Montag, 18. Dezember 2017
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Blogstöckchen: Diese drei Dinge sind immer in meinem Rucksack

Staffellauf bei den Reisebloggern: Jeder, der das Blogstöckchen bekommt, muss drei Dinge nennen, die sich immer in seinem Gepäck befinden. Foto: Gabi Eder / pixelio.de

Ein Blogstöckchen hat mich erwischt. Die Tradition verlangt in einem solchen Fall, dass ich auspacke – und zwar meinen Rucksack. In diesem Beitrag könnt ihr erfahren, welche drei Gegenstände ich immer in meinem Gepäck dabei habe.

Eigentlich bin ich kein Fan von Packlisten. Ich finde, dass man niemanden daran erinnern muss, offensichtliche Dinge wie Unterwäsche oder Zahnbürste mitzubringen. Wem sowas nicht selber einfällt, der ist vielleicht für eine Reise ohnehin nicht geeignet. Und sobald es um persönliche Vorlieben geht, dann bringen standardisierte Packlisten auch nichts. Dass ich nun trotzdem ausführe, was sich bei mir im Rucksack versteckt, liegt daran, dass ich vor einigen Tagen ein „Blogstöcken“ gefangen habe. Bruder Leichtfuss , den ich vor kurzem dazu interviewte, wie man per Anhalter am besten den Ozean überquert, hat es mir zugeworfen.

Hier eine kurze Erklärung an alle, die nicht wissen, was ein „Blogstöcken“ ist: Wer ein solches von einem anderen Blogger fängt, schreibt auf seinem Blog einen Beitrag zu einem bestimmten Thema. Hier müssen wir alle drei Ausrüstungsgegenstände vorstellen, die wir immer dabei haben.  So haben die Leser der Blogs die Möglichkeit,  einen virtuellen Blick in den Rucksack der Blogger zu werfen. Am Ende des Beitrags fordert man seinerseits drei weitere Blogger auf, den Rucksack zu öffnen. Das ganze dient dazu, dass sich die deutschsprachigen Reiseblogger besser vernetzen können. Eine Übersicht darüber, wer bereits  mitgemacht hat, findet sich hier.

Was also habe ich immer dabei von dem ich denke, dass es wert ist, erwähnt zu werden, und das andere Reisende vielleicht inspirieren könnte?

1. Kung-Fu-Schuhe

schuhe
Meine eigenen Schuhe sind etwas unappetitlich. Deswegen hier ein Bild des Herstellers…

Ich bin überhaupt nicht sportlich veranlagt, trotzdem sind in meinem Rucksack fast immer Kung-Fu-Schuhe zu finden. Dies vor allem aus zwei Gründen:

Erstens gibt es fast keine leichteren Schuhe. Wenn ich mich von A nach B bewege oder wandere, ziehe ich in der Regel festes Schuhwerk an. Aber in den Hostels oder auf Stadtrundgängen finde ich diese leichten Schlappen einfach angenehm. Viele Traveller schwören ja auf Plastiksandalen oder Flip Flops, denn die kann man auch beim Duschen tragen. Aber irgendwie konnten sich meine Füsse nie mit solchen Dingern anfreunden.

Zweitens sind Kong-Fu-Schühe unglaublich preiswert. Bei Amazon findet man sie für weniger als 10 Euro. Ein lustiges Detail an Rande: In meinen fünf Jahren in China habe ich noch nie einen Laden gesehen, der Kong-Fu-Schuhe anbietet und ich weiss bis heute nicht, wo man diese im Reich der Mitte bekommt. Vielleicht nur in den Kong-Fu-Schulen?

Allerdings haben die Schuhe auch einen gravierenden Nachteil: Sie beginnen recht schnell zu stinken, vor allem, wenn sie einmal nass werden. Ich muss sie jeweils nach etwa zwei Monaten ersetzen.

2. Mein Ultraweitwinkel-Objektiv

sigma
Mein Ultraweitwinkelobjektiv hat mich schon in zahlreiche Länder begleitet, was man ihm inzwischen auch etwas ansieht.

Ich blogge ja stets von meinen Reisen und dazu brauche ich immer mehr oder weniger vernünftige Bilder. Ich habe eine etwa ältere Canon Spiegelreflex dabei und nehme oft etwas unterschiedliche Objektive mit. Eines ist aber immer dabei, und zwar mein Sigma 10-20mm.

Ich hatte mir zuerst ein tolles Teleobjektiv gekauft, damit ich Leute fotografieren kann, ohne dass sie es merken. Das macht zwar Spass, aber ich habe festgestellt, dass ich mit einem Ultraweitwinkel noch mehr Freude habe.

Zum Beispiel verwende ich es in Städten. Ich habe mich schon oft geärgert, dass ein Gebäude nicht aufs Bild passte, weil der Platz davor nur gross genug war und ich nicht weit genug zurücklaufen konnte. Sehr praktisch ist das Objektiv aber auch im Innern von Gebäuden, weil einfach mehr aufs Bild passt und die Licht Empfindlichkeit relativ hoch ist.

Ich finde das so praktisch, dass ich mir nun überlege, zur Freude noch ein Fischauge für die Kameraausrüstung dazuzukaufen.

3. USB-Ladegerät

Mein USB-Adapter lädt praktisch alle meine elektronischen Gadgets zuverlässig auf.
Mein USB-Adapter lädt praktisch alle meine elektronischen Gadgets zuverlässig auf.

Als ich vor 13 Jahren das erste Mal backpackte und einen Monat in Peru verbrachte, hatte ich nicht einmal meinen Walkman dabei. Seither erlebte das Innere meines Rucksacks eine fortlaufende Digitalisierung mit Laptop, Digicam, Smartphone, MP3-Spieler und so weiter. Und zu allem braucht es auch ein Ladegerät.

Seit einiger Zeit habe ich begonnen, konsequent beim Kauf von Elektronik zu achten, dass ich sie über die USB-Buchse des Computers laden kann. Insbesondere in Dorms mit dem notorischen Steckdosenmangel ist es unglaublich praktisch, wenn ich alle Geräte gleichzeitig über eine einzige Steckdose laden kann.

Da ich nun nur noch jeweils das USB-Kabel mitbringe, kann ich alles in einem praktischen USB-Adapter anschliessen, falls ich doch einmal genügend Dosen hab.

Vermutlich steht hier aber bald eine Neuanschaffung an. Ich habe nämlich gesehen, dass es seit einiger Zeit Weltstecker mit einem eingebauten USB-Anschluss gibt. Das ist natürlich super praktisch. Denn derzeit sind das bei mir noch zwei separate Teile.

Weitergabe des Blogstöckens

Wie erwähnt verlangt die Bloggertradition, dass ich das Stöckchen an drei weitere Reiseblogger gebe, die ich selber gerne lese. Da ich das Stöckchen erst recht spät bekommen habe (auf der Liste vom Outdoorblog werde ich wohl etwa auf Platz 100 landen), dachte ich zuerst, dass meine Lieblingsblogs bereits alle vor mir dran gewesen sind. Aber ich hatte Glück. Von den etwa zehn Blogs, die ich regelmässig besuche, waren tatsächlich drei noch nicht dabei. Hier also meine Auswahl:

http://www.farawayfromhome.net : Ich finde den Reiseblog von Nadine und Manu grandios. Sie besuchten in letzter Zeit zwar hauptsächlich Orte, die ich schon aus eigener Erfahrung kenne. Aber ich mag es, wie sie über die Hintergründe berichten ohne sich den Anschein geben zu wollen, dass sie immer alles wissen.

http://renartis.com : Renate und Artis sind schon seit fast einem Jahr unterwegs und ihren Blog finde ich ebenfalls super, weil die Texte nicht einfach Reiseberichte sind, sondern regelmässig die Grenzen hin zu echten Reportagen überschreiten.

http://www.kleineweltreise.de : Schon wieder ein Pärchenblog und zwar von Tobias und Jutta aus Berlin. An ihrem Blog mag ich eigentlich das gleiche, wie bei den beiden anderen: Toll geschriebene Artikel, die mit vielenl Hintergrundinfos gespickt sind.

Es würde mich sehr freuen, wenn diese drei Blogger-Paare das Stöcken fangen würden und bei der Aktion mitmachen.

Über Oliver Zwahlen

Passionierter Blogger. Im Herzen freier Reisejournalist, aber derzeit Büroangstellter mit Wohnsitz im chinesischen Peking. Siehe auch: Google+

5 Kommentare

  1. Die Kung-Fu-Schuhe werde ich wohl echt mal ausprobieren, für 10 Euro… Hätte aber gerne ein Foto von deinen gesehen 😉

    Schönes Stöckchen, und dann auch noch so schnell!

    • Hallo Timo,

      ich habe solche Schuhe echt schon seit meiner ersten Reise dabei. Ich muss vielleicht mal die Bilder von mir im Blog durchgehen, und alle hier verlinken, auf denen die Schuhe zu sehen sind.

      Wenn ich nun wieder auf Reise gehe, werde ich mal ein schönes Bild vor einem tollen Hintergrund machen und dann das jetzige ersten.

      Gruss,
      Oliver

  2. Ein Stöckchen! *Fang*

    Das Weitwinkel ist übrigens auch eines unserer ganz wichtigen Begleiter, und könnte durchaus Favorit für unsere Top-3 Liste sein. Weitwinkel-fotografieren macht einfach nur Spaß!

  3. Wir haben den Knüppel mit Freude übernommen! Laufen damit aber erst mal ein paar Kilometer, bis wir ihn übergeben! 😉

    Zu den Kung-Fu-Schuhe: Hatten auch welche. Fallen aber nach 10 Kilometern auseinander. Trotzdem bei anderen Reisenden und Eingeborenen ein totaler Hingucker. 😀

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