Freitag, 15. Dezember 2017
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Griechenland: Diese fünf Orte solltest du auf Rhodos nicht verpassen

Zusammenprall der Jahrhunderte: Die Strassen der Altstadt von Rhodos. Foto: Mstyslav Chernov / Wikimedia
Zusammenprall der Jahrhunderte: Motorräder auf den Strassen der Altstadt von Rhodos. Foto: Mstyslav Chernov / Wikimedia

Einst stand hier eines der antiken Weltwunder: Der Koloss von Rhodos. Mittlerweile ist die 30 Meter hohe Statue vom Hafen längst verschwunden. Doch noch immer können Urlauber jede Menge Schätze auf der viertgrössten Insel Griechenlands entdecken. Wir sagen dir, was sich lohnt.

Tipp 1: Die Altstadt von Rhodos

Ein Besuch der Insel Rhodos beginnt in der Regel mit einer Besichtigung des alten Kerns von Rhodos-Stadt. Hier findest du innerhalb gut erhaltener Stadtmauern mittelalterliche Gebäude, Moscheen, traditionelle Brunnen sowie byzantinische und gotische Kirchen. Plane für das Schlendern durch die teilweise engen, mit Kopfstein gepflasterten Strassen genug Zeit ein, denn Rhodos ist eine der grössten und besterhaltenen mittelalterlichen Städte Europas. Besonders sehenswert ist der Grossmeisterpalast, der im 14. Jahrhundert als Residenz des Grossmeisters des Johanniterordens errichtet wurde. In seinem Innern befindet sich das spannende aräologische Museum. Was du heute siehst, ist allerdings zumindest teilweise eine Rekonstruktion aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, wobei der rekonstruierte Palast deutlich grösser ausgefallen ist als das antike Original.

Für Fans des Computerspiels Civilization ist auch der Mandraki-Hafen sehr spannend: Hier stand nämlich einst der Koloss von Rhodos, eine zwischen 30 bis 35 Meter hohe Bronzestatue, die um das Jahr 292 vor der Zeitwende nach einer zwölfjährigen Bauzeit vollendet wurde. Bereits in der Antike galt die Statue als Weltwunder – und bis heute steht sie für den Grössenwahn der damaligen Rhodier. Um die Riesenstatue ranken sich zahlreiche Legenden: So sollen die listigen Bauherren zunächst eine halb so grosse Statue in Auftrag gegeben haben. Als sie später deren Höhe verdoppeln liessen, fiel dem Bildhauer und Leiter der Bronzegusswerkstatt nicht auf, dass er nicht bloss den doppelten, sondern den achtfachen Preis hätte fordern sollen. An seiner Fehlkalkulation ging er Bankrott, was ihn schliesslich in den Selbstmord trieb.

Tipp 2: Die Akropolis von Lindos

Etwa 50 Kilometer südlich befindet sich an der Ostküste der Insel die malerische Ortschaft Lindos, die wie Rhodos-Stadt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Das Dorf mit seinen weissgetünchten Häusern ist eine Sehenswürdigkeit für sich selber und sieht vollkommen anders aus als das oben erwähnte Rhodos. Viele Touristen besuchen lediglich die Akropolis, die auf einem Felsen oberhalb der Stadt thront. (Da die Zugangswege steil sind, gibt es zahlreiche Esel, die einen gegen ein Entgelt auf die Bergkuppe hochtragen.) Allerdings gibt es in Lindos selber auch mehrere Kapitänshäuser zu besuchen sowie die mit zahlreichen Fresken verzierte Marienkirche.

Nächtlicher Blick auf Lindos und die Akropolis von Lindos. Foto: Alexander Dreher  / pixelio.de
Nächtlicher Blick auf Lindos und die Akropolis von Lindos. Foto: Alexander Dreher / pixelio.de

Da die Strände um Lindos zahlreiche Hotelanlagen für Pauschalurlauber beherbergen, finden jeden Tag tausende Touristen ihren Weg in die kleine Ortschaft. Wenn du den Besucherströmen aus dem Weg gehen willst, solltest du am frühen Morgen oder am späten Nachmittag das Dorf besuchen. Ebenfalls lohnt es sich, wenn du dich vom direkten Weg vom Dorfeingang zur Akropolis wegbewegst. Am besten übernachtest du in Lindos selbst, allerdings ist das Angebot an Unterkünften relativ klein – insbesondere im günstigen Ssegment.

Tipp 3: Das Tal der Schmetterlinge

Das Tal der Schmetterlinge wird auf Grund seiner verkehrsungünstigen Lage im Westen der Insel längst nicht so oft besucht wie Lindos oder Rhodos-Stadt. Wer jedoch gerne Schmetterlinge sieht, sollte diesen Teil der Insel auf keinen Fall verpassen. Die vielen Amberbäume im Tal ziehen zahlreiche Schmetterlinge der Art Grosser Bär an. Auf einzelnen Büschen tummeln sich teilweise bis zu tausend Tiere. Allerdings hat sich die Population in den vergangenen Jahren auf Grund der zahlreichen Besucher deutlich verringert.

Der Russische Bär ist ein Schmetterlinge, der im Tal der Schnetterlinge überall zu finden ist. Foto: Jean-Pol Grandmot / Wikimedia
Der Russische Bär ist ein Schmetterlinge, der im Tal der Schnetterlinge überall zu finden ist. Foto: Jean-Pol Grandmot / Wikimedia

Tipp 4: Das Tal der Sieben Quellen

Wenn du eine Abwechslungs zur trockenen, brauen Landschaft von Rhodos suchst, solltest du das Tal der Sieben Quellen besuchen, auf Griechisch: Epta Piges. Die namengebenden Quellen versiegen auch im Sommer nicht, so dass das Tal immer bemerkenswert grün ist. 1930 bauten Italiener einen Stausee sowie einen knapp 200 Meter langen Tunnel für den Fluss Loutanis. Es ist möglich durch das knöchelhoche Wasser zum Quellteich zu waten. Das Wasser ist ausgesprochen sauber und leuchtet grünblau.

Tipp 5: Ausflug zur Insel Symi

Wenn du genug von Rhodos hast, kannst du einen Ausflug auf die nahe gelegene Insel Symi unternehmen. Die kleine Insel mit ihren rund 3000 Bewohnern ist sehr karg und bietet kaum Schatten. Früher lebten die Inselbewohner hauptsächlich vom Schiffsbau und dem Tauchen nach Naturschwämmen. Heute ist der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle. Auf Symi gibt es mehrere Strände, kleinere Ortschaften und das sehenswerte Kloster Panormitis.

Praktische Tipps

Klima: Rhodos ist das ganze Jahr über warm mit Höchsttemperaturen im Juli und August von bis zu 35 Grad und Wintertemperaturen, die selten unter 10 Grad fallen.

Geld: In Griechenland wird der Euro benutzt. Bankautomaten für den Bargeldbezug gibt es in jeder grösseren Ortschaft.

Sicherheit: Griechenland ist trotz der Wirtschaftskrise ein sehr sicheres Reiseland. Davon ist auch Rhodos nicht ausgenommen. Allerdings solltest du Demonstrationen meiden und auch sonst den gesunden Menschenverstand walten lassen.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

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