückreise solltest du für diesen Ausflug fünf Stunden einrechnen.

2. Rund um den Tana-See gibt es zahlreiche Klöster, von denen einige sehenswert sind. Wir haben die Klöstern per Boot erkundet, was zwar eine ganz angenehme Reiseart war. Besser und günstiger ist es aber, mit dem Bus zur Zeghe-Halbinsel zu fahren, da sich dort die schönsten Kirchen befinden. Wenn du nur eine einzige Kirche besuchen willst (jede einzelne kostet Eintritt und so unterschiedlich sind sie nicht), empfehle ich dir die Azoa Maryam.

Der Wasserfall am Blauen Nil.
Der Wasserfall am Blauen Nil.
Die Wanderung zu den Wasserfällen führt über diese Brücke.
Die Wanderung zu den Wasserfällen führt über diese Brücke.

Gonder, die Stadt der tausend Burgen

Die fünftgrösste Stadt Äthiopiens war für mich eines der Highlight auf der historischen Rundroute. Bekannt ist die ehemalige Hauptstadt vor allem wegen ihren zahlreichen Burgen und Schlösser aus dem 17. Jahrhundert in unterschiedlich gutem Zustand. Was den Besuch besonders eindrücklich macht: Praktisch alle Schlösser befinden sich auf dem gleichen Gelände (Royal Enclosure) in unmittelbarer Nachbarschaft von einander. Ebenfalls sehenswert: Die Debre Berhan Selassie Kirche mit ihren schönen Malerien, das Fasiladas Bad und der Kuskuam Komplex.

Auch die Stadt Gonder selbst ist ein angenehmer Ort zum Verweilen. Am Hauptplatz gibt es einige Restaurants mit Dachterrasse, von wo du einen schönen Blick auf eines der Schlösser der Royal Enclosure hast. Gerade gegenüber – neben dem Sitz der Ethiopian Airlines – befindet sich ein altes italienisches Kino, wo du dir mit etwas Glück einen Film anschauen kannst (bei unserem  Besuch war gerade geschlossene Gesellschaft) und im Keller des Hotels Atse Bekafu findet jeden Abend ein traditioneller Schultertanz statt (siehe in diesem Video, wie so ein Tanz aussieht).

In Gonder kannst du dein Hiking in die Simien Berge organisieren. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn du den „historic circuit“ abkürzen und Aksum auslassen willst. Da wir in der Regenzeit unterwegs waren und uns selbst die Tourguides von einem Trekking abrieten, liessen wir die attraktiv aussehende Berglandschaft aus.

Unterkunftstipp: Wir übernachteten im Lodge du Chateau. Das kleine Hotel befindet sich an bester Lage und die liebevoll eingerichteten Zimmer gruppieren sich um einen gepflegten Innenhof. Erwähnenswert sind die Dachterrasse mit einer schönen Aussicht und die funktionierenden Duschen. Die Preise sind offenbar verhandelbar.

Zwei der unzähligen Schlossruinen von Gonder in Nordäthiopien. Fotos: O. Zwahlen
Zwei der unzähligen Schlossruinen von Gonder in Nordäthiopien.
Schloss
Ein weiteres Schloss am anderen Ende das Parks.

Die Stelen von Aksum

Bei der Frage, ob sich die lange Anreise nach Aksum lohnt, scheiden sich die Geister. Fakt ist: Aksum war vor fast 2000 Jahren das Zentrum eines mächtigen christlichen Reichs und spielte in der gleichen Liga wie Rom oder Karthago. Fakt ist leider auch, dass von der einstigen Grösse kaum was übrig geblieben ist. Lediglich einige wenige Stelen zeugen von der glorreichen Vergangenheit. Bei besonders grossem Interesse oder viel Fantasie ist vielleicht auch der Besuch von leeren Königsgräbern und eines Bads zu empfehlen.

Wenn du wie ich mit Indiana Jones aufgewachsen bist, dann könnte die Kirche der heiligen Maria vom Zionberg etwas für dich sein. In ihr soll sich nämlich die Bundeslade befinden. Zur Erinnerung: Das ist das Holzgefäss, in dem die beiden Tafeln mit den zehn Geboten liegen, die Gott Moses diktiert hat. Ob sich das Heiligtum wirklich dort befindet, wirst du kaum rausfinden, denn der Zugang ist streng bewacht. Mehr dazu findest du hier.

Meine Meinung: Wenn du viel Zeit mitbringst und gerne stundenlang über Bergstrassen schlängelst, dann kannst du Aksum besuchen. Doch das was du zu sehen bekommst, rechtfertigt die vielen Strassenkilometer nicht. Zwischen Gonder und Lalibela gibt es eine direkte Strasse, die vermutlich eine sinnvolle Abkürzung ist.

Falls du dich für die lange Route entscheidest, gibt es zwei Stunden hinter Aksum noch den Yeha-Tempel, der aus der vorchristlichen Periode des aksumitischen Reichs stammt und etwa 2000 Jahre alt ist. Allerdings ist die Ruinenanlage alles andere als eindrücklich und der Eintritt mit 200 Birr etwas hoch. Zudem dürfte es schwierig sein, vom Ort aus die Weiterreise zu organisieren. Immerhin: Die grüne, hügelige Landschaft ist sehr schön.

Axum
Nebst diesen teilweise eingestürzten Stelen zeugt nur noch wenig von der einstigen Bedeutung Aksums
Auch wenn es wenig zu sehen gibt: Aksum ist ein angenehmes und entspanntes Städtchen.
Auch wenn es wenig zu sehen gibt: Aksum ist ein angenehmes und entspanntes Städtchen.

Die beschwerlichen Tigray-Kirchen

Die Region Tigray hat einige der am schwersten zugänglichen Kirchen und Klöster der Welt. Am bekanntesten ist Debre Damo. Hierhin kommst du nur, wenn du dich mit einem Seil an einer mehrere Meter langen, senkrechten Wand hochziehen lässt. Ganz ehrlich: Für mich klang das etwas zu abenteuerlich und zu beschwerlich. Aber wenn dir diese Art des Entdeckens zusagt, solltest du dir das nicht entgehen lassen.

Allerdings gibt es in der Region rund um Mekele und Wukro jede Menge Felsenkirchen, die unterschiedlich schwer zu erreichen sind. Manche verlangen eine mehrstündige Wanderung, zu einigen kommst du mit dem örtlichen Bus und die Wukro Cherkos liegt wenige Meter vom Dorfrand entfernt und kann in zehn Minuten zu Fuss erreicht werden.

Ein Besuch von Tigray lohnt sich meiner Meinung nur, wenn du bereit bist, ein paar Tage mit beschwerlichen Wanderungen zu verbringen oder wenn du ohnehin einen Trip in die Danakil-Senke (Angebote ab 400 Euro für 4 Tage) planst. Das kleine Wukro ist der bessere Ausgangspunkt als Mekele.

Besonders leicht zu erreichen: Die Kirche vor Wukro. Foto: F. Blümm
Besonders leicht zu erreichen: Die Kirche vor Wukro. Foto: F. Blümm

Die Felsenkirchen von Lalibela

Egal, welche Route du in Äthiopien wählst, die Felsenkirchen von Lalibela darfst du auf keinen Fall verpassen – auch wenn das teure Kombi-Ticket (50 US-Dollar) für die elf Kirchen ein ziemlicher Spass-Killer ist. Die uralten, in den Stein gemeisselten Sakralbauwerke sind auf alle Fälle das Highlight der historischen Route.

Die meisten Besucher nehmen sich einen Guide, um die Kirchen zu besuchen. Wenn du dich für eine Aneinanderreihung von Jahreszahlen und Anekdoten interessierst, dann mag das eine gute Art sein, die Bauwerke zu besuchen. Wir sind auf eigene Faust los (die wichtigsten Tipps dazu findest du hier bei meinem Bloggerkollegen Florian). Das geht problemlos und die Kirchen mit ihren versteckten unterirdischen Verbindungsgängen und Abkürzungen ganz ohne fremde Hilfe zu erkunden, macht gleich doppelt so viel Spass.

Für Lalibela solltest du dir genügend Zeit nehmen. Zwar ist es möglich, alle drei Bereiche, in die die Kirchen aufgeteilt sind, innerhalb eines einzigen Tages zu besuchen. Aber das Ticket berechtigt zu mehrmaligen Besuchen während fünf Tagen, so dass du die gleichen Kirchen bei unterschiedlichem Licht sehen kannst. Lass dir viel Zeit.

Darüber hinaus ist auch die Umgebung von Lalibela mit ihren sanften, grünen Hügeln sehr  schön und es lohnt sich, in der Region die eine oder andere Wanderung zu unternehmen. Falls du dazu keine Zeit mehr hast, solltest du wenigstens an der Abbruchkante am unteren Ende des Dorfs ein Sundowner-Bier oder einen äthiopischen Kaffee trinken gehen. Die Aussicht auf das Tal ist schlicht grossartig.

Kirche von Lalibela: Ein aus dem Stein gehauenes Meisterwerk.
Kirche von Lalibela: Ein aus dem Stein gehauenes Meisterwerk.
Bei all den Treppen, Brücken und Tunnels fühlte ich mich in die TV-Serie Fraggles versetzt.
Bei all den Treppen, Brücken und Tunnels fühlte ich mich in die TV-Serie Fraggles versetzt.
Traditioneller Dorfkern von Lalibela.
Traditioneller Dorfkern von Lalibela.

Hilfreiches Wissen für die Route

Zum Schluss will ich noch ein paar praktische Punkte auf der Route ansprechen, die dir dabei helfen, die Rundroute auf eigene Faust zu organisieren:

  • Tipp 1 zum Transport: Die historische Rundroute ist mit wenigen Ausnahmen gut ausgebaut. Am einfachsten ist es, die Weiterfahrt jeweils mit Minibussen zu organisieren. Geh dazu einfach zur zentralen Busstation und lass dich von den Schleppern zum richtigen Bus bringen – ohne Hilfe ist es kaum möglich. Kläre unbedingt vor der Abfahrt den Preis und achte darauf, dass du nicht „by contract“ fährst. Mit diesem Term ist die private Miete des Bus gemeint, was sehr viel teurer ist.
  • Tipp 2 zum Transport: Alternativ fahren auch grössere Busse. In der Regel sind die etwa 10 bis 20 Prozent günstiger als Minibusse und bieten mehr Beinfreiheit. Diesen Vorteil erkaufst du dir aber mit längeren Fahrzeiten. Entscheide selber, was für dich wichtiger ist. Wichtig: Während Minibusse auch am Nachmittag starten, fahren die grossen Busse fast ausschliesslich in den frühen Morgenstunden los.
  • Tipp 3 zum Transport: Ethiopian-Airlines bietet tägliche Verbindungen zwischen Addis – Gonder – Lalibela – Aksum und zurück an. Die Flüge sind relativ günstig und wenn du mit Ethiopian Airlines in Land geflogen bist, erhältst du auf alle Inhandsverbindungen einen Rabatt von 50 Prozent. Für die Strecke von Aksum nach Gonder haben wir so gerade einmal 50 Dollar bezahlt.
Lokaler Bus: Auf dem Weg zu den Wasserfällen des Blauen Nils.
Lokaler Bus: Auf dem Weg zu den Wasserfällen des Blauen Nils.
  • Tipp 1 zu den Unterkünften: Es ist aus der ganzen Route kein Problem, spontan noch eine Übernachtung zu finden. Reservationen sind nicht nötig – und wegen des instabilen Internets häufig auch gar nicht möglich.
  • Tipp 2 zu den Unterkünften: Während Lalibela, Gonder und Bahir Dar ein grösseres Angebot an Hotels aufweisen, sind in allen anderen Orten die Übernachtungsmöglichkeiten sehr bescheiden (und günstig). An diesen Orten musst du damit rechnen, dass das eine oder andere nicht funktioniert. Insbesondere warmes Wasser war Mangelware. Wenn du gerne heiss duschst, solltest du unbedingt überprüfen, ob der angeschlossene Boiler wirklich funktioniert.
  • Tipp 3 zu den Unterkünften: Nicht nur, aber hauptsächlich die günstigeren Hotels haben häufig Bettwanzen (bei uns etwa jedes zweite Bett). Wir haben uns deswegen unterwegs nach einigem Suchen einen Insektenspray gekauft. Am besten bringst du den aber schon von zu Hause mit. Zum Beispiel diesen.
  • Praktisches Wissen 1: Die Kirchen verlangen häufig unverschämt hohe Eintrittsgelder. Das Problem: Die Priester, welche dir die Kirchen zeigen, erhalten davon nichts. Das erklärt, wieso viele Geistliche für ihre Dienste noch ein zusätzliches Trinkgeld erwarten.
  • Praktisches Wissen 2: Sehr wahrscheinlich wirst du auf deiner Reise zu Leuten nach Hause eingeladen. Am Anfang haben wir immer ablehnt, weil wir nicht wussten, worauf wir uns einliessen. Später gingen wir auch einmal mit und machten dabei tolle Erfahrungen.

Diese Äthiopien-Reise von Florian vom Flocblog und mir fand mit freundlicher Unterstützung von Ethiopian Airlines statt. Alle Meinungen, Bilder (sofern nicht anders gekennzeichnet) und Empfehlungen sind meine eigenen.

Zum ersten Mal auf dieser Seite? Dann schau hier, worum es  bei mir geht. Folgst du dem Weltreiseforum schon länger und willst künftig keine Texte mehr verpassen? Dann melde dich am besten gleich für den monatlichen Newsletter an. Bei praktischen Fragen rund ums Reisen kannst du gerne auch unser Reiseforum testen.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

11 Kommentare

  1. Wow, das klingt SO TOLL! Ich will auch unbedingt nach Äthiopien! Werde noch ein wenig warten, bis unsere Kleinste ordentlich selber läuft. Dann nur noch den Mann überzeugen, der partout nicht „nach Afrika“ will… ;-/

    LG und danke für diesen tollen Bericht!
    Jenny

    • Hi Jenny,

      ich war wirklich sehr positiv überrascht von Äthiopien. Ich habe mir ja alles sehr anstrengend und auch ein bisschen gefährlich vorgestellt. Aber nix da! Es lief alles super einfach und glatt. Ich würde mal sagen, das Level ist so etwa auf einer Stufe mit Indonesien, was den Schwierigkeitgrad angeht. Indien oder Marokko fand ich sehr viel anstrengender.

      Ich kann mir vorstellen, dass es möglich ist, ein eigenes Auto zu mieten und die Route selber abzufahren. Das würde das Reisen bei einer grossen Familie wie euch sicherlich erleichtern. Aber damit habe ich selber keine Erfahrungen gemacht.

      Gruss,
      Oli

  2. Hallo Oli,

    ich hatte Äthiopien bislang überhaupt nicht auf dem Schirm. Dein Reisebericht liest sich spannend. Bei der Kirche der heiligen Maria vom Zionberg bin ich hellhörig geworden. Sind wir nicht alle mit Indiana Jones aufgewachsen 😉

    Danke für die tollen Infos

    Viele Grüsse
    Andre

    • Hi Andre,
      für dich als jemand, der sich für Geschichte interessiert, wäre Äthiopien das Reiseparadies auf Erden. Glaubs mir! Ich freue mich auf deine Äthiopien-Berichte… 🙂
      Gruss,
      Oli

  3. Hey Oli,
    klingt ziemlich cool, den Trip den ihr hinter euch habt.
    Mir gings da wie Andre und Äthiopien war bisher kein Land das mich irgendwie gereizt hätte. Das es so einfach zu bereisen ist, überrascht mich doch – um so interessanter klingt das ganze. Denn das „frei“ Reisen in den anderen afrikanischen Ländern ist mir immer etwas zu kurz gekommen
    Habt ihr eigentlich auch Tiere gesehen – also Wildlife oder stand bei der Route hauptsächlich Kultur auf dem Programm?
    Patrick

    • Hallo Patrick,

      das Tier, mit dem wir auf der Reise am meisten Kontakt hatten, war die gemeine Bettwanze… 🙂

      Nein, im Ernst: Äthiopien ist eher ein Kultur-Reiseziel und weniger ein Ort für Safaris. Nach der hier beschriebenen historischen Route sind wir noch eine Woche in den Osten gefahren. Harar ist für seine Hyänen bekannt, die jeden Abend gefüttert werden. Das ist ein ganz interessantes Erlebnis.

      Ansonsten gibt es auch eine Reihe von Nationalparks, wo man das eine oder andere Tier sehen kann. Wir haben dies aber aus zwei Gründen nicht gemacht: Erstens hast du dort eh nicht die bekannten Big 5, sondern eher Vögel, Affen und so weiter. Zweitens brauchst du für die meisten Parks einen Guide, was die Kosten in die Höhe treibt und die Bewegungsfreiheit einschränkt.

      Gruss,
      Oli

      Gruss,
      Oli

  4. Wir würden auch mit Familie fahren. Unsere rucksackerprobten Kinder sind aber immer dann am meisten zufrieden, wenn sie die Möglichkeit haben ins Wasser zu springen. Wie sah es denn da auf deiner Reise aus?

    • Oliver Zwahlen

      Äthopien hat ja keinen Meerzugang (mehr). Es gibt im Land aber ein paar Flüsse und Seen. Soweit ich weiss, ist es in einigen davon möglich zu baden, in anderen gibts Billharziose. Mit Kindern würde ich das eher nicht riskieren. Die etwas teureren Hotels haben teilweise auch Pools. Das wäre vermutlich die beste/sicherste Option. Allerdings ist es im Hochland nicht so heiss, dass man unbedingt ins Wasser muss.

  5. Hallo,
    Dein Reisebericht hat mich total neugierig gemacht, wie siehst Du das, als Frau alleine eine Backpacking Tour da zu machen?
    lg
    Sylvia

    • Hallo Sylvia,
      schwer zu sagen. Wir haben vereinzelt alleinreisende Frauen getroffen. Aber ihre Erlebnisse waren extrem unterschiedlich und reichten von problemlos bis katastrophal. Allerdings würde ich zum momentanen Zeitpunkt ohnehin von einer Äthiopienreise abraten, bis du politische Lage wieder etwas durchsichtiger wird.
      Gruss,
      Oli

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.